Pinakotheken

Museen: Kunstmuseen | Maxvorstadt, Universität

Die Münchner Pinakotheken

Alte und Neue Pinakothek sowie die Pinakothek der Moderne sorgen für angenehmes Kribbeln bei Kunstliebhabern. Die drei Häuser gehören zu den renommiertesten Kunstsammlungen weltweit.

Die Pinakotheken

Seit 1836 ist die Münchner Maxvorstadt eine Topadresse für Kunstliebhaber. Damals wurde die Alte Pinakothek erbaut. Sie zeigt heute Bestände der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen vom Mittelalter bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Die historische Epochenfolge setzen die Neue Pinakothek und die Pinakothek der Moderne fort: Die Neue Pinakothek präsentiert Werke des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Die Pinakothek der Moderne ist in der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst verhaftet. Zusammen mit dem Museum Brandhorst und einigen weiteren Museen der Maxvorstadt bilden sie das Kunstareal München.

Die Alte Pinakothek

Alte Pinakothek, Foto: Alte Pinakothek

Die Namen der ausgestellten Maler dürften vielen ein Begriff sein: Cranach, Altdorfer, Dürer, Botticelli, da Vinci, Raffael, Tizian, Rembrandt, Rubens. Mehr als 700 Gemälde sind in der Alten Pinakothek ständig ausgestellt. Ein Höhepunkt ist der Rubenssaal, mit seinen über sechs Meter hohen Gemälden.

Die Alte Pinakothek war zur Zeit ihrer Fertigstellung der größte Museumsbau der Welt. In den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude schwer beschädigt. Noch heute wird die Art des Wiederaufbaus kontrovers diskutiert. Schäden der Bombentreffer wurden teilweise sichtbar gelassen: In der Südfassade sind die Wunden des Krieges noch deutlich erkennbar.

Die Neue Pinakothek

Neue Pinakothek München, Foto: Neue Pinakothek

Die Neue Pinakothek beginnt thematisch dort, wo die Alte Pinakothek aufhört: Ende des 18. Jahrhunderts. Sie bietet einen Überblick über die Epochen der Europäischen Kunst von der Aufklärung bis zum Beginn der Moderne und setzt Schwerpunkte auf den Klassizismus, die Romantik, den Jugendstil und den Impressionismus. Die bekanntesten ausgestellten Künstler sind Goya, Turner, Caspar David Friedrich, Spitzweg, Delacroix, Renoir, Monet, van Gogh, Klimt und Rodin.

Die Neue Pinakothek, wie schon die Alte Pinakothek vor ihr, entstand auf Bestreben König Ludwigs I. Das ursprüngliche Gebäude ähnelte der Alten Pinakothek, erlitt jedoch im Krieg mehr noch als diese schwerste Bombentreffer. Die Ruine wurde einige Jahre später abgetragen und erst 1981 an ihrer Stelle ein Neubau eingeweiht.

Die Außenansicht gefällt nicht allen Münchnern, die Innengestaltung jedoch hat neben der vorteilhaften Oberbeleuchtung einen weiteren Clou: Einer natürlichen Spiralbewegung folgend werden die Besucher chronologisch durch die Epochen gelenkt. Man merkt kaum, dass der Rundgang  einer liegenden Acht folgt und auf unterschiedlichen Niveaus quer durch das Gebäude führt, bis er auf wundersame Weise wieder im Eingangsbereich endet.

Die Pinakothek der Moderne

Die Pinakothek der Moderne schließlich spannt den Bogen bis in das 20. Jahrhundert. Doch nicht nur die Sammlung für moderne Kunst der Staatsgemäldesammlung hat hier eine dauerhafte Heimat gefunden. Das Haus deckt noch drei weitere Bereiche der Kunst ab: Auch die neue Sammlung des Münchner Designmuseums, das Architekturmuseum der Technischen Universität (TU) München und die Staatliche Graphische Sammlung befinden sich in dem Gebäude gleich gegenüber der Alten Pinakothek. 

Dabei war das Gelände eigentlich schon für Universitätsinstitute verplant. Eine private Initiative sammelte jedoch eine Startfinanzierung von über zehn Millionen Euro und konnte so den Freistaat Bayern als Grundstückseigentümer von der Idee des Museums überzeugen.

Alle in der Pinakothek der Moderne ausgestellten bekannten Künstler aufzuzählen, hätte nicht viel Sinn. Das Haus zeigt das Who-is-Who aus dem produktivsten Jahrhundert der Kunstgeschichte. Alle Richtungen der modernen Kunst sind mit ihren wichtigsten Protagonisten vertreten und es gibt wohl keinen Besucher, der die Ausstellung enttäuscht verlässt.

Öffnungszeiten

Alte Pinakothek: Täglich außer Montag 10 - 18 Uhr, Dienstag 10 - 20 Uhr
Neue Pinakothek: Täglich außer Dienstag 10 - 18 Uhr, Mittwoch 10 - 20 Uhr
Pinakothek der Moderne: Täglich außer Montag 10 - 18 Uhr, Donnerstag 10 - 20 Uhr

Alle Häuser sind regulär geöffnet an folgenden Feiertagen:

Neujahr
Heilige Drei Könige
Ostern (Karfreitag bis Ostermontag)
Christi Himmelfahrt
Pfingsten (Pfingstsonntag bis Pfingstmontag)
Tag der Deutschen Einheit
2. Weihnachtstag

Alle Häuser sind regulär geschlossen an folgenden Feiertagen:

Faschingsdienstag
Tag der Arbeit
Heiligabend
1. Weihnachtstag
Silvester

Sonderöffnungszeiten für 2017 an folgenden Feiertagen:

Fronleichnam (15.06.17): Alle Häuser geöffnet
Mariä Himmelfahrt (15.08.17): Alle Häuser geöffnet, außer Neue Pinakothek und Sammlung Schack
Reformationstag (31.10.17): Alle Häuser geöffnet
Allerheiligen (01.11.17): Alle Häuser geöffnet

Sonntag ist Ein-Euro-Tag

Wie in vielen anderen staatlichen Museen auch, kann man die Pinakotheken jeden Sonntag zum Sparpreis von einem Euro besuchen. Wer die Sammlungen jedoch in aller Ruhe betrachten will, der kommt am besten an einem Werktag. Denn sonntags kann es vor allem am Nachmittag sehr voll werden.

Reguläre Eintrittspreise:

Alte Pinakothek: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro (Reduzierte Eintrittspreise während Schließungen wegen Sanierungsarbeiten 2014-2017)

Neue Pinakothek: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro

Pinakothek der Moderne: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro

Tagesticket: 12 Euro (drei Pinakotheken, Museum Brandhorst, Sammlung Schack)

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben in allen Häusern freien Eintritt.

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6 Bewertungen zu Pinakotheken

5
6 Bewertungen
  • von am

    Was für schöne Bilder und was für jämmerliche Raeume. Die Bilder hätten mehr Abstand verdient. Wer dicht herantritt, mag ein Detail sich anschauen. Aber wer einen Meter oder mehr Abstand sich sichern möchte, hat den Ruecken des Besuchers vom gegenüberliegenden Bild im Nacken, traurig. Da hätte ich dem Kurator oder dem Museumsdirektor mehr Augenmaß zugetraut.

  • von am

    Meine Lieblingsmuseen in München. Auch nach mehrmaligen Besuchen nicht langweilig.

  • von am

    Die Sammlung der Münchner Pinakotheken ist grossartig und umfassend. In allen Bereichen sind Arbeiten der wichtigsten Meister vertreten, so das man sich ein umfassendes Bild über die verschiedenen Epochen der Kunst machen kann. Meist besuche ich jedoch die Pinakothek der Moderne, denn die grafische Sammlung, die Design-Sammlung und die Sammlung moderner Kunst wird immer wieder von interessanten Sonderschauen begleitet. Besonders gefallen hat mir die Andy Warhol Ausstellung die zuletzt in der graphischen Sammlung gezeigt wurde. Die ausgestellten Skizzenblätter haben einen weiteren interessanten Einblick in das Werk des Künstlers gegeben. Sicherlich ist die Pinakothek der Moderne wohl fast schon zu klein, für die vier darin eingebetteten Museumsbereiche, trotzdem sind die Räume sehr grosszügig gestaltet, so dass man auch bei vielen Besuchern Exponate noch gut betrachten kann. Das Raumkonzept der verschiedenen Kabinette lässt den Kunstwerken viel Platz sich zu entfalten und auf den Betrachter zu wirken.

  • von am

    Ich war schon in allen drei Pinakotheken, mag aber besonders die neue und die moderne Pinakothek. In der modernen Pinakothek finde ich nicht nur die ausgestellten Kunstwerke wunderschön sondern auch das Gebäude selbst, zumindest von innen. Die Eingangshalle ist sehr groß und luftig, was mir sehr gut gefällt. In der neuen Pinakothek mag ich vor allem die impressionistischen Werke.

  • von am

    Die Pinakothek der Moderne ist mein absoluter Favorit. Wie oft ich schon drinnen war, kann ich sogar nicht mehr sagen. Die Dauerausstellung wird mir nie langweilig, die Kuratoren beweisen bei der Erstellung der Wechselausstellungen immer ein sicheres Händchen. In der Neue Pinakothek war ich zweimal, hat mir auch sehr gefallen. Schön finde ich hier, dass alles super beschriftet ist, d.h. man weiß immer genau wo es weitergeht! In der Alten war ich nur einmal, allerdings nur in der Ausstellung zum Alten Testament. Die Dauerausstellung hab ich mir dabei nicht angesehen, kann also nichts dazu sagen, alte Kunst ist aber nicht so mein Ding ;-D.

  • von am

    Schwierig alle drei auf einmal zu bewerten. Da ich persönlich moderne Kunst sehr gerne mag, bin ich in der Pinakothek der Moderne sehr gut aufgehoben. Mag die Kunst dort meistens sehr - auch wenn ich nicht mit jedem "Museum", dass dort beherbergt ist, was anfangen kann. Der Design Part entzieht sich meiner Interessen... Die Alte Pinakothek besuche ich auch eher unregelmäßig, obwohl es für jeden, der die Klassiker mag, ein Muss ist. Sonst auch von außen ein Hingucker! Die Neue Pinakothek liegt dazwischen - sowohl in den dargestellten Kunstperioden, als auch in meinem Ansehen. Sind sehr tolle Werke dabei, mir aber oft zu unspektakulär und dann eher mit Führung, bei der man dann auch noch neue Details erfährt. Generell finde ich aber, sollte die Museumslandchaft interaktiver gestaltet sein, um auch neue Interessenten und zusätzlich ein jüngeres Publikum anzusprechen. Dieses ewige vor den Werken rumstehen finde sogar ich als Kunstliebhaber auf Dauer unerträglich. Bzw. ein bunteres Angebot an Kulturvermittlung.

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