Kunde von muenchen.de
Foto: Valentin Karlstadt Musäum

Valentin Karlstadt Musäum

Top-Sehenswürdigkeiten | Altstadt-Lehel
Sa geöffnet 11:00 - 18:00 (Bitte Hinweise beachten)
Von 24.12.- 26.12. und am 1.1. geschlossen

Valentin-Karlstadt-Musäum in München: Infos zu Ausstellungen, Führungen und Café

Valentin-Karlstadt-Musäum – ein Kleinod der ganz besonderen Art

„An jedem Eck a Gaudi!“: Im Valentin-Karlstadt-Musäum ermöglichen skurrile und kuriose Objekte und Zeugnisse einen Einblick in das Leben und Werk der beiden Ausnahme-Komiker.

In Kooperation mit dem Kulturreferat und den Museen

Dieser Beitrag über die Münchner Museen wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert und ist in Kooperation mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern konzipiert worden. Die Inhalte wurden zwischen den beteiligten Museen und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

Warum lohnt sich ein Besuch im Valentin-Karlstadt-Musäum?

Valentin Karlstadt Musäum, Foto: Valentin Karlstadt Musäum
Foto: Valentin Karlstadt Musäum Lachen erwünscht: Das Valentin-Karlstadt-Musäum ist eine Hommage an Münchens berühmteste Komiker

Lachen erlaubt und erwünscht! Das Valentin-Karlstadt-Musäum im Isartor ist eine Hommage an die Komiker Karl Valentin und Liesl Karlstadt. An den skurrilen und besonderen Exponaten erfreuen sich nicht nur Fans.

Was ist geboten? Bilder, Filme, Dokumente: Eine Mischung aus informativen Einheiten und kuriosen Überraschungen präsentieren das Leben und Wirken des Münchner Komikers Karl Valentin und seiner kongenialen Partnerin Liesl Karlstadt. Zudem zeichnet eine umfangreiche Volkssänger-Ausstellung die Entwicklung der ersten Popkultur Münchens nach.

Was ist das Besondere? Es ist ein besonderes Museum an einem besonderen Ort: Im Münchner Isartor. Vom Winter-Zahnstocher über den seltenen Beamtenschweiß bis zur geschmolzenen Schneeplastik lassen sich viele besondere Details entdecken.

Valentin-Karlstadt-Musäum: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

  • Lage: Direkt im Isartor, dem Einlasstor der Stadt München, im Tal
  • Museums-Kategorie: Kultur
  • Kinderprogramm: Kindermatinee mit Märschenerzählungen und Musik in unregelmäßigen Abständen
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1 bis 7 Stunden (mit Besuch des Turmstüberls)
  • Anfahrt: Bus 132, S-Bahn sowie Tram 16 und 18 bis Isartor
  • Parken: Parkgarage Rieger City und das Isarparkhaus
  • Ausstellung: Objekte und Absurditäten aus Valentins Leben

    , Foto: Valentin Karlstadt Musäum
    Foto: Valentin Karlstadt Musäum Historisches und Kurioses: Im Valentin Karlstadt Musäum gibt's eine gute Mischung

    Das Isartor, einst wichtigstes Tor in die Stadt, beherbergt seit 1959 das Valentin-Karlstadt-Musäum. Leben und Wirken von Karl Valentin und seiner kongenialen Partnerin Liesl Karlstadt werden in der Dauerausstellung durch eine Mischung aus informativen Einheiten und kuriosen Überraschungen präsentiert. Was ihr sehen müsst:

    • Persönliche Zeugnisse und Gegenstände: Originaldokumente, Fotografien, Postkarten und vieles mehr geben einen lebendigen Einblick in Karl Valentins Leben.
    • Kuriositäten und dem Valentinschen Panoptikum nachempfundene Objekte wie der legendäre Winter-Zahnstocher und die geschmolzene Schneeplastik.
    • Die zahlreichen Ton- und Filmdokumente: Im hauseigenen Kino werden die Multimedia-Genies Liesl Karlstadt und Karl Valentin wieder lebendig.

    Die ebenfalls dauerhafte Volkssängerausstellung zeigt die Entwicklung der ersten "Popkultur" Münchens. Voraussetzung hierfür war das neue Phänomen Freizeit und das ungestillte Bedürfnis nach Vergnügen. Ihren Ursprung findet sie in der Vorstadt, damals Elendsviertel. Ein Stadtplan des Vergnügens gibt einen topografischen Überblick über die Vergnügungsstätten in München.

    Zudem finden regelmäßige Sonderausstellungen statt: Sie widmen sich den Bereichen Bildende Kunst, Comic und Karikatur, Geschichte, Kunstgeschichte Fotographie, u.a. mit Bezug (auch im weiteren Sinne) zur Kunst und zur Biographie von Karl Valentin, Liesl Karlstadt, den Münchner Volkssänger*innen und auch dem Gebäude des Isartores selbst.

    Führungen, Veranstaltungen und Kinderprogramm

    , Foto: Valentin Karlstadt Musäum
    Foto: Valentin Karlstadt Musäum Eine humorvolle Führung begleitet euch alle 14-Tage durch die Ausstellungen
    • Offene Führungen werden jeden 2. (geraden) Samstag um 15:01 Uhr angeboten. Auch individuelle Führungen für bis zu 25 Personen sind buchbar.
    • Große Kunst auf kleinem Raum: Jeden ersten Freitag im Monat präsentieren sich im Turmstüberl junge aber auch bereits etablierte Künstler mit ihren Programmen aus Musik, Lesungen und Kabarett.
    • In der Reihe „Neues aus München - Hie und da am Donnerstag“ legt das Valentin-Karlstadt-Musäum den Schwerpunkt auf Musik aus München – ein bunter Mix von Künstlern, die aus der Reihe fallen
    • Turmsingen: Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat, das das monatliche Turmsingen mit Liedern und Couplets aus der Münchner Volkssängerzeit veranstaltet. Jeder 2. Montag in den Monaten Januar/März/Mai/Juli/September/November.
    • Kindermatinee: In unregelmäßigen Abständen, jeweils an einem Sonntag, finden die Märchenerzählung von und mit Stefan Murr und Heinz-Josef Braun auf bairisch mit Musik statt.

    Hauseigenes Kino zeigt Valentin-Filme

    Im hauseigenen Kino werden die beiden frühen Multimediagenies und Pioniere des deutschen Films wieder lebendig: Nach Programm laufen dort während des Museumsbetriebs Valentin-Filme in voller Länge. Ergänzt wird diese Abteilung durch eine Hörstation mit 16 Titeln sowie eine Diaschau mit Valentins komischer Reklame.

    Um Liesl Karlstadts Wirken nach Valentins Tod 1948 genauer zu beleuchten, wurde eine Tonstation mit Ausschnitten aus ihren Radioserien installiert. Zudem ist hier auch der erste Werbefilm für das deutsche Fernsehen – eine Persilwerbung 1956 – mit Karlstadt als Protagonistin zu sehen.

    Café Turmstüberl und Museumskiosk

    , Foto: Valentin Karlstadt Musäum
    Foto: Valentin Karlstadt Musäum Das Museumscafé "Turmstüberl" liegt direkt unter dem Dach des Isartors

    Höhepunkt eines jeden Musäumsrundgangs ist ein Besuch des Café Turmstüberl unter dem Dach des südlichen Isartorturms. Eines der schönsten Cafés von München, mit Blick ins Tal lädt zum Verweilen ein, bei einem Haferl Kaffee und Schmalznudeln oder einem kühlen Weißbier und frischen Weißwürscht.

    Möbliert mit den originalen Thonet-Stühlen aus dem legendären Szenecafé "Stefanie" oder "Größenwahn", wie es im Volksmund hieß, ist noch das Flair der Altschwabinger Bohème zu spüren. Über Jahre hinweg, trug sich hier eine weitere Sammlung mit Preziosen und Münchner Originalen zusammen.

    Im kleinen Museumskiosk finden erwartet euch alles zu und über Karl Valentin, Liesl Karlstadt und die Münchner Volkssänger: Literatur, CDs, Filme auf DVD, den Musäumskatalog "An jedem Eck a Gaudi", Postkarten mit den beliebtesten Valentin-Sprüchen, T-Shirts, kleine Souvenirs, aber auch Einzigartiges wie den berühmten Winter-Zahnstocher. Handgefertigt, gibt es diesen nur im Valentin-Karlstadt-Musäum zu erwerben

    Eintrittspreise

    • Erwachsene: 2,99 Euro
    • Kinder, Schüler, Studenten: 1,99 Euro
    • Familienkarte: 6,99 Euro – "Diese Karte erlaubt Eltern mit ihren Kindern bis 16 Jahren (verheiratet, unverheiratet, mit oder ohne Vater, auch mit oder ohne Mutter, aber nur ohne Kaugummi und Limo) den Eintritt ins Valentin-Karlstadt-Musäum."
    • Jahreskarte: 29,99 Euro

    "Kinder unter 6 Jahren und 99-Jährige in Begleitung ihrer Eltern haben freien Eintritt."

    Online-Rundgang durchs lustige Museum

    Informationen zum Museum gibt es in den Sozialen Medien (Facebook, Instagram, YouTube) sowie auf dem Saubande-Blog des Valentin-Karlstadt-Fördervereins e.V.

    Dank der virtuellen 360-Grad-Tour könnt ihr die beiden Komiker und ihre lustigen Exponate jetzt auch digital besuchen - und das rund um die Uhr. Hier geht's zum ganzen Rundgang >>

    Das Isartor: Ein besonderer Ort für ein Museum

    , Foto: Valentin Karlstadt Musäum
    Foto: Valentin Karlstadt Musäum Direkt im Isartor, dem Einlasstor der Stadt München, ist das Valentin-Karlstadt-Musäum zu Hause

    In all den Jahrhunderten gab es für das Isartor viele Pläne, mehrmals sollte es sogar abgerissen werden. König Ludwig I. rettete es 1832 höchstpersönlich vor einem Abriss und ließ es durch Friedrich von Gärtner zum bayerischen Nationaldenkmal umgestalten.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das stark zerstörte Bauwerk notdürftig wiederaufgebaut, 1959 zog das Valentin-Musäum ein. Bis heute passt das Isartor mit seinen verwinkelten Gängen zum schrägen Denken der Protagonisten Karl Valentin und Liesl Karlstadt.

    Zu den Olympischen Spielen 1972 erlebt die Stadt einen beispiellosen Umbau. Das gesamte Umfeld des Isartors wurde umgestaltet, die S-Bahn unter das Tor gegraben. Erneut stand ein möglicher Abriss des Stadttores zur Diskussion. Doch die Stadt München entschloss sich zur umfangreichen Generalsanierung und beauftrage Spezialisten aus Warschau mit der Restauration des Isartores. Auch das Museum wurde im Zuge dieser Maßnahme erweitert, der Nordturm hierfür erschlossen und über einen neuen Wehrgang zugänglich gemacht.

    Barrierefreiheit und Angebote für Menschen mit Behinderung

    Aktuell ist leider keine Barrierefreiheit gegeben. Das Valentin-Karlstadt-Musäum arbeitet daran, dass das Museum barrierefrei umgebaut und erweitert wird.

    • Spezielle Führungen: Führungen für Gehörlose aus dem Programm der "Museum Signers"

    Geschichte des Valentin-Karlstadt-Musäums

    Karl Valentin, Foto: Valentin-Karlstadt-Musäum
    Foto: Valentin-Karlstadt-Musäum Im Musäum erfahrt ihr wirklich alles über das Leben des unverwechselbaren Karl Valentin

    Am 17. September 1959 wurde das Valentin-Musäum eröffnet. Als Einladung hierfür wurde ein vier Kilo schwerer Ziegelstein verschickt. Der Kunstmaler Hannes König richtete es in Eigeninitiative im Südturm des kriegszerstörten und nur notdürftig wiederaufgebauten Isartors mit Hilfe von Künstlerfreunden und der finanziellen Unterstützung von Münchner Bürgerinnen und Bürgern ein. Seit der Eröffnung des Liesl-Karlstadt-Kabinetts 2001, trägt das Valentin-Karlstadt-Musäum den Namen beider Protagonisten. Als Vorbild für die Gestaltung diente Karl Valentins Ritterspelunke, eine Verbindung aus Kellerkneipe, Bühne und Kuriositätenkabinett.

    In den 60er und 70er Jahren entwickelte es sich zur Pilgerstätte für Karl Valentin. Im Zuge der Sanierung des Isartors 1971–1972, wurden Ausstellungsräume im Nordturm geschaffen. Von der Gründung bis 2018 war es ein privat betriebenes Museum. Auch die Sammlung im Valentin-Musäum trug Hannes König zusammen, mit seinem Tod vermachte er sie der Stadt München. Die Sammlung umfasst neben zahlreichen Archivalien zu Karl Valentin, Liesl Karlstadt und den Münchner Volkssängern u.a. eine Schenkung von Christian Boltanski mit Bildern und Dokumenten aus seinem Werk der 70er Jahre.

    Seit 2004 ist Sabine Rinberger Direktorin des Valentin-Karlstadt-Musäums. Bis zum 31.12.2017 führte sie es als privaten Betrieb, seit 2018 nun als Museum der Landeshauptstadt München. Mit dieser Entscheidung sicherte der Münchner Stadtrat die Zukunft des Museums, unabhängig von Betreibern. Von 2007 bis 2008 wurden die Innenräume saniert und die Ausstellungen neugestaltet.

    Lockerung der Corona-Maßnahmen in München

    Die Bayerische Staatsregierung hat in den vergangenen Wochen umfangreiche Lockerungen bei den Corona-Regeln für den privaten und öffentlichen Raum beschlossen. Seit dem 7. Juni 2021 gelten in Bayern nur noch zwei Inzidenzkategorien ("unter 50" und "zwischen 50 und 100"). Die Kontaktbeschränkungen sind gelockert, Erleichterungen gibt es auch bei Veranstaltungen, Gastronomie, Kultur, Schulen, Kitas und Hochschulen, im Handel und bei Freizeitangeboten.

  • Welche Corona-Maßnahmen in München derzeit gelten
  • Aktuelle Infos und Regelungen für München auf muenchen.de/corona
  • Das könnte euch auch interessieren

    Informationen zur Barrierefreiheit

    7 Bewertungen zu Valentin Karlstadt Musäum

    5
    7 Bewertungen
    • von am
    • von am

      Das Musäum ist eine Münchner Institution, die auch die Münchner immer wieder geniesen sollten! Das kreative Potential der Münchner Volkssängerinnen und Volkssänger, aus dem auch die beiden Namensgeber Karl Valentin und Liesl Karlstadt stammen, wird an diesem Ort gehegt und gepflegt. Alle künstlerischen Programme befinden sich in deren Nachfolge und interpretieren den Geist der Querdenker und Kritiker aus der Unterschicht ganz aktuell. Die moderne Präsentation auf kleinstem Raum überfordert niemand, höchstens durch den Reichtum an Einfällen und Ideen.Das wunderbare Cafe mit seiner alten Originaleinrichtung ist für jeden Besucher ein traumhafter Abschluß! Lassen Sie sich überraschen, mitnehmen und beglücken!

    • von am
    • von am

      Karl Valentin gehört zu München - das ist der eine Grund, dieses Museum wenigstens einmal besucht zu haben. Aber der andere ist: Wenn man empfänglich für das "Um-die-Ecke-denken" ist, dann ist man hier bestens aufgehoben und findet an jeder, aber wirklich jeder Ecke etwas zum Lachen, Schmunzeln, Nachdenken ... ein Gewinn für längere Zeit. Und zum Abschluss noch das Turmcafé, auch das ist ein Highlight für sich ... ;o)

    • von am
    • von am
    • von am

      Wenn man das Museum besucht, hat man die Möglichkeit aus dem Torbogen hinaus in Richtung Tal zu schauen. Allein deswegen sollte man das Museum besuchen, weil das schon etwas besonderes ist, sich auf einmal im Isartor zu befinden. Aber auch das Museum über Karl Valentin und Lisl Karlstadt fand ich sehr interessant.

    X

    CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

    Alle Infos
    Top