St. Jakobs Platz

Sehenswerte Plätze | Altstadt, Zentrum

Sankt-Jakobs-Platz: Zwischen Stadtgeschichte und Jüdischer Gemeinde

Ein Ort der Begegnung des Jüdischen Zentrums München

Der Sankt-Jakobs-Platz erblühte nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg im Jahr 2007 in neuem Design mit viel Kultur, Religion und Geschichte. Die 1,1 Hektar große Fläche im Angerviertel bietet Freiraum zum Flanieren, Spielen und Entspannen. Hier treffen sich Gläubige, Kulturinteressierte und Passanten.

Sankt-Jakobs-Platz: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Geschichte: Benannt ist der Platz nach dem ältesten Kloster Münchens: St. Jakob am Anger
  • Entwicklung: Einst ein bedeutender Marktplatz, nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ein Parkplatz und seit 2007 ein moderner Ort der Begnung.
  • Architektur: Die Granitpflastersteine auf dem Boden des Platzes bilden das moderne Pendant zum historischen Altstadtpflaster.
  • Highlights: Das jüdische Museum, die Synagoge Ohel Jakob und das Münchner Stadtmuseum zeigen viel bedeutende Geschichte.

Jüdisches Museum: Einblicke in Kunst, Kultur und Events

Jüdisches Museum, Foto: Franz Kimmel - Jüdisches Museum München
Foto: Franz Kimmel - Jüdisches Museum München

Das Jüdische Zentrum auf dem Sankt-Jakobs-Platz beherbergt im Süden das Jüdische MuseumDer verglaste Kubus steht für ein transparentes Bild der Jüdischen Tradition: Besucher bekommen dort einen Einblick in die jüdische Geschichte, Kunst und Kultur.

Die fragmentarischen Bestände werden in temporären und sich wandelnden Sammlungen auf drei Ausstellungsebenen präsentiert. Neben einer Dauerausstellung zur Vielfalt jüdischer Identität beschäftigen sich aktuelle Ausstellungen und Veranstaltungen mit speziellen Themen jüdischer Feste, Bräuche und Kultur. Das Museum besitzt zudem eine Bibliothek und eine Buchhandlung, die zum Kennenlernen des jüdischen Glaubens einladen.

Gemeindezentrum der israelitischen Kultusgemeinde

Gemeindezentrum der israelitischen Kultusgemeinde, Foto: LHM, Winhard 3d + webdesign
Foto: LHM, Winhard 3d + webdesign

Innerhalb der rechtwinklig gepflasterten Fläche befindet sich das Gemeindezentrum der israelitischen Kultusgemeinde München und OberbayernDieses bietet ein vielfältiges, öffentliches Kulturprogramm mit Lesungen, Vorträgen und Konzerten an. Die Kultusgemeinde organisiert außerdem öffentliche Führungen, Gruppenführungen und Führungen für Schulklassen im jüdischen Zentrum.

Hauptsynagoge Ohel Jakob

oheljakob, Foto: Michael Hofmann
Foto: Michael Hofmann

Im Jahr 2006 wurde die Neue Jüdische Hauptsynagoge Ohel Jakob neben dem Jüdischen Museum eingeweiht. Der freistehende Bau im Herzen des Sankt-Jakobs-Platzes gilt als Symbol der Repräsentation des Jüdischen Glaubens in der Münchner Stadtgesellschaft. Der mächtige Sockel geht in eine Metall-Glasstruktur über, die das Gotteshaus 28 Meter in die Luft ragen lässt

In das Innere der Synagoge gelangt man bei einer Führung über den Gang der Erinnerung. Auf dem sechs Meter hohen Hauptportal stehen die ersten Buchstaben des hebräischen Alphabets zum Gedenken an die Zehn Gebote.

Münchner Stadtmuseum und St. Jakob am Anger

Der Sankt-Jakobs-Platz in München, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Spannende Geschichten über die Stadtentwicklung und typisch münchnerische Traditionen erzählt das Münchner Stadtmuseum: Als größtes kommunales Museum Deutschlands ist es mit historisch bedeutenden Sammlungen eine Attraktion für Besucher und Einheimische.

Der Sankt-Jakobs-Platz geht zurück auf das 13. Jahrhundert, als Franziskaner dort eine Jakobskapelle betrieben. Das Kloster St. Jakob am Anger, das südlich vom jüdischen Museum steht, ist das älteste Münchens. Aus einem Kirchenfest im Jahr 1310, bei dem rund um St. Jakob Verkaufsstände aufgestellt wurden, entstand die heutige Jakobidult, eine Variante der Auer Dult.

Historische Entwicklung

Sankt Jakobsplatz historisch , Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

Bis ins 19. Jahrhundert war der Sankt-Jakobs-Platz ein bedeutender Marktplatz. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der Platz zunächst nur teilweise wiederhergestellt werden, diente zeitweise als Parkplatz und lag im Herzen der Stadt brach. Im Jahr 2003 lobte das Baureferat einen Realisierungswettbewerb für die Neugestaltung des Platzes aus. Nach den Hochbaumaßnahmen befasste sich das Referat im März 2007 mit der Platzgestaltung und etablierte das Jüdische Zentrum als vitalen Stadtkern.

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