Corona: Diese Regeln gelten in München

Bayerischer Landtag in der Herbstsonne , Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Coronavirus: Verschärfung der Maßnahmen seit 11. Januar

Aufgrund der anhaltend hohen Infektionszahlen müssen das öffentliche Leben und die persönlichen Kontakte erneut weiter eingeschränkt werden. Durch die Verlängerung des Lockdowns bis vorerst 31. Januar sind seit 11. Januar weitere Maßnahmen in München in Kraft. Ab 18.1. gilt auch eine verschärfte Maskenpflicht im Einzelhandel und Nahverkehr. Hier alle Informationen zu den aktuellen Regeln und ihren Auswirkungen auf Ausflüge, Schulen, Restaurants, Kultur, Freizeit und Sport.

Kontakte: Nur noch 1 Haushalt plus 1 weitere Person

Weitere Informationen zu den aktuellen Kontakt-Regeln auch auf muenchen.de/corona und im FAQ des Bayerischen Innenministeriums.

Statt wie zuvor zwei Haushalte mit maximal 5 Personen (Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet) gilt seit 11.1. bei den Kontakten:

  • Private Zusammenkünfte werden nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Davon ausgenommen sind zugehörige Kinder bis einschließlich 3 Jahre.
  • Abweichend davon ist die wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung für Kinder unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften zulässig, wenn sie Kinder aus höchstens zwei Hausständen umfasst.

Ab Inzidenz 200: Keine Ausflüge über einen Umkreis von 15 km hinaus

Wenn die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt über 200 Fälle pro 100.000 Einwohner steigt, gilt seit 11.1.:

  • Touristische Tagesausflüge über einen Umkreis von 15 Kilometern um den Wohnort (d.h. die politische Gemeinde) hinaus sind untersagt. Mit "Wohnort" ist also nicht die exakte Adresse gemeint, sondern der Ort, also die Gemeinde oder Stadt – man darf sich also von jeder Stelle aus bis maximal 15 Kilometer außerhalb der Orts-/Stadtgrenze aufhalten. Für Einkäufe oder berufliche Gründe gilt dies explizit nicht.
  • Außerdem können die Kreisverwaltungsbehörden von Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Fällen pro 100.000 Einwohnern anordnen, dass touristische Tagesreisen in den Landkreis oder die kreisfreie Stadt untersagt sind.
  • Die '15-km-Regel' für touristische Tagesreisen kann nach Inkrafttreten dann wieder aufgehoben werden, wenn der Inzidenzwert seit mindestens sieben Tagen in Folge unterschritten worden ist.
  • Welche Landkreise von den Regelungen zum 15-km-Radius betroffen sind und welche tagestouristische Ausflüge in ihren Landkreis verbieten, erfährt man unter corona-katastrophenschutz.bayern.de


Hier gibt es die aktuellen Coronazahlen mit Inzidenzwert für München

Maskenpflicht: Ab 18.1. FFP2-Masken im Einzelhandel und ÖPNV verpflichtend

Neu ab 18. Januar: Ab diesem Tag besteht eine Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske im Öffentlichen Personennahverkehr und im Einzelhandel.

Das Bußgeld bei vorsätzlichem Erstverstoß beträgt 250 Euro.

Zudem gilt Maskenpflicht auch vor Groß- und Einzelhandelsgeschäften und auf den zu ihnen gehörenden Parkplätzen

Aktuell gilt in München an stark besuchten Orten in der Münchner Altstadt auch im Freien eine generelle Maskenpflicht. Aufgrund einer Allgemeinverfügung muss man an folgenden Plätzen eine Maske tragen:

  • Altstadt-Fußgängerzone (u.a. Neuhauser Straße, Kaufinger Straße, Theatinerstraße)
  • Marienplatz
  • Stachus und Stachus-Untergeschoss
  • Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle
  • Rindermarkt
  • Viktualienmarkt
  • Sendlinger Straße und Sendlinger-Tor-Platz
  • Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt
  • Dienerstraße
  • Schrammerstraße
  • Landschaftstraße
  • Beidseitige Gehwege im Tal (im Bereich der Hausnummern 1 bis 48)
  • Schützenstraße
  • Auf die Maskenpflicht wird an den Zugängen zu den jeweiligen Bereichen mit Schildern hingewiesen.

Öffentliche Gebäude: Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist außerdem auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen einschließlich der Fahrstühle von öffentlichen Gebäuden vorgeschrieben.

Arbeit: Außerdem besteht in München Maskenpflicht auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte, insbesondere in Fahrstühlen, Fluren, Kantinen und Eingängen; Gleiches gilt für den Arbeitsplatz, soweit der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann.

Bei größeren Versammlungen im Freien wie etwa Demonstrationen gilt durchgängig Maskenpflicht.

Bei Gottesdiensten gilt auch am Platz eine Maskenpflicht.

Für die Mitarbeiter*innen in Kassen- und Thekenbereichen von Geschäften oder an Rezeptionen ist die Maskenpflicht gelockert: Sofern durch transparente Schutzwände aus Acrylglas o.ä. zuverlässiger Schutz sichergestellt werden kann, entfällt für diese die Maskenpflicht.

 

Schulen und Kitas bleiben weiterhin geschlossen

  •  Seit 11. Januar gilt für alle Schulen und Jahrgangsstufen zunächst bis 31. Januar Distanzunterricht.
  • Für Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6 sowie für Schülerinnen und Schüler der Förderschulen und Kinder mit Behinderungen wird eine Notbetreuung angeboten.
  • Die ursprünglich für 15.-19. Februar geplanten Faschingsferien entfallen.
  • Sobald es das Infektionsgeschehen nach dem 31. Januar 2021 zulässt, wird eine Rückkehr zum Präsenzunterricht – nach Jahrgangsstufen gestaffelt – angestrebt.
  • Detaillierte Informationen zum Vorgehen an den Schulen gibt es beim Referat für Bildung und Sport

    Des Weiteren gilt:

    • Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder sind geschlossen. Es gibt hier ebenfalls Möglichkeiten für eine Notbetreuung.
    • Musikschulen und Fahrschulen bleiben geschlossen.
    • Die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung dürfen nur online stattfinden.
    • Wissenschaftliche Präsenzbibliotheken sind geschlossen.

Einkaufen und Dienstleistungen: Click and Collect seit 11. Januar möglich

Die Öffnung von Ladengeschäften des Einzelhandels ist untersagt.

Ausgenommen sind

  • der Lebensmittelhandel einschließlich Direktvermarktung, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte
  • Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Filialen des Brief- und Versandhandels, Reinigungen und Waschsalons
  • der Verkauf von Presseartikeln, Tierbedarf und Futtermittel
  • Märkte sind nur zum Verkauf von Lebensmitteln zulässig. Der Großhandel bleibt geöffnet

Seit 11. Januar kann online oder telefonisch bestellte Ware unter Einhaltung der Schutz- und Hygienekonzepte auch vor Ort abgeholt werden (Click and Collect / Call and Collect)

Dienstleistungsbetriebe mit Kundenverkehr, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist, sind untersagt. Das schließt neben Massagepraxen, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und ähnlichen Betrieben auch Friseure mit ein.

Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien oder Podologie bleiben weiter möglich.

Ausgangsbeschränkung: Verlassen der Wohnung nur aus triftigem Grund

Das Verlassen der Wohnung ist nur noch aus triftigen Gründen erlaubt, dazu gehören unter anderem: 

  • die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten
  • die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen
  • Versorgungsgänge, der Einkauf in geöffneten Geschäften und der Besuch der geöffneten Dienstleistungsbetriebe
  • der Besuch eines anderen Hausstands, solange die Kontaktbeschränkungen eingehalten werden
  • der Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft im Rahmen der Kontaktbeschränkungen
  • Ämtergänge
  • die Teilnahme an Gottesdiensten und an zulässigen Versammlungen nach dem BayVersG

Detaillierte Informationen zur Ausgangsbeschränkung gibt es hier

Ausgangssperre in München von 21 bis 5 Uhr

Zudem gilt zwischen 21 und 5 Uhr in ganz Bayern eine Ausgangssperre, während der die Wohnung nur verlassen werden darf, aufgrund

  • eines medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfalls oder anderer medizinisch unaufschiebbarer Behandlungen
  • der Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbarer Ausbildungszwecke
  • der Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts unter Beachtung der Kontaktbeschränkung
  • der unaufschiebbaren Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger unter Beachtung der Kontaktbeschränkung
  • der Begleitung Sterbender
  • von Handlungen zur Versorgung von Tieren
  • von ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen

Alkoholverbot im öffentlichen Raum

Der Konsum von Alkohol auf allen Verkehrsflächen im öffentlichen Raum ist untersagt.

Alkoholverkauf

An Tankstellen, durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste darf in München ab 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages kein Alkohol mehr verkauft werden.

Gastronomie: Restaurants geschlossen - Abholung und Lieferung bleiben möglich

Gastronomiebetriebe, also Restaurants, Cafés oder Wirtshäuser sowie Bars und Kneipen und ähnliche Einrichtungen sind bis vorerst geschlossen.

Die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause bleibt weiter möglich.

Seit 11. Januar müssen auch Betriebskantinen geschlossen werden, wo immer die Arbeitsabläufe es zulassen.

Veranstaltungsverbot und Gottesdienste

  • Veranstaltungen, Versammlungen und Festivitäten aller Art bleiben untersagt
  • Ausgenommen sind verfassungsrechtlich geschützte Bereiche wie z. B. Gottesdienste und Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz
  • Bei Gottesdiensten, für die Besucherzahlen erwartet werden, die zu einer Auslastung der Kapazitäten führen können, besteht zusätzlich eine Anmeldungspflicht.
  • Weiterhin gelten bei Gottesdiensten die bisherigen Maßnahmen wie die Maskenpflicht auch am Platz, das Gesangsverbot (Beschränkung auf liturgischen Gesang) und der Mindestabstand.
  • Die Bayerischen Staatstheater (Staatsoper, Gärtnerplatztheater, Staatsschauspiel, Theaterakademie) bleiben bis mindestens 28. Februar 2021 geschlossen.

 

Tagungen und Kongresse

  • Messen, Kongresse, Tagungen bleiben untersagt

Schließungen in Sport und Freizeit

  • Geschlossen bleibt der Freizeit- und Amateursportbetrieb - ausgenommen der Individualsport unter freiem Himmel und im Rahmen der Kontaktbeschränkungen
  • Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden
  • Geschlossen bleiben Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios, Wellnesseinrichtungen
  • Geschlossen bleiben Sportstätten in den öffentlichen Grünanlagen, wie Bolzplätze, Skateanlagen oder Calisthenics- und Fitnessanlagen (ausgenommen: Spielplätze)
  • Geschlossen bleiben Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, darunter auch Freizeitparks und gewerbliche Angebote der Freizeitgestaltung
  • Geschlossen bleiben Clubs, Diskotheken
  • Geschlossen bleiben Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten

Schließungen im Kulturbereich

  • Für das Publikum geschlossen sind Theater, Opern, Konzerthäuser, Kinos, Museen, Ausstellungen und ähnliche Einrichtungen wie z.B. Stadtteilkulturzentren
  • Kultur- und Stadtführungen sind nicht möglich
  • Bibliotheken und Archive werden geschlossen 
  • Geschlossen werden die Angebote der Erwachsenenbildung nach dem Bayerischen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz, also die Volkshochschulen und vergleichbare Angebote anderer Träger. Ausgenommen sind digitale Angebote, die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung mit zugehörigen Prüfungen sowie Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks.

RGU-Hotline zum Coronavirus

Unter 089-233-96333 steht eine Servicehotline der Stadt München für alle Fragen rund um Corona zur Verfügung. Erreichbar ist diese Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, ausgenommen Feiertage. Ansprechpartner*innen geben Auskünfte zum Thema Corona-Pandemie oder vermitteln Anruferinnen und Anrufer an die zuständige Fachdienststelle.

Reisen: Testpflicht bei Rückkehr aus Risikogebieten

  • Bis spätestens 72 Stunden nach der Einreise aus dem Ausland muss der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde ein aktuelles Testergebnis vorgelegt werden.
  • Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Ausland nach Bayern gilt seit dem 23.12. eine Corona-Testpflicht.
  • Der Test sollte bereits nach Möglichkeit im Ausland vorgenommen werden, allerdings höchstens 48 Stunden vor der Einreise nach Bayern.
  • Unberührt davon müssen sich Einreisende unverzüglich für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben, wenn sie sich innerhalb von zehn Tagen vor ihrer Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben.
  • Eine Verkürzung der Quarantänedauer kann durch einen negativen Coronatest erfolgen, der frühestens fünf Tage nach der Einreise durchgeführt werden kann. In bestimmen Fällen gibt es Ausnahmen von der Quarantänepflicht.
  • Zudem müssen alle Einreisenden aus Risikogebieten vor der Einreise eine Einreiseanmeldung unter www.einreiseanmeldung.de vornehmen. Von dieser Meldepflicht gibt es Ausnahmen.

Eine aktuelle Auflistung der weltweiten Risikogebiete bietet das Robert Koch-Institut.

Hotellerie: Keine touristischen Übernachtungen

Übernachtungsangebote dürfen nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden.

Besuchsregeln für Krankenhäuser, Pflege- & Altenheime

Der Besuch in Alten- und Pflegeeinrichtungen ist vom Gesetzgeber nicht grundsätzlich untersagt. Wegen der Pandemieentwicklung in der Stadt München gelten strenge Regeln, die verkürzten Fristen für Tests sind aber seit 30.12. wieder aufgehoben. Konkret gilt:

  • Besuche sind nur dann erlaubt, wenn die Besucher über ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 verfügen. Das Testergebnis ist auf Verlangen vorzuweisen. Das Ergebnis des PoC-Antigen-Schnelltests darf nicht älter als 48 Stunden sein, das Ergebnis eines PCR-Tests nicht älter als 72 Stunden
  • Jeder Bewohner darf höchstens einen Besucher pro Tag empfangen
  • Das Betreten der Einrichtungen durch Besucher ist nur mit einer FFP2-Maske erlaubt
  • Die Begleitung Sterbender ist jederzeit erlaubt

Krankenhäuser, Kliniken und andere Einrichtungen können zusätzliche eigene Besuchsregeln aufstellen und so etwa Besuche ganz verbieten. Für Informationen hierzu wendet man sich am besten direkt an die jeweilige Klinik oder Einrichtung.

Bei Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und Intensivpflege-WGs, sowie Altenheimen und Seniorenresidenzen müssen strenge Hygienemaßnahmen und Besuchsauflagen eingehalten werden.

Mehr Infos zu den Besuchsregeln in Krankenhäusern.

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