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Foto: Jens Weber

Villa Stuck

Top-Sehenswürdigkeiten | Au-Haidhausen
Fr geöffnet 11:00 - 18:00 (Bitte Hinweise beachten)
Abendöffnung »FRIDAY LATE«, erster Freitag im Monat von 18–22 Uhr, Eintritt frei
Feiertagsöffnungszeiten: An allen Feiertagen und Silvester (bis 17 Uhr) geöffnet. Zusätzliche Öffnung an Feiertagen und Silvester, die auf einen Montag fallen, 24.12. und Faschingsdienstag geschlossen.

Villa Stuck in Haidhausen: Infos zu Museum, Ausstellungen und Café

Museum Villa Stuck: Ein Künstlerhaus als Gesamtkunstwerk

Das Museum Villa Stuck präsentiert in seinen Räumen wechselnde Ausstellungen, die sich in die kunstvolle Ausstattung des Hauses einfügen.

In Kooperation mit dem Kulturreferat und den Museen

Dieser Beitrag über die Münchner Museen wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert und ist in Kooperation mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern konzipiert worden. Die Inhalte wurden zwischen den beteiligten Museen und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

Warum lohnt sich ein Besuch in der Villa Stuck?

, Foto: Jens Weber, München
Foto: Jens Weber, München Franz von Stuck konzipierte seine Villa Ende des 19. Jahrhunderts als einzigartiges Gesamtkunstwerk

Die Villa Stuck ist eines der bedeutendsten existierenden Künstlerhäuser in Europa. Franz von Stuck konzipierte sie Ende des 19. Jahrhunderts als Gesamtkunstwerk.

Was ist geboten? Die einstige Künstlervilla Franz von Stucks (1863-1928) ist heute ein international renommiertes Museum. Weltbekannte Bilder werden in spannenden Interaktionen mit dem historischen Gebäude gezeigt. Die luxuriösen Räume geben authentische Einblicke in Architektur, Leben, Kunst und Musik von Stucks. Hinzu kommen jährlich mehrere Sonderausstellungen zu den Epochen des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zur Kunst der Gegenwart.

Was ist das Besondere? Nicht nur die Kunst ist außergewöhnlich, sondern schon allein das historische Gebäude! Ein besonderes Highlight ist die Decke im Musikzimmer, die als Himmelsgewölbe mit goldenen Sternen und Sternzeichen versehen ist. Der Künstlergarten, ebenfalls nach antikem Vorbild angelegt, ist heute eine idyllische Ruhe- und Gartenoase mit Museumscafé.

Villa Stuck: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

  • Lage: Am Isarhochufer in der Nähe des Friedensengels
  • Museums-Kategorie: Kunst
  • Kinderprogramm: Verschiedene Kurse und vielfältige Möglichkeiten, kreativ zu sein.
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1 bis 4 Stunden
  • Anfahrt: Mit der Bus 100 und Tram 17 bis Friedensengel/Villa Stuck oder U4 bis Prinzregentenplatz und U5 bis Max-Weber-Platz
  • Parken: Käfer Tiefgarage und Parkmöglichkeiten an der Straße

Dauerausstellung zum Gesamtkunstwerk Franz von Stucks

, Foto: Jens Weber, München
Foto: Jens Weber, München Nicht nur die Kunst ist in der Villa Stuck außergewöhnlich, sondern auch die historischen Räume

Alle Bereiche des Museums treten in einen Dialog und machen die Villa Stuck zu einem besonderen Ort des Kunsterlebens: Künstlervilla, Sammlungen, Wechselausstellungen, Vermittlungsprogramm und Serviceeinrichtungen nehmen aufeinander Bezug und bilden Raum für neue Perspektiven.

Die Sammlungen thematisieren die Arbeit Franz von Stucks und den internationalen Jugendstil. Das Programm nimmt Bezug auf die künstlerische und kulturelle Vielfalt vom 19. Jahrhundert bis heute. Was ihr sehen müsst:

  • In den historischen Räumen der Villa Stuck sind viele Werke des Hausherrn zu entdecken, darunter Gemälde wie "Sünde" und der über zwei Meter große "Wächter des Paradieses".
  • Auch zahlreiche Bronzefiguren wie die "Tänzerin" mit den Gesichtszügen von Stucks Ehefrau Mary und der "Athlet", ein Selbstporträt des Künstlers, begegnen euch an vielen Ecken.
  • Die antiken Möbel und Wunder der Raumgestaltung zeugen von den vielseitigen Fähigkeiten von Stucks.
  • Zusätzlich finden mehrmals im Jahr Sonderausstellungen mit verschiedenen Themenschwerpunkten und Künstler*innen statt.

Ein Rundgang durch die Räume und Zimmer

, Foto: Jens Weber, München
Foto: Jens Weber, München Jedes Detail der Inneneinrichtung trägt die Handschrift des Künstlers Franz von Stuck

Der neoklassizistische und palastartige Bau der Villa Stuck war als Wohnhaus und Künstleratelier in einem vorgesehen. Wo einst wilde Feierlichkeiten und hitzige Kunstgespräche stattfanden, wandern nun Besucher*innen von Zimmer zu Zimmer. Zu besichtigen sind das Vestibül, der Empfangssalon, der Musiksalon, das Treppenhaus und das alte Atelier des Künstlers. Jedes Detail trägt die Handschrift Franz von Stucks. Die Villa vereint Elemente aus der Antike und Byzanz, dem Orient und der Hochrenaissance mit der Moderne des späten 19. Jahrhunderts. Schon zu Lebzeiten Stucks galt sie als eigenwilliges Gesamtkunstwerk.

Das alte Atelier des Malerfürsten liegt im Zentrum des Hauses und erinnert eher an eine kleine Ausgabe eines Festsaals als an ein Arbeitszimmer. Von Farbpaletten, Pinseln, leeren Leinwänden und Entwurfsversuchen keine Spur. Gobelins, ein aufwendiger Parkettboden und der altarähnliche Aufbau für Stucks skandalträchtiges Meisterwerk "Sünde" sind nur wenige der faszinierenden Dinge, die man stattdessen hier bewundern kann. Eine breite Fensterfront bietet einen Blick auf die Prinzregentenstraße. In diesem Raum arbeitete und feierte der Maler sich und seine Künste.

Führungen durch die Villa Stuck

  • Hörstück: Im Museum Villa Stuck kann man sich ab sofort von einem ganz besonderen Audioguide durch die Historischen Räume des Malerfürsten Franz von Stuck führen lassen.
  • Führungen werden in Zusammenarbeit mit der Münchner Volkshochschule und dem Museumspädagogischen Zentrum angeboten.
  • In der Reihe "Einblicke" bietet die Villa Stuck Führungen mit den Kurator*innen, Künstler*innen und Mitarbeiter*innen des Hause an.

Garten und Museumscafé

Café in der Villa Stuck., Foto: Schoeller & von Rehlingen
Foto: Schoeller & von Rehlingen Der Garten ist heute eine idyllische Ruheoase mit Museumscafé

Wer nach einem Rundgang glaubt, alles gesehen zu haben, der irrt. Hinter der Villa eröffnet sich ein zauberhafter Künstlergarten. Auf einem Streifzug begegnet man mythischen Gestalten wie Dionysos oder Zeus.

Das Museumscafé wird von Feinkost Käfer betrieben und serviert auf 40 Plätzen im Foyer und 60 Plätzen im Künstlergarten. Auf der Karte stehen herzhafte kalte Speisen wie Sandwiches und Salate sowie Kuchen, Tartes und Desserts.

Bevor man dann nach Hause geht, lohnt sich noch ein Abstecher zum Friedensengel, der in unmittelbarer Nähe wartet. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick. Er lässt erahnen, warum der Künstler gerade hier oben sein Wohnhaus und Atelier errichten wollte.

Veranstaltungen und Kinderprogramm

, Foto: Anpis Wang
Foto: Anpis Wang Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen ergänzen mehrmals im Jahr das Programm
  • Friday Late: Jeden ersten Freitag im Monat von 18 bis 22 Uhr, Eintritt frei
  • Weitere Events: Künstlergespräche, Konzerte, hochkarätig besetzte Diskussionsrunden und Symposien sowie das jährlich stattfindende Sommerfest
  • Fränzchen: Das eigens für das Museum Villa Stuck konzipierte Kinder- und Jugendprogramm bietet mit verschiedenen Kursen vielfältige Möglichkeiten, kreativ zu sein.

Eintrittspreise

  • Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: Eintritt frei
  • Gesamtes Haus: 9 Euro, ermäßigt 4,50 Euro
  • Historische Räume: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro
  • Jahreskarte: 20 Euro, ermäßigt 10 Euro

Barrierefreiheit und Angebote für Menschen mit Behinderung

Das Museumsgebäude ist komplett barrierefrei zugänglich.

  • Spezielle Führungen: Es werden Führungen für Blinde und Sehbehinderte angeboten

Die Geschichte der Jugendstil-Villa an der Prinzregentenstraße

, Foto: Nikolaus Steglich
Foto: Nikolaus Steglich Die Villa Stuck ist eines der bedeutendsten existierenden Künstlerhäuser in Europa

1897/98 wurde die Villa Stuck nach Entwürfen des Hausherrn durch das Münchner Unternehmen Heilmann & Littmann gebaut. Der damals 34-jährige Maler, Grafiker und Bildhauer Franz von Stuck hatte sein zukünftiges Künstlerparadies in allen Details geplant. Vom Rohbau bis zu den Einzelheiten für die Innendekoration – alles entwickelte Stuck selbst, so auch den Künstlergarten mit seinen beeindruckenden Figuren. Bei der Weltausstellung 1900 in Paris wurden die Möbel der Villa sogar mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Der dreistöckige Villenbau präsentiert sich im schnörkellosen Jugendstil-Schick. Zwei Auffahrtsrampen führen zu einem bronzenen Eingang mit Medusakopf unter einer Säulenhalle. Der schlichten Fassade fügte Stuck später farbige Rechteckfelder hinzu.

Nach Stucks Tod 1928 von der Familie bewohnt, wurde das Haus durch unterschiedlichste Nutzungen bis in die 1960er-Jahre hinein stark modifiziert. Hans-Joachim und Amélie Ziersch begannen 1965 mit der ersten Renovierung und schenkten das Haus 1967 dem Stuck-Jugendstil-Verein zur Aufnahme des Museumsbetriebs. In einer Verbindung herausragenden bürgerlichen Engagements und couragierten öffentlichen Handelns ging die Künstlervilla 1992 als Schenkung in den Besitz der Landeshauptstadt München über.

Lockerung der Corona-Maßnahmen in München

Die Bayerische Staatsregierung hat in den vergangenen Wochen umfangreiche Lockerungen bei den Corona-Regeln für den privaten und öffentlichen Raum beschlossen. Seit dem 7. Juni 2021 gelten in Bayern nur noch zwei Inzidenzkategorien ("unter 50" und "zwischen 50 und 100"). Die Kontaktbeschränkungen sind gelockert, Erleichterungen gibt es auch bei Veranstaltungen, Gastronomie, Kultur, Schulen, Kitas und Hochschulen, im Handel und bei Freizeitangeboten.

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    6 Bewertungen zu Villa Stuck

    5
    6 Bewertungen
    • von am
    • von am
    • von am

      habe mir gerade die Sonderausstellung mit den Fotografien der Nationalmannschaft angesehen, sehe die Jungs jetzt in einem anderen Licht. Ein MUSS für den kunstinteressierten Fussballfan!

    • von am

      Die Villa Stuck überrascht immer wieder mit ihrem Cross-Over an Ausstellungen. Von historischen Ausstellungen bis hin zur Modernen Kunst wird alles geboten. Die teilweise Verquickung der Ausstellungskonzepte mit den noch historischen architektonischen Elementen werden meist sehr gut gelöst und so funktionieren die Ausstellungen sehr gut, denn altes und neues befruchtet sich gegenseitig. Der schöne Garten im rückwärtigen Teil des Hauses lädt dazu ein im Sommer einen Kaffee zu trinken und den Blick auf das ehemalige Künstlerhaus zu geniessen. Die historischen Räume des Franz von Stuck sind auch sehr sehenswert. Einziges Manko ist meiner Meinung nach der Museums-Shop, der keine wirklich gute Buchauswahl anbietet.

    • von am

      "im Tempel des Ich" ist eine gelungene Ausstellung, mal aus einer anderen Perspektive! Durch kurze Erläuterung, Fotos der Häuser, Zeichnungen, Gemälde und Kunstobjekte der Künstler bekommt ein einen durchaus persönlichen Einblick in das Leben der Künstler.

    • von am

      Ich liebe die Architektur der Villa Stuck. Auf jeden Fall einen Besuch wert!

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