NS-Dokumentationszentrum München

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Do geöffnet 10:00 - 19:00 (Bitte Hinweise beachten)
An Feiertagen, die auf einen Montag fallen, hat das NS-Dokumentationszentrum geöffnet. Die Cafeteria ist bis auf Weiteres geschlossen. Öffnungszeiten Buchshop: Dienstag bis Sonntag | 11.00 bis 18.00 Uhr

NS-Dokumentationszentrum München: Geschichte, Gegenwart und Zukunft

Lern- und Erinnerungsort zur Geschichte des Nationalsozialismus

Das NS-Dokumentationszentrum München ist der zentrale Ort zur Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit der Stadt.

In Kooperation mit dem Kulturreferat und den Museen

Dieser Beitrag über die Münchner Museen wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert und ist in Kooperation mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern konzipiert worden. Die Inhalte wurden zwischen den beteiligten Museen und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

++ Nach einer Verschärfung der Coronamaßnahmen gilt für Museen derzeit die 2G-plus-Regel. Bitte informiert euch vor dem Besuch direkt beim Museum über die aktuellen Corona-Regeln. ++

Warum lohnt sich ein Besuch im NS-Dokumentationszentrum München?

, Foto: Connolly Weber
Foto: Connolly Weber Die Dokumentation ist in inhaltliche Themenschwerpunkte gegliedert, die durch die Ausstellung leiten

Das NS-Dokumentationszentrum München erinnert am historischen Ort an die Verbrechen der NS-Diktatur und vermittelt die Geschichte des Nationalsozialismus mit Blick auf die Gegenwart und Zukunft. In Ausstellungen, Veranstaltungen, Workshops und Seminaren vermittelt es Wissen und Bewusstsein und will so Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung entgegenwirken.

Was ist geboten? Mit dem NS-Dokumentationszentrum München hat die Stadt einen Lern- und Erinnerungsort erhalten, der sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit der Stadt und den Ursachen, Ausprägungen und Folgen der Diktatur auseinandersetzt. Inhaltliche Schwerpunkte sind der Aufstieg der NS-Bewegung in München, die besondere Rolle der Stadt im Terrorsystem der Diktatur und der schwierige Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit nach 1945 bis in die Gegenwart.

Was ist das Besondere? Das NS-Dokumentationszentrum München ist ein lebendiger Ort der Information, des Austausches und der Diskussion, der immer den Bezug der historischen Erfahrungen zum Heute sucht. Große Fenster ermöglichen Sichtbezüge zu den baulichen Relikten der NS-Zeit, die authentischen Orte werden so zu einem Teil der Ausstellung.

NS-Dokumentationszentrum München: Alle Infos auf einen Blick

  • Lage: Zwischen Königsplatz und Karolinenplatz am Max-Mannheimer-Platz im Kunstareal
  • Museums-Kategorie: Kulturgeschichte
  • Kinderprogramm: Mediaguide für Jugendliche sowie für Familien mit Kindern ab 11 Jahren, buchbare Workshops zu unterschiedlichen Themen
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Ab 2 Stunden
  • Anfahrt: U2 bis Königsplatz, Bus 100, 150, 58 und 68 bis Königsplatz, Tram 27 und 28 bis Karolinenplatz
  • Parken: Keine eigenen Parkplätze vorhanden
  • Ausstellungskonzept: Bewusstsein und Diskussion über die NS-Zeit

    , Foto: Connolly Weber
    Foto: Connolly Weber Einer der Hauptaspekte des Dokumentationszentrums ist das Vermitteln von Wissen über die Zeit des Nationalsozialismus

    Die historische Ausstellung „München und der Nationalsozialismus" umfasst rund 1.000 Quadratmeter und erstreckt sich über dreieinhalb Geschosse, die folgenden Themen gewidmet sind:

    • Ursprung und Aufstieg der NS-Bewegung (4.OG)
    • Herrschaft und Gesellschaft im Nationalsozialismus (3.OG)
    • München und der Krieg (2.OG)
    • Auseinandersetzung mit der NS-Zeit nach 1945 (1.OG)

    Das Ausstellungskonzept umfasst Fotografien, Dokumente und Texte sowie Filmmaterial und steht unter den leitenden Fragestellungen: „Warum München?" und „Was hat das mit mir zu tun?". Immer wieder wird die historische Ausstellung durch temporäre durch künstlerische Interventionen belebt und so eine Verbindung zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft geschaffen. Was ihr sehen müsst:

    • Die großen Fenster: Die Lamellenfenster ermöglichen vielfältige Sichtbezüge zu den baulichen Relikten der NS-Zeit. Die authentischen Orte werden somit Teil der Dokumentation.
    • Die Kunstinstallation "Brienner 45": Im Außenraum des Gebäudes entstand das Medienkunstwerk „Brienner 45" der Brüder Benjamin und Emanuel Heisenberg. Verstreute Monitore zeigen mehrere Filmclips mit Texten aus Schlüsseldokumenten der NS-Zeit und historischen Bildern.
    • Münchner Biografien: Mit den Lebensläufen historischer Persönlichkeiten wie beispielsweise den Widerstandskämpfer*innen Walter Klingenbeck (1924-1943), Georg Elser (1903-1945) und Anita Augspurg (1857 - 1943) beleuchtet die Ausstellung die Motive und Handlungsspielräume von Tätern und Opfern, Mitläufern und Widerständigen. 
    • Die Multimediastationen im Lernforum: Auf vier interaktiven Medientischen hat man die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Themenkomplexen zu beschäftigen. So können hier unter anderem die Anfänge und der Aufstieg der NSDAP in München oder auch die Biografien und Wohnorte von Verfolgten des NS-Regimes recherchiert werden.

    Führungen und Formate

    , Foto: Connolly Weber
    Foto: Connolly Weber Regelmäßige Führungen und Events ergänzen das Vermittlungsprogramm des Museums
    • Rundgänge durch die Ausstellung „München und der Nationalsozialismus“: Jeden Sonntag, 11 und 14 Uhr (zudem werden regelmäßig Online-Rundgänge angeboten)
    • Rundgang durch die Ausstellung „München und der Nationalsozialismus“ auf Englisch: Jeden 1. Samstag im Monat, 10 Uhr (findet während Corona nur online und an ausgewählten Terminen statt)
    • Rundgang durch die aktuelle Wechselausstellung: Jeden Sonntag 10 Uhr
    • Mediaguides in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Französisch, Hebräisch, Italienisch, Polnisch, Russisch, Spanisch und Griechisch
    • Mediaguide für Jugendliche (auf Deutsch und Englisch)
    • Mediaguide für Familien mit Kindern ab 11 Jahren

    Lernforum und Bibliothek

    , Foto: Connolly Weber
    Foto: Connolly Weber Auf vier Medientischen habt ihr im Lernforum die Möglichkeit, euch mit den Themenkomplexen tiefer zu beschäftigen

    Einer der Hauptaspekte des Dokumentationszentrums ist das Vermitteln von Wissen über die Zeit des Nationalsozialismus. Aus diesem Grund verfügt das Museum über ein umfangreiches Lernforum mit Bibliothek, Medientischen, Datenbanken und Rechercheterminals.

    Ziel des Lernforums ist es, diese komplexen Inhalte in medial möglichst ansprechender Form aufzubereiten. Die Inhalte der Ausstellung können so vertieft werden, wobei sich dieses Angebot sowohl an Gruppen als auch an Einzelpersonen richtet.

    Veranstaltungen und Events

    , Foto: Connolly Weber
    Foto: Connolly Weber Im Außenraum des Gebäudes erinnert heute das Medienkunstwerk „Brienner 45" an die NS-Zeit

    Darüber hinaus bietet das NS-Dokumentationszentrum München folgende Veranstaltungen an:

    • Wechselnde Events zu historischen und aktuellen Themen mit nationalen und internationalen Gästen aus den Bereichen Wissenschaft, Kunst, Literatur uvm.
    • Regelmäßige Reihen mit verschiedenen Kooperationspartnern
    • Buchbare Workshops und Seminare zu unterschiedlichen Themen für Kinder-, Jugend-, Schüler- und Erwachsenengruppen

    Eintrittspreise

    Der Eintritt zum NS-Dokumentationszentrum München ist kostenfrei.

    App „Orte Erinnern“ und Online-Angebot

    Die Geschichte des NS-Dokumentationszentrums München

    , Foto: Connolly Weber
    Foto: Connolly Weber Das NS-Dokumentationszentrum München befindet sich auf dem Gelände des "Braunen Hauses", der einstigen Parteizentrale der NSDAP

    München ist Gründungsort der NSDAP und ist wie keine andere Stadt mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus verbunden.

    Das NS-Dokumentationszentrum München befindet sich auf dem Gelände des "Braunen Hauses", der einstigen Parteizentrale der NSDAP. Mit dem NS-Dokumentationszentrum München erhielt der Ort eine neue Bestimmung als offener und lebendiger Ort der Information, des Austausches und der Diskussion.

    Am 1. Mai 2015 wurde das NS-Dokumentationszentrum München eröffnet. Es entstand auf Initiative von Bürger*innen, die für eine kritische Auseinandersetzung mit den Spuren der NS-Täterschaft eintraten. Der Bau wurde finanziert von Bund, dem Freistaat Bayern und der Landeshauptstadt München und ist seit seiner Eröffnung eine Einrichtung der Landeshauptstadt München.

    Barrierefreiheit und Angebote für Menschen mit Einschränkungen

    Alle öffentlichen Bereiche des NS-Dokumentationszentrums München sind barrierefrei zugänglich. Der Eingang (Schwelle 3cm) hat einen elektrischen Türöffner und im Erdgeschoss befinden sich taktile Lagepläne in Braille- und Keil-Schrift.

    • Spezielle AngeboteMediaguide in deutscher Gebärdensprache und International Sign Language, Mediaguides und Begleitbroschüren in leichter Sprache (Deutsch und Englisch).

    Neuer Erinnerungsort in Neuaubing geplant

    , Foto: Connolly Weber
    Foto: Connolly Weber In Neuaubing blieben acht Baracken eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers bis heute erhalten

    Auch im Münchner Westen soll in den nächsten Jahren ein lebendiger Erinnerungsort entstehen: Am Rande von Neuaubing sind acht Baracken eines Lagers erhalten, in dem während der NS-Herrschaft Zwangsarbeiter*innen untergebracht waren.

    Mit Departure Neuaubing – European Histories of Forced Labor wird Ende 2021 eine interaktive und interdisziplinäre Web-Anwendung entstehen, die dazu einlädt, die Geschichte der nationalsozialistischen Zwangsarbeit als eine europäisch vernetzte Geschichte zu entdecken.

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    Informationen zur Barrierefreiheit

    20 Bewertungen zu NS-Dokumentationszentrum München

    5
    20 Bewertungen
    • von am

      Wir waren heute da. Wir fanden es sehr informativ und gut gemacht. Man sollte nie vergessen,was schreckliches geschehen ist.

    • von am

      Sehr gute Betreuung von 2 junge Soziologe und sehr pädagogischen Material...halte für sehr wichtig nachdem nicht nur hier sondern der Macht-Missbrauch sein kann.. "Erinnerung wirkt "präventiv "....werde ich sagen...

    • von am

      Sehr objektive Darstellung der Münchner Geschichte ab der Räterepublik. Viel interessante Zusammenhänge. Guter Audioguide.

    • von am
    • von am

      Eine beeindruckende Fülle an Schrift-, Bild- und Filminformationen, die einen Besucher zu einer intensiven, mitfühlenden Verinnerlichung führen kann. Die konzentrierte Aufnahme furchtbarer Zeugnisse erwünscht sich in fast jeder Etage eine Sitzgelegenheit, wie sie in den meisten Museen zur Verfügung steht. Dies gilt besonders für körperlich behinderte Besucher. Das "Eintauchen" in die NS-Zeit gelang mir selten, da in jeder Etage der Fahrstuhl neue Besucher mit störendem Klingelzeichen ankündigte, ein vorzeitiger, auch physisch bedingter Abbruch meines Besuches war die Folge. Meine 4 Sterne der Bewertung muss ich auf 3 Sterne begrenzen, hoffe aber, durch meine Kritik Anregungen geschaffen zu haben.

    • von am

      Ich habe am vergangenem Wochende das Dokumentationszentrum besucht und sehr nachdenklich mit folgenden, unausgesprochenen Fragen verlassen: Was wäre in meinem Leben anders verlaufen, hätte es die NS-Zeit, den 2. Weltkrieg nicht gegeben? Wie anders hätte Europa sich entwickelt? Wie stünde Europas Elite da? Hätten sie je auswandern müssen? Wo wären meine Eltern sich begegnet? Wenn sie sich denn je begegnet wären ... Wie wäre ich, meine Geschwister, meine Freunde und Freundinnen aufgewachsen? Wie würden wir heute mit den Themen Krieg und Frieden umgehen? Wie würde unsere Gesellschaft aussehen? Welche Themen würden uns beschäftigen? Welche Staatsform hätten wir heute? Würden wir mit den endlichen Ressourcen nachhaltiger umgehen? Müssten wir gerade fliehen und in anderen Ländern um Aufnahme bitten? Welche Folgen hätte ein 2. Weltkrieg, stattgefunden in den 50ger - den 60ger - den 70ger - den 80ger Jahren, gehabt? Wie würde es um Armut und Reichtum in diesem Land bestellt sein? Welche Parteien gäbe es? Hätte es je einen Bürgerkrieg gegeben? Auf jeden Fall ist die Ausstellung sehr informativ, sehr gut präsentiert. Ich bin mit einem mediaguide durch die Austellung gegangen - perfek gut! Tolles Konzept. Wie gesagt: mit neuen Denkanstößen die Austellung verlassen. Danke!

    • von am

      Quite astonished about the documentation center's neglecting the German - incl. Bavarian - Protestant Church's Antisemitism and Kumpanei with the Nazis. Did people in charge of the center ignore Munich's Bishop Meiser's disgusting statements with respect to Jews? From the early beginning to the bitter end! I hear that up to this date there are in Bavaria Street-Names honouring this ambiguous clergyman. What's about the highly Protestant Institution of Schloss Elmau in Upper Bavaria, introducing the "Arier-Paragraphen" long before mandatory and heavily cultivating nazism and hatred against Jews? Such a documentation - though visually rather well done - should not lack honesty in treating history. Unpleasant aspects should not be excluded voluntarily.

    • von am

      habe gestern (19.4.2016) die sehr gut gemachte und interessante Ausstellung besucht. allerdings nur die zwei oberen Stockwerke, dann war ich geschafft, schade - schade! denn die Raumtemperatur war so unangenehm hoch, dass ich das Zentrum verlassen musste! kann die Raumtemperatur nicht auf ein erträgliches Maß geregelt werden??? Gruß HM

    • von am

      Ich habe schon vieles gesehen. Von den Landungsstränden in der Normandie, Obersalzberg, Buchenwald, Mauthausen, Berlin selbstverständlich. Ich hatte grosse Hoffnungen in diese Ausstellung als sie noch in der Planung war, und bin sehr enttäuscht. Geschichte wird an Hand von Schaukästen und 100000 Lesenswerte Zeitungsartikel und Briefen und Dokumenten nicht lebbar. Alles ist schwarz / Weiss dargestellt - obwohl es natürlich genug Material in Farbe gäbe, was einer Ausstellung auch Plastizität verleiht. So bleibt alles abstrakt. Deutschland scheint nach wie vor Angst davor zu haben, dieses Kapitel darzustellen, und dazu gehört auch, das es eine gewisse Faszination hatte. Das es eben immer Menschen geben wird, die einen Führer brauchen, der ihnen Träume erfüllt und Richtung weist. Warum es gerade die Juden getroffen hat, auf die es Hitler abgesehen hatte, wird auch hier nicht genug erklärt und vor allem nicht geklärt. Warum aus ganz normalen Männern (und Frauen) Massenmörder wurden , wird auch hier nicht geklärt. Die Banalität des Bösen wird nicht ansatzweise erklärt. Eine Ausstellung sollte plastisch erlebbar sein. Nicht durch sterile Schaukästen. Hier hätte man mal das Museum in Caen / Frankreich als Vorbild nehmen können. Am schlimmsten fand ich jedoch das sich zum Schluss das "gute Deutschland" saubergeputzt darstellen will. Die Verarbeitung des Nationalsozialismus nach 1945. Völlig beiseite geschoben, das Fritz Bauer den Ausschwitzprozess nur unter widrigsten Umständen vorantreiben konnte. Es gibt noch nicht mal vernünftiges Bildmaterial heutzutage von diesem Prozess. Der Majdanek Prozess der ist völlig untergegangen. Und diese Prozesse sind innerhalb der Bevölkerung gar nicht wahrgenommen worden.(....)

      Sehr geehrte(r) "Anonym",
      wir bedauern Ihre "Enttäuschung". Wenn Sie als Vergleich "Obersalzberg", "Buchenwald" und "Mauthausen" heranziehen, kann es sein, dass Sie unser Haus mit "falschen Erwartungen" besucht haben. Das NS-Dokumentationszentrum Müchen ist gerade keine (Opfer-)Gedenkstätte und kein Museum - daher fehlt hier in Ermangelung der musealen Ausstellungsstrücke und Relikte auch die von Ihnen offensichtlich erwartete "Plastizität" und "Erlebbarkeit". Es geht uns auch nicht um die Klärung der "Banalität des Bösen", sondern um die sachliche Dokumentation der NS-Zeit in München. Der München-Fokus hat übrigens auch die Auswahl der Themen wie z.B. die von Ihnen angesprochenen Prozesse bedingt.
      Noch eine Anmerkung zum Schluss: Unsere Ausstellung ist keinesfalls nur "schwarz/weiss". In jedem Stockwerk finden Sie Farbfotografien, -Bilder und -Dokumente. Vielleicht besuchen Sie mit diesen Erwartungen unser Haus erneut? - Wir würden uns freuen, MfG NS-Dokumentationszentrum München

    • von am
    • von am

      Ich schließe mich der Bewertung von Repugno an. Die Nazi-Zeit ist in dem Nazi-Dokumentations-Zentrum zurecht "platt" gemacht worden, hier gibt es keine Zweifel. Dabei sind die Zentrums-Mitarbeiter leider in die entgegengesetzte Richtung gerutscht und haben Kommunisten [...] viel zu unkritisch und sogar glorifizierend dargestellt. Das ist eine populäre, aber keine wissenschaftliche Herangehensweise. Deswegen fällt mein Fazit genauso wie der vom Bewerter davor aus: Schade um weggeworfenes Steuergeld, die Ausstellung ist nur mit sehr viel Vorsicht und mit viel Hinterfragen zu genießen!

      Sehr geehrte(r) "Besucher im 2015",
      inwiefern die "Nazi-Zeit" im NS-Dokumentationszentrum "zurecht 'platt' gemacht" worden ist, leuchtet uns nicht ein. Die Dauerausstellung dokumentiert auf 1000 qm die Geschichte des Nationalsozialismus in München sowie die Zeit nach 1945 bis in die Gegenwart - kritisch, sachlich und ohne jegliche "Glorifizierung". Dies ist im Übrigen die klassische, wissenschaftliche Herangehensweise. MfG, NS-Dokumentationszentrum München

    • von am

      Vor Kurzem besuchte ich dieses NS-Doku Zentrum in München und verließ es mit gemischten Gefühlen und ohne Antworten. Zu sehr erinnerte mich die Ausstellung an ähnliche Einrichtungen, wie ich sie schon aus DDR-Zeiten kannte. Die Dame, die durch die Ausstellung führte, ermutigte zwar Fragen zu stellen, schnell stellte sich aber heraus, das zu kritisches Hinterfragen, zu einzelnen Aspekten der Ausstellung, unerwünscht war und wohl als Angriff auf die Deutungshoheit gewertet wurde. Schade, denn will man aus der Geschichte lernen, muss man sie als das begreifen was sie ist nämlich, eine chronologische Abfolge von Ereignissen die im Zusammenhang miteinander stehen und deren Beurteilung nach wissenschaftlichen Regeln erfolgen muss. Die dort behandelten Ereignisse liegen jetzt über 70 Jahre zurück und eine so kostspielige Einrichtung (über 28 Millionen Euro Steuergelder allein für den Bau)hätte ganz sicher ihre Berechtigung, denn sie könnte durch Aufklärung mithelfen, dass sich Geschichte nicht doch eines Tages wiederholt. Nur, dazu muss die ganze Wahrheit, lückenlos und objektiv auf den Tisch! Ohne Auslassungen, ohne Dämonisierung, ohne al zu „sportliche“ Deutungen und ohne Rücksichtnahme auf gewisse Kreise! Was den Nationalsozialismus angeht, der war auch real schon furchtbar, unmenschlich und widerlich genug und das deutsche Volk zahlt dafür, bis heute. Die Installierung dieser „Weltanschauung“ auf deutschen Boden, erfolgte nach einem perfiden Plan und Hitler war alles andere als ein Betriebsunfall. Zu viele Fragen dazu sind noch offen und warten auf eine Beantwortung! Mit meinen Besuch verband ich die Hoffnung, hierzu die neuesten, wissenschaftlich gesicherten Fakten und Erkenntnisse aufgezeigt zu bekommen, um mir anschließend ein besseres Bild zu machen. Die Wahrhaftigkeit bei der Aufarbeitung und Dokumentation jener Vorgänge, die es zwingend braucht um Glaubhaft zu sein, konnte ich leider nur ansatzweise erkennen. Ich würde mir wünschen, dass sie dem kritischen Besucher zukünftig besser erlebbar gemacht wird und sie die Antworten bekommen, nach denen sie suchen.

      Sehr geehrte(r) Repugno,
      wir bedauern, dass Sie unser NS-Dokumentationszentrum mit "gemischten Gefühlen" und "ohne Antworten" verlassen haben. Dass Sie zudem den Eindruck hatten, "kritisches Hinterfragen" sei "unerwünscht", entspricht zweifelsohne nicht dem Anliegen und Konzept des Hauses.
      Das NS-Dokumentationszentrum dokumentiert - basierend auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft - die Geschichte des Nationalsozialismus in München und geht z.B. der Frage nach, warum gerade München?, welche gesellschaftlichen und politischen Akteure waren am Aufstieg Hitlers und der NSDAP beteiligt?, wie reagierten die Münchner Bürgerinnen und Bürger? Eine "Rücksichtnahme auf gewisse Kreise", "Auslassungen" oder "Dämonisierungen" finden bei uns gerade nicht statt.
      Wir hoffen, dass Sie bei einem erneuten Besuch unseres Hauses die Anworten Ihre Fragen erhalten.

    • von am

      Sehr gut konzipierte Ausstellung! Erklärt gut die Zusammenhänge. Bilddokumentation hervorragend. Gut auch, dass Faschismus nicht laufend mit Nationalsozialismus gleichgesetzt, wie in Deutschland zu oft der Fall. Sind ja 2 Paar Schuhe ! Schade, dass Ausstellung schlecht kaschiert mit politisch linker Sichtweise verbunden. Mehr Neutralität wäre ein Plus. Sonst alles O.K.

    • von am

      Viele Informationen, aber übersichtlich und prägnant dargestellt. Wer alles liest, ist gut beschäftigt, interessiert man sich für einen Teilabschnitt (Machtergreifung, Judenverfolgung, Krieg und Vernichtung, Umgang mit NS-Gedankengut nach 1945...) genauer, kann man hier tiefergehende Einblicke erlangen. Es werden viele Beispiele aus München dargestellt, die teilweise auf den gesamten NS-Machtapparat übertragen werden können, aber die Bedeutung der Stadt München für das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte wird gut vermittelt. Absolut empfehlenswert; nicht nur für Münchner

    • von am

      Gesamteindruck: sehr positiv! Aber viele, fast zu viele wertvolle Informationen. Denn bei großem Besucherandrang wie heute, 21.6.2015, hat man oft keine Chance, an die Fotos und Texte in den waagrechten Vitrinen heranzukommen. Sehr negativ die Platzierung der Filmwand im 2. Stock, wo der lange Film mit den Zerstörungen Münchens im 2 WK gezeigt wird: man steht in einem engen Gang, wird immer wieder von anderen Besuchern gestört, die durch diesen Gang hindurchgehen müssen, um nach links abzubiegen oder von dort kommen. Und man stört selbst diese Besucher. Viele wollen diesen Film sehen, daher müsste der in einer Räumlichkeit gezeigt werden, wo viele Menschen sitzen oder stehen können ohne selbst zu stören oder gestört zu werden. Eigentlich sollte der Film am Ende gezeigt werden, als Ergebnis, was einem Volk, einer Stadt passiert, wenn sie sich auf Verbrecher wie die Nazis einlassen! Sehr schlecht ist im 1. Stock die Kunstabteilung mit den schrägen Wänden (warum schräg?) und den Bildtexten, die viel zu tief angebracht sind, so dass Leute, die keine Adleraugen mehr haben, Rückenschmerzen bekommen beim Lesen oder aufgeben. Da ein großer Besucherandrang stattfand, wurden immer wieder der 3. und 4. Stock gesperrt, was verständlich ist, aber der Sprecher wies auf die Möglichkeit des Café-Besuches hin. Dieses Café ist aber alles andere als einladend, hat viel zu wenig Sitzplätze, wirkt wie eine Schleuse oder Verlegenheitslösung. Der eine Bedienungsmann war total überfordert. Das ist eher eine Örtlichkeit, die man schnellstens nach einem Kaffee wieder verlassen möchte. War das eventuell so geplant? Und was haben sich die Architekten bei der Eingangsdrehtür gedacht? Das ist wie ein Loch, durch das sich die Wartenden einzeln, also immer jeweils 4 Stück pro Drehung hindurchschleusen lassen müssen. Da stimmen doch weder die Proportionen im Verhältnis zur Fassade noch Benutzerfreundlichkeit. Ebenfalls hat man die Toiletten total vernachlässigt. Drei Toilettenkabinen bei den Herren, davon zwei permanent zugesperrt! Die Damentoilette wurde nicht von uns getestet. Warum kümmern sich Architekten so oft nur um das Ästhetische und das Inhaltliche, das vermittelt werden soll, und vergessen dabei völlig die praktischen Dinge, die für die Benutzer den Aufenthalt in einem Museum angenehm machen sollen? Gibt es eine Klimaanlage? Trotz geöffneter Fenster war die Luft bei so vielen Menschen stickig. Da ich selbst als Kunsthistorikerin in Museen arbeite und die Problematik kenne, habe ich mir erlaubt, Ihnen diese lange Mail zu schreiben. Vielleicht kann man die eine oder andere "Kinderkrankheit" noch ausbessern? Wir kommen wieder! Mit freundlichen Grüßen

      Sehr geehrte Frau Latzin,
      wir freuen uns über Ihren postiven Gesamteindruck und nehmen Ihre Anmerkungen gern zur Kenntnis. Viele "Einschränkungen" von denen Sie berichten sind bereits behoben worden bzw. bestanden lediglich temporär. Andere sind und bleiben den besonderen architektonischen Herausforderungen des Hauses geschuldet.
      Wir freuen uns, wenn Sie unser Haus erneut besuchen und verbleiben mit freundlichen Grüßen, NS-Dokumentationszentrum München

    • von am

      Sonderaustellung, sehr interessant, Tafeln waren aber nur auf Deutsch

    • von am

      Sehr geehrte Damen und Herren, über die imposant große Flut von informationen in der Ausstellung wurde schon positiv berichtet. Eine Kritik möchte ich doch loswerden warum sind in den 4 Stockwerken keine Sitzgelegenheiten. Nicht nur jüngere Besucher werden "fußlahm" und gönnen sich eine Pause auf den Treppenstufen. Für für ältere und kranke Besucher ist diese Möglichkeit, so denke ich indiskutabel.

      Sehr geehrte(r) Frau/ Herr Meyer,
      vielen Dank für Ihre positive Bewertung unserer Ausstellung.
      Bezüglich Ihrer Kritik dürfen wir Ihnen mitteilen, dass wir mittlerweile portable Sitzhocker anbieten, die in jedem Stockwerk aufgestellt werden können und so jeder Besucherin und jedem Besucher eine Pause ermöglichen.
      MfG, NS-Dokumentationszentrum München

    • von am

      Klasse gemacht.Sehr informativ ,bin fast 70 Jahre alt und ist interessant speziell für ältere Semester wie mich da wir zu unserer Schulzeit viel zuwenig über das Nazi-Deutschland aufgeklärt wurdens .Ein Museumsbesuch ist eigentlich ein Muß für Alle,die die "Deutsche Geschichte"interessiert !

    • von am

      Ich war am 15. Mai im NS-Dokumentationszentrum. An diesem Tag war es übervoll von interessierten Leuten, so dass man sich kaum zu den Informationstafeln vorarbeiten konnte. Ich muss ein großes Lob aussprechen. Mit so vielen Informationen habe ich nicht gerechnet. Tafeln, Tische, Filmprojektionen zeigen auf vier Etagen in chronologischer Reihenfolge die Entwicklungen von 1918 bis heute auf eindrückliche Art und Weise. Der Fokus liegt auf München, wo der NS einen Nährboden gefunden hat. Wichtig und für mich erschreckend zugleich ist die Darstellung der Aufarbeitung des NS nach 1945. Zu mehr als Scham war die Gesellschaft nach Kriegsende kaum fähig, und kennzeichnend dafür ist, dass sie in München 70 Jahre benötigte, um dieses NS-Dokumentationszentrum zu errichten. Dieses ist jetzt überzeugend gelungen.

    • von am

      Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe für die Ebene 4 ,3 Stunden gebraucht und einiges Erfahren,was ich noch nicht wusste, sodass ich öfter kommen werde.Ich finde die Einrichtung und Ausstellung der Bilder sowie die Filme sehr gut.Ganz besonders beschäftigt mich die "Weiße Rose".Leider mußte ich feststellen,dass am 1.Mai Nazis die Ausstellung besucht haben und denen habe ich ganz klar gesagt,dass sie hier nicht erwünscht sind.

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    CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

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