Die Geheimnisse der Aussteller*innen: Blickt mit uns hinter die Kulissen

Traditionelle Zinnfiguren vom Christkindlmarkt, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Die Zinnfiguren von Gunnar Schweizer entstehen in aufwendiger Handarbeit in der Familien-Manufaktur.

Alles handgemacht! Die Aussteller*innen vom Münchner Christkindlmarkt

Sie machen alles noch per Hand: Wir haben die Aussteller*innen vom Münchner Christkindlmarkt in ihren Werkstätten besucht. In unseren Porträt-Videos erzählen sie euch ganz persönlich, wie sie bei ihrer Arbeit vorgehen und was sie daran lieben: Hornschnitzer Siegfried Stuhlmüller zeigt euch, wie er seine Schmuckstücke herstellt, Kunsthandwerkerin Michaela Linder verrät, wie ihre Federengel entstehen und die Rohrers von der Beerenalm empfehlen euch ganz besondere Fruchtweine für diese Saison. Und es gibt noch mehr Geheimnisse der Menschen vom Christkindlmarkt zu entdecken!

Im Auftrag des Referats für Arbeit und Wirtschaft

Dieser Beitrag über den Münchner Christkindl- und Neujahrsmarkt, einer Veranstaltung des Referats für Arbeit und Wirtschaft (RAW) der Landeshauptstadt, ist vom RAW beauftragt. Die Inhalte wurden zwischen dem Referat für Arbeit und Wirtschaft und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

Unikate von einem Unikat: Hornschnitzerei Stuhlmüller

"Das Material gehört zu mir", sagt Siegfried Stuhlmüller aus Riedering über sein Hirschhorn. Dabei kam er einst per Zufall dazu. Seit über 30 Jahren fertigt er Schmuck, Knöpfe oder Messergriffe aus dem Naturprodukt, für das keinem Hirsch ein Haar gekrümmt werden muss – schließlich fällt es von selber ab. Für Stuhlmüller ist die Hornschnitzerei mehr als ein Beruf, er nennt es eine Lebensaufgabe. Wie er beim Schnitzen seiner Unikate vorgeht, warum das so aufwendig ist und er wohl der Letzte seiner Art bleiben wird, erzählt er uns im Video.

 

Festlich & zart: Federengel von Michaela Linder

In ihrer Werkstatt in Scheyern haucht Michaela Linder den Federengeln das Leben ein: Kleine Beschützer zum Verschenken oder für die eigene Weihnachtsdekoration. Die zarten Geschöpfe entstehen aus Daunen, Holz und Materialien, die sie in der Natur findet.  Wie lange sie schon Engel herstellt, welche Federn sie verwendet und wie viele Modelle sie entworfen hat, verrät die Kunsthandwerkerin im Video.

 

Glühwein per Express: Die Rohrers von der Beerenalm

Ganz schön erfinderisch dieser Familienbetrieb: Aus der Garage beliefern Josef und Birgit Rohrer ihre Münchner Kundschaft in der Pandemie mit dem "Glühwein-Express". Im roten Elektro-Flitzer sausen sie mit ihren beliebten Fruchtweinen von der Beerenalm einfach, flexibel und emissionsfrei zu euch an die Haustür. Welche Sorten ihr unbedingt probieren solltet und wie das heimische "Logistikzentrum" der Rohrers ausschaut, seht ihr im Video.

 

Ein echtes Original: Gunnar Schweizer und seine Zinnfiguren

Wer schon mal am Christkindlmarkt-Standl von Gunnar Schweizer vorbeigeschaut hat, erinnert sich bestimmt an den charismatischen Kunsthandwerker und seine Engel, Weihnachtspyramiden und Figuren aus Zinn. Noch heute werden die Zinnfiguren in der Zinnmanufaktur Schweizer in Dießen am Ammersee von Hand gegossen, wo man sie auch erwerben kann. Ansonsten findet ihr das große Zinnwarensortiment der Schweizers in ihrem Münchner Laden in der Maxburgstraße.

Kripperl-Kunst mit Liebe zum Detail: Zu Besuch bei Familie Gebauer

Aus Bairawies in der Nähe von Geretsried, knapp eine Stunde von München entfernt, kommen sie her, die aufwendig handgestalteten Krippen der Familie Gebauer. Der Familienbetrieb ist bekannt für seine orientalisch geprägten Weihnachtskripperl. Aber natürlich auch für die dazugehörigen Figuren und das benötigte Zubehör. Schaut rein bei der Familie Gebauer, die ihren Stand auf dem Münchner Kripperlmarkt bereits seit über 40 Jahren betreibt.

Vom Entwurf bis zur Laser-Gravur: So entsteht ein „Münchner Licht“

, Foto: Charles & Angelika Porth
Foto: Charles & Angelika Porth Made in Munich: Angelika und Charles Porth zeigen die einzelnen Etappen der Windlichtfertigung in ihrer Werkstatt.

Ein Windlicht, das je nach Stimmung glitzernde Schneeflocken, Kinder mit Laternen, einen Schneemann oder die festliche Weihnachtskrippe zeigt? Gibt's nicht? Gibt es doch! Die Motive der Windlichter von Angelika und Charles Porth vom Münchner Licht könnt Ihr dank einsetzbarer Holzfurnierfolie ganz einfach austauschen und Euch so immer wieder aufs Neue daran erfreuen.

  • Wie wird’s gemacht? Die Lichter samt Motivfolien herzustellen, ist aufwendig. Von der Skizze bis zum fertigen Druck entsteht alles „made in Munich“ in der eigenen Werkstatt des Familienunternehmens. Hauptarbeit ist dabei der kreative Part, bei dem die Entwürfe per Hand gezeichnet, dann auf den PC übertragen und zuletzt mit einer speziellen Laser-Maschine graviert werden.
  • Was ist das Besondere? Die Windlichter sind nicht nur ein originelles Geschenk zur Adventszeit – es gibt auch Designs passend zu Geburtstag, Hochzeit und zu den beliebtesten Münchner Sehenswürdigkeiten wie der Frauenkirche, der Feldherrnhalle oder dem Chinesischen Turm.
  • Welche Tradition steckt dahinter? Die einzigartigen Windlichter werden seit 2005 von Familie Porth selbst entworfen, produziert und exklusiv vertrieben. Sie sind urheber- und markenrechtlich geschützt.

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Über 200 strahlende Sternleuchten: ein Blick ins Atelier Rausch

, Foto: LHM / Lukas Barth
Foto: LHM / Lukas Barth Die leuchtenden Sterne werden von Familie Rausch selbst entworfen und im eigenen, türkischen Familienbetrieb produziert

Weihnachtlich, bayerisch oder doch lieber orientalisch? Mit Glitzer oder aus Naturpapier? Bei den Sternleuchten von Familie Rausch wird man auf jeden Fall fündig. Denn nicht nur Engel, Hirsche oder Schneeflocken zieren die Sterne, sondern auch Mondsonnen, Blumen und Ornamente aus 1001 Nacht. Vielleicht habt Ihr die leuchtenden Sternen-Standl von Uta, Hizir und Milan sogar schon mal gesehen? Normalerweise findet man sie am Tollwood, beim Weihnachtsmarkt am Sendlinger Tor und am Münchner Christkindlmarkt rund um den Marienplatz.

  • Wie wird’s gemacht? Die einzelnen Sterndesigns entwerfen die Rauschs am heimischen Küchentisch oder in ihrem Atelier in der Hermann-Lingg-Straße im Februar und März, wenn es noch schön kalt und winterlich ist. Danach entsteht eine Druckvorlage in Zusammenarbeit mit professionellen Designer*innen. Gefertigt werden die Sterne dann aus handgeschöpften, indischen Papieren zu fairen Bedingungen im eigenen Familienbetrieb in der Türkei.
  • Was ist das Besondere? Oft bleiben die Modelle nicht nur ein Jahr, sondern werden weiterentwickelt und bis zur nächsten Saison in Form und Farbe abgewandelt. So entstanden seit 1992 über 200 eigens kreierte Sternmotive.
  • Welche Tradition steckt dahinter? Auf die Idee zu nachhaltigen, ökologischen und fair produzierten Sternen kamen Uta Rausch und Hizir Kocaman bei einer Reise nach Indien. Seit über 20 Jahren erhellen ihre Sternleuchten nun die Münchner Weihnachtszeit.

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Krippen-Schnitzer aus Tradition: das Familienunternehmen Kreutz/Jaumann

, Foto: Michael Jaumann
Foto: Michael Jaumann Michael Jaumann führt die Holzbildhauerei Kreutz/Jaumann bereits in dritter Generation.

Seit über 70 Jahren ist das Familienunternehmen Kreutz/Jaumann auf dem Münchner Kripperlmarkt vertreten. In dritter Generation führt Michael Jaumann das Erbe seines Großvaters mit viel Liebe fürs Detail weiter. Besonders die Qualität seiner Produkte liegt dem gelernten Holzbildhauer aus Gröbenzell dabei am Herzen.

  • Wie wird's gemacht? Krippenfiguren, ganze Krippenhäuser, Tiere und Zubehör in allen Größen und Farben, religiöse Figuren wie Madonnen, Kreuze und Engel: All das wird hier selbst handgeschnitzt oder von namhaften Händlern aus Deutschland und Südtirol eingekauft. Nicht nur individuelle Einzelstücke und Sonderanfertigungen, auch Reparaturarbeiten oder Restaurierungen übernimmt der Familienbetrieb gerne für Euch.
  • Was ist das Besondere? Eine beliebte Besonderheit sind die bekleideten Krippenfiguren: Die Köpfe, Hände und Füße bestehen aus Ahornholz und der Körper ist elastisch. Über 40 verschiedenen Figuren könnt Ihr so ganz persönlich zurechtbiegen und anschließend auch selbst entscheiden, welche Schuhe und Bekleidung der Heilige tragen soll.
  • Welche Tradition steckt dahinter? In der schweren Nachkriegszeit begann der Firmengründer Josef Kreutz im Jahr 1946 mit der Herstellung von Weihnachtskrippen. Auf die bayerisch-barocke Krippenvariante erhielt er 1958 das Urheberrecht.

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