Oktoberfestbier: Preise, Marken, Geschmack

Wiesnspaß im Festzelt 2016, Foto: Dan Vauelle
Hoch die Krüge! Das gemütliche Anstoßen gehört auf der Wiesn dazu

Bier- und Getränkepreise auf dem Oktoberfest 2017

, Foto: Katy Spichal

Eine Maß Festbier kostete 2017 zwischen 10,60 Euro und 10,95 Euro, durchschnittlich 2,55 Prozent mehr als im Jahr davor. 2016 reichte die Preisspanne von 10,40 Euro bis 10,70 Euro. Die Durchschnittspreise der alkoholfreien Getränke betrugen pro Liter für Tafelwasser 8,73 Euro (Vorjahr 8,27 Euro), Spezi 9,64 Euro (Vorjahr 9,27 Euro) und für Limonade 9,55 Euro (Vorjahr 9,04 Euro).

Die Getränkepreise werden nicht von der Landeshauptstadt München festgelegt. Die Stadt überprüft als Veranstalterin des Oktoberfestes jedoch die von den Gastronomen genannten Preise auf ihre Angemessenheit. Dazu wird ein Vergleich mit den Preisen der gastronomischen Großbetriebe im Stadtgebiet München vorgenommen. Diese Preise liegen beim Bier aktuell zwischen 7,40 Euro und 10,40 Euro pro Mass.

Liste mit Getränkepreisen der einzelnen Betriebe auf der Wiesn 2017 (PDF)
Diese sechs Münchner Brauereien schenken auf der Wiesn Bier aus

Wo gibt's welches Bier?

Augustiner (6,3 %): Augustiner-Festhalle, Fischer-Vroni (im Holzfass!)
Löwenbräu (6 %): Löwenbräu Festzelt, Schützenfestzelt
Hofbräu (6,3 %): Hofbräuzelt
Paulaner (6 %): Paulanerbräu (Winzerer Fähndl), Armbrustschützenzelt, Käfers Wiesnschänke, Nymphenburg Wein- und Sektzelt (nur Weißbier!)
Spaten-Franziskanerbräu (5,9 %): Schottenhamel, Marstall, Spatenbräu Festhalle und Ochsenbraterei
Hacker-Pschorr (6,0 %): Hackerbräu-Festhalle, Pschorrbräu Festhalle "Bräurosl"

In Klammern: Alkoholgehalt

Bildergalerie: So gut ist die Stimmung in den Zelten

Feinherb und süffig - doch jedes Wiesnbier schmeckt anders

, Foto: Katy Spichal

In den vergangenen Jahren rannen im Durchschnitt etwa 7,7 Millionen Maß die durstigen Kehlen der Oktoberfestbesucher hinab. Das untergärige, helle Festbier wird von den Brauereien speziell zur Wiesn gebraut und weist eine höhere Stammwürze (mindestens 13,5 %) und dadurch mit etwa 6 % einen höheren Alkoholgehalt als herkömmliches helles Bier auf.

Das gehaltvolle Wiesnbier passt mit seinem feinherben, süffigen Geschmack hervorragend zu deftigen Schmankerln wie Hendln oder Schweinshaxen. Die sollte man sich auch genehmigen, denn auf nüchternen Magen wirkt das Bier bei ungeübten Bierfreunden äußerst kopflastig. Das Bier wird nach dem Münchner Reinheitsgebot von 1487 gebraut, dessen Tradition die Münchner Brauereien verpflichtet sind. Es dürfen auch nur Brauereien aus dem Münchner Stadtgebiet ihr Bier auf dem Oktoberfest anbieten. Wichtig ist zudem, dass sie ihr Wasser aus eigenen Tiefbrunnen beziehen.

Natürlich hat jedes Bier seinen eigenen Charakter, so beschreibt Spatenbräu sein Oktoberfestbier mit "malzbetont, süffig, leichte Süße, körperreich und leichte Hopfenbittere", das Oktoberfest Märzen von Hacker-Pschorr wird als "goldfarben, untergärig, mittelhoch vergoren, malzaromatisch im Geschmack, sehr milde Bittere" beschrieben. Allgemein gilt das Oktoberfestbier als etwas süßer und malziger und aufgrund des geringen Kohlensäuregehalts ist es auch "leichter" trinkbar. Doch Vorsicht: Durch den höheren Alkoholgehalt macht es auch schneller betrunken.

Video: Richtig anstoßen auf der Wiesn - so geht's

Hoch die Krüge! Wie stößt man auf der Wiesn richtig an? Davon, dass das Absetzen nach dem Anstoßen ursprünglich ein Zeichen von Missachtung war, ist heute keine Spur mehr übrig. Die Wiesngäste zeigen uns ihre persönlichen Anstoßregeln...

Ob im Zelt oder zuhause: Wiesnbier macht Laune

, Foto: Katy Spichal

Ein weiterer unnachahmlicher Bestandteil des Bieres ist die unvergleichliche Wiesn-Stimmung in den Festzelten, die sicher keinen geringen Einfluß auf den Geschmack des Bieres hat. Mit zünftiger Musik und in gemütlicher Feierlaune schmeckt das Bier doch noch einmal so gut! Wer sich daheim vor oder nach der Wiesn noch stärken möchte oder keine Zeit hat hinaus zu gehen, kann sich das Oktoberfestbier in Getränke- und Supermärkten auch in 0,5-l-Flaschen für das heimische Wiesn-Gefühl besorgen. Außerdem schenken viele Gaststätten während der Wiesn-Zeit das Oktoberfestbier ihrer Hausbrauereien aus.

Bier- und Oktoberfestmuseum

Bier- und Oktoberfestmuseum München, Foto: Bier- und Oktoberfestmuseum

Freunde des Gerstensaftes können in der Sterneckerstraße 2 im Tal, dort wo einst das Brauerviertel der Stadt lag, die Geschichte des Bieres und des Oktoberfestes im Bier- und Oktoberfestmuseum verfolgen. Nicht nur Erinnerungsstücke von den einst mächtigen Bierbaronen, wertvolle Bierkrüge oder technische Errungenschaften der Bierbraukunst sind zu sehen, sondern der Besucher erfährt auch allerlei Wissenswertes rund um das Grundnahrungsmittel Nummer 1 der Münchner. Zum Beispiel woher die Maß kommt und wie der Bierdeckel (auch Bierfilzl genannt, da früher aus Filz hergestellt) unter den Krug kam; dabei geht es natürlich nicht immer ganz bierernst zu.

Video: Ein Prosit der Gemütlichkeit

Keine Wiesn ohne Feierstimmung. Und so wird in allen Zelten für die richtige Stimmung gesorgt. Eins ist dabei natürlich in aller Munde: "Ein Prosit der Gemütlichkeit".

Das gibt es sonst noch auf der Wiesn

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