Highlights in Münchens größtem Park erkunden

Eine Tour durch den Englischen Garten in München

Der Englische Garten ist Münchens größter Park – und diese Tour zeigt euch seine bekanntesten Seiten im Südteil: Von der Eisbachwelle über Monopteros und Chinesischer Turm bis zum Kleinhesseloher See. Wer mehr Zeit mitbringt, verlängert den Spaziergang in den ruhigeren Nordteil Richtung Hirschau und Stauwehr Oberföhring.

Nagy / Presseamt München

Tour auf einen Blick

  • Start: Haus der Kunst / Eisbachwelle
  • Richtung: vom südlichen Parkeingang durch den Südteil weiter Richtung Nordteil
  • Klassische Route im Südteil: Eisbachwelle → Japanisches Teehaus → Wasserfälle → Monopteros → Chinesischer Turm → Kleinhesseloher See
  • Kurze Route im Südteil: Chinesischer Turm → Rumfordschlössl → Kleinhesseloher See
  • Nordteil-Route 1: Kleinhesseloher See → Hirschau → Schwammerlweiher → Aumeister
  • Nordteil-Route 2: Kleinhesseloher See → Oberstjägermeisterbach → Schwammerlweiher → Stauwehr Oberföhring
  • Dauer: ca. 1 bis 1,5 Stunden für die kurze Runde, ca. 2 bis 3 Stunden bis zum Kleinhesseloher See; länger für den Nordteil
  • Entfernung: ca. 1,5 bis 2 Kilometer für die kurze Runde, ca. 3 bis 3,5 Kilometer bis zum Kleinhesseloher See; je nach Verlängerung deutlich mehr
  • Gut für: erster Besuch, München-Gäste, Spaziergang mit Fotostopps, Biergartenpause, Familien
  • Hinweis: Der Aufstieg zum Monopteros ist nicht barrierefrei.

Die Entfernungen sind grobe Richtwerte und hängen davon ab, welche Wege ihr im Park nehmt. Der Englische Garten ist insgesamt rund 5,5 Kilometer lang, umfasst 376 Hektar und hat ein Wegenetz von 78 Kilometern. 

👉 Wer wenig Zeit hat, bleibt im Südteil; wer Ruhe sucht, verlängert Richtung Nordteil.

Biergärten und Pausen entlang der Tour

Im Englischen Garten gibt es mehrere bekannte Biergärten und Einkehrmöglichkeiten – je nachdem, in welchem Teil des Parks ihr unterwegs seid. Für die kurze Südteil-Runde ist der Chinesische Turm der Klassiker: zentral gelegen, groß, lebendig und nah an Monopteros, Rumfordschlössl und Kinderkarussell. Am Kleinhesseloher See liegt das Seehaus direkt am Wasser und passt gut als Pause nach der klassischen Runde vom Eisbach über den Chinesischen Turm.

Weiter nördlich wird es ruhiger: Der Biergarten Hirschau liegt im Übergang zum Nordteil und eignet sich für alle, die vom Kleinhesseloher See weiter Richtung Schwammerlweiher spazieren. Der Aumeister an der Sondermeierstraße ist das nördlichste Biergartenziel im Englischen Garten und bietet sich als Abschluss einer längeren Tour Richtung Studentenstadt oder Freimann an. Dazu kommen kleinere Stopps wie das MilchHäusl nahe der Königinstraße, der Tivoli-Pavillon und das Minihofbräuhaus im nördlicheren Bereich.

👉 Für die kurze Runde passt der Chinesische Turm, für Wasserblick das Seehaus – und für längere Spaziergänge Richtung Nordteil Hirschau oder Aumeister.

Start an der Eisbachwelle

Eisbachwelle in München: Warnschild
Michael Hofmann

Los geht’s am südlichen Rand des Englischen Gartens, direkt beim Haus der Kunst. Die Eisbachwelle gehört zu den ungewöhnlichsten Orten Münchens: Eine stehende Welle mitten in der Stadt, Zuschauer*innen am Ufer, Parkeingang gleich daneben.

Aktuell gilt: Das Surfen an der Eisbachwelle ist derzeit nicht möglich. Nach dem Unfall im April 2025 arbeitet die Stadt an einer sicheren und rechtlich tragfähigen Lösung zur Wiederherstellung der Welle. 

👉 Die Eisbachwelle ist eigentlich der spektakulärste Startpunkt für eine Tour durch den Englischen Garten.

Japanisches Teehaus: Fernost-Flair am Schwabinger Bach

Das japanische Teehaus im Englischen Garten
Lukas Fleischmann

Das Japanische Teehaus liegt am Südende des Parks auf einer künstlichen Insel im Schwabinger Bach. Es entstand 1972 anlässlich der Olympischen Sommerspiele in München und wirkt wie eine kleine, stille Gegenwelt zum Trubel rund um Eisbach und Monopteros.

Regelmäßig finden dort traditionelle Teezeremonien statt; im Sommer ist das Teehaus außerdem Mittelpunkt des Japanfests. Auch ohne Termin lohnt sich der Abstecher: Holzbau, Wassergraben, Enten und Schwäne machen den Ort zu einem der ruhigsten Kulturpunkte im südlichen Englischen Garten.

👉 Das Japanische Teehaus zeigt die stille Seite des Englischen Gartens – nur wenige Minuten vom Eisbach entfernt.

Wasserfälle am Eisbach

Rico Güttich

Vom Japanischen Teehaus ist es nicht weit zu den kleinen Wasserfällen am Eisbach, die den Beginn des Schwabinger Bachs bedeuten. Hier wird es gleich etwas ruhiger: Wasser rauscht über Steine, Bänke stehen am Weg, und der Trubel vom Parkeingang rückt ein Stück weg.

Der Stopp passt gut, bevor es weiter zum Japanischen Teehaus oder hinauf zum Monopteros geht. Gerade für eine Tour ist das ein schöner Wechsel: erst die berühmte Welle, dann der leisere Wasserort.

👉 Die Wasserfälle sind der ruhige Gegenpol zur Eisbachwelle – ideal für eine kurze Pause im Südteil.

Monopteros: München-Panorama über dem Park

Monopteros im Englischen Garten im Frühling
Michael Hofmann

Vom Japanischen Teehaus führt die Tour weiter zum Monopteros. Der kleine Rundtempel steht auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel und gehört zu den beliebtesten Aussichtspunkten im Englischen Garten. Von oben blickt ihr über Wiesen, Wege, Baumgruppen und die Türme der Münchner Innenstadt.

Besonders schön ist der Blick bei Sonne, im Herbst oder am frühen Abend. Der tempelartige Bau wurde 1836/37 in die südliche Parklandschaft eingefügt; der Aufstieg ist kurz, aber nicht barrierefrei. Die Schlösserverwaltung weist für den Weg zum Monopteros auf mehr als sechs Prozent Steigung hin. 

👉 Der Monopteros ist der Aussichtspunkt dieser Tour – mit Blick über Park und Altstadt.

Chinesischer Turm: Biergarten und Treffpunkt

Anette Göttlicher

Vom Monopteros geht es weiter zum Chinesischen Turm. Der 25 Meter hohe Pagodenbau gehört zu den bekanntesten Bauwerken im Englischen Garten und geht auf einen Entwurf von 1789 zurück. Mehrmals brannte der Turm aus, wurde aber wieder aufgebaut.

Rund um den Turm liegt einer der großen Münchner Biergärten. Im Sommer treffen sich hier Familien, Touristinnen, Radlerinnen und Münchner*innen unter alten Bäumen; gleich daneben steht ein historisches Kinderkarussell im Biedermeier-Stil. Im Advent findet rund um den Chinesischen Turm ein Weihnachtsmarkt statt. Der Biergarten hat rund 7.000 Sitzplätze und zählt zu den größten Biergärten Bayerns. 

👉 Am Chinesischen Turm wird aus der Tour spätestens eine Biergartenpause.

Rumfordschlössl: Kurzer Abstecher mit Geschichte

Rumfordschlössl im Englischen Garten
Michael Hofmann

Direkt hinter dem Chinesischen Turm liegt das Rumfordschlössl. Das klassizistische Gebäude stammt aus dem späten 18. Jahrhundert und erinnert an Benjamin Thompson, den späteren Reichsgrafen von Rumford, der für die Entstehung des Englischen Gartens eine wichtige Rolle spielte.

Heute wird das Rumfordschlössl als Natur- und Kulturtreff für Kinder und Jugendliche genutzt. Für die Tour ist es ein guter kurzer Abstecher, bevor es weiter Richtung Kleinhesseloher See geht.

👉 Das Rumfordschlössl verbindet Parkgeschichte, Kinderangebote und Naturbildung nahe dem Chinesischen Turm.

Kleinhesseloher See: Boote, Biergarten und Wasservögel

Wer vom Chinesischen Turm weitergeht, erreicht den Kleinhesseloher See – das größte Gewässer im Englischen Garten. Am Ufer liegen Spazierwege, Bänke und das Seehaus; im Sommer sind Tret- und Ruderboote auf dem Wasser unterwegs.

Im Frühjahr und Sommer lohnt sich außerdem der Blick ans Ufer: Enten, Gänse, Schwäne und Jungvögel gehören hier zum Parkbild. Bitte Abstand halten und die Tiere nicht füttern. Baden ist im Kleinhesseloher See nicht erlaubt.

👉 Am Kleinhesseloher See wird die Tour ruhiger – mit Wasserblick, Booten und Pause am Seehaus.

Kleinhesseloher See mit Booten
Michael Hofmann

Service-Infos zur Tour

  • Für die kurze Runde startet ihr am besten am südlichen Parkeingang bei Haus der Kunst und Eisbachwelle.
  • Für den Chinesischen Turm ist der Bus bis zur Haltestelle Chinesischer Turm praktisch; zum Kleinhesseloher See kommt ihr gut über die Tramhaltestelle Tivolistraße oder zu Fuß vom Chinesischen Turm.
  • Wer den Nordteil erkunden möchte, kann die Tour Richtung Hirschau, Aumeister oder U-Bahn Studentenstadt verlängern.
  • Viele Wege im Englischen Garten sind eben und befestigt.
  • Der Aufstieg zum Monopteros ist allerdings nicht barrierefrei, weil der Weg mehr als sechs Prozent Steigung hat.
  • Barrierefreie Toiletten gibt es unter anderem bei Seehaus, Hirschau, Chinesischem Turm, Aumeister und am Tivoli-Pavillon.
  • Für die Tour gilt außerdem: Baden in den Gewässern ist nicht erlaubt, Hunde müssen angeleint bleiben und Müll gehört in die Behälter.
  • Die Wege können an schönen Wochenenden im Südteil sehr voll werden; ruhiger ist es meist im Nordteil Richtung Hirschau, Schwammerlweiher und Aumeister.

👉 Für den ersten Besuch ist der Südteil ideal – für längere, ruhigere Spaziergänge lohnt sich der Weg in den Nordteil.

Ruhige Verlängerung in den Nordteil: Hirschau, Amphitheater und Schafe

Schafe im Englischen Garten
Michael Hofmann

Wer nach dem Kleinhesseloher See noch weitergeht, erlebt den Englischen Garten von seiner ruhigeren Seite. Richtung Hirschau, Schwammerlweiher, Aumeister und Studentenstadt werden die Wege weiter, die Wiesen offener und der Park deutlich landschaftlicher als im Südteil.

Mit etwas Glück begegnet ihr im Nordteil auch Schafen. Die Herde weidet nicht immer am selben Ort, ist aber meist auf den großen Wiesen im Nordteil unterwegs – grob zwischen Hirschau, Nordfriedhof, Studentenstadt und Aumeister. Bitte Abstand halten, Hunde anleinen und die Tiere nicht füttern.

👉 Der Nordteil ist ideal für alle, die den Englischen Garten ruhiger erleben wollen – mit Wiesen, Schafen und langen Wegen.

Schwammerlweiher: Kleiner Weiher mit Insel

Ein schönes Ziel im Nordteil ist der Schwammerlweiher mit seiner kleinen Insel. Wer dem Oberstjägermeisterbach folgt, kommt gut in diese ruhigeren Bereiche des Parks. Hier fühlt sich der Englische Garten deutlich weniger nach Sehenswürdigkeit an und mehr nach Landschaft.

Der Schwammerlweiher passt gut als Ziel, wenn ihr nach dem Kleinhesseloher See nicht gleich umkehren wollt. Von hier könnt ihr weiter Richtung Aumeister gehen oder die lange Wasser-Route Richtung Oberföhring fortsetzen.

👉 Der Schwammerlweiher ist ein ruhiger Nordteil-Tipp für alle, die länger durch den Englischen Garten spazieren wollen.

Lange Variante: Bis zum Stauwehr Oberföhring

Für eine ausgedehnte Runde könnt ihr noch weiter Richtung Isar-Kanal und Stauwehr Oberföhring gehen. Das ist keine schnelle Highlight-Tour mehr, sondern eher ein längerer Spaziergang für alle, die den Englischen Garten bis in seine nördlicheren Bereiche erleben wollen.

Der Weg lohnt sich besonders, wenn ihr Zeit habt und den Park nicht nur als Südteil-Klassiker kennenlernen möchtet. Zwischen Bachläufen, Isarnähe und weiten Wegen zeigt sich eine ganz andere Seite des Englischen Gartens.

👉 Das Stauwehr Oberföhring ist ein Ziel für alle, die einen längeren Spaziergang duch den Englischen Garten unternehmen wollen

Das Stauwehr Oberföhring in den Isarauen
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FAQ: Fragen zur Tour durch den Englischen Garten

Wo startet die Tour durch den Englischen Garten?

Die Tour startet am südlichen Parkeingang bei Haus der Kunst und Eisbachwelle. Von dort geht es durch den Südteil Richtung Japanisches Teehaus, Monopteros und Chinesischer Turm.

Wie lange dauert die Tour durch den Englischen Garten?

Für die kurze Runde bis zum Chinesischen Turm solltet ihr etwa 1 bis 1,5 Stunden einplanen. Bis zum Kleinhesseloher See sind es je nach Tempo und Pausen etwa 2 bis 3 Stunden; für den Nordteil entsprechend mehr.

Welche Stationen gehören zur kurzen Runde?

Zur kurzen Runde gehören Eisbachwelle, Wasserfälle, Japanisches Teehaus, Monopteros und Chinesischer Turm. Sie ist ideal für den ersten Besuch oder wenn ihr nur wenig Zeit habt.

Welche Biergärten liegen an der Tour?

Für die kurze Runde ist der Chinesische Turm der wichtigste Biergarten. Am Kleinhesseloher See liegt das Seehaus; weiter nördlich bieten sich Hirschau und Aumeister für längere Spaziergänge an.

Kann man die Tour mit Kindern machen?

Ja, besonders die kurze Südteil-Runde eignet sich gut mit Kindern. Kinderkarussell am Chinesischen Turm, Wiesen, Wasserläufe, Rumfordschlössl und Kleinhesseloher See bieten mehrere gute Pausenpunkte.

Ist die Tour barrierefrei?

Viele Wege im Englischen Garten sind eben und befestigt. Der Aufstieg zum Monopteros ist allerdings nicht barrierefrei; wer barrierearm unterwegs sein möchte, sollte den Hügel auslassen und auf den Hauptwegen bleiben.

Wo kann man Schafe im Englischen Garten sehen?

Die Schafe sind kein fester Tourpunkt, sondern mit etwas Glück im Nordteil zu sehen. Die Herde weidet nicht immer am selben Ort, ist aber meist auf den großen Wiesen zwischen Hirschau, Nordfriedhof, Studentenstadt und Aumeister unterwegs.

Gibt es im Amphitheater Programm?

Ja, im Sommer gibt es im Amphitheater im Englischen Garten wieder Programm. 2026 zeigt das Münchner Sommertheater ab 2. Juli „Was ihr wollt“ von Shakespeare; bei schlechtem Wetter finden die Vorstellungen in der Mohr-Villa statt. 

Kann man die Tour bis zum Stauwehr Oberföhring verlängern?

Ja, das ist eine längere Variante für alle, die den Englischen Garten Richtung Isar-Kanal und Nordteil erleben möchten. Diese Route ist deutlich ruhiger und landschaftlicher als die kurze Runde im Südteil.

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