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Foto: Münchner Volkstheater

Münchner Volkstheater

Veranstaltungsorte: Theater | Maxvorstadt, Universität

Das städtische Theater unter Intendant Christian Stückl

Das Volkstheater ist eine der aufregendsten Bühnen Münchens. Seit seinem Amtsantritt zum Intendanten 2002 schuf Christian Stückl mit einem jungen Ensemble ein eigenständiges Profil. Durch die vielfältige Auswahl an traditionellen, kritischen und modernen Stücken gelingt dem Haus ein einzigartiges Repertoire. Wie schon in früheren Jahren ergänzt sich der Spielplan durch Gastauftritte, wie Lesungen und Konzerte. Christian Stückl prägt gemeinsam mit einem jungen Ensemble und jungen Regisseur*innen die Kulturlandschaft der Stadt.

Die Geschichte des Münchner Volkstheaters

Das Münchner Volkstheater, Foto: Gabriela Neeb
Foto: Gabriela Neeb

So traditionsträchtig der Begriff Volkstheater klingt, so jung ist seine Geschichte als Haus. 1983 wurde das Münchner Volkstheater am Stiglmaierplatz mit seinen 609 Sitzplätzen durch die Stadt München ermöglicht und eröffnet.

Das Haus ist ein Volks-Theater im wahrsten Sinn: Denn neben Schauspieler*innen, Regisseur*innen und Dramaturg*innen vom Bayerischen Staatsschauspiel, die ein Bedürfnis nach räumlicher und künstlerischer Ausweitung ihrer Arbeit an und mit der bayerisch-österreichischen Volkstheatertradition hatten, war vor allem das Publikum maßgeblich am Gelingen dieses Gründungsprojektes beteiligt.

Ein Großteil der Gesamtumbausumme, die zur Sanierung und Umgestaltung der Mehrzweckhalle im Haus des Sports in der Brienner Straße benötigt wurden, konnte durch öffentliche Spenden finanziert werden. Noch heute ist der Verein der Freunde des Münchner Volkstheaters ein wichtiger Förderer des Volkstheaters.

Moderne, kritische Stücke in der Tradition des Volksschauspiels

Von der Grundausrichtung sieht sich das Haus in der Tradition des Volksschauspiels. Grundlage der Stücke ist dabei häufig klassische Volksliteratur, mit einem Schwerpunkt auf kritischen Stücken. Das Repertoire wurde von Christian Stückl ausgebaut, wodurch er dem Volkstheater ein moderneres Profil verlieh. Neben der großen Bühne bespielt das Haus mit der kleinen Bühne eine zweite Spielstätte, in der 120 Besucher*innen Platz finden. Hinzu kommen viele Zusatzveranstaltungen, wie Konzerte und Lesungen, die im Foyer des Hauses stattfinden.

Zu den früheren Intendant*innen gehört unter anderem Ruth Drexel, die mit ihrer Inszenierung von Karl Schönherrs „Glaube und Heimat“ das Haus 1983 eröffnete. 5 Jahre später, 1988 übernahm sie selbst die Intendanz des Hauses, das sie bis zum Sommer 2002 leitete. Seitdem leitet Christian Stückl das Volkstheater und prägt mit seinen Inszenierungen wie „Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben“, „Die Dreigroschenoper“ oder „Der Kaufmann von Venedig“ die Münchner Kulturlandschaft.

Bühne für Stars und Nachwuchshoffnungen zugleich

Das Münchner Volkstheater, Foto: Gabriela Neeb
Foto: Gabriela Neeb

Auf der Bühne des Volkstheaters waren und sind auch heute viele bekannte Schauspielgrößen wie unter anderem Gustl Bayrhammer, Hans Brenner, August Zirner, Veronika Fitz, Helmut Fischer, Brigitte Hobmeier, Thomas Kylau, Alexander Duda, Ursula Burkhardt, Maximilian Brückner oder Markus Brandl zu bewundern.

Neben dem jungen Ensemble öffnete Christian Stückl das Haus auch der jungen Regie. Durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen jungen Regisseur*innen entsteht ein dynamisches, abwechslungsreiches Repertoire.

Große Beachtung findet auch das 2005 ins Leben gerufene Theaterfestival „Radikal jung – Das Festival junger Regisseure“. Das jährlich stattfindende Festival öffnet mit queeren, diversen und politischen Inhalten junger Regisseur*innen Perspektiven für das Theater von morgen. Von der Jury werden Stücke von Theatern und freien Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt und präsentiert.

Der Intendant Christian Stückl im Porträt

Christian Stückl - Intendant des Münchner Volkstheaters, Foto: Gabriela Neeb
Foto: Gabriela Neeb Intendant Christian Stückl

Der Oberammergauer Christian Stückl ist seit 2002 Intendant des Münchner Volkstheaters und hat im Juli 2018 seinen Vertrag bis zum 2024/2025 verlängert. Zudem inszeniert er Werke an anderen großen Theatern, sowie alljährlich ein Stück im Passionstheater Oberammergau, dem er verbunden ist, seit er dort 1987 erstmals Spielleiter tätig war. Im Jahr 2022 wird er bereits zum vierten Mal die Passionsspiele leiten.

Vor seiner Zeit als Intendant des Volkstheaters arbeitete Christian Stückl als Regisseur an den Münchner Kammerspielen und als freier Regisseur unter anderem an Theatern in Wien, Frankfurt, Hannover und Bonn.
Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, wie zum Beispiel den Theaterpreis der Landeshauptstadt München 2014 oder den Abraham-Geiger-Preis für „Verdienste um das Judentum in seiner Vielfalt“ 2020.

Neuer Standort: Volkstheater zieht ab 2021 auf Viehhof-Gelände

Derzeit befindet sich das Haus in der Brienner Straße, doch Ende 2020 muss das Volkstheater aus der früheren Sporthalle wegen eines zu hohen Sanierungsaufwands ausziehen. Der Stadtrat wählte im Dezember 2014 das Viehhof-Gelände in der Tumblingerstraße aus. Der Viehhof setzte sich gegen andere Alternativen durch. Im Januar 2018 begann der Neubau des Volkstheaters auf dem ehemaligen Viehhofgelände mit dem Abriss der alten Stallungen. Die reine Bauzeit wird ca. drei Jahre betragen. Die Übergabe des Baus an das Volkstheater soll im Frühjahr 2021 stattfinden.

Aktuelle Informationen über die Fortschritte des Theaterbaus lassen sich im Magazin „NEUBAU“ des Volkstheaters und dem dazugehörigen Blog verfolgen.

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Öffnungszeiten

Vorverkauf: Mo-Fr: 11:00 - 18:00 Uhr, Sa: 11:00 - 14:00 Uhr
Weitere Infos

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4 Bewertungen zu Münchner Volkstheater

5
4 Bewertungen
  • von am

    Das Volkstheater ist eines meiner Lieblingstheater in München. Nicht nur die Stücke, die hier inszeniert werden sind etwas besonderes, ich finde das ganze Theater macht seinem Namen alle Ehre. Es ist ein Theater für das Volk, schlicht und einfach, nicht der typische pompöse Theatercharme. Schaut euch den Brandner Kasper an, für alle Münchner und auch die Zugereisten, ein absolutes Pflichtprogramm. Ich habe mich köstlich amüsiert! Am besten ein bisschen früher kommen, um vorher noch in der Volksküche zu speisen, sehr lecker!

  • von am

    Sehr gut, schön und weiter zu empfehlen... Weiter so...

  • von am

    Ins Volkstheater gehe ich sehr gerne. Die Stücke sprechen mich an, das Ensemble finde ich in sich stimmig und man spürt einen gewissen Teamgeist. Außerdem hat der ganze Bau einen "Volkscharakter" passend zum Namen des Theaters! Schade nur, dass der Volksgarten geschlossen hat. In der neuen Volksküche war ich noch nicht. Bin schon gespannt aufs Essen, denn vor oder nach der Vorstellung gehört das für mich einfach dazu :)

  • von am

    Nettes Theater mit vielen jungen und modernen Inszenierungen. Preise und Größe völlig ok. Wer Spaß am Theater hat, kommt hier auch voll auf seine Kosten. Nervig sind die Schulklassen, die von ihren Lehrern "gezwungen" werden und manchmal stören können..

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