Krampuslauf über den Münchner Christkindlmarkt Foto: lionman

Krampuslauf über den Münchner Christkindlmarkt

So, 08.12.19, 15:00 Uhr

Marienplatz

Marienplatz 1
80331 München

Schaurig-schöne Krampusse in der Innenstadt

Gruselig, aber völlig harmlos! Am Münchner Christkindlmarkt sind auch in diesem Jahr wieder die Krampusse los: Beim großen Schaulauf des Brauchtums mit rund 25 Gastgruppen aus Bayern, Österreich und Südtirol am 8.12. und der ersten Münchner Krampusgruppe „Sparifankerl Pass“.

Finstere Masken und Kostüme - der Krampuslauf in Bildern

Das müsst Ihr zum Krampuslauf wissen

Krampuslauf 2017, Foto: lionman
Foto: lionman
  • Sind die Krampusse gefährlich? Na gut, sie sehen schon ziemlich düster aus. Aber sie wollen nur spielen! Die erste Münchner Krampusgruppe „Sparifankerl Pass“ betont, dass der Münchner Krampus ein lustiger Teufel sei, der auf dem Schaulauf hautnah zum Anfassen und Bestaunen zu sehen ist und nicht, um unartige Kinder zu rügen.
  • Wer ist beim Lauf dabei? Am 8.12. ziehen beim großen Krampuslauf von "Sparifankerl Pass" bis zu 300 Krampusse aus dem ganzen Alpenraum über den Marienplatz. Erwartet werden rund 25 verschiedene Gastgruppen.
  • Wo sind sie zu sehen? Beim großen Lauf stellen sich die Krampusse um 15 Uhr in der Ettstraße auf. Von dort führt der Laufweg über die Kaufingerstraße in die Rosenstraße, weiter über den Rindermarkt, vorbei am Alten Peter bis zum Alten Rathaus, wo der Lauf endet. Den genauen Laufweg findet Ihr am Ende der Seite und zum Download als PDF hier.
  • Was genau sind Krampusse? Der Krampus ist der unheimliche Geselle an der Seite des gütigen Nikolaus. Während letzterer bei unartigen Kindern gerne mal ein Auge zudrückt, rasselt der Krampus lieber furchteinflößend mit seiner Kette, um sich den nötigen Respekt zu verschaffen. Mehr erfahrt Ihr weiter unten.

Die Tradition des Krampuslaufs

Krampuslauf 2017, Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle
Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle

Das Krampuslaufen geht auf eine 500 Jahre alte Tradition aus dem alpenländischen Raum zurück. Bereits im 16. Jahrhundert zogen die sogenannten „Klabaufs“ aus: Schüler, Kantoren und Schulmeister der Frauenkirche und von St. Peter verkleideten sich als Bischöfe und verursachten angeblich derartige Unruhen, dass die Polizei ausrücken musste. Der Brauch des Krampuslaufs erfreut sich heute bei jungen Leuten wieder großer Beliebtheit.

Aufwändige und teure Kostüme

Masken der Krampus-Gruppe Sparifankerl-Pass, Foto: Sparifankerl-Pass
Foto: Sparifankerl-Pass

Die aufwändig gestalteten Kostüme werden jedes Jahr neu geordert und unterscheiden sich je nach Figur. Die Perchten, die ursprünglich den Winter austreiben sollten, tragen 4 bis 10 Hörner, während die Krampusse eine Zweihornmaske kennzeichnet. Die Kosten eines Kostüms liegen zwischen 1800 und 2500 Euro. Aber nicht nur kostspielig ist so ein Krampus-Outfit, sondern noch dazu ganz schön schwer. Eine Maske kann gut und gerne 10 Kilogramm auf die Waage bringen - kein Wunder, dass die Läufer nach dem Krampuslauf ganz schön außer Puste sind...

Die erste Münchner Krampusgruppe: Sparifankerl-Pass

Die Münchner Krampusgruppe „Sparifankerl-Pass“ läuft seit 2004 alljährlich über den Christkindlmarkt. Der Gründer der 20 Männer umfassenden Gruppe, Tom Bierbaumer, möchte das alpine Brauchtum wieder in die bayerische Landeshauptstadt bringen und organisiert den großen Krampuslauf. Er betont, dass der Münchner Krampus beim Schaulauf hautnah zum Anfassen und Bestaunen zu sehen ist und nicht, um unartige Kinder zu rügen. Meistens fürchten sich laut Bierbaumer ohnehin nur die Erwachsenen und nicht die Kinder.

So schön war der Krampuslauf im Vorjahr

Laufweg: Großer Krampuslauf am 8.12.2019

Laufweg großer Krampuslauf (rote Linie), Foto: Referat für Arbeit und Wirtschaft
Foto: Referat für Arbeit und Wirtschaft

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