Schönheiten unter der Erde: 9 besondere U-Bahn-Stationen

Die U-Bahnhaltestelle Westfriedhof

Entdeckt digital Münchens schönste U-Bahnhöfe

Im Untergrund blüht es und ein Labyrinth wartet auf Euch: Kommt mit auf einen digitalen Foto-Streifzug durch den Münchner Untergrund, denn hier schlummert so mancher Schatz.

Verschärfte Corona-Regeln in Bayern verlängert

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat Bayern verschärfte Corona-Maßnahmen beschlossen, die seit dem 2. November gelten und vorerst bis zum 20. Dezember verlängert wurden. Seit 1.12. gelten zudem weitere Verschärfungen bei den Kontaktbeschränkungen und eine Ausweitung der Maskenpflicht.

Zu den weiteren Maßnahmen gehören u.a.: Gastronomiebetriebe bleiben weiter geschlossen, ausgenommen sind Lieferdienste und Abholmöglichkeiten. Groß-, Einzelhandel und Supermärkte bleiben unter Auflagen geöffnet. Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeitgestaltung dienen, sind weiter untersagt.


Westfriedhof: Lichtinstallation von Ingo Maurer

Mit coolem Industrial-Chic beeindruckt der U-Bahnhof Westfriedhof (Foto). Denn der ist - vor allem wegen der innovativen Beleuchtung - nicht umsonst eines der beliebtesten Fotomotive im Münchner Untergrund. Das Lichtkonzept stammt vom Designer Ingo Maurer, der unter anderem auch am Bahnhof Münchner Freiheit für die Beleuchtung sorgte. 11 überdimensionale Lampen erstrahlen in den Farben rot, gelb und blau und sorgen für warmes und außergewöhnliches Licht. Zusammen mit den rauen Wänden strahlt dieser Bahnhof ein Ambiente aus, das man so ähnlich auch in New York finden könnte.

Josephsburg: So satt können Wände leuchten

U-Bahnhaltestelle Josephsburg

Die Verlängerung der U2 bis zur Messestadt Ost hat München eine ganze Reihe richtig toller U-Bahnhöfe beschert. Der wohl größte Hingucker ist die 1999 eröffnete Station Josephsburg in Berg am Laim: Die in sattem Rot gestrichenen Wände, das Schachbrettmuster am Boden und die bunten Glasplatten an der Decke. Zusätzlich kommen an beiden Bahnsteigenden kein Tageslicht in den Untergrund. 

Moosach: Flower-Power

U-Bahnhof Moosach

Flower-Power der anderen Art gibt es im Moosacher Bahnhof - dort zieren gigantische Blumen die Wand. Um die Riesenmotive möglichst detailgetreu nachzubilden, hat der Münchner Künstler Martin Fengel Pflanzen und Blüten in Moosach fotografiert und sich von ihnen inspirieren lassen. Die sonst ganz in weiß gehaltenen Wände, der auffallend helle Bahnsteigboden und die zahlreichen Hängelampen sorgen für optimale Ausleuchtung und ein angenehmes Ambiente. Übrigens: Der benachbarte Bahnhof Moosacher St.-Martins-Platz wurde ähnlich hell gestaltet und beeindruckt mit einem Mosaik aus 76.200 Fotos, die alle in Moosach aufgenommen wurden.

Bilder: So schön leuchtet München im Untergrund

Candidplatz: Regenbogen und leuchtende Farben

U-Bahnhof Candidplatz

Den U-Bahnhof am Candidplatz strahlt aus mehreren Gründen: Zum einen liegt er direkt in einer Kurve, zum anderen ist er von vorne bis hinten in so ziemlich jeder Farbe gestrichen, die einem Maler zur Verfügung steht. Willkommen im Regenbogen-Land!

Kein Wunder, ist doch der Bahnhof wie der darüberliegende Platz nach dem Künstler Peter Candid benannt, der unter anderem die Residenz mitgestaltete. Der bunte Mix an den Wänden zieht sich von Nord nach Süd über den gesamten Bahnsteig. Auch die Decke lässt sich nicht lumpen: Diese wurde nämlich für einen großen Hauptwasserkanal "hutförmig" gestaltet und setzt auch nochmal einen besonderen Akzent.

Oberwiesenfeld: Aluminium-Labyrinth

U-Bahnhof Oberwiesenfeld

Etwa 11 Meter unter der Erde nördlich des Olympiaparks gibt es ein Labyrinth. Dieses in schwarz/weiß gehaltene Muster aus Aluminium-Paneelen zeigt ein geometrisches Muster, das Euch garantiert Knoten in die Sehnerven macht. Die Nordwand dagegen besteht aus orangefarbenen Paneelen und soll das Orange der Olympialinie symbolisieren. Abgerundet wird das helle und offene Gesamtbild durch den säulenlosen Bahnsteig sowie 16 Oberlichter.

Georg-Brauchle-Ring: Tonnenweise Metall

U-Bahnhof Georg-Brauchle-Ring

Auf den ersten Blick sehen die Wände der Station am Georg-Brauchle-Ring aus wie ein Fernsehtestbild von früher. Aber wenn Ihr genauer hinseht, erkennt Ihr schnell, dass es sich bei den bunten Rechtecken um Metalltafeln handelt. 400 Stück davon hängen im Bahnhof, jede davon wiegt 135 Kilogramm. Dazwischen hat der Künstler Franz Ackermann Malereien, Post- und Landkarten eingesetzt - so etwas gibt es nirgendwo anders auf der Welt. Der Bahnsteig selbst ist relativ schlicht und geradlinig gehalten und kommt komplett ohne Deckenstützen aus.

Video: Fahrt auf der U1 im Zeitraffer

Einige besonders sehenswerte Bahnhöfe wie Candidplatz, Westfriedhof oder Olympia-Einkaufszentrum befinden sich auf der Linie U1. In diesem Video könnt Ihr alle Stationen im Zeitraffer kennenlernen.

Münchner Freiheit: Bunte Lichtspiele

U-Bahnhof Münchner Freiheit

Helligkeit, Transparenz und Lebendigkeit soll das Erscheinungsbild des 2008/2009 umgestalteten U-Bahnhofes Münchner Freiheit symbolisieren. Und das klappt ziemlich gut, denn die gelben Lamellenwände in Verbindung mit blau beleuchteten Säulen und den Spiegeldecken sorgen für eine moderne, strahlend helle Optik. Das Konzept für die Beleuchtung stammt ebenfalls vom Lichtkünstler Ingo Maurer. 

Olympia-Einkaufszentrum: Funkelnder Edelstahl

U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum

Im Zwischengeschoss des U-Bahnhofs Olympia-Einkaufszentrum stoßt Ihr auf jede Menge funkelnden Edelstahl. Die Hintergleiswände des U-Bahnhofes sind mit lauter kleinen Metall-Pyramiden versehen, die das auftreffende Licht in mehrere Richtungen reflektieren. Das Ergebnis ist ein visuelles Erlebnis der besonderen Art. 

Marienplatz: Rote LED-Decken

Zwischengeschoss im U-Bahnhof Marienplatz

An die Umbaumaßnahmen im Zwischengeschoss des Marienplatzes kann sich sicher noch der ein oder andere erinnern, immerhin ist er der am stärksten frequentierte U-Bahnhof der Landeshauptstadt. Von 2011 bis 2015 wurden hier neue Boden-, Decken- und Wandverkleidungen installiert und die Verkaufsstände an den Rand des Sperrengeschosses verlegt. Auch wurde die komplette Lichtgestaltung mit LED-Beleuchtung und roten Deckenpanelen in Zusammenarbeit mit Lichtdesigner Ingo Maurer erneuert. Das Ziel, den Untergrund hell, freundlich und übersichtlich zu gestalten, ist somit jedenfalls geglückt - und die aktuelle, leuchtend rote Farbgebung im Zwischengeschoss ist definitiv auffällig.

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