Schönheiten unter der Erde: Acht besondere U-Bahn-Stationen

Die U-Bahnhaltestelle Westfriedhof

Entdeckt Münchens schönste U-Bahnhöfe

Im Untergrund blüht es und ein Labyrinth wartet auf Euch: Auf unserem Streifzug durch den Münchner Untergrund schlummert so mancher Schatz.

Westfriedhof: Absolut Instagram-tauglich


Wenn Ihr Eure Instagram-Follower mit Selfies im coolen Industrial-Chic beeindrucken wollt, solltet Ihr zum U-Bahnhof Westfriedhof fahren. Denn der ist nicht umsonst eines der beliebtesten Fotomotive im Münchner Untergrund - vor allem wegen der innovativen Beleuchtung. Das Lichtkonzept stammt vom Designer Ingo Maurer, der unter anderem auch am Bahnhof Münchner Freiheit für die Beleuchtung sorgte. 11 überdimensionale Lampen erstrahlen in den Farben rot, gelb und blau und sorgen für warmes und außergewöhnliches Licht. Zusammen mit den rauen Wänden strahlt dieser Bahnhof ein Ambiente aus, das man so ähnlich auch in New York finden könnte.

Moosach: Flower-Power

U-Bahnhof Moosach


Flower-Power der anderen Art gibt es im Moosacher Bahnhof - dort zieren gigantische Blumen die Wand. Um die Riesenmotive möglichst detailgetreu nachzubilden, hat der Münchner Künstler Martin Fengel Pflanzen und Blüten in Moosach fotografiert und sich von ihnen inspirieren lassen. Die sonst ganz in weiß gehaltenen Wände, der auffallend helle Bahnsteigboden und die zahlreichen Hängelampen sorgen für optimale Ausleuchtung und ein angenehmes Ambiente. Übrigens: Der benachbarte Bahnhof Moosacher St.-Martins-Platz wurde ähnlich hell gestaltet und beeindruckt mit einem Mosaik aus 76.200 Fotos, die alle in Moosach aufgenommen wurden.

Bilder: So schön leuchtet München im Untergrund

Candidplatz: Leuchtende Farben

U-Bahnhof Candidplatz


Den U-Bahnhof am Candidplatz solltet Ihr Euch aus mehreren Gründen nicht entgehen lassen. Zum einen liegt er direkt in einer Kurve, zum anderen ist er von vorne bis hinten in so ziemlich jeder Farbe gestrichen, die einem Maler zur Verfügung steht. Willkommen im Regenbogen-Land!

Kein Wunder, ist doch der Bahnhof wie der darüberliegende Platz nach dem Künstler Peter Candid benannt, der unter anderem die Residenz mitgestaltete. Der bunte Mix an den Wänden zieht sich von Nord nach Süd über den gesamten Bahnsteig. Schaut in der Haltestelle aber auch mal an die Decke! Diese wurde nämlich für einen großen Hauptwasserkanal "hutförmig" gestaltet und setzt auch nochmal einen besonderen Akzent.

Oberwiesenfeld: Aluminium-Labyrinth

U-Bahnhof Oberwiesenfeld


Etwa 11 Meter unter der Erde nördlich des Olympiaparks gibt es ein Labyrinth. Aber keine Sorge, im U-Bahnhof Oberwiesenfeld könnt Ihr Euch nicht verlaufen - beziehungsweise höchstens Eure Augen, wenn sie versuchen, das sogenannte "Ornament" an der Bahnhofswand zu entwirren. Dieses in schwarz/weiß gehaltene Muster aus Aluminium-Paneelen zeigt ein geometrisches Muster, das Euch garantiert Knoten in die Sehnerven macht. Die Nordwand dagegen besteht aus orangefarbenen Paneelen und soll das Orange der Olympialinie symbolisieren. Abgerundet wird das helle und offene Gesamtbild durch den säulenlosen Bahnsteig sowie 16 Oberlichter.

Georg-Brauchle-Ring: Tonnenweise Metall

U-Bahnhof Georg-Brauchle-Ring


Auf den ersten Blick sehen die Wände der Station am Georg-Brauchle-Ring aus wie ein Fernsehtestbild von früher. Aber wenn Ihr genauer hinseht, erkennt Ihr schnell, dass es sich bei den bunten Rechtecken um Metalltafeln handelt. 400 Stück davon hängen im Bahnhof, jede davon wiegt 135 Kilogramm. Dazwischen hat der Künstler Franz Ackermann Malereien, Post- und Landkarten eingesetzt - so etwas gibt es nirgendwo anders auf der Welt. Der Bahnsteig selbst ist relativ schlicht und geradlinig gehalten und kommt komplett ohne Deckenstützen aus.

Video: Fahrt auf der U1 im Zeitraffer

Einige besonders sehenswerte Bahnhöfe wie Candidplatz, Westfriedhof oder Olympia-Einkaufszentrum befinden sich auf der Linie U1. In diesem Video könnt Ihr alle Stationen im Zeitraffer kennenlernen.

Münchner Freiheit: Bunte Lichtspiele

U-Bahnhof Münchner Freiheit


Helligkeit, Transparenz und Lebendigkeit soll das Erscheinungsbild des 2008/2009 umgestalteten U-Bahnhofes Münchner Freiheit symbolisieren. Und das klappt ziemlich gut, denn die gelben Lamellenwände in Verbindung mit blau beleuchteten Säulen und den Spiegeldecken sorgen für eine moderne, strahlend helle Optik. Das Konzept für die Beleuchtung stammt vom Lichtkünstler Ingo Maurer. Auch der Busbahnhof an der Oberfläche ist einen Besuch wert. Das von 18 dünnen Stützbalken getragene weiße Dach mit lindgrünen Elementen ist ein Blickfang im Herzen Schwabings geworden.

Olympia-Einkaufszentrum: Funkelnder Edelstahl

U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum


Im Zwischengeschoss des U-Bahnhofs Olympia-Einkaufszentrum stoßt Ihr auf jede Menge funkelnden Edelstahl. Die Hintergleiswände des U-Bahnhofes sind mit lauter kleinen Metall-Pyramiden versehen, die das auftreffende Licht in mehrere Richtungen reflektieren. Das Ergebnis ist ein visuelles Erlebnis der besonderen Art. Fahrt bei der nächsten Shopping-Tour also auf jeden Fall mit der U-Bahn zum OEZ - es lohnt sich.

Marienplatz: Rote LED-Decken

Zwischengeschoss im U-Bahnhof Marienplatz


An die Umbaumaßnahmen im Zwischengeschoss des Marienplatzes kann sich sicher noch der ein oder andere erinnern, immerhin ist er der am stärksten frequentierte U-Bahnhof der Landeshauptstadt. Von 2011 bis 2015 wurden hier neue Boden-, Decken- und Wandverkleidungen installiert und die Verkaufsstände an den Rand des Sperrengeschosses verlegt. Auch wurde die komplette Lichtgestaltung mit LED-Beleuchtung und roten Deckenpanelen in Zusammenarbeit mit Lichtdesigner Ingo Maurer erneuert. Das Ziel, den Untergrund hell, freundlich und übersichtlich zu gestalten, ist somit jedenfalls geglückt - und die neue, leuchtend rote Farbgebung im Zwischengeschoss ist definitiv auffällig.

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