Kunde von muenchen.de

Haus der Kunst

Top-Sehenswürdigkeiten | Altstadt-Lehel
So geöffnet 10:00 - 18:00 (Bitte Hinweise beachten)
Geschlossen: 24. und 31. Dezember

Haus der Kunst in München: Aktuelle Ausstellungen, Tipps und Infos

Zeitgenössische Kunst am Englischen Garten: Das Haus der Kunst

Es gehört zu den großen internationalen Kunstmuseen: Das Haus der Kunst zeigt jährlich bis zu sechs wechselnde Ausstellungen der Gegenwartskunst auf Weltniveau.

In Kooperation mit dem Kulturreferat und den Museen

Dieser Beitrag über die Münchner Museen wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert und ist in Kooperation mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern konzipiert worden. Die Inhalte wurden zwischen den beteiligten Museen und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

Warum lohnt sich ein Besuch im Haus der Kunst?

Haus der Kunst München, Foto: Maximilian Geuter
Foto: Maximilian Geuter Außen wie von Innen gibt es für die Besucher*innen im Haus der Kunst immer etwas Neues zu entdecken

Das Haus der Kunst besitzt keine eigene Sammlung, es ist ein reines Ausstellungshaus. Und das ist seine große Stärke: So hat es die Möglichkeit, den wechselnden Programmen viel Raum zu geben.

Was ist geboten? Aktuelle Themen wie Postkolonialismus und Feminismus werden im Haus der Kunst durch wechselnde Ausstellungen beleuchtet. Angesichts der bewegten Geschichte des historischen Gebäudes selbst, erlebt ihr hier ein einmaliges Spannungsfeld zwischen Historie und Gegenwart.

Was ist das Besondere? Podiumsdiskussionen, Künstlergespräche, Workshops: Das Haus der Kunst ist viel mehr als ein Museum. Es versteht sich als Ort des Dialogs und der Wissensvermittlung und lädt ein, sowohl geistig als auch körperlich ganz in die Welt der zeitgenössischen Kunst einzutauchen. Zudem kann man nirgends so schön Kunstpause machen: ob unter den Kronleuchtern der Goldenen Bar, auf der großen Terrasse oder im legendären P1 Club direkt unter dem Museum.


 

Das Haus der Kunst: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

  • Lage: Am Englischen Garten, direkt neben der berühmten Eisbachwelle.
  • Museums-Kategorie: Kunst
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Ca. 1 Stunde (ohne Besuch in der Goldenen Bar)
  • Kinderprogramm: Themenführungen für Eltern mit Kindern, Workshops, kreatives Ferienprogramm und ein Familienatelier. Auch der Kindergeburtstag kann hier gefeiert werden
  • Anfahrt: Bus 100 bis Königinstraße. U 4/5 bis Lehel
  • Parken: Hinter dem Haus der Kunst befindet sich ein großer Parkplatz (gebührenpflichtig)
  • Ausstellungen im Wechsel: So vielfältig ist das Programm

    Museen in München, Foto: Maximilian Geuter
    Foto: Maximilian Geuter Ein kunterbuntes Tarnnetz an der Fassade: Das Haus ist für spektakuläre Außeninstallationen bekannt.

    Ob Louise Bourgeois oder Georg Baselitz: Das Haus der Kunst präsentiert namhafte Kunst der Gegenwart, die in den meterhohen Räumen des Gebäudes hervorragend zur Geltung kommt.

    Eine feste Dauerausstellung gibt es hier nicht, stattdessen wechselt das Ausstellungs-Programm alle paar Monate. Dabei werden stets aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen in den Fokus gerückt und unterschiedliche Standpunkte einbezogen. Ein paar Beispiele:

    • Zwei der größten Publikumserfolge waren zuletzt die Ausstellungen mit Werken von Andreas Gursky (2007) und Ai Weiwei (2009).
    • Während der Fußball-WM 2006 borgte das Haus der Kunst sich den Schriftzug "Allianz Arena" aus (am Stadion war dieser vorübergehend abmontiert worden, da es keinen Sponsorennamen tragen durfte).
    • Von 2010 bis 2012 fand mit der "Highlights – Internationale Kunstmesse München" eine renommierte Kunsthandelsmesse im Haus der Kunst statt.
    • Die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg überlebte das direkt am englischen Garten gelegene Gebäude einst mit echten Tarnnetzen. im Jahr 2012 brachte der Schweizer Konzeptkünstler Christian Philipp Müller deshalb ein buntes Tarnnetz zurück an die Fassade.

    Schaut euch die Ausstellung "Phyllida Barlow. frontier" an

    , Foto: Phyllida Barlow_untitled: 11 awnings, 2013Collection of the artist, London
    Foto: Phyllida Barlow_untitled: 11 awnings, 2013Collection of the artist, London

    Vergängliche Kunst aus Schrott und Beton: Noch bis zum 25. Juli widmet sich das Haus der Kunst der britischen Bildhauerin und Künstlerin Phyllida Barlow (*1944) und ihren Werken seit den 1960er Jahren. Rund 100 monumentale Skulpturen setzen sich mit Witz und Experimentierfreude mit dem Material auseinander: Alltäglicher Abfall oder Reste aus der Industrie.

    Sammlung Goetz im Haus der Kunst

    Im ehemaligen Luftschutzkeller des Gebäudes werden seit April 2011 Film- und Medienkunstwerke aus der Sammlung Goetz gezeigt - einer der bedeutendsten Medienkunstsammlungen in Deutschland, deren Ausstellungsräume sich normalerweise im Stadtteil Oberföhring befinden.

    Die präsentierten Werke wechseln halbjährlich und setzen unterschiedliche thematische Schwerpunkte.

    Archiv Galerie: Besichtigt die bewegte Geschichte des Hauses

    Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
    Foto: Jens Weber, München Das Haus der Kunst setzt sich bis heute intensiv mit seiner NS-Vergangenheit auseinander

    Das Haus der Kunst hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Der Bau des Museums wurde ursprünglich von Adolf Hitler beauftragt, um ein “Haus der Deutschen Kunst” zu schaffen. Während der NS-Herrschaft zeigten die Ausstellungen Propaganda- und Kitsch-Kunst, alles Moderne wurde verbannt.

    Wer sich damit genauer auseinandersetzen möchte, kann in der Mittelhalle die kostenlos zugängliche "Archiv Galerie" besichtigen. Einrichtungsgegenstände und Displays dokumentieren hier eindrucksvoll die Vergangenheit des Hauses der Kunst.

    Führungen und Formate

    Ein kostenloser Audioguide zur Ausstellung ist im Eintrittspreis bereits enthalten. Zudem bietet das Haus der Kunst viele verschiedene Führungs-Formate an. Hierzu zählen:

    • Ausstellungsführungen auf Deutsch und Englisch
    • Kurator*innenführungen: Informationen zum Ausstellungskonzept aus erster Hand 
    • "Kunst nach Feierabend", "Kunst-Cocktail" und "Kunst, Kaffee & Kuchen" (mit anschließendem Snack und Getränk in der Goldenen Bar)
    • "Crashkurs - Dialog über zeitgenössische Kunst": Inklusive Chance, mit erfahrenen Kunstvermittler*innen ins Gespräch zu kommen
    • Private Führungen für Gruppen und Schulklassen.

    Angebote und Ferienprogramme für Kinder und Jugendliche

    , Foto: Conny Mirbach
    Foto: Conny Mirbach Auch die ganz Keinen haben Spaß am Haus der Kunst

    Das Haus der Kunst bietet ein großes Programm für kleine Kunstfreunde. Kunstpädagogen und Künstler betreuen unter anderem folgende Formate, bei denen Kinder und Jugendliche sich kreativ ausleben dürfen:

    • Themenführung "Kind hört mit" (für Eltern mit Baby / Kleinkind)
    • Workshops für Kinder und Jugendliche
    • Workshops für Schulen und Kitas
    • Ein Familienatelier
    • Kreative Ferienprogramme wie z.B. Filmkurse
    • Kindergeburtstag feiern im Museum

    Gastronomie: Goldene Bar im Haus der Kunst

    , Foto: Alescha Birkenholz
    Foto: Alescha Birkenholz Die Goldene Bar lädt mit ihren Kronleuchtern standesgemäß zur "Kunstpause" ein
    • Im rückwärtigen Teil des Gebäudes empfängt die Goldene Bar ihre Gäste in historischem Ambiente – und das nicht nur zu Museumszeiten.
    • Im Keller des Hauses befindet sich zudem Münchens bekannteste Disco: Das P1

    Eintrittspreise: Kostenlos an jedem ersten Donnerstag im Monat

    Tageskarte für alle Ausstellungen: 14 Euro, ermäßigt 10 Euro

    • Ostflügel: 11 Euro, ermäßigt 8 Euro
    • Nordgalerie: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro
    • Sammlung Goetz: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
    • Archiv Galerie: Eintritt frei

    Familienticket: 24 Euro (zwei Erwachsene mit Kindern / Jugendlichen)

    Jahreskarte: Single 50 Euro, Partner 90 Euro

    Freier Eintritt: An jedem ersten Donnerstag im Monat zwischen 18 und 24 Uhr

    Ausstellungseröffnungen, Vorträge und Workshops

    • Zu Beginn jeder neuen Ausstellung veranstaltet das Haus der Kunst eine Eröffnungsfeier mit entsprechendem Programm.
    • Zudem bietet das Museum regelmäßige Künstler*innengespräche, Podiumsdiskussionen, Workshops, Seminare und Filmvorführungen für Kunstinteressierte an.

    Museumsbuchhandlung und historisches Archiv

    , Foto: Wilfried Petzi
    Foto: Wilfried Petzi Das historische Archiv dokumentiert die bewegte Geschichte des Hauses
    • Die Museumsbuchhandlung von Walther König greift in ihrem wechselnden Sortiment an Kunst-, Design- und Kinderbüchern Themen von aktuellen Ausstellungen auf.
    • Seit 2005 steht Forschenden auch das Historische Archiv des Hauses zur Verfügung. Hier kann man Quellenmaterial des Ausstellungsbetriebs seit den 1930er Jahren einsehen.

    Online-Angebot: #HDKfromHome

    • Ein Museums-Blog bietet zahlreiche Infos rund um die aktuellen und kommenden Ausstellungen sowie anschauliche Video-Tutorials, um selbst kreativ zu werden.
    • Auf dem offiziellen YouTube Kanal werden Vorträge, Künstler*innengespräche, Kurator*inneninterviews und Performances zu allen Ausstellungen hochgeladen.
    • Zudem habt ihr die Möglichkeit, die laufenden Ausstellungen in Form eines Online-Audio-Rundgangs auch zu Hause zu erleben.

    Barrierefreiheit und Angebote für Menschen mit Behinderung

    Der Museumseingang an der Prinzregenstraße ist über eine Rampe barrierefrei erreichbar. Ein Aufzug bietet Zugang zu allen Etagen inklusive Museumsshop und der „Goldenen Bar“.

    • Zwei Behinderten-Parkplätze stehen hinter dem Haus der Kunst zur Verfügung.
    • Rollstuhlgerechte Toiletten befinden sich im Erdgeschoss.
    • Spezielle Führungen: Inklusionsführungen in Gebärdensprache

    Historie: Das Haus der Kunst im Wandel der Zeit

    Haus der Kunst München, Foto: Maximilian Geuter
    Foto: Maximilian Geuter Das historische Gebäude ist heute ein internationales Zentrum moderner Kunstausstellungen

    Seit seiner Eröffnung 1937 als „Haus der Deutschen Kunst" diente das Gebäude der nationalsozialistischen Kunstpolitik und wurde zu deren wichtigster Institution. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die amerikanische Armee das Gebäude zunächst als Offizierskasino, schon seit 1946 fanden aber auch immer wieder Kunstausstellungen statt. Seither hat sich das Haus der Kunst in ein internationales Zentrum moderner Kunstausstellungen gewandelt und zählt heute zu den renommiertesten Museen für Gegenwartskunst der Welt.

    Lockerung der Corona-Maßnahmen in München

    Die Bayerische Staatsregierung hat in den vergangenen Wochen umfangreiche Lockerungen bei den Corona-Regeln für den privaten und öffentlichen Raum beschlossen. Seit dem 7. Juni 2021 gelten in Bayern nur noch zwei Inzidenzkategorien ("unter 50" und "zwischen 50 und 100"). Die Kontaktbeschränkungen sind gelockert, Erleichterungen gibt es auch bei Veranstaltungen, Gastronomie, Kultur, Schulen, Kitas und Hochschulen, im Handel und bei Freizeitangeboten.

  • Welche Corona-Maßnahmen in München derzeit gelten
  • Aktuelle Infos und Regelungen für München auf muenchen.de/corona
  • Das könnte euch auch interessieren

    Informationen zur Barrierefreiheit

    7 Bewertungen zu Haus der Kunst

    5
    7 Bewertungen
    • von am

      I have seen two excellent exhibitions: Blind Faith and Kiki Smith, both very impressive.

    • von am
    • von am

      Eines meiner absoluten Lieblingsmuseen in München, mit viel Bewegung im Ausstellungsprogramm. Regelmäßig sind hier Werke von Künstlern von Weltrang zu sehen. Mit dem vom neuen Chef Okwui Enwezor angestossenen Relaunch der Designsprache des Hauses ist das Haus der Kunst noch attraktiver geworden. Heißer Tipp für vor, während oder nach der Ausstellung: Die Goldene Bar im rückwärtigen Gebäudeteil, zum Snacken, Kaffeetrinken. Auch am Abend schwer zu empfehlen, regelmäßig legen stadtbekannte DJs auf, vor allem im Sommer auf der Terrasse.

    • von am

      Das Haus der Kunst hat durch den neuen Direktor Okwui Enwezor einen generellen Wandel erfahren. Neben der Veränderung des Designs, bzw. der CI hat sich das Ausstellungskonzept grundsätzlich geändert. Die teilweise sehr konzeptionellen Ausstellungen sind sicherlich manchmal keine leichte Kost, denn es geht hier nicht darum schöne Bilder anzusehen. Ich finde die Ausstellungen teilweise sehr politisch, auf eine sehr hintergründige Art erfahren wir durch die Künstler gesellschaftliche Aspekte und Reflexionen. Die letzten Ausstellungen die ich gesehen habe, wie z.B Richard Artschwager, Lorna Simpson und Ellen Galagher haben mich sehr beeindruckt und angeregt. Daher kann ich jedem einen Besuch dort sehr empfehlen!

    • von am

      Ich hab mir letztes Jahr eine Ausstellung hier angeschaut. Die Räume sind hoch und die Bilder kommen perfekt zur Geltung. Überhaupt finde ich die Auswahl der Ausstellungen sehr gelungen. Eine interessante Abwechslung, oft politisch aufgeladen. Außerdem bekommt man nicht nur Bilder oder Skulpturen zu sehen sondern erfährt noch viel zur Geschichte und den Umständen.

    • von am

      Meiner Meinung nach eines der schönsten Museen in München. Problem für mich hier nur, dass es Sonntags nicht wie die meisten Museen 1€ kostet, sondern der volle Preis verlangt wird. Empfinde ich als Besuchs-Hinderniss. Führungen fand ich bisher auch sehr gut und professionell, auch Freunde die mit Kunst nicht viel am Hut haben waren durchaus begeistert - ist aber alles Ausstellungs- und Interessenabhängig.

    • von am

      Also alles in allem sehr erquickend ^^

    X

    CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

    Alle Infos
    Top