Foto: Jens Weber

Villa Stuck

Top-Sehenswürdigkeiten | Au-Haidhausen
So geöffnet 11:00 - 18:00 (Bitte Hinweise beachten)
Abendöffnung »FRIDAY LATE«, erster Freitag im Monat von 18–22 Uhr, Eintritt frei Feiertagsöffnungszeiten: An allen Feiertagen und Silvester (bis 17 Uhr) geöffnet. Zusätzliche Öffnung an Feiertagen und Silvester, die auf einen Montag fallen, 1. Januar und 6. Januar geöffnet 11 bis 18 Uhr. 24.12. und Faschingsdienstag geschlossen.

Die Villa Stuck in Haidhausen: Infos zu Museum, Ausstellungen und Café

Museum im Haus und Atelier des Malers Franz von Stuck

Das Gesamtkunstwerk Villa Stuck präsentiert in seinen Räumen wechselnde Ausstellungen, die sich in die kunstvolle Ausstattung des Hauses einfügen. Unsere Tipps.

Die Villa Stuck ist seit 7.4. wieder geöffnet

  • Wo gibt's Tickets? Einen passenden Zeitslot könnt ihr am einfachsten über den Online-Ticketshop reservieren.
  • Welche Regeln müsst ihr beachten? Besucher sollten sich gesund fühlen, Mund-Nasen-Schutz ist erforderlich, der Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden. Die vorgegebenen Wegführungen durch die Ausstellungsräume müssen eingehalten werden.

Die Villa Stuck auf einen Blick

Seit 1992 steht das einstige Wohnhaus und Atelier des Künstlers in München für Besucher offen. Die Jugendstilvilla verspricht einen Museumsbesuch, der zum Träumen einlädt. Aus nächster Nähe könnt Ihr hier Folgendes bestaunen:

  • die opulenten Räumlichkeiten Franz von Stucks
  • seine bedeutende Kunst-Sammlung Franz von Stucks
  • Wechsel-Ausstellungen zur modernen und zeitgenössischen Kunst
  • ein Museumscafé mit antiker Gartenoase
  • einen Museumsshop mit Erinnerungsschätzen

Corona-Regeln: Lockerungen in München seit 7.4.

Bund und Länder haben sich am 22.3. auf eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis mindestens 18.4. geeinigt. Da die 7-Tage-Inzidenz für München über Ostern drei Tage in Folge unter 100 lag, ist die zuvor geltende "Notbremse" mit strengeren Maßnahmen seit 7. April wieder außer Kraft. Für Kontakte, Einkaufen, Kultur und Sport gelten bis auf Weiteres die Regeln für den Inzidenzwert-Bereich "zwischen 50 und 100".

Das Bayerische Kabinett hat am 7. April neue Regelungen für Einzelhandel und Schule beschlossen, die ab 12. April in Kraft treten sollen.

  • Mehr zu den Änderungen ab dem 12. April
  • Welche Corona-Maßnahmen in München gelten
  • Aktuelle Infos und Regelungen für München auf muenchen.de/corona
  • Ausstellung in der Villa Stuck

    In den historischen Räumen der Villa Stuck sind viele Werke des Hausherrn zu entdecken, darunter Gemälde wie „Sünde“ und der über zwei Meter große "Wächter des Paradieses". Aber auch zahlreiche Bronzefiguren wie die "Tänzerin" mit den Gesichtszügen Stucks Ehefrau Mary und der "Athlet", ein Selbstporträt des Künstlers, begegnen dem Besucher. Die zahlreichen Möbel und Wunder der Raumgestaltung zeugen von den vielseitigen Fähigkeiten von Stucks. Neben seinen Werken sind weitere Kunstobjekte des 19. Jahrhunderts und vieler zeitgenössischer Künstler ausgestellt.

    Ein Rundgang durch die Räume und Zimmer

    Villa Stuck Empfangshalle, Foto: Jens Weber
    Foto: Jens Weber

    Der neoklassizistische und palastartige Bau der Villa Stuck war als Wohnhaus und Künstleratelier in einem vorgesehen. Wo einst wilde Feierlichkeiten und hitzige Kunstgespräche stattfanden, wandern nun Besucher von Zimmer zu Zimmer. Zu besichtigen sind das Vestibül, der Empfangssalon, der Musiksalon, das Treppenhaus und das alte Atelier des Künstlers. Jedes Detail trägt die Handschrift Franz von Stucks. Die Villa vereint Elemente aus der Antike und Byzanz, dem Orient und der Hochrenaissance mit der Moderne des späten 19. Jahrhunderts. Schon zu Lebzeiten Stucks galt sie als eigenwilliges Gesamtkunstwerk.

    Empfangssalon, Vestibül, Skulpturen

    Ein Rundgang beginnt im Vestibül, das mit antiken Ornamenten, Reliefs und Skulpturen geschmückt ist. Unter den Füßen des Besuchers zieht sich ein schwarz-weißes Bodenmosaik mit Tiersymbolen, an den weißen Wänden gleiten schwarze und ockergelbe Linien in die Höhe. Der Empfangssalon ist wohl das prächtigste Zimmer des Hauses. Hier strahlen Marmor, Seide, Goldmosaik, Mahagonimöbel und Bronzebüsten um die Wette. Die Bibliothek mit Originalausgaben von Frank Wedekind oder Oscar Wilde ist ein Augenschmaus. Der Übergang zum Musikzimmer ist fließend. Dort steht der Besucher in einem Atrium unter einem magischen Sternenhimmel und erblickt unsere Galaxie sowie Tierfiguren und Gestalten der griechischen Sagenwelt.

    Das Atelier des Malerfürsten

    Das alte Atelier des Malerfürsten liegt im Zentrum des Hauses und erinnert eher an eine kleine Ausgabe eines Festsaals als an ein Arbeitszimmer. Von Farbpaletten, Pinseln, leeren Leinwänden und Entwurfsversuchen keine Spur. Gobelins, ein aufwendiger Parkettboden und der altarähnliche Aufbau für Stucks skandalträchtiges Meisterwerk "Sünde" sind nur wenige der faszinierenden Dinge, die man stattdessen hier bewundern kann. Eine breite Fensterfront bietet einen Blick auf die Prinzregentenstraße. In diesem Raum arbeitete und feierte der Maler sich und seine Künste.

    Garten und Café der Villa Stuck

    Villa Stuck Garten, Foto: Wolfgang Pulfer
    Foto: Wolfgang Pulfer

    Wer nach einem Rundgang glaubt, alles gesehen zu haben, der irrt. Hinter der Villa eröffnet sich ein zauberhafter Künstlergarten. Auf einem Streifzug begegnen Besuchern mythische Gestalten wie Dionysos oder Zeus. Das Museumscafé wird von Feinkost Käfer betrieben und serviert auf 40 Plätzen im im Foyer und 60 Plätzen im Künstlergarten. Auf der Karte stehen herzhafte kalte Speisen wie Sandwiches und Salate sowie Kuchen, Tartes und Desserts.

    Bevor man dann nach Hause geht, lohnt sich noch ein Abstecher zum Friedensengel, der in unmittelbarer Nähe wartet. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick. Er lässt erahnen, warum der Künstler gerade hier oben sein Wohnhaus und Atelier errichten wollte.

    Anfahrt: Wo findet Ihr die Villa Stuck?

    Das Museum Villa Stuck findet Ihr an der Prinzregentenstraße im Stadtteil Au-Haidhausen.

    Bevor Ihr nach Hause geht, lohnt sich noch ein Abstecher zum Friedensengel, der in unmittelbarer Nähe wartet. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick. Er lässt erahnen, warum der Künstler gerade hier oben sein Wohnhaus und Atelier errichten wollte.

    Die Geschichte der Jugendstil-Villa an der Prinzregentenstraße

    1897/98 wurde die Villa Stuck nach Entwürfen des Hausherrn durch das Münchner Unternehmen Heilmann & Littmann gebaut. Der damals 34-jährige Maler, Graphiker und Bildhauer Franz von Stuck hatte sein zukünftiges Künstlerparadies in allen Details geplant. Vom Rohbau bis zu den Einzelheiten für die Innendekoration - alles entwickelte Stuck selbst, so auch den Künstlergarten mit seinen beeindruckenden Figuren. Bei der Weltausstellung 1900 in Paris wurden die Möbel der Villa sogar mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

    Der dreistöckige Villenbau präsentiert sich im schnörkellosen Jugendstil-Schick. Zwei Auffahrtsrampen führen zu einem bronzenen Eingang mit Medusakopf unter einer Säulenhalle. Der schlichten Fassade fügte Stuck später farbige Rechteckfelder hinzu. Seit 1992 dient die Villa als Museum der Landeshauptstadt München. Die Räumlichkeiten wurden aufwendig restauriert und ausgebaut.

    Franz von Stuck

    Franz von Stuck (1863-1928) entdeckte bereits früh, dass ihn die Idylle des niederbayerischen Dorfes Tettenweis nicht halten konnte. In München besuchte er die königliche Kunstgewerbeschule und die königliche Akademie der Bildenden Künste.

    Seinen ersten Erfolg feierte er 1889 mit der Goldmedaille für sein Gemälde "Wächter des Paradieses" bei der Münchner Jahresausstellung. Sechs Jahre später rief man ihn als Professor an die Münchner Akademie der Bildenden Künste. Dort unterrichtete er zum Beispiel Paul Klee und Wassily Kandinsky.

    1897 begann der Bau seines größten Schaffenswerkes, seiner Villa an der Prinzregentenstraße. Dafür erhielt er 1906 nicht nur den Verdienstorden der Bayerischen Krone, sondern das „von“ in seinem Namen. Er wurde von Prinzregent Luitpold von Bayern in den Adelsstand erhoben. Noch heute ist sein Name ein Synonym für fantasiereiche Kunst und ein solches Leben.

    Eintrittspreise

    Bis 18 Jahre: Eintritt frei
    Gesamtes Haus: 9 Euro, ermäßigt 4,50 Euro
    Historische Räume: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro
    Jahreskarte: 20 Euro, ermäßigt 10 Euro

    Das könnte Euch auch interessieren

    6 Bewertungen zu Villa Stuck

    5
    6 Bewertungen
    • von am
    • von am
    • von am

      habe mir gerade die Sonderausstellung mit den Fotografien der Nationalmannschaft angesehen, sehe die Jungs jetzt in einem anderen Licht. Ein MUSS für den kunstinteressierten Fussballfan!

    • von am

      Die Villa Stuck überrascht immer wieder mit ihrem Cross-Over an Ausstellungen. Von historischen Ausstellungen bis hin zur Modernen Kunst wird alles geboten. Die teilweise Verquickung der Ausstellungskonzepte mit den noch historischen architektonischen Elementen werden meist sehr gut gelöst und so funktionieren die Ausstellungen sehr gut, denn altes und neues befruchtet sich gegenseitig. Der schöne Garten im rückwärtigen Teil des Hauses lädt dazu ein im Sommer einen Kaffee zu trinken und den Blick auf das ehemalige Künstlerhaus zu geniessen. Die historischen Räume des Franz von Stuck sind auch sehr sehenswert. Einziges Manko ist meiner Meinung nach der Museums-Shop, der keine wirklich gute Buchauswahl anbietet.

    • von am

      "im Tempel des Ich" ist eine gelungene Ausstellung, mal aus einer anderen Perspektive! Durch kurze Erläuterung, Fotos der Häuser, Zeichnungen, Gemälde und Kunstobjekte der Künstler bekommt ein einen durchaus persönlichen Einblick in das Leben der Künstler.

    • von am

      Ich liebe die Architektur der Villa Stuck. Auf jeden Fall einen Besuch wert!

    X

    CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

    Alle Infos
    Top