Die Vorteile des MVV für Fahrgäste in München und im Umland

Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV): Organisation und Aufgaben

Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) hat vor allem für die Fahrgäste viele Vorteile: Wie der MVV die Nutzung des Nahverkehrs komfortabler macht und wie er organisiert ist.

Eine rote S-Bahn steht an einme Bahnsteig zur Abfahrt bereit
Deutsche Bahn AG
Die S-Bahn ist eines der Verkehrsmittel, die Fahrgäste im MVV nutzen können

MVV wächst 2027: Ostallgäu (mit Schloss Neuschwanstein) und Kaufbeuren kommen dazu

Schloss Neuschwanstein bei Füssen
Shutterstock / Igor Zibarev 
Ab 1. Januar 2027 im MVV-Verbundraum: Schloss Neuschwanstein

Zum 1. Januar 2027 treten der Landkreis Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren dem MVV bei. Die MVV-Gesellschafter haben den Beitritt am 9. Juli 2026 beschlossen, es ist die vierte Phase der Verbundraumerweiterung. 

Mit dem Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren wächst der Verbundraum auf rund 14.950 km², rund 190.000 Einwohner*innen aus 46 Kommunen kommen hinzu. Insgesamt umfasst der MVV dann etwa 4,35 Millionen Menschen.

Oberbürgermeister Dominik Krause, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, sagt: „Ich freue mich sehr über den Zuwachs in der MVV-Familie." Von München aus seien damit auch Ausflugsziele wie Schloss Neuschwanstein künftig mit einem MVV-Ticket erreichbar, ebenso profitierten Berufspendler*innen von einheitlichen Tickets und abgestimmten Verbindungen.

Der MVV wächst seit 2023 in mehreren Wellen. Zuletzt kamen zum 1. Januar 2026 die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Mühldorf a. Inn und Landshut samt der Stadt Landshut dazu.

👉 Zum 1. Januar 2027 wächst der MVV-Verbundraum durch den Landkreis Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren auf rund 14.950 km² mit dann etwa 4,35 Millionen Einwohner*innen.

Der MVV-Verbundraum heute

  • 📐 Fläche: rund 13.600 km²
  • 👥 Einwohner*innen: rund 4,15 Millionen
  • 🏘️ Gemeinden: rund 410
  • 🤝 Beteiligt: die Landeshauptstadt München, der Freistaat Bayern, 15 Verbundlandkreise, die kreisfreien Städte Rosenheim und Landshut sowie über 50 Verkehrsunternehmen
  • 🎫 Vorteil: Im Verbund gelten einheitliche MVV-Tarife, für verschiedene Zonen oder Verkehrsmittel braucht man nur ein Ticket

Der Verbundgedanke: 1 Fahrplan. 1 Netz. 1 Ticket.

Für die Fahrgäste des ÖPNV im Großraum München hat der Verkehrsverbund MVV zahlreiche Vorteile, denn er macht das Benutzen des öffentlichen Personennahverkehrs komfortabel.

Für die Verkehrsmittel S-Bahn, U-Bahn, Bus und Tram gibt es nur einen Fahrplan, man kann mit nur einem Fahrschein durch das gesamte Verbundgebiet reisen und bezahlt überall nach dem gleichen Tarifsystem. Unabhängig davon, mit wie vielen Verkehrsunternehmen man befördert wird.

Ein Beispiel: Man fährt mit dem Bus zur S-Bahn-Station und steigt dann später in die U-Bahn oder Tram um - hierfür braucht man nur ein einzelnes Ticket, mit dem man alle Verkehrsmittel nutzen kann.

So funktioniert der MVV: Organisation und Aufgaben

Bus im Umland von München
MVV
  • Im MVV arbeiten die Landeshauptstadt München, der Freistaat Bayern, die MVV-Verbundlandkreise (sowie die kreisfreien Städte München, Rosenheim und Landshut), die Verbundgesellschaft und über 50 Verkehrsunternehmen als Partner zum Nutzen der Fahrgäste zusammen.
  • Die verkehrspolitischen Vorgaben werden durch die Aufgabenträger, die zugleich Gesellschafter der Verbundgesellschaft sind, in den Verbund eingebracht. Sie bestellen die Verkehrsleistung und finanzieren den ÖPNV mit öffentlichen Mitteln, soweit dies über die Fahrpreise nicht möglich ist.
  • Die Verkehrsunternehmen erbringen die Verkehrsdienstleistungen und stellen dadurch sicher, dass die Fahrgäste im MVV-Raum zuverlässig und qualitativ hochwertig befördert werden.
  • Die Verbundgesellschaft MVV GmbH erbringt Dienstleistungen für die Auftraggeber und die Verkehrsunternehmen. Sie koordiniert und optimiert die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Welche Landkreise und Städte gehören zum MVV?

Zum MVV gehören die Landeshauptstadt München, 15 Verbundlandkreise sowie die kreisfreien Städte Rosenheim und Landshut. Der Verbundraum ist seit 2023 in mehreren Erweiterungswellen gewachsen. (Stand: Juli 2026)

Die 15 Verbundlandkreise:

  • Bad Tölz-Wolfratshausen
  • Dachau
  • Ebersberg
  • Erding
  • Freising
  • Fürstenfeldbruck
  • Garmisch-Partenkirchen
  • Landsberg am Lech
  • Landshut (Landkreis)
  • Miesbach
  • Mühldorf a. Inn
  • München (Landkreis)
  • Rosenheim (Landkreis)
  • Starnberg
  • Weilheim-Schongau

Zum 1. Januar 2027 kommen der Landkreis Ostallgäu und die kreisfreie Stadt Kaufbeuren dazu. Damit wächst der Verbundraum auf rund 14.950 km².

👉 Zum MVV gehören aktuell die Landeshauptstadt München, 15 Verbundlandkreise sowie die kreisfreien Städte Rosenheim und Landshut. Zum 1. Januar 2027 kommen der Landkreis Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren hinzu.

FAQ: Häufige Fragen und Antworten zum MVV

Wie groß ist der MVV-Verbundraum?

Aktuell rund 13.600 km² (Stand 2026). Zum 1. Januar 2027 wächst er auf rund 14.950 km².

Wie viele Menschen leben im MVV-Gebiet?

Rund 4,15 Millionen in etwa 410 Gemeinden. Ab 2027 kommen rund 190.000 dazu.

Was ändert sich zum 1. Januar 2027?

Der Landkreis Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren treten dem MVV bei. Dann gelten auch dort einheitliche MVV-Tarife und Tickets.

Was bringt die Verbundraumerweiterung für Fahrgäste?

Für eine Fahrt genügt ein einziges Ticket, und in vielen Fällen wird die Fahrt günstiger.

Gilt ein MVV-Ticket für alle Verkehrsmittel?

Ja. Ein MVV-Ticket gilt im gewählten Bereich für Bus, Tram, U-Bahn, S-Bahn und Regionalzug.

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