Foto: Stadt Dachau

KZ-Gedenkstätte Dachau

Museen in und um München | Dachau-Ost
Mo geöffnet 09:00 - 17:00 (Bitte Hinweise beachten)
Geschlossen: 24.12.

KZ-Gedenkstätte Dachau: Mahnstätte und Erinnerungsort bei München

KZ-Gedenkstätte in Dachau: Mahnstätte und Erinnerungsort bei München

Auf dem Gelände des früheren Konzentrationslagers in Dachau erinnert eine Ausstellung an das Leiden und Sterben der Häftlinge sowie die Verbrechen der NS-Zeit.

Die wichtigsten Infos zur KZ-Gedenkstätte auf einen Blick

  • Lage: ca. 29 Kilometer nordwestlich von München in Dachau
  • Museums-Kategorie: Gedenkstätte 
  • Konzept: Das Schicksal der Verfolgten wird von ihrer Einlieferung, dem Leben, Leiden und Sterben im Lager bis zur Befreiung dokumentiert.

Leitmotiv der Hauptausstellung: "Der Weg der Häftlinge"

Zentrum der Hauptausstellung im ehemaligen Wirtschaftsgebäude ist das Schicksal der Häftlinge. In sechs Abschnitten und 13 Räumen wird anhand von Berichten, Zeichnungen und Biographien, aber auch durch den historischen Ort selbst der „Weg der Häftlinge“ skizziert: die Ankunft im KZ, das Leben im Lager, der Tod oder die Befreiung.

Zu den Dauerausstellungen gehören auch die Ausstellung im ehemaligen Lagergefängnis, die Baracken-Ausstellung und das ehemalige Krematorium, das besichtigt werden kann. Am Ende der Ausstellung befindet sich außerdem der Gedenkraum.

Auf dem Gelände befinden sich die katholische Todesangst-Christi-Kapelle, die evangelische Versöhnungskirche und eine jüdische Gedenkstätte.

Neben den Dauerausstellungen finden in der KZ-Gedenkstätte Dachau auch immer wieder Sonderausstellungen statt, die sich zuletzt beispielsweise mit dem Außenlagerkomplex Allach oder den niederländischen Häftlingen im Konzentrationslager Dachau auseinandersetzten.

Führungen und digitale Aktionen: Rundgänge, Audioguides, Film und mehr

Inschrift des Internationalen Mahnmals auf der KZ Gedenkstätte Dachau, Foto: Yure / Shutterstock.com
Foto: Yure / Shutterstock.com
  • Täglich finden um 12 Uhr geführte Rundgänge über das ehemalige Lagergelände, die Außenbereiche, durch die Gebäude sowie teilweise durch die Dauerausstellung statt.
  • Mit Hilfe von Audioguides können Besucher auch selbstständig die Gedenkstätte erkunden. Die Guides sind in insgesamt acht Sprachen erhältlich und enthalten Berichte von Zeitzeugen.
  • Im Filmraum wird täglich mehrfach in Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch der Dokumentarfilm „Das Konzentrationslager Dachau“ gezeigt.
  • Führungen für Gruppen können im Voraus über die Webseite gebucht werden.
  • Dank digitalem Angebot können auch Interessierten, die nicht vor Ort sind, einen Einblick in die Geschichte des Konzentrationslagers Dachau sowie der Arbeit der KZ-Gedenkstätte bekommen. Es werden unter anderem digitale Live-Rundgänge, Dachauer Ton-Spuren und Online-Seminare angeboten.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

  • Öffnungszeiten: Das Museum ist jeden Tag von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Am 24. Dezember ist die KZ-Gedenkstätte geschlossen. Verwaltung, Archiv und Bibliothek sind Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr besetzt.
  • Infos zu Eintrittspreisen und Ermäßigungen: Der Besuch der KZ-Gedenkstätte ist kostenlos.

Mehr Infos auf der Webseite der KZ-Gedenkstätte

Lockerung der Corona-Maßnahmen in München

Die Bayerische Staatsregierung hat in den vergangenen Wochen umfangreiche Lockerungen bei den Corona-Regeln für den privaten und öffentlichen Raum beschlossen. Seit dem 7. Juni 2021 gelten in Bayern nur noch zwei Inzidenzkategorien ("unter 50" und "zwischen 50 und 100"). Die Kontaktbeschränkungen sind gelockert, Erleichterungen gibt es auch bei Veranstaltungen, Gastronomie, Kultur, Schulen, Kitas und Hochschulen, im Handel und bei Freizeitangeboten.

  • Welche Corona-Maßnahmen in München derzeit gelten
  • Aktuelle Infos und Regelungen für München auf muenchen.de/corona
  • Bewirtung in der KZ-Gedenkstätte Dachau: Bistro mit Außenbereich

    Im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau befindet sich ein Bistro mit kleinem Außenbereich. Es ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet und bietet kalte Getränke, Kaffee und Kuchen, Snacks und Sandwiches sowie warme Mahlzeiten an.

    Anfahrt: So kommt ihr von München nach Dachau

    • Mit dem Auto: Über A9 auf A99 bis Dreieck München-Feldmoching. Weiter auf A92 bis Ausfahrt "Oberschleißheim", Dachauer Straße bis zum Ziel folgen.
    • Mit den Öffentlichen: S2 Richtung Dachau Bahnhof. Dort weiter mit dem Bus 726 Richtung Dachau, Saubachsiedlung bis Haltestelle "Dachau, KZ-Gedenkstätte" (Fahrzeit: ca. 40 Minuten).

    Geschichte des Konzentrationslagers Dachau

    Wachturm auf der KZ Gedenkstätte Dachau, Foto: K3S / Shutterstock.com
    Foto: K3S / Shutterstock.com

    1933, noch im Jahr der Machtergreifung Adolf Hitlers, wurde das Lager in Dachau als erstes Konzentrationslager in Deutschland von Heinrich Himmler in Auftrag gegeben.

    Der Kommandant Theodor Eicke war maßgeblich für die Lagerorganisation verantwortlich, die zum Vorbild für alle späteren Konzentrationslager werden sollte. Er nannte das Dachauer Lager die „Schule der Gewalt“ für Mitglieder der SS. Zu Beginn wurden hauptsächlich politische Gefangene im KZ-Dachau inhaftiert.

    Mit Einführung der Nürnberger Gesetze zur Rassendiskriminierung kamen schnell neue Häftlingsgruppen wie Zeugen Jehovas, Emigranten oder Homosexuelle, später auch Sinti, Roma und Kriegsgefangene hinzu.

    Über 200.000 Häftlinge aus 34 Ländern wurden in den Jahren zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten dort gefangen gehalten. Mindestens 41.500 Menschen starben im KZ Dachau an Hunger, Krankheiten, Folter, Mord und den Folgen der KZ-Haft. Am 29. April 1945 wurde das Lager schließlich von der US-Armee befreit.

    Nach Kriegsende diente das frühere Lagergelände zunächst als Gefängnis der Alliierten und als Auffanglager für Heimatlose. 1965 wurde auf Bestreben ehemaliger Häftlinge, die zehn Jahre zuvor das Comité International de Dachau gegründet hatten, die Gedenkstätte errichtet. Die Finanzierung übernahm der Freistaat Bayern.

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    6 Bewertungen zu KZ-Gedenkstätte Dachau

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    6 Bewertungen
    • von am

      Am 25. Juni 1938 wurde mein Wiener Opa ins KZ Dachau eingeliefert. Er blieb dort bis zum 21.März 1939 und wurde in das KZ Mauthausen verlegt. Dort ist er im Januar 1940 umgekommen. Ich habe alle Unterlagen bis auf den Nachweis warum er festgesetzt wurde. Bis heute habe ich nur das KZ Mauthausen besucht. Am 25. Juni werde ich meinen Gedenktag in Dachau verbringen.

    • von am

      Absolut sehenswerte Ausstellung und in der heutigen Zeit wichtiger denn je.

    • von am

      War mit einer Schulklasse da und hatten eine sehr gute Führung mit vielen Details zu Einzelschicksalen von Gefangenen

    • von am
    • von am
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