Corona: Diese Regeln gelten in München

Bayerischer Landtag in der Herbstsonne , Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Coronavirus: Neue Maßnahmen in München

Die Corona-Maßnahmen in der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung werden bis zum 29. Oktober verlängert. Seit 6.10. sind auf Basis der freiwilligen 2G- bzw. 3G plus-Regelungen weitere Lockerungen für Sportstätten, Theater, Kinos etc. möglich. Zudem dürfen Clubs und Diskotheken wieder öffnen, Volksfeste wieder stattfinden und die Maskenpflicht im Unterricht in Schulen entfällt. Hier gibt es alle Informationen zu den aktuellen Regeln und ihren Auswirkungen auf Kontakte, Schulen, Restaurants, Kultur, Freizeit und Sport.

Kontakte: Kontaktdatenerhebung wird auf Schwerpunbereiche beschränkt

  • Kontaktbeschränkungen: Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen sind seit dem 2.9. entfallen. Bei Eintreten der Ampelstufe Gelb oder Rot können allerdings neue Beschränkungen beschlossen werden. 

NEU seit 15. Oktober: Die Kontaktdatenerhebung wird seit 15. Oktober auf Schwerpunktbereiche mit hohem Risiko von Mehrfachansteckungen (spreading) beschränkt.
Das sind:

  • alle geschlossenen Veranstaltungen ab 1.000 Personen
  • Clubs, Diskotheken, Bordelle und vergleichbare Freizeiteinrichtungen sowie gastronomische Angebote mit Tanzmusik
  • körpernahe Dienstleistungen
  • Gemeinschaftsunterkünfte (z. B. Schlafsäle in Jugendherbergen oder Berghütten).
  • In allen anderen Bereichen entfällt die Kontaktdatenerhebung.

Weitere Informationen zu den aktuellen Kontakt-Regeln auch auf muenchen.de/corona und in den FAQ des Bayerischen Innenministeriums.

Krankenhausampel statt Inzidenz: So funktionieren die Warnstufen

An die Stelle der 7-Tage-Infektionsinzidenz ist seit dem 2. September die Krankenhausampel als Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems getreten. Lediglich für die Anwendung von 3G (ab Inzidenz 35 als Startpunkt) bleibt die 7-Tage-Infektionsinzidenz relevant.

Diese Warnstufen hat die Krankenhausampel:

  • STUFE GELB ist erreicht, sobald bayernweit innerhalb der jeweils letzten 7 Tage mehr als 1.200 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Das entspricht einer bayernweiten Hospitalisierungs-Inzidenz von 9,13 je 100.000 Einwohner.

Sobald Stufe Gelb erreicht ist, beschließt die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen, beispielsweise:

  1. Anhebung des Maskenstandards auf FFP2
  2. Kontaktbeschränkungen
  3. Erfordernis, als Testnachweis einen PCR-Test vorzulegen (außer in der Schule)
  4. Personenobergrenzen für öffentliche und private Veranstaltungen.
  • STUFE ROT ist erreicht, sobald mehr als 600 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung auf den bayerischen Intensivstationen liegen (maßgeblich sind die Zahlen des DIVI-Intensivregisters).

Sobald Stufe Rot erreicht ist, wird die Staatsregierung neben den bereits für Stufe Gelb geltenden Regelungen umgehend weitere Maßnahmen verfügen, um die dann akut drohende Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

Stand der Krankenhausampel: Den aktuellen Stand sowie die derzeitigen Coronazahlen für München gibt's hier

3G-Regel: Hier ist sie aktuell gültig

Ab einer 7-Tage-Infektionsinzidenz von über 35 im Landkreis oder in der kreisfreien Stadt gilt indoor der 3G-Grundsatz. Persönlichen Zugang haben dort nur Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete.

Dies betrifft:

  • öffentliche und private Einrichtungen
  • Veranstaltungen
  • Clubs und Diskotheken (3G plus, negativer Testnachweis nur durch PCR-Test)
  • Bordellbetriebe (3G plus, negativer Testnachweis nur durch PCR-Test)
  • Sportstätten
  • Fitnessstudios
  • Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist und die keine medizinischen, therapeutischen oder pflegerischen Leistungen sind (z.B. Friseure)
  • die gesamte Kultur
  • Theater
  • Kinos
  • Museen
  • Gedenkstätten
  • Gastronomie
  • Beherbergung
  • Hochschulen
  • Krankenhäuser
  • Bibliotheken und Archive
  • außerschulische Bildungsangebote wie Musikschulen und die Erwachsenenbildung
  • Freizeiteinrichtungen einschließlich Bäder, Thermen, Saunen, Seilbahnen und Ausflugsschiffe
  • Spielbanken
  • touristischen Reisebusverkehr und ähnliches.

NEU ab 19. Oktober: Mit Wirkung vom 19. Oktober müssen in allen Bereichen von 3G / 3G plus / 2G künftig auch die Betreiber, Beschäftigten und Ehrenamtlichen mit Kundenkontakt die dort jeweils geltenden Impf-, Genesenen- oder Testvoraussetzungen erfüllen. Sie müssen einen entsprechenden Testnachweis jedoch lediglich an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche vorlegen.

Für Kinder, die noch nicht eingeschult sind, gibt es Ausnahmen. Schüler gelten mit Blick auf die regelmäßigen Tests in der Schule als getestet.

In Alten- und Pflegeheimen, auf Messen und bei größeren Veranstaltungen über 1.000 Personen gilt 3G inzidenzunabhängig indoor wie outdoor.

Ausgenommen vom 3G-Grundsatz sind:

  • Privaträume
  • Handel
  • ÖPNV
  • Veranstaltungen ausschließlich unter freiem Himmel bis 1.000 Personen
  • Gottesdienste sowie Versammlungen im Sinne von Art. 8 Grundgesetz.
  • Wahllokale und Eintragungsstellen
  • Parteiveranstaltungen

Für Schule und Kita gelten die bereits bekannten Sonderregelungen.

Die Einhaltung der 3G-Regeln muss vom Betreiber kontrolliert werden. Gäste und Besucher sowie Betreiber, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Bußgeld rechnen.

 

Zugangsregeln für städtische Angebote

Bei städtischen Angeboten, die unter die 3G-Regel fallen, soll die Möglichkeit zur freiwilligen Verschärfung auf 3G-Plus bzw. 2G bis auf wenige Ausnahmen nicht genutzt werden. Das hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse am 13.10.2021 entschieden.

  • Die 3G-Regel gilt bei Veranstaltungen städtischer Dienststellen, Bürgerversammlungen und Rathausführungen, für den Ausstellungsbesuch in städtischen Museen, die Stadtbibliotheken und die Kurse der Münchner Volkshochschule.
  • Die 3G-Plus-Regel (negativer Testnachweis nur durch PCR-Test) gilt bei städtischen Empfängen, in den städtischen Theatern, bei Konzerten der Philharmoniker und im gesamten Gasteig HP8 einschließlich der dortigen Stadtbibliothek. Mehr Infos zu den Zugangsregeln für städtische Kultureinrichtungen unter https://t1p.de/kulturzugang.
  • Die 2G-Regel kommt bei städtischen Angeboten nicht zur Anwendung.
  • Für den Parteiverkehr der Stadtverwaltung gilt die 3G-Regel nicht. Dort herrscht lediglich Maskenpflicht.

Was für öffentliche und private Feiern gilt

Die bisherigen Personenobergrenzen für private und öffentliche Feiern entfallen.

In geschlossenen Räumen gilt ab einer Inzidenz von 35 bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen aus besonderem Anlass die 3G-Regel (Zutritt nur für Getestete, Geimpfte und Genesene).

Maskenpflicht: Wo Maske getragen werden muss

Seit dem 2. September ist die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske aufgehoben, der neue Standard ist die sogenannte "OP-Maske". So funktioniert die Maskenpflicht künftig:

  • Unter freiem Himmel gibt es künftig generell keine Maskenpflicht mehr. Ausgenommen sind lediglich die Eingangs- und Begegnungsbereiche größerer Veranstaltungen (ab 1.000 Personen).
  • In geschlossenen Räumen gilt umgekehrt immer eine generelle Maskenpflicht. Ausgenommen sind Privaträume, außerdem der Platz in der Gastronomie sowie jeder feste Sitz- oder Stehplatz, wenn er zuverlässig den Mindestabstand von 1,5 m zu anderen festen Plätzen einhält, die nicht mit eigenen Haushaltsangehörigen besetzt sind. Für Beschäftigte gelten wie bisher auch die arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen.
  • NEU seit 6. Oktober: Wo 2G / 3G plus gilt, sind die Maskenpflicht und das Gebot des Mindestabstands aufgehoben. Freiwilliges 2G / 3G plus sind in allen Bereichen möglich, in denen bisher 3G gilt. Also (Beispiele): Sportstätten, Theater, Opern, Kinos, Museen, Tagungen, Kongress, Bibliotheken, Musikschulen u. v. m.
  • Im ÖPNV und im Fernverkehr gilt die Maskenpflicht (OP-Maske) ausnahmslos.
  • In Schule und Kita sowie Alten- und Pflegeheime gelten Sonderregelungen.
  • Zur Entlastung des Unterrichtsbetriebs und mit Blick auf die regelmäßigen Testungen entfällt ab dem 4. Oktober (Montag) die Maskenpflicht im Schulunterricht, sonstigen Schulveranstaltungen und der Mittagsbetreuung, und zwar auch dann, wenn am Platz der Mindestabstand zum Sitznachbarn nicht eingehalten wird.

Erreicht die bayerische Krankenhausampel mindestens die Warnstufe Gelb, beschließt die bayerische Staatsregierung eine Anhebung des Maskenstandards auf FFP2.

Die Warnstufe Gelb ist erreicht, wenn bayernweit innerhalb der jeweils letzten 7 Tage mehr als 1.200 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten.

Gastronomie: Corona-Sperrstunde entfällt

In der Gastronomie entfallen die bisherige coronabedingte Sperrstunde (bisher 1 Uhr) sowie die Kontaktbeschränkungen, es dürfen also wieder Leute aus beliebig vielen Haushalten am Tisch sitzen. Die Registrierungspflicht bleibt nur noch für gastronomische Angebote mit Tanzmusik bestehen.

Dabei gelten auch hier künftig die allgemeinen Regelungen zu 3G und Maskenpflicht:

  • In der Gastronomie unter freiem Himmel gibt es keine Maskenpflicht mehr
  • In geschlossenen Räumen gilt die 3G-Regelung sowie eine generelle Maskenpflicht. Am Platz kann die Maske abgenommen werden

NEU seit 6. Oktober: Wo 2G / 3G plus gilt, sind die Maskenpflicht und das Gebot des Mindestabstands aufgehoben. Zudem werden in der Gastronomie Tanz und Musik unter den für Diskotheken geltenden Bedingungen von „3G plus“ zugelassen. Getestete können daher nur mit PCR-Test teilnehmen.

Für Schankwirtschaften entfallen die Regelungen, wonach die Bedienung am Tisch erfolgen musste und Abgabe und Verzehr von Getränken an der Theke oder am Tresen nicht zulässig war.

Kultur: Das gilt für Museen, Kinos, Theater, Schlösser und Veranstaltungen

  • Museen, Ausstellungen, zoologische und botanische Gärten, Theater Kinos, Gedenkstätten etc. können für Besucher geöffnet werden.
  • NEU seit 1. Oktober: Das bisherige Verbot von Volksfesten und öffentlichen Festivitäten entfällt. Volksfeste können im Rahmen von inzidenzunabhängigem 3G und der sonstigen allgemein geltenden Regelungen (Gastronomie im Bierzelt etc.) wieder stattfinden. In der kommenden Advents- und Weihnachtszeit sind vorbehaltlich besonders negativer Entwicklungen der Infektionslage unter freiem Himmel auch Weihnachts- und Christkindlmärkte in Bayern wieder möglich.
  • Die 3G-Regel (Zutritt nur für Getestete, Geimpfte und Genesene) gilt für kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Opern, Konzerthäusern, Bühnen , Kinos etc., sofern sie in geschlossenen Räumen stattfinden.
  • NEU seit 6. Oktober: Wo 2G / 3G plus gilt, sind die Maskenpflicht und das Gebot des Mindestabstands aufgehoben. Etwaige Personenobergrenzen entfallen.

Im Bereich kultureller Veranstaltungen besteht für Zuschauer indoor Maskenpflicht und für Mitwirkende und Mitarbeiter Maskenpflicht, wobei die Maske am festen Platz abgenommen werden darf, sofern der Mindestabstand eingehalten werden kann. Für Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten und vergleichbare Kulturstätten wie auch für zoologische und botanische Gärten besteht in geschlossenen Räumen für die Besucher Maskenpflicht. 

Die bisherigen Personenobergrenzen für öffentliche Veranstaltungen entfallen.

Bei größeren Veranstaltungen (Sport, Kultur etc.) über 1.000 Personen gilt 3G inzidenz-unabhängig drinnen wie draußen

  • Bis 5.000 Personen darf die Kapazität zu 100 % genutzt werden.
  • Für den 5.000 Personen überschreitenden Teil darf 50 % der weiteren Kapazität des Veranstaltungsorts genutzt werden
  • Es sind maximal 25.000 Personen zulässig. Dies entspricht dem Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 10. August 2021
  • Innerhalb dieses Rahmens dürfen unbegrenzt auch Stehplätze ausgewiesen werden
  • Wird der Mindestabstand indoor unterschritten, gilt nach den allgemeinen Regeln allerdings ständige Maskenpflicht, die vom Veranstalter zu gewährleisten ist. Hierzu wird es daher auch einen Bußgeldtatbestand für Veranstalter und Teilnehmer geben
  • Bei Veranstaltungen ab 1.000 Personen muss der Veranstalter ein Infektionsschutzkonzept nicht nur ausarbeiten und beachten, sondern auch unverlangt der Kreisverwaltungsbehörde vorab zur Durchsicht vorlegen
  • Für Sport- und Kulturveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen gilt außerdem: Eintrittskarten dürfen nur personalisiert verkauft werden; Verkauf, Ausschank und Konsum alkoholischer Getränke ist untersagt; offensichtlich alkoholisierten Personen darf der Zutritt nicht gewährt werden

NEU seit 6. Oktober: Wo 2G / 3G plus gilt, sind die Maskenpflicht und das Gebot des Mindestabstands aufgehoben. Etwaige Personenobergrenzen entfallen. Die Alkoholverbote bei Sport- und Kulturveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen werden aufgehoben. Voraussetzung ist ein strenges Zutrittsregime (Zugangshindernisse, Kontrollen mit Identitätsfeststellung etc.).

Schulen, Kitas, Hochschulen: Was jetzt gilt

Schulen

  • Es findet inzidenzunabhängig Präsenzunterricht statt.
  • NEU seit 4. Oktober: In allen Schulen entfällt die Maskenpflicht – im Unterricht, bei sonstigen Schulveranstaltungen und in der Mittagsbetreuung, selbst wenn am Platz der Mindestabstand zum Sitznachbarn nicht eingehalten werden kann.
  • Testpflicht: In der Grundschule sowie an Förderschulen mit den Schwerpunkten geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie Sehen wird zwei Mal pro Woche ein PCR-Pool-Test („Lollitest“) sowie an weiterführenden Schulen drei Mal pro Woche ein Selbsttest durchgeführt. Solange Lollitests an der Grundschule nicht zur Verfügung stehen, wird auch dort drei Mal wöchentlich getestet. Vollständig geimpfte Schüler*innen ab 12 Jahren sind von der Testpflicht befreit.
  • Quarantäne: Gibt es einen positiven Corona-Fall in einer Klasse, gilt die Quarantäne in der Regel nur für die Schülerinnen und Schüler, die unmittelbaren Kontakt zu der erkrankten Person hatten – nicht mehr für die ganze Klasse. Das Gesundheitsamt entscheidet im Einzelfall.

Kinderbetreuung

  • In Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierten Spielgruppen für Kinder ist der Regelbetrieb inzidenzunabhängig möglich.
  • Pro Betreuungswoche sind für jedes Kind zwei Coronatests anzubieten oder die kostenlose Abholung von zwei Selbsttests in den Apotheken zu ermöglichen.

Hochschulen

  • Für die Hochschulen gelten die allgemeinen Regelungen zu 3G und Maskenpflicht. Damit wird für das kommende Semester Präsenzlehre wieder umfassend möglich sein
  • Es gilt aber nach den allgemeinen Regeln Maskenpflicht auch am Platz, wenn in den Hörsälen der Abstand von 1,5 m nicht eingehalten wird

Weitere Details in den Informationen des Referats für Bildung und Sport sowie den FAQ des bayerischen Kultusministeriums.

Einkaufen und Dienstleistungen: Beschränkung der Kundenanzahl entfällt

Im Handel und bei Dienstleistungen entfallen seit 2. September die bisherigen quadratmetermäßigen Kunden- oder Besucherbeschränkungen.

Die Maskenpflicht richtet sich nach der allgemeinen Grundregel.

Friseure, Fußpflege und auch andere körpernahe Dienstleistungen sind zulässig.  Die 3G-Regel (Zutritt nur für Getestete, Geimpfte und Genesene) sowie Registrierungspflicht gilt bei bei körpernahen Dienstleistungen wie Friseuren und Nagelstudios.

Medizinisch notwendige Behandlungen in Arzt-, Zahnarzt- und sonstigen Praxen sind zulässig.

Märkte können outdoor sämtliche Waren verkaufen. Überregionale Märkte sind mit entsprechenden Schutz- und Hygienekonzepten zugelassen.

Sport: Was jetzt gilt

Für Sport in geschlossenen Räumen gilt die 3G-Regel; unter freiem Himmel ist die Sportausübung ohne Testnachweis gestattet. Personenobergrenzen für die Sportausübung gibt es derzeit nicht.

Bei Sportveranstaltungen gelten die gleichen Maßstäbe für die Zuschauerzahl wie bei allen anderen Veranstaltungen (s.o). 

Freizeit: Clubs und Diskotheken dürfen wieder öffnen

  • Die 3G-Regel gilt indoor für Freizeiteinrichtungen wie Bäder, Thermen, Saunen, Seilbahnen und Ausflugsschiffe.
  • NEU seit 1. Oktober: Clubs und Diskotheken sind wieder geöffnet. Dabei gilt das 3G-Modell mit der Maßgabe, dass ein negativer Testnachweis nur durch PCR-Test erbracht werden kann (3G plus). Eine Maskenpflicht entfällt. Laute Musik, Tanz ohne Abstand sowie die Abgabe von Getränken am Tresen ist zulässig.
  • Die Öffnung von Freibädern ist erlaubt. Voraussetzungen sind die Beachtung des entsprechenden Rahmenhygienekonzepts.
  • Die Öffnung von Hallenbädern und Saunen ist erlaubt. Medizinische Thermen dürfen ebenfalls öffnen.
  • Der Betrieb von Freizeitparks und vergleichbaren ortsfesten Freizeiteinrichtungen ist zulässig.
  • Spielplätze unter freiem Himmel sind für Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen geöffnet.
  • Stadt- und Gästeführungen, Schauhöhlen, Besucherbergwerken, Berg-, Kultur- und Naturführungen sind zulässig
  • Bibliotheken und Archive können geöffnet werden.
  • Der Betrieb von Seilbahnen, Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr, sowie touristische Bahnverkehre und touristische Reisebusverkehre sind zulässig.
  • Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen dürfen öffnen.
  • Bordellbetriebe, sonstige Vergnügungsstätten und vergleichbare Freizeiteinrichtungen dürfen wieder öffnen.

Hotellerie: Neue Regelungen seit 2. September

  • Im Bereich der Beherbergung entfallen seit 2. September die bisherigen Einschränkungen, wonach Zimmer nur im Rahmen der Kontaktbeschränkungen vergeben werden dürfen
  • Im Rahmen von 3G genügt es hier, wenn Tests wie bisher bei Ankunft und danach jede 72 Stunden vorgelegt werden. Im Übrigen gelten die allgemeinen Regelungen insb. zur Maskenpflicht
  • Gäste dürfen Kur-, Therapie- und Wellnessangebote von Hotels wie zum Beispiel Schwimmbäder nutzen (auch hier gilt die 3G-Regel)

Versammlungen, Gottesdienste und Messen

Gottesdienste und Versammlungen indoor nach Art. 8 GG können künftig ohne die bisherigen Beschränkungen der Personenzahl durchgeführt werden, wenn an ihnen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete teilnehmen (3G).

Andernfalls bleibt es bei den bisherigen Beschränkungen nach Platzangebot. Die Maskenpflicht richtet sich künftig nach den neuen allgemeinen Regeln (damit entfällt insb. FFP2).

Das im Gottesdienst bisher geltende Gesangsverbot ab Inzidenz 100 entfällt ebenso wie das bisherige Verbot von großen religiösen Veranstaltungen.

Bei Messen entfällt wie im Handel die flächenabhängige Besucherbegrenzung. Stattdessen wird eine neue tägliche Besucherobergrenze von 50.000 Personen eingeführt. Es gilt immer 3G. Die Maskenpflicht richtet sich nach der allgemeinen Grundregel.

Alkoholverbot aufgehoben - aber Verbot von Glasbehältnissen an Hotspots

Das Alkoholkonsumverbot im öffentlichen Raum ist aufgehoben. Seit dem 25. Juni 2021 entfällt es auch am Gärtnerplatz und am Wedekindplatz.

Allerdings gilt an diesen beiden Orten ein nächtliches Verbot von Glasbehältnissen. Dieses gilt ebenfalls im nördlichen Teil der Türkenstraße (zwischen Schelling- und Akademiestraße inkl. Georg-Elser-Platz), am Professor-Huber-Platz und in der Veterinärstraße. Das Mitführen und Benutzen von Glasbehältnissen - also etwa Flaschen, Gläser, Krüge - an diesen Orten ist zwischen 20 Uhr und 6 Uhr des Folgetages untersagt.

Von dem Verbot ausgenommen sind die Freischankflächen der Gastronomie während der Öffnungszeiten, ebenso Personen, die Glasbehältnisse von oder zu ihrer Wohnung oder Betriebsstätte transportieren.

Keine nächtliche Ausgangssperre

DERZEIT GILT KEINE AUSGANGSSPERRE IN MÜNCHEN

Besuchsregeln für Krankenhäuser, Pflege- & Altenheime

  • Die 3G-Regel gilt auch für den Besuch von Krankenhäusern
  • In Altenheimen, vollstationären Einrichtungen der Pflege und für Menschen mit Behinderung gibt es eine inzidenzunabhängige Testpflicht für Besucher und Personal, soweit nicht ein Impf- oder Genesenennachweis erbracht werden kann. Für das Personal besteht dabei eine Testpflicht
  • Die besonderen Schutzmaßnahmen zugunsten vulnerabler Gruppen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen bleiben davon unberührt
  • Das Betreten der Einrichtungen durch Besucher ist nur mit einer Maske erlaubt
  • Die Begleitung Sterbender ist jederzeit zulässig

Hotline zum Coronavirus

Unter 089-233-96333 steht eine Servicehotline der Stadt München für alle Fragen rund um Corona zur Verfügung. Erreichbar ist diese Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, ausgenommen Feiertage. Ansprechpartner*innen geben Auskünfte zum Thema Corona-Pandemie oder vermitteln Anruferinnen und Anrufer an die zuständige Fachdienststelle.

Reisen: Auch per Bahn, Bus oder Auto Test- und Nachweispflicht

Für alle Einreisenden nach Deutschland ab 12 Jahren gilt seit 1. August 2021 eine Test- bzw. Nachweispflicht - egal, ob die Einreise per Flugzeug, mit der Bahn, im Bus, auf dem Schiff oder mit dem Auto erfolgt.

Weitere Regelungen wie die Anmeldepflicht oder die Quarantänepflicht richten sich danach, ob sie aus einem Hochrisikogebiet oder aus einem Virusvariantengebiet einreisen.

Informationen, welche Staaten oder Regionen entsprechend dieser Kategorien eingestuft sind, finden sich tagesaktuell auf der Webseite des RKI.

Testpflicht für Einreisende

  • Alle Einreisenden ab 12 Jahren müssen seit 1. August 2021 bei ihrer Einreise in die Bundesrepublik Deutschland einen aktuellen Testnachweis vorlegen, es sei denn, sie sind geimpft oder genesen. Bislang galt die Testpflicht schon für die Einreise mit dem Flugzeug aus jedem anderen Land. Nun gilt sie auch für Reisen mit der Bahn, im Bus, auf dem Schiff und im Individualverkehr, also auch mit dem Auto.
  • Nach Aufenthalt in einem Virusvariantengebiet gilt auch für Geimpfte und Genesene die Pflicht zum Nachweis eines aktuellen Negativ-Tests.

Anmeldepflicht für Einreisende

  • Alle Personen, die in die Bundesrepublik Deutschland einreisen wollen und sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen sich grundsätzlich über die digitale Einreiseanmeldung registrieren.
  • Sofern binnen zehn Tagen nach Einreise typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS CoV-2 wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust auftreten, muss die zuständige Kreisverwaltungsbehörde (in München per E-Mail an gs-is-mw.gsr@muenchen.de) unverzüglich informiert werden.

Quarantänepflicht für Einreisende

Für Einreisende aus Hochrisikogebieten oder oder Virusvariantengebieten gilt darüber hinaus die Pflicht zur häuslichen Quarantäne nach den Regelungen der CoronaEinreiseV.

Nach Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet beträgt die Quarantänezeit grundsätzlich 10 Tage. Wenn man einen Impf- oder Genesenennachweis unter www.einreiseanmeldung.de übermittelt, endet die Quarantäne vorzeitig im Zeitpunkt der Übermittlung. Gleiches gilt im Fall der Übermittlung eines Testnachweises - die Testung darf jedoch frühestens 5 Tage nach der Einreise durchgeführt werden. Die Quarantäne dauert in diesem Fall also mindestens 5 Tage.
Für Kinder unter 12 Jahren endet die Quarantäne automatisch (also ohne Testnachweis) mit Ablauf des 5. Tages nach der Einreise.

Nach Aufenthalt in einem Virusvariantengebiet dauert die Quarantänezeit grundsätzlich 14 Tage. Eine Möglichkeit zur vorzeitigen Beendigung der Quarantäne durch einen Negativ-Test besteht in diesem Fall nicht.
Wenn die einreisende Person mit einem Impfstoff geimpft ist, der gegen die relevante Virusvariante hinreichend wirksam ist, endet die Quarantäne vorzeitig im Zeitpunkt der Übermittlung des Impfnachweises. Das RKI wird auf seiner Homepage explizit bekanntgeben, welche Impfstoffe gegen die Varianten aus den aktuellen Virusvariantengebieten ausreichend wirksam sind. Aktuell gibt es allerdings noch keine entsprechende Bekanntgabe. Das bedeutet, dass auch für vollständig Geimpfte derzeit nach Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet eine vierzehntägige Quarantänepflicht gilt. Erst mit Bekanntmachung der maßgeblichen Feststellung durch das Robert Koch-Institut sind Ausnahmen möglich.

Ausnahmen und weitere Informationen in den FAQ des Bundesgesundheitsministeriums.

„Kleiner Grenzverkehr“:

Für Personen, die sich weniger als 24 Stunden in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben oder für nur bis zu 24 Stunden nach Deutschland einreisen, entfällt die Quarantänepflicht, sofern sie sich nicht innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise länger als 24 Stunden in einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben.

Regelung für vollständig geimpfte und genesene Personen

Vollständig gegen Corona geimpfte Personen sind ab Tag 15 nach der abschließenden Impfung negativ getesteten Personen gleichgestellt und damit von den Testnachweisen der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung befreit. Gleiches gilt auch für Genesene mit einem positiven PCR-Test, der mindestens 28 Tage und höchstens 6 Monate zurückliegt.

Nach einem Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet sind vollständig Geimpfte und Genesene von der Quarantänepflicht befreit. Ein Nachweis über den Impfstatus ist bei der Einreise nach Deutschland verpflichtend.

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