Freisprechung der Münchner Jungbrauer

Am 29.6.2019 feiern die Münchner Brauer den Brauertag mit Festzug und Freisprechung der 36 Jungbrauer durch Oberbürgermeister Dieter Reiter. Warum Ihr dabei sein solltet...

Jungbrauer verpflichten sich zur Einhaltung des Reinheitsgebots

Zum 29. Münchner Brauertag am 29.6. kommen 36 Jungbrauerinnen und Jungbrauer auf den Odeonsplatz. Hier werden sie von Oberbürgermeister Dieter Reiter und dem Vorsitzenden des Vereins Münchner Brauereien e.V. Andreas Steinfatt zunächst geehrt, um anschließend nach alter Stadttradition feierlich „frei geschlagen“ zu werden. Dabei leisten die ausgelernten Brauer nochmals den „Preueid“, mit dem sie sich auf das Münchner Reinheitsgebot von 1487 verpflichten.

Wie läuft der Brauertag ab?

Zusammen mit den Jungbrauern wird an diesem Tag die Braukunst und das über 530 Jahre alte Reinheitsgebot geehrt. Schon morgens ab 8 Uhr stellen sich die Zünfte auf dem Marienplatz auf. Um 9 Uhr wird ein Gottesdienst in der Kirche St. Peter gefeiert. Anschließend (ca. 10 Uhr) setzt sich der Festzug der großen Münchner Brauereien in Bewegung und begibt sich über Rindermarkt und Residenzstraße zum Odeonsplatz. Vor der Freischlagung tanzen die Schäffler und das Münchner Kindl hält einen Prolog. Warum Ihr dabei sein solltet: Um den Brauertag gebührend zu feiern, wird Freibier ausgeschenkt.

Zeitplan am Brauertag

8 Uhr: Marienplatz - Eintreffen der Gäste - Ausstellung der Zunfteigentümer - Kirchenzug nach St. Peter
9 Uhr: St. Peter - Gottesdienst bis ca. 10 Uhr
ca. 10 Uhr: Festzug zum Odeonsplatz - via Tal, Viktualienmarkt, Rindermarkt, Marienplatz, Residenzstraße
ca. 10:30 Uhr: Odeonsplatz - Ankunft Festzug - Schäfflertanz - Prolog des Münchner Kindl - Ehrung und Freisprechung der 36 Jungbrauer durch Oberbürgermeister Dieter Reiter und den Vorsitzenden des Vereins Münchener Brauereien Andreas Steinfatt
ca. 14 Uhr: Ende der Veranstaltung

Video: So war der Brauertag 2016

Zur Geschichte des Brauertages

Schon seit dem Mittelalter feierten die Münchner Zünfte ihre Festtage. Begangen wurden diese meist am Tag des jeweiligen Schutzpatrons. Die Brauer haben gleich zwei Beschützer: Den heiligen Bonifatius, Apostel der Deutschen, und den heiligen Florian, Patron gegen Feuer- und Wassergefahr.

Der Brauertag wurde bis zum Jahr 1917 gefeiert. Dann folgte eine Unterbrechung durch Kriegs- und Zwischenkriegszeiten, bis die Tradition schließlich 1962 mit der Freisprechung der Jungbrauer wieder auflebte. Für die Öffentlichkeit gibt es die Veranstaltung seit 2004 wieder. Organisiert wird die Veranstaltung vom Verein Münchener Brauereien e.V..

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