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Herkulessaal der Residenz

Veranstaltungsorte | Altstadt, Zentrum

Herkulessaal in München: Geschichte des Konzertsaals in der Residenz

Der Herkulessaal in der Münchner Residenz wird vorwiegend für Konzerte mit klassischer Musik und Jazz sowie Feste und Vorträge genutzt.

Der Herkulessaal der Residenz im Überblick

Lage: In der Münchner Residenz an der Nordseite, Eingänge über Hofgarten und Apothekenhof
Sitzplätze: Rund 1.400 Zuschauer
Genres: Vorwiegend Klassische Musik, Jazz, Lesungen, Feste
Geschichte: Ehemaliger Thronsaal Ludwig I., nach vollständiger Zerstörung im Zweiten Weltkrieg von 1951 bis 1953 als Konzertsaal wiedererrichtet

Die Musik im Herkulessaal

Der 1953 im neoklassizistischen Stil fertiggestellte "neue" Herkulessaal ist in der Aufteilung auf seine Funktion als Konzertsaal ausgerichtet und hat eine gute Akustik. Ein wahrer Blickfang ist die große Pfeifenorgel, die über der Orchesterbühne thront. Der mit schlichter Eleganz ausgestaltete Herkulessaal bietet als größter Veranstaltungsraum der Residenz Platz für rund 1.400 Personen.

Bis heute wird der Saal von renommierten Ensembles wie dem Bayerischen Rundfunkorchester, den Münchner Symphonikern und dem Bayerischen Staatsorchester für regelmäßige Aufführungen genutzt. Auch Jazz- und anspruchsvolle Popkonzerte sowie Autorenlesungen finden hier statt.

Geschichte: Vom alten zum neuen Herkulessaal

Der Herkulessaal existiert in seiner heutigen Gestalt erst seit Anfang der 50er-Jahre. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Münchner Residenz in großen Teilen und der traditionsreiche alte Herkulessaal nahezu vollständig zerstört. Die Schäden waren so massiv, dass gegen Ende des Krieges nur noch die Umfassungsmauern des alten Festsaales standen. Obwohl die Decke komplett eingestürzt war, konnten die zum Teil erhaltenen Stuckdekorationen an den Wänden beim Wiederaufbau des Saales rekonstruiert werden.

Die Rekonstruktion des alten Herkulessaals war 1959 fertiggestellt. Dieser wurde jedoch später in "Max-Joseph-Saal" umbenannt. Damit wollte man Verwechslungen mit dem neuen Konzertsaal vorbeugen. Der entstand von 1951 bis 1953 im Zuge des Wiederaufbaus der Residenz an der Stelle des zerstörten Thronsaals König Ludwigs I. und trägt seitdem den Namen Herkulessaal.

Der neue Herkulessaal diente von da an als Ersatz für das im Krieg zerstörte Konzerthaus Odeon. Er war bis zur Eröffnung der Philharmonie im Gasteig im Jahre 1985 der wichtigste Veranstaltungssaal für klassische Konzerte in München.

Seinen Namen hat der Herkulessaal wegen einer Folge von riesigen Wandteppichen, auf denen die antike Herkulessage dargestellt ist. Die Teppiche wurden ursprünglich im Jahr 1565 von Herzog Albrecht V. für den Festsaal seiner Dachauer Residenz in Auftrag gegeben und schmücken heute den Herkulessaal der Münchner Residenz.

Spielplan: Konzerte und Veranstaltungen im Herkulessaal

Aktuelle Veranstaltungen

Lang Lang

Mo, 22.11.2021, 20:00 Uhr

Ewig Jung

Di, 15.02.2022, 20:00 Uhr

Informationen zur Barrierefreiheit

4 Bewertungen zu Herkulessaal der Residenz

4
4 Bewertungen
  • von am

    Toller Saal, wir waren in Reihe 16 konnten die Bühne gut sehen, waren aber zum hören da. Gerne wieder. Einziges Manko, Gastronomie bei vollem Saal leicht überfordert.

  • von am

    Hatten uns letztes Jahr Sissi - Liebe, Macht und Leidenschaft angeschaut. Hatten Karten auf dem Balkon. Die Bühne ist zu weit weg. Das Parkett ist in einer Ebene, wenn man ab Reihe 5 sitzt kann man auch nichts mehr von der Bühne sehen. Für Veranstaltungen, bei dem sas Sehen eine große Rolle spielt - nie mehr. Heute gehen wir wieder in den Herkulessaal zum hören "In the Mood". Ich hoffe, dass das mehr Spass macht . Norbert

  • von am

    Vielleicht eignet sich der Herkulessaal nicht für eine Vorstellung, die man "anschaut". Ich gehe seit 30 Jahren - und immer noch sehr gerne - in Konzerte im Herkulessaal, um zu "hören". Auf den meisten Plätzen hört man recht gut, und wenn man die Balkonplätze nimmt, sieht man auch ungehindert auf die Bühne.

  • von am

    Waren gestern im Herkulessaal und haben uns "Die Nacht der Musicals" angeschaut. Die Aufführung war gut aber nie mehr wieder Herkulessaal. Wir bezahlten über 150.00€ (teuerste Kategorie) für zwei Plätze in Reihe acht, Platznummer 1+3. Ich konnte nicht zur Bühne schauen ohne dass ich eine Genickstarre bekam. Da nützt einem das ganze Ambiente außen rum nichts. Fazit: Nie mehr Herkulessaal.

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