Corona-Maßnahmen: OB Dieter Reiter kündigt Prüfung von Lockerungen an

Oberbürgermeister Dieter Reiter, Foto: Michael Nagy / Presseamt
Foto: Michael Nagy / Presseamt

Neues Statement von OB Dieter Reiter nach Videokonferenz

(19.2.2021) Angesichts niedriger Corona-Fallzahlen in München hat Oberbürgermeister Dieter Reiter erneut Lockerungen bei den Corona-Regeln in Aussicht gestellt. Erste städtische Maßnahmen sollen zeitnah geprüft werden.

Nach einer Videokonferenz unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sowie bayerischen Kommunalpolitikerinnen und -politikern hat Oberbürgermeister Dieter Reiter in einem Statement Lockerungen der Corona-Maßnahmen in München in Aussicht gestellt.

Das Statement von OB Reiter vom 19.02. im Wortlaut:

"Die Kanzlerin hat heute in der Videokonferenz erneut darauf hingewiesen, welche Risiken bei weiteren Lockerungen entstehen können. Vor allem die Dynamik der mutierten Corona-Viren würden Anlass zur Sorge geben.

Wir sind in München seit einigen Tagen bei einer 7-Tages-Inzidenz von unter 35. Die Kontaktnachverfolgung von möglicherweise infizierten Personen ist gesichert, unser Impfzentrum läuft. Die Impfungen in unseren Alten- und Pflegeheimen sind nahezu abgeschlossen.

Aufgrund der derzeitigen Situation habe ich heute bei der digitalen Konferenz für München weitere Lockerungsmöglichkeiten angesprochen. Wenn die Inzidenz weiter unter 35 bleibt, könnte ich mir beispielsweise vorstellen, die Grundschulen nicht nur im Wechsel- sondern ganz im Präsenzunterricht zu öffnen, mit einer Maskenpflicht.

Die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen dagegen ist nach Einschätzung meiner Fachleute bei einer derart niedrigen Inzidenz infektiologisch nicht unbedingt notwendig und könnte entfallen. Ebenso wäre es denkbar, dass sich künftig wieder zwei Haushalte treffen dürfen. Das sind alles Regelungen, die auch auf lokaler Ebene sinnvoll sind.

Ich werde meine Fachleute daher bitten, diese Lockerungen vor dem Hintergrund der aktuellen Situation zu prüfen und dann in der nächsten Sitzung des städtischen Krisenstabs zur Entscheidung vorzulegen und gegebenenfalls das Einvernehmen der Regierung von Oberbayern einzuholen.

Andere denkbare Erleichterungen, wie zum Beispiel im Handel, in Kultur, Gastronomie oder Amateursport machen meines Erachtens nur im Rahmen einer gesamtbayerischen Regelung Sinn.

Für die kommenden Wochen brauchen wir deshalb für Deutschland, mindestens aber für die Bundesländer nachvollziehbare Stufenpläne, wie weitere Lockerungen für die einzelnen Bereiche aussehen werden. Ob Handel, Gastronomie, Kultur oder Sport – sie alle brauchen eine Perspektive, wann Öffnungen wieder möglich sind.“

Corona-Zahlen in München auf September-Niveau

Seit dem 21. Januar 2021 liegt die Landeshauptstadt München unter dem 7-Tagesinzidenzwert von 100 – mit sinkender Tendenz seit Anfang Februar auch unter 50. Am 16. Februar erreichte sie laut Robert-Koch-Institut den Wert 34,4 und lag damit erstmals in 2021 unter 35. Am 17.2. lag die 7-Tage-Inzidenz mit einem Wert von 28,6 sogar erstmals seit September 2020 unter 30.

Die aktuellen Corona-Zahlen für München

Bereits am 15.2. richtete OB Reiter angesichts der sinkenden Fallzahlen in München einen Appell an die Bundes- und Landespolitik, Lockerungen auf die Tagesordnung der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März zu nehmen.

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