Hausberge im Alpenvorland für euren Ausflug
Berge in der Nähe von München
Vom gemütlichen Familiengipfel mit Sessellift bis zum höchsten Berg Deutschlands: Rund um München liegen Wanderberge für jedes Level – viele davon mit Bergbahn und fast alle ohne Auto erreichbar. Dieser Guide sortiert die Münchner Hausberge nach dem, was ihr vorhabt: leichte Gipfel für den Einstieg und für Familien, Bergbahn-Klassiker für den bequemen Weg nach oben und anspruchsvolle Touren für Geübte. Dazu gibt's die passenden Berghütten und Tipps für Anreise und Sicherheit.
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Das Wichtigste im Überblick
- 🎯 Worum geht's: Die schönsten Wanderberge im Münchner Umland, sortiert nach Anspruch
- 👥 Für wen: Vom Familienausflug bis zur Tour für Geübte – hier ist für jedes Level ein Gipfel dabei
- 📍 Wo: Von den Tegernseer Bergen über das Tölzer Land bis nach Berchtesgaden
- 🚆 Anreise: Viele Startpunkte erreicht ihr mit BRB und Regionalzug – oft mit dem Deutschlandticket
- 💡 Gut zu wissen: Bergwetter checken, früh starten und die Tour dem schwächsten Mitglied der Gruppe anpassen
Leichte Gipfel: Für Einsteiger*innen und Familien
Bergluft schnuppern ohne Gipfelstress: Diese vier Berge schaffen auch Wander-Neulinge und Kinder – mit Einkehr als Belohnung.
Blomberg: Der Familienberg bei Bad Tölz
Der Blomberg ist der klassische Einsteigerberg: Ein Sessellift nimmt euch die Höhenmeter ab, oben warten leichte Wege und das Blomberghaus – und die Sommerrodelbahn macht den Abstieg zum Highlight für Kinder.
- Höhe: 1.248 Meter
- Passt gut für: Familien, erste Bergtouren, Rodelspaß im Sommer wie Winter
- Anfahrt: Mit der BRB bis Bad Tölz, weiter mit dem Bus zur Talstation
👉 Der Blomberg bei Bad Tölz ist mit Sessellift und Sommerrodelbahn einer der familienfreundlichsten Berge im Münchner Umland.
Neureuth: Der Einkehr-Klassiker über dem Tegernsee
Die Neureuth ist der Feierabendberg der Tegernseer: verschiedene Aufstiege auf über 1200 Meter, alle auch mit Kindern machbar, und oben der Berggasthof mit einem der schönsten Seeblicke der Region.
- Höhe: 1.264 Meter
- Passt gut für: Familien, Halbtagestouren, Einkehr mit Seeblick
- Anfahrt: Mit der BRB bis Tegernsee, Aufstieg direkt vom Ort
👉 Die Neureuth über dem Tegernsee ist ein leichter Wanderberg mit Berggasthof – die Aufstiege sind auch für Kinder geeignet.
Riederstein: Kleine Tour, große Aussicht
Der Riederstein trägt am Gipfel ein Kapellchen wie aus dem Bilderbuch – der Aufstieg über das Galaun mit Berggasthof ist kurz, das Finale über die Steintreppe zur Kapelle ein kleines Abenteuer.
- Höhe: 1.207 Meter
- Passt gut für: Halbtagestouren, Fotomotive, Kombination mit der Neureuth
- Anfahrt: Mit der BRB bis Tegernsee, Start am Ortsrand
👉 Der Riederstein am Tegernsee ist eine kurze Wanderung mit Kapelle und Aussichtspunkt auf 1.207 Metern.
Hirschberg: Ruhiger Aussichtsberg mit Fernblick
Der Hirschberg im Mangfallgebirge bietet leichte Wanderwege zu jeder Jahreszeit und weite Fernblicke – im Winter ist er ein beliebtes Schneeschuh- und Skitourenziel, im Sommer angenehm ruhiger als die Nachbargipfel.
- Höhe:
- Passt gut für: Ruhesuchende, Ganzjahres-Wandern, Fernblicke
- Anfahrt: Mit der BRB bis Tegernsee, weiter mit dem Bus Richtung Kreuth
👉 Der Hirschberg bei Kreuth bietet leichte Wanderwege und Fernblicke – und ist meist ruhiger als die bekannten Tegernseer Gipfel.
Hoher Peißenberg: Panoramaberg im Pfaffenwinkel
Als erste größere Erhebung vor den Alpen steht der Hohe Peißenberg frei im Pfaffenwinkel — und liefert dafür einen Rundblick vom Wettersteingebirge bis zu den Allgäuer Alpen. Auf dem Gipfel warten eine barocke Wallfahrtskirche, ein Terrassen-Café und die älteste Bergwetterstation der Welt, die seit 1781 misst.
- Höhe: 988 Meter
- Passt gut für: Familien, Panorama-Fans, Halbtagestouren mit Einkehr
- Anfahrt: Mit dem Zug über Weilheim bis Peißenberg, Start rund 550 Meter vom Bahnhof
👉 Der Hohe Peißenberg auf 988 Metern gilt nach dem Schweizer Vorbild als „Bayerischer Rigi" – auf dem Gipfel stehen eine Wallfahrtskirche und die älteste Bergwetterstation der Welt.
Mit der Bergbahn nach oben: Die bequemen Klassiker
Gipfelglück ohne Gegenanstieg: Diese Berge nehmen euch mit Seilbahn, Zahnradbahn oder Sesselbahn die Höhenmeter ab – und lassen sich trotzdem beliebig sportlich gestalten.
Zugspitze: Deutschlands höchster Berg
Die Zugspitze ist der Superlativ unter den Ausflugszielen: 2.962 Meter, erreichbar mit der historischen Zahnradbahn ab Garmisch-Partenkirchen oder der Seilbahn ab Eibsee – oben wartet das Panorama über hunderte Alpengipfel. Zu Fuß ist sie dagegen nur etwas für Geübte.
- Höhe: 2.962 Meter
- Passt gut für: Gipfelpanorama ohne Wanderung, Tagesausflug mit Bahn, Kombination mit dem Eibsee
- Anfahrt: Mit dem Regionalzug bis Garmisch-Partenkirchen, weiter mit Zahnradbahn oder Eibsee-Bus und Seilbahn
👉 Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern Deutschlands höchster Berg und per Zahnradbahn oder Seilbahn auch ohne Wanderung erreichbar.
Wendelstein: Zahnradbahn, Kirche und Höhle
Der Wendelstein ist der Erlebnisberg im Mangfallgebirge: historische Zahnradbahn von der einen, Seilbahn von der anderen Seite, oben Gipfelkirche, Sternwarte und eine begehbare Höhle.
- Höhe: 1.836 Meter
- Passt gut für: Familien, Technik- und Naturfans, Rundtouren mit Bahn
- Anfahrt: Mit der BRB bis Brannenburg (Zahnradbahn) oder Osterhofen (Seilbahn)
👉 Auf den Wendelstein führen eine historische Zahnradbahn und eine Seilbahn – oben warten Gipfelkirche und Schauhöhle.
Wallberg: Der Panoramaberg am Tegernsee
Der Wallberg ist der Aussichtsbalkon des Tegernseer Tals: Die Wallbergbahn bringt euch fast bis zum Gipfel, der Rest ist ein kurzer Anstieg. Im Winter lockt eine der längsten Naturrodelbahnen Deutschlands.
- Höhe: 1.722 Meter
- Passt gut für: Panorama-Fans, Sonnenuntergänge, Winterrodeln
- Anfahrt: Mit der BRB bis Tegernsee, weiter mit dem Bus nach Rottach-Egern zur Talstation
👉 Der Wallberg am Tegernsee ist mit der Wallbergbahn bequem erreichbar und im Winter für seine lange Naturrodelbahn bekannt.
Brauneck: Vom Genusswanderer bis zum Gleitschirm
Das Brauneck bei Lenggries kann beides: gemütlich mit der Bergbahn zum Gipfelhaus mit Alpenpanorama – oder sportlich auf den Höhenwegen Richtung Benediktenwand. Dazu ist es Bayerns Gleitschirm-Hotspot und im Winter Skigebiet.
- Höhe: 1.555 Meter
- Passt gut für: Genusswandern, Höhenwege, Wintersport
- Anfahrt: Mit der BRB bis Lenggries, weiter mit dem Bus zur Talstation
👉 Das Brauneck bei Lenggries verbindet Bergbahn-Komfort mit Höhenwegen und ist im Winter ein bekanntes Skigebiet.
Herzogstand: Der Aussichtsberg überm Walchensee
Der Herzogstand war schon König Ludwigs Lieblingsberg: Die Herzogstandbahn schwebt von Walchensee aus nach oben, vom Pavillon am Gipfel blickt ihr auf das Türkis von Walchensee und Kochelsee. Geübte nehmen den Gratweg zum Heimgarten.
- Höhe: 1.731 Meter
- Passt gut für: Seeblicke, Bahn-Wanderungen, Gratweg für Geübte
- Anfahrt: Mit dem Regionalzug bis Kochel, weiter mit dem Bus nach Walchensee
👉 Der Herzogstand über dem Walchensee bietet einen der berühmtesten Seeblicke Bayerns – mit Bergbahn fast bis zum Gipfel.
Für Geübte: Sportliche Touren mit Gipfelfaktor
Mehr Höhenmeter, mehr Ausdauer, mehr Bergerlebnis: Diese Gipfel verlangen Kondition und Trittsicherheit – und belohnen mit den großen Momenten.
Rotwand: Die Klassikerin am Spitzingsee
Die Rotwand ist der höchste Gipfel der Schlierseer Berge und ein Tourenklassiker ab dem Spitzingsee – mit dem Rotwandhaus als Einkehr kurz unterm Gipfel. Im Winter ist die sogenannte „Rotwand-Reibn“ als Skitour legendär.
- Höhe: 1.884 Meter
- Passt gut für: Konditionierte Wander*innen, Hüttenrast, Skitouren im Winter
- Anfahrt: Mit der BRB bis Fischhausen-Neuhaus, weiter mit dem Bus zum Spitzingsee
👉 Die Rotwand am Spitzingsee ist ein Tourenklassiker mit dem Rotwandhaus als bewirtschafteter Einkehr unterhalb des Gipfels.
Kampenwand: Der Zackengipfel überm Chiemsee
Die Kampenwand thront mit ihren markanten Felszacken über dem Chiemgau – die Kampenwandbahn ab Aschau bringt euch in Gipfelnähe, das letzte Stück zum Kreuz verlangt aber Trittsicherheit und schwindelfreie Hände.
- Höhe: 1.664 Meter
- Passt gut für: Sportliche mit Bahn-Unterstützung, Chiemseeblick, leichte Kraxelei
- Anfahrt: Mit dem Zug bis Aschau im Chiemgau, weiter zur Kampenwandbahn
👉 Die Kampenwand im Chiemgau ist per Bergbahn erreichbar – der felsige Gipfelanstieg bleibt Geübten vorbehalten.
Heimgarten: Der stille Nachbar des Herzogstands
Der Heimgarten ist die sportliche Alternative nebenan: kein Bahn-Komfort, dafür ehrliche Höhenmeter ab Ohlstadt oder Walchensee – und der berühmte Gratweg hinüber zum Herzogstand als Kür.
- Höhe: 1.790 Meter
- Passt gut für: Konditionsstarke, Gratwanderung, ruhigere Wege
- Anfahrt: Mit dem Regionalzug bis Ohlstadt, Start direkt im Ort
👉 Der Heimgarten ist der sportlichere Nachbar des Herzogstands – der Gratweg zwischen beiden Gipfeln ist ein Klassiker für Geübte.
Watzmann: Der Mythos bei Berchtesgaden
Der Watzmann ist mit 2.713 Metern Deutschlands zweithöchster Berg und ein alpines Schwergewicht: Schon das Watzmannhaus ist eine ausgewachsene Tour, die Überschreitung mit der berühmten Ostwand gehört zu den ganz großen Unternehmungen der Ostalpen – nichts für Tagestouristen, alles für erfahrene Alpinist*innen. Vom Königssee und der Halbinsel St. Bartholomä hat man einen herrlichen Blick auf die Ostwand.
- Höhe: 2.713 Meter
- Passt gut für: Erfahrene Bergsteiger*innen, Mehrtagestouren, Hüttenübernachtung
- Anfahrt: Mit dem Zug bis Berchtesgaden, weiter mit dem Bus Richtung Königssee/Ramsau
👉 Der Watzmann bei Berchtesgaden ist mit 2.713 Metern Deutschlands zweithöchster Berg – seine Touren sind erfahrenen Alpinist*innen vorbehalten.
Einkehren und übernachten: Berghütten im Umland
Ob Brotzeit mit Panorama oder die erste Hüttenübernachtung: Die Berghütten im Münchner Umland gibt's übersichtlich nach Regionen sortiert – von den Tegernseer Bergen über das Tölzer Land bis ins Wetterstein.
Winter in den Bergen
Wenn Schnee liegt, werden aus den Wanderbergen Wintersportziele: Die Skigebiete nahe München von Brauneck bis Garmisch, dazu Rodelbahnen an Wallberg und Blomberg und Winterwanderwege – alle Ideen gebündelt in den Wintersport-Tipps für München und das Umland.
Service: Anreise und Sicherheit
- 🚆 Ohne Auto: Die BRB bringt euch ins Tegernseer Tal, nach Lenggries und ins Oberland, Regionalzüge nach Garmisch, Kochel und Aschau – mit dem Deutschlandticket ohne Aufpreis. Verbindungen: MVV-Auskunft
- 📊 Ausflugsticker Bayern: Zeigt vor der Abfahrt, wo es voll wird – so funktioniert er
- ⚠️ Sicher unterwegs: Bergwetter checken, früh starten, passende Schuhe und genug Wasser mitnehmen – und die Tour ehrlich am eigenen Können ausrichten. Bei Gewitterwarnung gilt: unten bleiben
- 🌊 See dazu? Viele Gipfel liegen direkt über einem Badesee – Kombi-Ideen liefert der Seen-Guide fürs Umland
FAQ: Häufige Fragen zu den Bergen bei München
Welche Berge bei München eignen sich für Anfänger*innen?
Für den Einstieg eignen sich Blomberg, Neureuth, Riederstein und Hirschberg – alle mit leichten Wegen und Einkehrmöglichkeiten. Der Blomberg hat zusätzlich einen Sessellift und eine Sommerrodelbahn.
Welche Berge im Umland haben eine Bergbahn?
Mit Bergbahnen erreicht ihr die Zugspitze, den Wendelstein, den Wallberg, das Brauneck, den Herzogstand und die Kampenwand. Ideal, wenn ihr das Panorama ohne langen Aufstieg genießen wollt.
Welche Berge erreicht man ohne Auto ab München?
Fast alle: Die BRB fährt ins Tegernseer Tal (Wallberg, Neureuth, Hirschberg), nach Lenggries (Brauneck) und zum Spitzingsee-Zubringer (Rotwand); Regionalzüge bringen euch nach Garmisch (Zugspitze), Kochel (Herzogstand), Ohlstadt (Heimgarten) und Aschau (Kampenwand).
Welcher Berg hat den schönsten Ausblick?
Geschmackssache: Der Herzogstand punktet mit dem Walchensee-Türkis, der Wallberg mit dem Tegernseer Tal, die Kampenwand mit dem Chiemsee – und die Zugspitze mit dem Blick über hunderte Alpengipfel.
Welche Bergtouren eignen sich mit Kindern?
Gut geeignet sind Blomberg (Sessellift und Sommerrodelbahn), Neureuth und Riederstein am Tegernsee sowie die Bahn-Berge Wendelstein und Wallberg, bei denen der Gipfel ohne lange Wanderung erreichbar ist.
Was gehört zur Ausrüstung für die Münchner Hausberge?
Feste Schuhe mit Profil, Regen- und Sonnenschutz, ausreichend Wasser und Brotzeit, eine Karte oder Touren-App – und für höhere Gipfel Wechselkleidung. Vor der Tour immer das Bergwetter prüfen.