Innenminister Herrmann: Sicherheitskräfte gut für das Oktoberfest gewappnet

Panorama der Wirtsbudenstraße beim Oktoberfest, Foto: Exithamster

Herrmann äußert sich positiv über Sicherheitsmaßnahmen

(25.8.2017) Nach dem Terrorakt von Barcelona äußert sich Innenminister Herrmann positiv über die Sicherheitsmaßnahmen zum Oktoberfest. Die Sicherheitskräfte seien gut gewappnet, daher könnten die Behörden dem Groß-Event gelassen entgegen sehen.

Keinerlei Hinweise auf Gefahr

Polizei auf der Wiesn., Foto: Exithamster

Auch nach dem Terror in Spanien sieht Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Sicherheitskräfte für das Münchner Oktoberfest gut gewappnet. Orte und Ereignisse, die in der weltweiten medialen Beobachtung stünden, hätten für Terroristen einen besonderen Reiz, sagte Herrmann der Deutschen Presse-Agentur. „Dass Terroristen so denken, ist den Sicherheitsbehörden bewusst. Wir haben das für das Oktoberfest seit Jahren im Blick.“

Ein besonderes Augenmerk liege freilich auf dem Bundestagswahlkampf, der mit dem Wiesnstart am 16. 9. in die Endphase geht. Es gebe etwa von den Sicherheitsbehörden in Großbritannien und Frankreich die Einschätzung, dass Anschläge gezielt im Vorfeld der dortigen Wahlen verübt worden sein könnten. Das gelte aber nicht nur für das Oktoberfest, sondern für Großveranstaltungen generell, sagte Herrmann. Das müssten die Sicherheitsbehörden im Blick haben, betonte Herrmann – „ohne dass es irgendeiner Weise gezielte Hinweise gäbe, weder im Netz noch von den Nachrichtendiensten“.

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Rucksackverbot und Eingangskontrollen hätten sich bewährt

Wiesn Ausgang, Foto: muenchen.de/Katy Spichal

Gerade für das Oktoberfest habe man die Gefahr eines Anschlags mit einem Lkw bereits im Jahr 2009 in die Planungen einbezogen. Seitdem wurden elektronisch versenkbare Poller installiert, Blumenkübel aus Beton versperren die Zufahrten.

Das 2016 beim Oktoberfest eingeführte Rucksackverbot und die Eingangskontrollen haben sich aus Herrmanns Sicht bewährt. Die Menschen hätten das Gefühl: „Hier wird etwas für die Sicherheit getan.“ Vor zehn oder zwanzig Jahren hätte man es noch für unvorstellbar gehalten, auch nur ansatzweise die Besucher auf dem Oktoberfest zu kontrollieren. Mittlerweile klappe das auch bei vielen anderen Veranstaltungen.

2017 gibt es auf dem Oktoberfest einige Änderungen beim Sicherheitskonzept: Mehr Platz für Gepäckaufbewahrung, leicht veränderte Öffnungszeiten und neue Beschallungsanlagen kündigte Wiesn-Chef Schmid bei der Pressekonferenz zu den Neuheiten an. Außerdem befindet sich der U-Bahnhof Theresienwiese heuer außerhalb des Festgeländes.

Allerdings sei gegen Anschläge mit Fahrzeugen keine absolute Absicherung möglich, betonte Herrmann. Man könne nicht jede Straße und jedes Café mit Tischen auf dem Bürgersteig mit Pollern sichern. Herrmann mahnte, die Gefahr dennoch nicht zu überschätzen. Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall zu sterben, sei weitaus höher. Wähler fragten ihn gelegentlich, wieso die Polizei noch Kapazitäten habe, Autofahrer wegen Alkohol am Steuer zu kontrollieren - anstatt sich um Terroristen zu kümmern. „Aber da muss ich sagen: Es ist richtig, dass sich die Polizisten nach wie vor um Alkohol am Steuer kümmern, weil die Gefahr, von einem betrunkenen Autofahrer überfahren zu werden, deutlich größer ist, als von einem Terroristen überfahren zu werden.“

(dpa/muenchen.de)

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