Traditionsmarkt in der Münchner Altstadt
Viktualienmarkt München: Stände, Biergarten und Öffnungszeiten
Marktstandl, Biergarten und Münchner Originale: Auf dem Viktualienmarkt kauft ihr mitten in der Altstadt Lebensmittel, Blumen und Spezialitäten ein oder macht Pause bei Brotzeit und Kaffee. Sechs Figurenbrunnen, der Maibaum und Feste wie der Tanz der Marktweiber erzählen von Münchner Alltagskultur.
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Öffnungszeiten: Wann hat der Viktualienmarkt geöffnet?
Die Stände öffnen Montag bis Samstag zu unterschiedlichen Zeiten. Für die Händler*innen gilt eine Fünf-Tage-Woche. Daher kann ein Stand an einem Werktag geschlossen bleiben.
Die Märkte-München-Satzung legt folgende Mindestverkaufszeiten fest:
- 1. April bis 31. Oktober: Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr
- 1. November bis 31. März: Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr
- Samstag: ganzjährig von 10 bis 15 Uhr
Schirmstände dürfen bei schlechtem Wetter früher schließen. Für Gastronomiebetriebe gelten individuelle Zeiten. Einige Händler*innen öffnen früher oder bleiben länger da; die jeweils ausgehängten Öffnungszeiten sind maßgeblich.
Vormittags lässt sich der Markt meist ruhiger erkunden. Rund um die Mittagszeit füllen sich besonders die Imbissstände und der Biergarten.
Einkaufen und essen auf dem Viktualienmarkt
Aus dem früheren Bauernmarkt wurde ein Lebensmittelmarkt mit regionalen, saisonalen und internationalen Waren. Am häufigsten findet ihr Obst und Gemüse. Hinzu kommen Fleisch, Wild, Geflügel, Fisch, Käse, Milchprodukte, Brot, Backwaren und Gewürze.
Blumen, Pflanzen, Honig, Tee, Wein und weitere Spezialitäten ergänzen das Sortiment. Für den Hunger zwischendurch gibt es Kaffeestandl, Imbisse und Lokale mit Suppen, Brotzeiten, Gebäck oder warmen Gerichten.
👉 Auf 18.591 Quadratmetern verkaufen mehr als 100 Händler*innen auf dem Münchner Viktualienmarkt Lebensmittel, Blumen und Spezialitäten.
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Biergarten auf dem Viktualienmarkt
Mitten zwischen den Standln liegt der Biergarten des Viktualienmarkts. Ausgeschenkt werden die Biere der sechs großen Münchner Brauereien im Wechsel; die Brauerei wechselt etwa alle fünf bis sechs Wochen. Welche gerade an der Reihe ist, steht an der Schänke.
Eine eigene Brotzeit dürft ihr mitbringen, die Getränke kauft ihr im Biergarten. Speisen bekommt ihr auch an den Marktständen und in der Gastronomie vor Ort. Öffnung und Betrieb hängen vom Wetter und von den individuellen Zeiten der Gastronomie ab.
👉 Im Biergarten auf dem Viktualienmarkt wechseln die Biere der sechs großen Münchner Brauereien etwa alle fünf bis sechs Wochen; eine eigene Brotzeit dürft ihr mitbringen.
Brunnen auf dem Viktualienmarkt
Sechs Figurenbrunnen erinnern an Münchner Volkssänger*innen, Schauspieler*innen und Komiker*innen:
- Karl Valentin
- Liesl Karlstadt
- Ida Schumacher
- Elise Aulinger
- Weiß Ferdl
- Roider Jackl
Den Anstoß für die ersten drei Denkmäler gab Gustl Feldmeier vom Freundeskreis Münchner Volkssänger und Volksschauspieler. Ein besonderes Detail trägt der Karl-Valentin-Brunnen: Die 1953 aufgestellte Figur besteht teilweise aus Bronze eines im Zweiten Weltkrieg beschädigten Löwen vom Siegestor.
👉 Sechs Figurenbrunnen auf dem Viktualienmarkt ehren Karl Valentin, Liesl Karlstadt, Ida Schumacher, Elise Aulinger, Weiß Ferdl und Roider Jackl.
Sehenswürdigkeiten rund um den Viktualienmarkt
Direkt neben dem Markt steht die Heilig-Geist-Kirche, Münchens älteste Hallenkirche. Nur wenige Schritte weiter erreicht ihr den Marienplatz und das Alte Rathaus.
Einen weiten Überblick über Markt, Altstadt und Dächer bietet der Alte Peter. Rund 300 Stufen führen auf den Turm der ältesten Münchner Pfarrkirche. Bei guter Sicht reicht der Blick bis zu den Alpen.
👉 Vom Viktualienmarkt erreicht ihr den Marienplatz, den Alten Peter, die Heilig-Geist-Kirche und das Alte Rathaus in wenigen Gehminuten.
Der Maibaum als Treffpunkt
Schon von weitem fällt der blau-weiße Maibaum auf. Die erste Stange wurde am 4. Mai 1962 auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Albert Bayerle aufgestellt. Seitdem wird der Maibaum in mehrjährigen Abständen erneuert.
Durch seine zentrale Lage und die gute Sichtbarkeit dient er vielen als Treffpunkt. Rund um Maibaum und Biergarten finden auch Veranstaltungen statt.
👉 Seit 1962 gehört der Maibaum zu den Wahrzeichen des Viktualienmarkts und dient mitten auf dem Markt als gut sichtbarer Treffpunkt.
Feste und Veranstaltungen auf dem Viktualienmarkt
Mehrmals im Jahr wird der Markt zur Bühne für Münchner Bräuche und Unterhaltung:
- Tanz der Marktweiber: Am Faschingsdienstag treten Händlerinnen des Viktualienmarkts mit einstudierten Tänzen und Kostümen auf.
- Brunnenfest: Traditionell am ersten Freitag im August werden die Figurenbrunnen mit Blumen geschmückt. Volkssängerinnen, Kabarettistinnen und Musikgruppen treten kostenlos auf.
- Winterzauber: In der Advents- und Weihnachtszeit leuchten die Standl festlich; dazu kommen saisonale Speisen und Getränke.
👉 Der Tanz der Marktweiber am Faschingsdienstag, das Brunnenfest im August und der Winterzauber gehören zu den wiederkehrenden Veranstaltungen auf dem Viktualienmarkt.
Woher hat der Viktualienmarkt seinen Namen?
Der heutige Name setzte sich im 19. Jahrhundert durch. „Viktualien“ war damals ein gebräuchliches Wort für Lebensmittel und geht auf das spätlateinische „victualia“ zurück. Ausgesprochen wird Viktualienmarkt mit F am Anfang – also „Fiktualienmarkt“. Zuvor hieß der Ort meist einfach Marktplatz.
Nicht zu verwechseln ist der Markt in der Altstadt mit dem Pasinger Viktualienmarkt im Münchner Westen.
👉 Der Name Viktualienmarkt leitet sich vom spätlateinischen Wort „victualia“ für Lebensmittel ab und wird wie „Fiktualienmarkt“ ausgesprochen.
Geschichte und immaterielles Kulturerbe
Seine Geschichte am heutigen Standort beginnt 1807. Mit einer königlichen Entschließung vom 2. Mai ließ Max I. Joseph einen Teil des Markts vom heutigen Marienplatz auf das Gelände zwischen Heilig-Geist-Kirche und Frauenstraße verlegen. Der bisherige Platz war für den Handel mit Getreide und anderen Agrarerzeugnissen zu klein geworden.
Schon von 1823 bis 1829 wurde das Marktgelände erweitert. Am südlichen Ende entstand 1852 die Schrannenhalle, 1855 zog der Fischmarkt an die Westenriederstraße. Später kamen Hallen, Pavillons und feste Verkaufsbauten hinzu.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Viktualienmarkt schwere Schäden. Ein Abriss stand zeitweise im Raum, doch die Stadt baute ihn wieder auf. Seit dem 6. November 1975 ist das Marktgelände ein Fußgängerbereich. Die 1932 abgebrannte Schrannenhalle wurde 2005 am historischen Standort neu eröffnet.
Die gelebte Markttradition gehört seit 2014 zum Bayerischen Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Der Eintrag würdigt den Handelsbrauch und die über Generationen gewachsene Marktkultur – nicht die Gebäude als Weltkulturerbe.
👉 Die Markttradition des Münchner Viktualienmarkts reicht am heutigen Standort bis 1807 zurück und steht seit 2014 im Bayerischen Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.
Anfahrt und Regeln auf dem Marktgelände
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Vom S- und U-Bahnhof Marienplatz sind es nur wenige Minuten zu Fuß. Dort halten die S-Bahn-Linien der Stammstrecke sowie die U3 und U6. Folgt dem Ausgang „Viktualienmarkt/Tal“.
Die Buslinien 52 und 62 halten normalerweise an der Haltestelle Viktualienmarkt. Wegen der Umleitung zwischen Blumenstraße und Sendlinger Tor entfällt die Haltestelle auf beiden Linien in einer Fahrtrichtung voraussichtlich bis Januar 2027. Prüft vor der Fahrt die aktuelle Verbindung.
Barrierefreiheit
Der Viktualienmarkt ist ein offenes Marktgelände mit gepflasterten Wegen. Zugänge und Platzverhältnisse an den einzelnen Ständen und in den Gastronomiebetrieben unterscheiden sich. Prüft bei konkreten Anforderungen den jeweiligen Betrieb und den aktuellen Aufzugsstatus am S- und U-Bahnhof Marienplatz.
Hunde, Fahrräder und E-Scooter
Hunde sind erlaubt, müssen aber an der Leine bleiben und Abstand zu den angebotenen Lebensmitteln halten. Fahrräder, E-Scooter, Inline-Skates und ähnliche Fortbewegungsmittel dürft ihr außerhalb eigens gekennzeichneter Bereiche nicht über das Marktgelände fahren. Schiebt sie durch den Markt und stellt sie nur auf den vorgesehenen Flächen ab.
FAQ: Häufige Fragen zum Viktualienmarkt
Wann hat der Viktualienmarkt geöffnet?
Die Stände öffnen Montag bis Samstag zu unterschiedlichen Zeiten. Als Mindestverkaufszeiten gelten montags bis freitags im Sommer 10 bis 18 Uhr und im Winter 10 bis 17 Uhr, samstags ganzjährig 10 bis 15 Uhr. Einzelne Händler*innen haben einen Ruhetag oder schließen wetterbedingt früher.
Ist der Viktualienmarkt sonntags geöffnet?
Sonntags findet kein regulärer Marktverkauf statt. Einzelne Gastronomiebetriebe können eigene Öffnungszeiten haben.
Kostet der Besuch des Viktualienmarkts Eintritt?
Nein, der Viktualienmarkt ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt.
Darf man im Biergarten eine eigene Brotzeit mitbringen?
Ja, eine eigene Brotzeit ist im Biergarten erlaubt. Die Getränke kauft ihr dort; Essen bekommt ihr auch an den Marktständen und in der Gastronomie.
Sind Hunde auf dem Viktualienmarkt erlaubt?
Ja, Hunde dürfen mit auf den Viktualienmarkt. Sie müssen an der Leine bleiben und von den angebotenen Lebensmitteln ferngehalten werden.
Darf man mit dem Fahrrad über den Viktualienmarkt fahren?
Nein, außerhalb gekennzeichneter Bereiche dürft ihr Fahrräder und E-Scooter nicht über das Marktgelände fahren. Schiebt sie und nutzt zum Abstellen die vorgesehenen Flächen.
Wie kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Viktualienmarkt?
Am einfachsten erreicht ihr den Viktualienmarkt über den S- und U-Bahnhof Marienplatz. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß. Die Bushaltestelle Viktualienmarkt wird je nach Fahrtrichtung und aktueller Umleitung von den Linien 52 und 62 bedient.
Ist der Viktualienmarkt barrierefrei?
Das offene Marktgelände besitzt gepflasterte Wege, doch die Zugänglichkeit der einzelnen Stände und Gastronomiebetriebe unterscheidet sich. Prüft bei konkreten Anforderungen den jeweiligen Betrieb und den aktuellen Aufzugsstatus am Marienplatz.
