Berg am Laim: Alle Infos zum Münchner Stadtteil

Riesenrad Hi Sky am Abend, Foto: muenchen.de/ Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/ Michael Hofmann Das Riesenrad auf dem Gelände des Werksviertels ist weithin sichtbar

Werksviertel und Wohnviertel: Das ist Berg am Laim in München

Berg am Laim zählt zu den Münchner Stadtvierteln, die ihren Charme erst auf den zweiten Blick entfalten. Umgeben von Wohnblöcken, ist das Viertel mit seinem neuen Unternehmenszentrum, dem Werksviertel und ganz viel Grün ein echter Stadtteil mit Potenzial. Wir verraten, was Ihr noch in Berg am Laim entdecken könnt.

Das Werksviertel entsteht

Werk12 im Werksviertel: Fassade, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Viele Jahre lang prägten Discos, Bars und Restaurants im äußersten Westen Berg am Laims auf dem Areal der ehemaligen Pfanni- und Optimolwerke das Nachtleben der Stadt. Bis Ende 2015 lag hier eine der größten Partymeilen Europas. 

Umfunktionierte Industriegebäude und zahlreiche Neubauten lassen seit ein paar Jahren mit dem Werksviertel ein neues urbanes Kreativ-Quartier entstehen. Wohnungen, Loft-Büros, Kunst- und Konzerträume, Clubs, Werkstätten, hippe Bars und Restaurants, Shops, Hotels und Freizeitstätten – all das macht das Werksviertel zu einem der spannedsten neuen "Mikroviertel" der Stadt. Außerdem steht auf dem Gelände das größte transportable Riesenrad der Welt.

Sehenswürdigkeiten: St. Michael, St. Pius, Technisches Rathaus

, Foto: Erzbischöfliches Ordinariat München
Foto: Erzbischöfliches Ordinariat München

Das beeindruckendste Bauwerk im Stadtteil ist sicherlich die Pfarrkirche St. Michael. Im 18. Jahrhundert errichtet, gehört sie heute zu den wichtigsten Baudenkmälern des Rokoko. Fast ein Gegenentwurf zu St. Michael ist die moderne, in den 1930er Jahren erbaute Kirche St. Pius. Der lang gezogene Kirchturm, der sich über die Breite des kompletten Kirchenschiffs zieht, ist für Sakralbauten eher ungewöhnlich. Zudem gibt es noch das sogenannte „Stephanskirchl“. Der Bau aus dem 16. Jahrhundert ist eine der ältesten Kirchen im Münchner Stadtgebiet.

Hervorstechend – im wahrsten Sinne des Wortes – ist in Berg am Laim der Glasbau des Technischen Rathauses. Vor allem der 63 Meter hohe Turm ist beeindruckend. Im zugänglichen Innenhof ist das Kunstwerk "Courtyard in the Wind" zu bewundern. Interessant ist auch der Hochbunker in der Sonnwendjochstraße 54. Der viergeschossige Bau wurde 1941 als Luftschutzbunker errichtet. Wenn man sich in Berg am Laim aufhält, sollte man sich den Schüleinbrunnen am gleichnamigen Platz ansehen. Er erinnert an Joseph Schülein, der nach dem Ersten Weltkrieg Baugrund zur Verfügung stellte, um die Wohnungsnot im Bezirk zu lindern.

Wohnen in Berg am Laim: Blockbauten vs. Unternehmenszentrum

 Das Stadtbild von Berg am Laim prägen immer noch die zahlreichen Blockbauten, die vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind, um Wohnraum für sozial Schwächere zu schaffen. Der dörfliche Charakter der Gemeinde hat dennoch überlebt. Mittlerweile ist Berg am Laim als Wohnviertel wieder im Kommen, was nicht zuletzt an der Nähe zum Zentrum und der exzellenten Verkehrsanbindung liegt. Es siedeln sich hier außerdem zunehmend Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche an. Auch viele Verlage haben hier ihren Sitz.

Dienstleistungen in Berg am Laim

Diese Links führen ins kommerzielle Branchenbuch:

Natur im Viertel: Viele Grünflächen zur Erholung

Piusplatz in München Berg am Laim, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Wenn man über die dicht bebaute Berg-am-Laim-Straße in den Stadtteil hineinfährt, hält man es kaum für möglich, aber: In Berg am Laim gibt es auch großzügige Grünflächen wie den Piusplatz. Nett zum Flanieren sind beispielsweise die Echardinger Schrebergärten. Ein schöner Ort ist ebenfalls die Parkanlage Michaelianger. Im Winter können die Kinder hier auch rodeln. Fast ein Geheimtipp ist der Behrpark an der Baumkirchner Straße, angeblich der flächenmäßig kleinste Park in München. Blumenliebhaber sollten sich hier einmal den Rosengarten ansehen. 

Freizeit: Michaelibad

Gut zu erreichen von Berg am Laim ist das städtische Michaelibad. Direkt am Ostpark befinden sich gleich zwei Schwimmbäder mit Wellness-Angebot.

 

Historisches Berg am Laim: Wohlstand durch die Lehmzunge

Berg am Laim hat eine lange Geschichte. Bereits im Jahr 812 wird "Perke am Laimb" erstmals urkundlich erwähnt. Der Name weist auf die natürliche Beschaffenheit dieses Gebietes hin: Von Ismaning bis Berg am Laim zog sich eine ein Kilometer lange Lehmzunge hin, die dem Gebiet und seinen Bewohnern Wohlstand brachte. So gab es zahlreiche Ziegeleien, in deren Umfeld die dort beschäftigten Arbeiter und ihre Familien wohnten. Ziegel aus Berg am Laim wurden für große Teile der Münchner Innenstadt und für die Frauenkirche verwendet. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts siedelten sich viele Mitarbeiter der Eisenbahn in Berg am Laim an. Im Jahr 1913 wurde Berg am Laim in die Stadt München eingemeindet.

Lage und Abgrenzung: Berg am Laim

Berg am Laim liegt eingebettet zwischen Haidhausen im Westen, Trudering im Osten, Bogenhausen im Norden und Ramersdorf im Süden. Berg am Laim ist mit U- und S-Bahn gut erschlossen. Buslinien in Nord-Süd-Richtung sorgen für eine optimale Verkehrsanbindung zur Stadtmitte und ins Umland. Vom Ostbahnhof führt eine Trambahnlinie nach Berg am Laim.

Berg am Laim in Zahlen: Stadtbezirk 14

Berg am Laim, Stadtbezirk 14, in Zahlen:

- Einwohner des Stadtbezirks: 45.655
- Einwohnerdichte des Stadtbezirks je Hektar: 72
- Fläche in Hektar: 631,46
(Zahlen: Statistisches Amt 2017)

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