Frauenkirche

Top-Sehenswürdigkeiten | Altstadt-Lehel
Do geöffnet 07:30 - 20:30 (Bitte Hinweise beachten)
Tägliche Öffnungszeiten: Sommerzeit 7:30 - 20:30 Uhr / Winterzeit bis 20 Uhr; während der Gottesdienste keine Besichtigungen möglich. Turmbesichtigungen finden derzeit wegen Baumaßnahmen nicht statt. Domführungen gibt es von Oktober bis April einmal monatlich, ab Mai zweimal wöchentlich.

Frauenkirche (Dom Zu Unserer Lieben Frau)

Die gotische Dom- und Stadtpfarrkirche „Zu Unserer Lieben Frau“ aus dem 15. Jahrhundert ist und bleibt das unverwechselbare Wahrzeichen der Stadt. Doch dass die Frauenkirche Ruhestätte von Kaisern ist und sogar der Teufel hier ein- und ausgegangen sein soll, weiß nicht jeder.

Bilder der Frauenkirche

Die Frauenkirche, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Ihren Namen „Dom zu unseren Lieben Frau in München“ verdankt die Bischofskirche ihrer Schutzherrin, der Gottesmutter Maria. Sie ist der Sitz des Erzbischofs von München und Freising. Der über 500 Jahre alte Backsteinbau wurde von 1468 bis 1488 von dem Baumeister und Architekten Jörg von Halspach errichtet. Das Kirchenschiff ist 109 Meter lang, 40 Meter breit und 37 Meter hoch und bietet angeblich 20 000 Menschen Platz. Die beinah 100 Meter hohen Türme mit den sogenannten „Welschen Hauben" (die erst 1525 aufgesetzt wurden) sind an den Felsendom in Jerusalem angelehnt.

Termine für Messen

Die Türme der Frauenkirche

Türme der Frauenkirche, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Vom Südturm der Frauenkirche hat man einen grandiosen Blick über die Stadt. Denn seit einem Bürgerentscheid von 2004 dürfen im Münchner Stadtgebiet keine Gebäude mehr errichtet werden, die höher als die Frauenkirche sind. Derzeit muss man sich aber etwas gedulden, bis der Südturm wegen Instandhaltungsarbeiten wieder geöffnet wird. Um die Aussicht zu genießen, führen erste Schritte normalerweise über eine schmale Treppe. Den Rest fährt man bequem mit dem Aufzug und lauscht den Geschichten des Fahrstuhlwärters. Oben angekommen sieht man nicht nur die sieben riesigen Glocken des Turms aus nächster Nähe, sondern kann den Blick über die ganze Stadt hinweg bis zu den Alpen schweifen lassen. Drei weitere Glocken hängen im Nordturm, in welchem sich auch noch das mittelalterliche Tretrad aus der Bauzeit befindet. Entgegen der weitverbreiteten Behauptung, dass der Nordturm aufgrund eines Baufehlers einen Meter höher wäre als der Südturm, sind die beiden Türme der Frauenkirche mit 98,57 Metern und 98,45 Metern fast gleich hoch. Übrigens wurden die charakteristischen "Welschen Hauben" auf die beiden Türme erst 36 Jahre nach der Fertigstellung der Kirche aufgesetzt, da zunächst kein Geld mehr da war und der Baumeister Jörg von Halspach verstarb.

Südturm für Besucher weiterhin geschlossen

Aufgrund von Sanierungsarbeiten ist derzeit der Südturm, der sonst als einziger der beiden Türme für Besucher zugänglich ist, geschlossen. Wann der Südturm wieder besichtigt werden kann, ist noch nicht bekannt. Die Arbeiten werden in jedem Fall noch bis mindestens Ende des Jahres 2018 andauern.

Sie sind in mehrere Bauabschnitte unterteilt. Arbeiter bessern Schäden an der Ziegelfassade und an den Fenstern des Doms aus. Dazu kommen Instandsetzungsmaßnahmen an der Treppe, am Lift und der Elektrik. Im Februar 2015 wurde der obere Teil des Gerüstes am Südturm entfernt.

Aussicht vom südlichen Turm der Frauenkirche

Der Fußabdruck des Teufels

Der Teufelstritt, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Der Fußabdruck in der Eingangshalle der Frauenkirche wird als Teufelstritt bezeichnet. Hier soll der Teufel höchstpersönlich gestanden haben, weil er mit Baumeister Jörg von Halspach um dessen Seele gewettet hatte. Der behauptete doch frech, dass man in der Kirche gar keine Fenster sehen könne. Der neugierige Teufel wollte sich davon selbst überzeugen. Er stand also an jener markanten Stelle, von der man in der Tat keine Fenster sehen kann, da sie von den Säulen verdeckt werden. Vor Freude über die scheinbare Dummheit der Menschen stampfte er auf und hinterließ im Boden der Kirche seinen Fußabdruck. Als der Beelzebub jedoch einen weiteren Schritt wagte, entdeckte er doch Fenster. Wütend verwandelte er sich in Wind und wollte den Bau zerstören. Er versucht es wohl noch immer, denn wer in die Nähe des Doms kommt oder ihn betritt, spürt stets eine leichte Brise.

Dom-Highlights: Dommusik, Krypta und Scheingrab

Die Westemporen-Orgel, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Die Frauenkirche gibt regelmäßig Orgelkonzerte, hat mehrere Chöre und eine eigene Domsingschule. Die große Hauptorgel ist eine von vier Orgeln des Doms, die aus der Werkstatt Georg Jann (Alkhofen bei Regensburg) stammen. Die Dommusik ist an Sonn- und Feiertagen und zu besonderen Anlässen zu hören. Der Hauptgottesdienst am Sonntag beginnt um 10 Uhr. An den anderen Tagen finden die Messen morgens gegen 9 Uhr und abends gegen 17:30 Uhr statt. Ein weiteres Highlight ist das Scheingrab von Ludwig IV. dem Bayern. Das Kenotaph ist in der Nähe des Hauptportals auf der rechten Seite zu sehen.

Das Kenotaph, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Die überaus prunkvolle Gedenkstätte an den großen Wittelsbacher ist reich verziert mit Bronzefiguren und Symbolen. Eine große Kaiserkrone an der Spitze des Prunkgehäuses erinnert an die Kaiserwürde Ludwig des Bayern. Unterhalb des Domes liegt die Bischofsgruft. Eine Inschrift an der Eingangswand erinnert an das sagenumwobene Adelshaus Wittelsbach, das dort einige ihrer Mitglieder zur Ruhe gebettet hat. Aber auch die Erzbischöfe von München und Freising, wie der letztverstorbene Julius Kardinal Döpfner, sind dort begraben.

Die Baugeschichte des Münchner Wahrzeichens

Frauenkirche, Ansicht von unten

Seit 1240 stand am Rande der früheren Residenz eine Kirche, die von den Wittelsbachern errichtet wurde. Sie wurde mit prunkvollen Altären und Gemälden ausge- stattet. Mit dem Wachstum von Stadt und Bevölkerung wurde im 15. Jahrhundert entschieden, eine neue, repräsentativere Kirche zu errichten. Den Auftrag für den Backstein-Bau erhielt der Münchner Baumeister Jörg von Halspach (auch Jörg Ganghofer genannt). Von ihm stammt auch der Bau des alten Rathauses am Marienplatz. Von der Grundsteinlegung im Jahre 1468 bis zur Vollendung der Kirche vergingen nur 20 Jahre - zur damaligen Zeit ein zügiger Baufortschritt.

Architektur und Kunst

Blick in das Hauptschiff, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Die Frauenkirche ist eine spätgotische, dreischiffige Hallenkirche. Sowohl die Backsteinfassade als auch die Innenausstattung sind im Vergleich zu anderen gotischen Bauwerken schlicht. Typisches Zeichen der Gotik sind die nach oben strebenden Pfeiler im Inneren der Kirche. Sie fungieren auch als Trennwände der Seitenkapelle. Im Gegensatz zu anderen Domkirchen ist das Innere hell und einladend. Die dominanten weißen Pfeiler und die in einem hellen Ockerton akzentuierten Gewölberippen schaffen im Zusammenspiel mit den bunten Glasfenstern einen offenen Eindruck.

Die Automatenuhr, links das Epitaph, rechts der Auferstehungsaltar in der Sebastianskapelle, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Auch die Gemälde in der Kirche sind schlicht gehalten und beschränken sich auf die immer wiederkehrende Darstellung der heiligen Mutter mit Kind sowie Jesus Christus als Schmerzensmann mit Wunden. Zwölf Reliefs aus dem Lebensweg der Gottesmutter und das exponierte Standbild Maria Immaculata krönen den Altarbereich. Unterschiedlich ausgestaltete Kapellen, Altäre, Bildwerke und Epitaphien sind im Inneren des Doms ebenso zu bestaunen wie eine Automatenuhr aus dem 16. Jahrhundert.

Die Top Sehenswürdigkeiten in München

Die schönsten Schlösser, die beeindruckendsten Museen, die besten Plätze. Das müssen Sie unbedingt gesehen haben. Die Top Sehenswürdigkeiten in München

Das könnte Sie auch interessieren

21 Bewertungen zu Frauenkirche

5
21 Bewertungen
  • von am

    sehr gut ich Liebe Kirchen.

  • von am

    Die Frauenkirche ist wirklich ein wunderschöner Ort!

  • von am
  • von am
  • von am

    Sehr schöne Kirche. Schöner Ort um im Getümmel runter zu kommen

  • von am
  • von am
  • von am
  • von am

    Ich liebe diese Kirche mit ihrer Größe und Bedeutung. Sobald ich nach München fahre und sehe die Türme der Frauenkirche ist alles gut

  • von am
  • von am
  • von am
  • von am
  • von am
  • von am
  • von am
  • von am

    Das Wahrzeichen Münchens schlechthin, beeindruckender Kirchenbau. Zur Zeit seiner Entstehung passte die ganze Münchner Bevölkerung da rein. Wie das damals wohl gewirkt haben muss? Vom Turm aus hat man auch eine super Aussicht über München, und es wird nicht ganz so voll, wie auf dem alten Peter. Dafür allerdings entfällt leider das Frischluftfeeling, weil man nur durch Fenster rausschauen kann.

  • von am

    I believe it, would like to come and to see that superschöne Stadt on this spring.

  • von am

    Die Frauenkirche ist das Wahrzeichen Münchens und damit für jeden München-Besucher ein Muss. Die Größe der Kirche hat mich sehr beeindruckt genauso wie der Fußabdruck in der Kirche, den angeblich der Teufel hinterlassen hat. (

  • von am

    München die beste schönste Stadt 10000000000%%%%% Best Stadt ILOVE MÜNCHEN

  • von am

    Superschöne Stadt

Top