Münchens Wahrzeichen aus dem 15. Jahrhundert

Münchner Frauenkirche: Alle Infos zu Dom, Türmen und Teufelstritt

Der Dom „Zu Unserer Lieben Frau“ ist das unverwechselbare Wahrzeichen der Stadt München. Wir haben zusammengefasst, was Ihr über die Frauenkirche wissen müsst.

Adresse und Öffnungszeiten

Frauenplatz 1 , 80331 München

Öffnungszeiten

  • Mo 08:00 - 20:00
  • Di 08:00 - 20:00
  • Mi 08:00 - 20:00
  • Do 08:00 - 20:00
  • Fr 08:00 - 20:00
  • Sa 08:00 - 20:00
  • So 08:30 - 20:00

Hinweis: Regelmäßige Kirchenführungen: Werktags von Montag - Samstag (ausgenommen Feiertage), finden jeweils um 11:30 Uhr statt.

Die Münchner Frauenkirche von oben
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Video: Ein Rundgang durch die Münchner Frauenkirche

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Wissenswertes zur Münchner Frauenkirche auf einen Blick

  • Der Münchner Frauendom ist eine spätgotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert.
  • Seine beiden charakteristischen Türme messen knapp 100 Meter.
  • Der Südturm ist für Besucher geöffnet und bietet einen Ausblick über die ganze Stadt.
  • Auch von Innen ist die Kirche außerhalb der Gottesdienste für Publikum zugänglich.
  • Zu den Highlights für Besucher zählen das Wittelsbacher-Denkmal, die Bischofsgruft, und der Teufelstritt.
  • Mehr Infos zu den Öffnungszeiten
  • Die Termine für Messen

Die Türme der Frauenkirche: Das Wahrzeichen der Stadt

Die Türme der Münchner Frauenkirche.
Michael Hofmann

Die Türme der Frauenkirche sind heute das Wahrzeichen der Stadt München. Ihre charakteristischen "Welschen Hauben" wurden ihnen aber erst 36 Jahre nach der Fertigstellung der Kirche aufgesetzt.

Südturm:

  • Der Südturm ist für Besucher als Aussichtspunkt zugänglich
  • Er misst stolze 98,45 Meter.
  • In diesem Turm läuten sieben riesige Glocken.

Nordturm:

  • Mit 98,57 Meter ist der Nordturm minimal höher.
  • Im Turm hängen insgesamt drei Glocken.
  • Hier findet man auch noch das mittelalterliche Tretrad aus der Bauzeit.

Turmaufstieg: Höchster Aussichtspunkt in der Altstadt

Ausblick von der Frauenkirche auf den Marienplatz
Michael Hofmann
Ausblick von der Frauenkirche auf den Marienplatz

Zehn Jahre lang wurde der Südturm renoviert, weshalb er auch als Aussichtspunkt nicht zugänglich war. Seit März 2022 gelangen Besucher*innen über eine Wendeltreppe und einen Fahrstuhl wieder in die Turmstube. In fast 99 Meter Höhe erwartet sie dort eine Rundumsicht aus 16 Fenstern auf München und die Alpen.

Die Öffnungszeiten sind täglich von 10 bis 17 Uhr (sonn- und feiertags ab 11:30 Uhr). Der Eintritt kostet für Erwachsene 7,50 Euro, für Kinder bis 7 Jahren 5,50 Euro. Kinder unter 7 Jahren müssen keinen Eintritt zahlen. Tickets sind im Domshop erhältlich.

Die gotische Architektur der Frauenkirche

Die Münchner Frauenkirche von Innen.
Katy Spichal

Die Frauenkirche ist eine spätgotische, dreischiffige Hallenkirche. Das Kirchenschiff ist 109 Meter lang, 40 Meter breit und 37 Meter hoch und bietet 2.000 Menschen Platz.

Typisches Zeichen der Gotik sind die nach oben strebenden Pfeiler im Inneren der Kirche. Die weißen Pfeiler und die hellen Gewölberippen schaffen zusammen mit den bunten Glasfenstern einen hellen und offenen Eindruck.

Innenausstattung und Kunst

Die Automatenuhr in der Münchner Frauenkirche.
Katy Spichal

Die Innenausstattung der Kirche ist im Vergleich zu anderen gotischen Bauwerken schlicht. Den Altarbereich krönen zwölf Reliefs aus dem Lebensweg der Gottesmutter und das exponierte Standbild Maria Immaculata. Gemälde beschränken sich auf Darstellungen von Maria mit Kind sowie Jesus als Schmerzensmann mit Wunden.

Zudem könnt Ihr im Inneren des Doms viele unterschiedlich ausgestaltete Seitenkapellen, Altäre, Bildwerke und Epitaphien sind im Inneren des Doms zu bestaunen, ebenso wie eine Automatenuhr aus dem 16. Jahrhundert.

Wittelsbacher-Denkmal und Bischofsgruft

Das Kenotaph für den 1347 gestorbenen Kaiser Ludwig den Bayern
Katy Spichal

Die überaus prunkvolle Gedenkstätte an den großen Wittelsbacher ist kaum zu übersehen und reich verziert mit Bronzefiguren und Symbolen. Eine große Kaiserkrone an der Spitze des Prunkgehäuses erinnert an die Kaiserwürde Ludwig des Bayern.

Unterhalb des Doms liegt die Bischofsgruft. Einige Mitglieder des Adelshaus Wittelsbach, aber auch die Erzbischöfe von München und Freising sind dort begraben.

Die Legende vom Teufelstritt

Der Teufelstritt in der Münchner Frauenkirche.
Katy Spichal

Der berühmte Fußabdruck in der Eingangshalle stammt der Legende nach vom Teufel höchstpersönlich. Er hatte mit dem Baumeister um dessen Seele gewettet, dass in der Kirche kein Fenster zu sehen ist. An besagter Stelle konnte er zunächst in der Tat keine Fenster sehen, da sie von den Säulen verdeckt werden. Vor Freude über die scheinbare Dummheit der Menschen stampfte er auf und hinterließ im Boden seinen Fußabdruck.

Als der Teufel jedoch einen weiteren Schritt nach vorne wagte, entdeckte er die Fenster und sah, dass er getäuscht wurde. Wütend verwandelte er sich in Wind und wollte den Bau zerstören. Er versucht es wohl noch immer, denn wer in die Nähe des Doms kommt oder ihn betritt, spürt stets eine leichte Brise.

Orgelkonzerte und Dommusik

Die Frauenkirche gibt regelmäßig Orgelkonzerte, hat mehrere Chöre und eine eigene Domsingschule. Die große Hauptorgel ist eine von vier Orgeln des Doms, die aus der Werkstatt Georg Jann (Alkhofen bei Regensburg) stammen. Die Dommusik ist an Sonn- und Feiertagen und zu besonderen Anlässen zu hören.

Die Baugeschichte des Münchner Wahrzeichens

Bereits seit 1240 stand am Rande der früheren Residenz eine Kirche, die von den Wittelsbachern errichtet wurde. Mit dem Wachstum von Stadt und Bevölkerung wurde im 15. Jahrhundert entschieden, eine neue, repräsentativere Kirche zu errichten.

Den Auftrag für den Backstein-Bau erhielt der Münchner Baumeister Jörg von Halspach (auch Jörg Ganghofer genannt). Von der Grundsteinlegung im Jahre 1468 bis zur Vollendung der Kirche vergingen nur 20 Jahre - zur damaligen Zeit ein zügiger Baufortschritt.

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