News und Aktuelles zum Tierpark Hellabrunn

Giraffen-Familie in Hellabrunn, Foto: Tierpark Hellabrunn / Marc Müller
Foto: Tierpark Hellabrunn / Marc Müller

Was gibt es Neues im Tierpark Hellabrunn?

Ob neue Areale, der Abschied von liebgewonnenen Tieren oder wichtige neue Entwicklungen - hier erfahrt ihr alle Neuigkeiten zum Tierpark Hellabrunn.

28.9.2021: Affen und Agutis bilden neue "Südamerika-WG"

Klammeraffen und Azara-Agutis leben neuerdings gemeinsam in der "Welt der kleinen Affen", Foto: Marc Müller/Tierpark Hellabrunn
Foto: Marc Müller/Tierpark Hellabrunn Klammeraffen und Azara-Agutis leben neuerdings gemeinsam in der "Welt der kleinen Affen"

Die "Welt der kleinen Affen" im Tierpark Hellabrunn ist Heimat einer neuen Südamerika-WG, die in den großen Tierparks der Welt ein Novum ist. Denn hier haben die Braunkopf-Klammeraffen seit kurzem mit den Azara-Agutis neue Mitbewohner bekommen.

Die tagaktiven Nagetiere aus dem tropischen Regenwald benötigten nach der dauerhaften Schließung der Hellabrunner Fledermausgrotte eine neue Bleibe und finden dafür bei den drei Klammeraffen die perfekten Bedingungen.

“Mit dieser Zusammenführung nutzen wir die neugestaltete und großzügige Tieranlage innerhalb der ‚Welt der kleinen Affen‘ noch intensiver und bieten unseren Besuchern damit lebensnahe und natürliche Beobachtungsmomente aus südamerikanischen Waldgebieten, wo die Tiere ähnliche Lebensräume bewohnen.“, freut sich Carsten Zehrer, zoologischer Leiter in Hellabrunn, über die harmonische Gemeinschaftshaltung der beiden Arten. „Zudem birgt diese Vergesellschaftung auch für die beiden Tierarten untereinander mehr Abwechslung und Impulse auf dieser Anlage: neue Geräusche und Gerüche einerseits, gegenseitige Beobachtung und Interaktion andererseits bereichern das gemeinsame Leben der Tiere“, so Zehrer weiter.

Jonas Homburg, zoologischer Volontär in Hellabrunn ergänzt: “Während die drei Klammeraffen eher die höheren Etagen und Kletterbäume der Anlage in Beschlag nehmen, lassen es sich die fünf Azara-Agutis - unter ihnen eine diesjährige Hellabrunner Nachzucht – vorrangig im ebenerdigen Bereich gut gehen. Beide Arten können je nach Wetterlage zwischen dem Innen- und Außenbereich des Tierhauses pendeln. Sie verfügen im Innenbereich sowie auf der außenliegenden Insel jeweils über Rückzugsmöglichkeiten."

24.9.2021: Unfall in Anlage — Hellabrunn trauert um Erdmännchen

Erdmännchen im Tierpark Hellabrunn, Foto: Tierpark Hellabrunn
Foto: Tierpark Hellabrunn Das war die verstorbene Erdmännchen-Gruppe des Tierpark Hellabrunn

Tragisches Unglück in der Erdmännchen-Anlage: Alle vier Bewohner sind in der Nacht vom 22. auf den 23. September bei einem Unfall ums Leben gekommen. Ihre selbstgegrabene Schlafhöhle ist aus ungeklärten Umständen eingebrochen. Die Erdmännchen konnten sich selbst nicht mehr befreien und wurden am nächsten Morgen von ihren Pflegern tot aufgefunden.

Carsten Zehrer, der zoologische Leiter im Tierpark Hellabrunn, erklärte: „Unsere vier Erdmännchen Ruanda, Quodo, Quimbele und Rafiki wurden beim unvorhersehbaren, nächtlichen Einsturz der Höhle überrascht und hatten keine Chance mehr, lebend aus dem Bau zu kommen. Auch wenn so ein Unfall im natürlichen Lebensraum der Tiere, der afrikanischen Savanne, jederzeit genauso vorkommen kann, stimmt dieser vollständige Verlust unserer Erdmännchen natürlich die Hellabrunner Belegschaft sowie zahlreiche Tierparkgäste und Tierpaten sehr traurig.“ Vor dem Einzug einer neuen Gruppe der buddelfreudigen Erdmännchen wird der Boden der Anlage geprüft.

6.2.2021: Hellabrunn unterstützt Internationalen Eisbärentag

Eisbärin Nanuq im Tierpark Hellabrunn, Foto: Cerza Parc de Safaris 2020
Foto: Cerza Parc de Safaris 2020 Eisbärin Nuna im Tierpark Hellabrunn

Die Lebensräume der Eisbären sind durch den Klimawandel in Gefahr. Der Internationale Eisbärentag am 27. Februar 2021 macht auf die bedrohte Tierart aufmerksam. Der Tierpark Hellabrunn unterstützt mehrere Projekte und bittet um Spenden.

Der internationale Eisbärentag wurde ins Leben gerufen, um den bedrohten Lebensraum und den Schutz des größten an Land lebenden Raubtiers ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Denn aktuell gibt es noch rund 20.000 Eisbären. Hellabrunn unterstützt seit Jahren Polar Bears International. Die Organisation hat die Erforschung sowie den Schutz dieser bedrohten Tierart zum Ziel.

„Der natürliche Lebensraum von Eisbären schmilzt den Tieren wortwörtlich unter den Pfoten weg – als Bildungseinrichtung können wir nicht oft genug auf den wichtigen Schutz und Erhalt bedrohter Tierarten aufmerksam machen“, sagt Julia Knoll, in Hellabrunn für Umweltbildung und Artenschutz zuständig. In der Hellabrunner Polarwelt leben derzeit drei Eisbärinnen – Giovanna seit 2008 und seit 2020 Nuna und Nanook.

Die Forscher der Organisation Polar Bears International statten Eisbären mit GPS-Sendern aus, um mehr über deren Verhalten und Wanderwege zu erfahren. Ein aktueller Schwerpunkt ist die Untersuchung von Wurfhöhlen.

Als Arctic Ambassador Center beteiligt sich Hellabrunn erneut am Internationalen Eisbärentag, und sammelt zur aktiven Unterstützung dieser wichtigen Forschungsarbeit Spenden unter dem Stichwort „Eisbär“ auf dem Hellabrunner Artenschutzkonto.

Spendenkonto für Artenschutz
Stadtsparkasse München
IBAN: DE 55 7015 0000 1001 9163 50
SWIFT-BIC: SSKMDEMM

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