Corona: Diese Regeln gelten in München

Bayerischer Landtag in der Herbstsonne , Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Verschärfte Corona-Regeln in Bayern verlängert

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat Bayern verschärfte Corona-Maßnahmen beschlossen, die seit dem 2. November gelten und vorerst bis zum 20. Dezember verlängert wurden. Ab 1.12. wird es zudem weitere Verschärfungen bei den Kontaktbeschränkungen und eine Ausweitung der Maskenpflicht geben.

Coronavirus: Das sind die strengeren Maßnahmen im November

Da die Infektionszahlen weiter hoch sind, ist es notwendig, Kontakte zu reduzieren. Daher gelten nach einem bayerischen Kabinettsbeschluss vom 2. bis 30. November noch einmal verschärfte Regeln. Vor allem Restaurants, Kultur, Freizeit und Sport sind betroffen. Hier alle Informationen.

Kontaktbeschränkung: Treffen von maximal 10 Personen aus 2 Haushalten

Diese Kontakt-Regeln gelten vom 2.11. bis vorerst 30.11. – weitere Informationen dazu auch auf muenchen.de/corona und im FAQ des Bayerischen Innenminsteriums.

  • Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands sind auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  • Der Aufenthalt im öffentlichen wie im privaten Raum ist begrenzt auf die Angehörigen des eigenen Hausstands und eines weiteren Hausstands, jedoch in jedem Fall auf maximal 10 Personen aus max 2 Hausständen.
  • Darüber hinaus gehende Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind „angesichts der Lage in unserem Land inakzeptabel", so die Staatsregierung in ihrem Beschluss.
  • Jeder ist aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. Das gilt im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge.

FAQs zu Kontaktbeschränkung: Was ist erlaubt, was nicht?

Einkaufen und Dienstleistungen: Läden und Friseure weiter offen

Der Groß- und Einzelhandel bleibt unter Hygieneauflagen geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche aufhält.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden vom 2.11. bis 30.11.2020 geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist.

Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physiotherapien, bleiben weiter möglich.

Friseursalons bleiben unter den bestehenden Hygieneauflagen geöffnet.

Gastronomie: Restaurants geschlossen - Abholung und Lieferung bleiben möglich

Gastronomiebetriebe, also Restaurants, Cafés oder Wirtshäuser sowie Bars und Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden vom 2.11. bis 30.11.2020 geschlossen.

Die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause bleibt weiter möglich.

Veranstaltungsverbot

  • Veranstaltungen, Versammlungen und Festivitäten aller Art werden untersagt
  • Ausgenommen sind verfassungsrechtlich geschützte Bereiche wie z. B. Gottesdienste, oder Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz

Tagungen und Kongresse

  • Abgesagt werden Messen, Kongresse, Tagungen

Schließungen in Sport und Freizeit

  • Geschlossen werden Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, darunter auch Freizeitparks und gewerbliche Angebote der Freizeitgestaltung
  • Geschlossen wird der Freizeit- und Amateursportbetrieb - erlaubt ist Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand unter freiem Himmel.
  • Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden
  • Geschlossen werden Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios, Wellnesseinrichtungen
  • Geschlossen bleiben Clubs, Diskotheken
  • Geschlossen werden Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten

Änderungen im Kulturbereich

  • Bibliotheken, Archive und Volkshochschule dürfen geöffnet bleiben
  • Für das Publikum geschlossen sind Theater, Opern, Konzerthäuser, Kinos, Museen, Ausstellungen und ähnliche Einrichtungen wie z.B. Stadtteilkulturzentren
  • Kultur- und Stadtführungen sind nicht möglich

(Hoch-) Schulen und Kinderbetreuung bleiben offen

  • Schulen und Kindergärten bleiben offen. Für Schüler gilt eine Maskenpflicht am Platz.
  • Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe sowie vergleichbare Beratungseinrichtungen bleiben geöffnet
  • Unterricht an Musik- und Fahrschulen bleibt möglich
  • Unterricht an der Münchner Volkshochschule bleibt möglich

Alkoholverkauf und -konsumverbot

Das nächtliche Alkoholkonsumverbot an bestimmten Hotspots gilt in München täglich ab 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages.

Außerdem darf an Tankstellen, durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste in München ab 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages kein Alkohol mehr verkauft werden.

Nächtliches Alkoholverbot täglich auf bestimmten Münchner Plätzen

Seit dem 17. Oktober gilt das nächtliche Alkoholverbot jeden Tag an folgenden Orten:

  • Baldeplatz
  • Gärtnerplatz
  • Gerner Brücke (Nymphenburger Schlosskanal)
  • Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke
  • Wedekindplatz

Alkoholkonsumverbot: Von 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages darf an diesen Hotspots kein Alkohol mehr konsumiert werden.

Das Bußgeld für unerlaubten Alkoholkonsum an den Hotspots beträgt mindestens 150 Euro.

Maskenpflicht: Bußgelder bei Verstößen

In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr müssen Menschen in Bayern Alltagsmasken bzw. sogenannte Community-Masken über Mund und Nase tragen. Das Bußgeld bei vorsätzlichem Erstverstoß beträgt 250 Euro.

Aktuell gilt in München an stark besuchten Orten in der Münchner Altstadt auch im Freien eine generelle Maskenpflicht. Aufgrund einer Allgemeinverfügung müsst Ihr an folgenden Plätzen eine Maske tragen:

  • Altstadt-Fußgängerzone (u.a. Neuhauser Straße, Kaufinger Straße, Theatinerstraße)
  • Marienplatz
  • Stachus und Stachus-Untergeschoss
  • Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle
  • Rindermarkt
  • Viktualienmarkt
  • Sendlinger Straße und Sendlinger-Tor-Platz
  • Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt
  • Dienerstraße
  • Schrammerstraße
  • Landschaftstraße
  • Beidseitige Gehwege im Tal (im Bereich der Hausnummern 1 bis 48)
  • Schützenstraße
  • Auf die Maskenpflicht wird an den Zugängen zu den jeweiligen Bereichen mit Schildern hingewiesen.

Öffentliche Gebäude: Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist außerdem auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen einschließlich der Fahrstühle von öffentlichen Gebäuden vorgeschrieben.

Arbeit: Außerdem besteht in München Maskenpflicht auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte, insbesondere in Fahrstühlen, Fluren, Kantinen und Eingängen; Gleiches gilt für den Arbeitsplatz, soweit der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann.

Bei größeren Versammlungen im Freien wie etwa Demonstrationen gilt bei einer Größe ab 200 Teilnehmern die Maskenpflicht.

Für die Mitarbeiter*innen in Kassen- und Thekenbereichen von Geschäften oder an Rezeptionen ist die Maskenpflicht gelockert: Sofern durch transparente Schutzwände aus Acrylglas o.ä. zuverlässiger Schutz sichergestellt werden kann, entfällt für diese die Maskenpflicht.

RGU-Hotline zum Coronavirus

Unter 089-233-96333 steht eine Servicehotline der Stadt München für alle Fragen rund um Corona zur Verfügung. Erreichbar ist diese Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, ausgenommen Feiertage. Ansprechpartner*innen geben Auskünfte zum Thema Corona-Pandemie oder vermitteln Anruferinnen und Anrufer an die zuständige Fachdienststelle.

Hotellerie: Keine touristischen Übernachtungen mehr

Übernachtungsangebote dürfen vom 2.11. bis 30.11.2020 nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden.

 

Drei-Stufen-Plan für Kindergärten und Kitas

Kindertagesstätten und Kindergärten bleiben auch im November geöffnet.

Für Kitas gilt derzeit ein Drei-Stufen-Plan. Welche Stufe aktuell gilt, entscheidet nach Infektionsgeschehen das Referat für Gesundheit und Umwelt.

Derzeit gilt für Kindertageseinrichtungen in München die Stufe 2 ("gelb"): Alle Kinder dürfen weiterhin die Einrichtungen besuchen. Die Kinder bleiben in festen Gruppen zusammen und dürfen sich nicht wie im Regelbetrieb frei im Haus bewegen, damit eventuelle Infektionswege gut nachvollziehbar sind.

 

Besuchsregeln für Krankenhäuser, Pflege- & Altenheime

Der Besuch in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen ist vom Gesetzgeber nicht mehr grundsätzlich untersagt.

Allerdings können Kliniken und Einrichtungen eigene Besuchsregeln aufstellen und so etwa Besuche verbieten. Wendet Euch zu Informationen hierzu am besten direkt an die jeweiligen Klinik oder Einrichtung.

Bei Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und Intensivpflege-WGs, sowie Altenheimen und Seniorenresidenzen müssen strenge Hygienemaßnahmen und Besuchsauflagen eingehalten werden.

Mehr Infos zu den Besuchsregeln in Krankenhäusern.

Diese Bürgerversammlungen fallen aus

Aufgrund des derzeitigen Corona-Inzidenzwertes wurden alle weiteren Bürgerversammlungen 2020 abgesagt.

Dies betrifft folgende Termine und Stadtbezirke:

  • 12. November, Stadtbezirk 18 - Untergiesing-Harlaching
  • (Städtische Turnhalle Säbenerstraße)
  • 12. November, Stadtbezirk 2 - Ludwigvorstadt-Isarvorstadt
  • (Circus Krone)
  • 17. November, Stadtbezirk 25 - Laim (Adolf-Weber-Gymnasium)
  • 19. November, Stadtbezirk 16 - Ramersdorf- Perlach, Bezirksteil Ramersdorf (Grundschule Führichstraße)
  • 3. Dezember, Stadtbezirk 9 - Neuhausen-Nymphenburg
  • (Adolf-Weber-Gymnasium)
  • 10. Dezember, Stadtbezirk 4 - Schwabing-West (Circus Krone)

 

Coronavirus: Informationen der Stadt München
Das Referat für Gesundheit und Umwelt zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)
Die Übersicht

Mehr Aktuelles aus München

X

CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

Alle Infos
Top