Foto: Stadt Dachau

KZ-Gedenkstätte Dachau

Museen | Dachau-Ost
Do geöffnet 09:00 - 17:00 (Bitte Hinweise beachten)
Geschlossen: 24.12.

KZ-Gedenkstätte Dachau

KZ-Gedenkstätte Dachau mit Fahne, Foto: Stadt Dachau
Foto: Stadt Dachau

Im Jahr 1965 wurde auf dem Gelände des früheren Konzentrationslagers die KZ-Gedenkstätte Dachau errichtet. Neben Originalschauplätzen erinnern auch ein Museum, ein Archiv und eine Bibliothek an die Opfer des NS-Terrors.

Das Konzentrationslager Dachau

Wachturm auf der KZ Gedenkstätte Dachau, Foto: K3S / Shutterstock.com
Foto: K3S / Shutterstock.com

1933, im selben Jahr, als Hitler sich zum Reichskanzler ernannte, wurde das Lager in Dachau als erstes Konzentrationslager in Deutschland von Heinrich Himmler in Auftrag gegeben. Der Kommandant Theodor Eicke war maßgeblich für die Lagerorganisation verantwortlich, die zum Vorbild für alle späteren Konzentrationslager werden sollte. Er nannte das Dachauer Lager die „Schule der Gewalt“ für Mitglieder der SS. Zu Beginn wurden noch hauptsächlich politische Gefangene im KZ-Dachau inhaftiert.

Mit Einführung der Nürnberger Gesetze zur Rassendiskriminierung kamen schnell neue Häftlingsgruppen wie Zeugen Jehovas, Emigranten oder Homosexuelle, später auch Sinti, Roma und Kriegsgefangene hinzu. Über 200.000 Häftlinge aus 34 Ländern wurden in den Jahren zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten dort gefangen gehalten. Am 29. April 1945 wurde das Lager schließlich von der US-Armee befreit.

Gründung der Gedenkstätte

Eingangsportal der KZ Gedenkstätte Dachau mit den Worten "Arbeit macht frei", Foto: K3S / Shutterstock.com
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Nach Kriegsende diente das frühere Lagergelände zunächst als Gefängnis der Alliierten und als Auffanglager für Heimatlose. 1965 wurde auf Bestreben ehemaliger Häftlinge, die zehn Jahre zuvor das Comité International de Dachau gegründet hatten, die Gedenkstätte errichtet. Die Finanzierung übernahm der Freistaat Bayern. Neben einer Dauerausstellung kann das damalige Gefängnis (der „Bunker“) im ehemaligen Wirtschaftsgebäude und eine wieder errichtete Häftlingsbarracke besichtigt werden. Auf dem Gelände befinden sich außerdem die katholische Todesangst-Christi-Kapelle, die evangelische Versöhnungskirche und eine jüdische Gedenkstätte.

Die Worte "Arbeit macht frei" sind heute noch am geschmiedeten Lagertor zu sehen. Die SS ließ die Phrase anbringen. Durch sie wird die Rhetorik der NS-Propaganda sichtbar, in der die Konzertrationslager als Arbeits- und Umerziehungsinstrumente verharmlost wurden. Sie zeigt jedoch auch die menschenverachtende und zynische Behandlung der Häftlinge durch die SS, die sich der Zwangsarbeit als Mittel des Terrors und der Unterdrückung bediente. Auf dem ehemaligen Appellplatz errichtete der Bildhauer Nandor Glid 1968 sein Mahnmal.

Multimedial begleitete Rundgänge

Inschrift des Internationalen Mahnmals auf der KZ Gedenkstätte Dachau, Foto: Yure / Shutterstock.com
Foto: Yure / Shutterstock.com

Täglich finden um 12 Uhr geführte Rundgänge über das ehemalige Lagergelände, die Außenbereiche, durch die Gebäude sowie teilweise durch die Dauerausstellung statt. Die Führungen werden auch in Englisch und Italienisch angeboten. Mit Hilfe von Audioguides können Besucher auch selbstständig die Gedenkstätte erkunden. Die Guides sind in insgesamt acht Sprachen erhältlich und enthalten auch Berichte von Zeitzeugen, was eine zusätzliche Perspektive auf den Lageralltag ermöglicht. Im Filmraum wird täglich mehrfach in Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch der Dokumentarfilm „Das Konzentrationslager Dachau“ gezeigt. Führungen für Gruppen können im Voraus über die Tourist Information der Stadt Dachau gebucht werden.

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5 Bewertungen zu KZ-Gedenkstätte Dachau

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5 Bewertungen
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    Absolut sehenswerte Ausstellung und in der heutigen Zeit wichtiger denn je.

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    War mit einer Schulklasse da und hatten eine sehr gute Führung mit vielen Details zu Einzelschicksalen von Gefangenen

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