Corona: Diese Regeln gelten in München

Bayerischer Landtag in der Herbstsonne , Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Coronavirus-Maßnahmen: Das gilt aktuell in München

Angesichts der in München stark steigenden Corona-Infektionszahlen, die über dem kritischen Schwellenwert von 50 liegen, gelten verschärfte Corona-Regeln. Alle Infos zu Kontaktbeschränkungen, Alkoholverboten, Maskenpflicht sowie zu Beschränkungen in der Gastronomie und mehr.

Kontaktbeschränkung: Treffen von max. 5 Personen oder 2 Haushalten

Diese Kontakt-Regeln gelten aktuell für München:

  • Für private Feiern (wie z.B. Hochzeiten und Geburtstage) gilt eine Beschränkung auf maximal 5 Personen oder zwei Hausstände.
  • Auch der gemeinsame Aufenthalt im privaten sowie im öffentlichen Raum und an einem gemeinsamen Tisch in der Gastronomie ist nur in Gruppen von bis zu 5 Personen oder zwei Hausständen gestattet.
  • Weiterhin gilt: Das Abstandsgebot von 1,5 Metern und die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen
  • Diese Regelungen übertragen sich dementsprechend auch auf die Gastronomie, Hotellerie und Kulturstätten.

FAQs zu Kontaktbeschränkung: Was ist erlaubt, was nicht?

Sperrstunde, Alkoholverkauf und -konsumverbot

Da München anhaltend bei der 7-Tages-Inzidenz den kritischen Schwellenwert von 50 weit überschritten hat, tritt die vom Freistaat vorgegebene Verschärfung der Corona-Maßnahmen in Kraft.

  • In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 22 Uhr, ausgenommen sind Speisen und nichtalkoholische Getränke zum Mitnehmen.
  • Das aus den Vorwochen bekannte nächtliche Alkoholkonsumverbot an bestimmten Hotspots gilt nun täglich ab 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages.
  • Außerdem darf an Tankstellen, durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste ab 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages kein Alkohol mehr verkauft werden.
  • Mehr Infos zu den Hygiene-Maßnahmen und Regeln in der Gastronomie

 

Nächtliches Alkoholverbot täglich auf bestimmten Münchner Plätzen

Seit dem 17. Oktober gilt das nächtliche Alkoholverbot nun jeden Tag an folgenden Orten:

  • Baldeplatz
  • Gärtnerplatz
  • Gerner Brücke (Nymphenburger Schlosskanal)
  • Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke
  • Wedekindplatz

Alkoholkonsumverbot: Von 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages darf an diesen Hotspots kein Alkohol mehr konsumiert werden.

Das Bußgeld für unerlaubten Alkoholkonsum an den Hotspots beträgt mindestens 150 Euro.

Maskenpflicht: Bußgelder bei Verstößen

In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr müssen Menschen in Bayern Alltagsmasken bzw. sogenannte Community-Masken über Mund und Nase tragen. Die Bußgelder für Verstöße liegen bei 250 Euro im Einzelfall bzw. 500 Euro bei mehreren Vergehen.

Aktuell gilt in München an stark besuchten Orten in der Münchner Altstadt auch im Freien eine generelle Maskenpflicht. Aufgrund einer Allgemeinverfügung müsst Ihr an folgenden Plätzen eine Maske tragen: 

  • Altstadt-Fußgängerzone (Neuhauser Straße, Kaufinger Straße, Theatinerstraße, Rindermarkt, Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle u.a.) einschließlich Schützenstraße
  • Stachus und im Stachus-Untergeschoss
  • Marienplatz
  • Rosental zwischen Sendlinger Straße einschließlich Sendlinger-Tor-Platz
  • Viktualienmarkt
  • Gehwege im Tal
  • Dienerstraße, Schrammerstraße, Landschaftstraße

Öffentliche Gebäude: Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist außerdem auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen einschließlich der Fahrstühle von öffentlichen Gebäuden sowie von Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten vorgeschrieben.

Veranstaltungsorte: Darüber hinaus gilt für München in Theatern, Konzerthäusern, sonstigen Bühnen und Kinos, bei Tagungen und Kongressen sowie für Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen auch am Platz Maskenpflicht.

Arbeit: Außerdem besteht in München Maskenpflicht auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte, insbesondere in Fahrstühlen, Fluren, Kantinen und Eingängen; Gleiches gilt für den Arbeitsplatz, soweit der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann.

Bei größeren Versammlungen im Freien wie etwa Demonstrationen gilt bei einer Größe ab 200 Teilnehmern die Maskenpflicht.

Für die Mitarbeiter*innen in Kassen- und Thekenbereichen von Geschäften oder an Rezeptionen ist die Maskenpflicht gelockert: Sofern durch transparente Schutzwände aus Acrylglas o.ä. zuverlässiger Schutz sichergestellt werden kann, entfällt für diese die Maskenpflicht.

 

Kultur: Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. Dezember untersagt

Alle großen Veranstaltungen und Versammlungen sind bis mindestens 31.12.2020 von der Bundesregierung sowie der bayerischen Staatsregierung untersagt. Für Zuschauer bei Sportevents gibt es eine Ausnahmeregelung.

Für Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich und Kinos gilt: Derzeit sind Veranstaltungen

  • mit bis zu 100 Besuchern drinnen und 200 Besuchern draußen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze erlaubt.
  • mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen 400 Personen draußen und 200 Personen drinnen erlaubt.
     

Beruflich oder dienstlich veranlasste Veranstaltungen dürfen unter gleichen Bedingungen wie kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

Kleine Märkte ohne Volksfestcharakter dürfen unter bestimmten Vorschriften stattfinden. 

Gottesdienste finden unter strengen Auflagen statt.

 

RGU-Hotline zum Coronavirus

Unter 089-233-96333 steht eine Servicehotline der Stadt München für alle Fragen rund um Corona zur Verfügung. Erreichbar ist diese Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, ausgenommen Feiertage. Ansprechpartner*innen geben Auskünfte zum Thema Corona-Pandemie oder vermitteln Anruferinnen und Anrufer an die zuständige Fachdienststelle.

Hotellerie/Gastronomie: Aktuelle Regeln

Seit dem 17. Oktober gilt in der Gastronomie in München bis auf Weiteres eine Sperrstunde ab 22 Uhr, ausgenommen sind Speisen und nichtalkoholische Getränke zum Mitnehmen.

In allen Bereichen gelten zudem strenge Auflagen, die insbesondere Hygiene-Konzepte, Gästezahlbegrenzungen und Abstandssicherung umfassen. Wer falsche Angaben beim Ausfüllen des Kontaktformulars macht, muss mit einem Bußgeld von bis zu 250 Euro rechnen. 

Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen und Campingplätze dürfen Gäste beherbergen und touristische Angebote wie Freizeitparks, Schlösser, Ausflugsschiffe oder Seilbahnen stehen zur Verfügung. 

Bildung: Die Situation an den Schulen

In München findet derzeit Präsenzunterricht statt, es gilt die Stufe "gelb". Eine Maskenpflicht im Unterricht für Schüler gilt derzeit nur für Klasse 5 und höher. Die Maskenpflicht im Klassenzimmer gilt unabhängig davon, ob der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Für Grundschüler wurde die Maskenpflicht am 21.10. aufgehoben.

 

Drei-Stufen-Plan für Kindergärten und Kitas

Für Kitas gilt ein Drei-Stufen-Plan, der sich an der 7-Tage-Inzidenz orientiert - aber nicht zwangsläufig bindend ist. Die endgültige Entscheidung über die Maßnahmen liegt dabei in der Hand der Kommunen.

  • Stufe 1: Liegt die Zahl unter dem bayerischen Signalwert von 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern, dann läuft ein normaler Kita-Betrieb – natürlich unter Beachtung der Schutz- und Hygienekonzepte.
  • Stufe 2: Wird der Wert 35 überschritten, bleiben die Kinder in festen Gruppen zusammen, sodass eventuelle Infektionswege gut nachvollziehbar sind. Die Kinder dürfen sich nicht wie im Regelbetrieb frei im Haus bewegen, die Zahl der betreuten Kinder wird aber nicht reduziert.
  • Stufe 3: Bei einer Inzidenzrate von über 50 erfolgt aus Gründen des Infektionsschutzes nur noch eine Notbetreuung für definierte Zielgruppen wie Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen, Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden, Kinder mit Behinderung und Kinder mit besonderem Schutzbedürfnis. Pro Gruppen können bis zu 10 Kinder betreut werden.  

Auch wenn der Wert 50 überschritten sein sollte, werden in München die Kindertageseinrichtungen nicht automatisch geschlossen. Es gibt keinen Automatismus, wonach mit dem Erreichen eines bestimmten Inzidenzwerts sofort die nächste Stufe eingeleitet wird.

Besuchsregeln für Krankenhäuser, Pflege- & Altenheime

Bei Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und Intensivpflege-WGs, sowie Altenheimen und Seniorenresidenzen müssen strenge Hygienemaßnahmen und Besuchsauflagen eingehalten werden.

Mehr Infos zu den Besuchsregeln in Krankenhäusern.

(DPA/muenchen.de)

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