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Museum Fünf Kontinente

Top-Sehenswürdigkeiten | Altstadt-Lehel
Di geöffnet 09:30 - 17:30 (Bitte Hinweise beachten)
geschlossen: Faschingsdienstag, Karfreitag, 1. Mai, Fronleichnam, Allerheiligen, Heiliger Abend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester

Museum Fünf Kontinente: Infos zu Ausstellungen, Veranstaltungen und Programm

Das Museum Fünf Kontinente – die ganze Welt in einem Museum

Das Museum Fünf Kontinente zeigt mit seinen Dauer- und Sonderausstellungen den kulturellen Reichtum der Menschen in aller Welt.

In Kooperation mit dem Kulturreferat und den Museen

Dieser Beitrag über die Münchner Museen wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert und ist in Kooperation mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern konzipiert worden. Die Inhalte wurden zwischen den beteiligten Museen und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

++ Seit 2.9. gilt in Bayern auch beim Museumsbesuch die 3G-Regel. Alle Infos ++

Warum lohnt sich ein Besuch im Museum Fünf Kontinente?

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Foto: Museum Fünf Kontinente Das Museum Fünf Kontinente bewahrt eine der größten ethnologischen Sammlungen weltweit

Keine Zeit oder kein Geld nach Myanmar zu reisen? Das Museum Fünf Kontinente gewährt spannende Einblicke in andere Lebenswelten.

Was ist geboten? Von der Mythenwelt der indigenen Bevölkerung Nordamerikas bis zu den Inselwelten im Pazifik: Im Museum Fünf Kontinente reist man – mitten in der Münchner Innenstadt – um die Welt. Ständige Ausstellungen gibt es zu Afrika, Südamerika, Nordamerika, Asien, Ozeanien und dem Orient.

Was ist das Besondere? Durch sein abwechslungsreiches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm ermutigt das Museum dazu, sich auf vielleicht zunächst fremd erscheinende Denkweisen einzulassen und Inspirationen und Anregungen in den eigenen Alltag mitzunehmen. Man lernt nicht nur viel über die verschiedenen Religionen und den Alltag von Menschen in aller Welt, sondern auch Respekt und Toleranz gegenüber Anderen. Das Team des Museums steht im dauernden Austausch mit der internationalen Wissenschaft und Nachkommen der Urheberinnen und Urheber der ausgestellten Gegenstände.

Museum Fünf Kontinente: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

  • Lage: An der Maximilianstraße
  • Museums-Kategorie: Kultur
  • Kinderprogramm: Familienführungen, Workshops, Familientage, Kinderrallys zum Download auf der Homepage
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Ca. 2 Stunden
  • Anfahrt: U4 und U5 bis Lehel, S-Bahn bis Isartor oder Tram 16 und 19 bis Maxmonument
  • Parken: Parkplätze in unmittelbarer Umgebung, Parkgarage Hofbräuhaus
  • Von Myanmar bis Orient: Die Vielfältigkeit anderer Kulturen entdecken

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    Foto: Museum Fünf Kontinente

    Das Museum Fünf Kontinente ist ein Weltkulturenmuseum, das an der Schnittstelle von Ethnologie und Kunst arbeitet. Mit etwa 160.000 Objekten sowie 135.000 Fotografien aus Afrika, den Amerikas, Asien, Ozeanien und Teilen Europas bewahrt es eine der größten und bedeutendsten ethnologischen Sammlungen weltweit.

    Innerhalb der vielfältigen Bayerischen Museumslandschaft bietet das Museum Fünf Kontinente einen einzigartigen Zugang zum kulturellen Reichtum der Menschen in aller Welt, schlägt Brücken von der Vergangenheit ins aktuelle Zeitgeschehen und lädt zur Auseinandersetzung mit anderen Lebens- und Sichtweisen ein. Was man sehen muss:

    • Myanmar. Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern: 1911 reiste der damalige Museumsdirektor Lucian Scherman zusammen mit seiner Frau Christine Scherman nach Burma, dem heutigen Myanmar. Die beiden legten eine weltweit einzigartige ethnographische Sammlung an, zu der mehr als 2.300 Objekte, 1.200 Fotografien, ausführliche Reisetagebücher und Tonaufnahmen zählen. Die schönsten und kostbarsten Stücke der Sammlung sind in einer herausragenden Präsentation zu sehen.
    • Lebendige Traditionen, Kreative Gegenwart. Kunst aus Afrika: Afrika gilt als Wiege der Menschheit – alle unsere Vorfahren kommen von dort. Der Kontinent umfasst heute über 50 Länder und weist die weltweit größte Vielfalt an Sprachen und Kulturen auf. Die Ausstellung präsentiert eindrucksvolle Beispiele traditioneller Kunst aus dem Afrika südlich der Sahara.
    • Sonnentanz und Bisonjagd. Indianer Nordamerikas: Der nordamerikanische Kontinent erstreckt sich fast 8.000 Kilometer von der Arktis über Alaska, Kanada und die USA bis ins nördliche Mexiko. Als ebenso vielfältig wie seine Landschaften erweisen sich die traditionellen Kulturen der Indianer und Eskimo. Die Exponate der Ausstellung zeigen diese Vielfalt auf und belegen den Erfindungsreichtum und das ästhetische Gefühl ihrer Schöpfer.
    • Der Orient. Zum Staunen so nah: Die Ausstellung führt die Besucher in die facettenreiche Welt Westasiens und Nordafrikas. Jahrhundertealte und zeitgenössische Kunst, Objekte voll tiefempfundener Religiosität und Gegenstände alltäglichen Lebens laden zur intensiven Betrachtung ein.
    • Ozeanien. Inselwelten im Pazifik: Über den Pazifik verteilen sich mehr als 7.500 Atolle und Inseln. Diese Welt erstreckt sich über ein Drittel der Erdoberfläche und wird heute unter dem Begriff Ozeanien zusammengefasst. In der Ausstellung sind weltweit einzigartige Objekte zu sehen, die Einblicke in traditionelle Lebensweisen ermöglichen.
    • Mythen, Tiere, Götterwesen. Ureinwohner Südamerikas: Von der Südgrenze der USA bis nach Feuerland ist Lateinamerika von Menschen unterschiedlicher indigener Kulturen mitgeprägt. Der erste Ausstellungsraum ist den präkolumbischen Kulturen des alten Peru gewidmet, ergänzt um Exponate aus Mittelamerika. Der zweite Raum ist unter dem Titel „Vernetzt. Verstrickt. Verwoben. Anziehendes aus dem südlichen Abya Yala“ Textilien und mit diesen verflochtenen Themenfeldern gewidmet.

    Führungen: Öffentliche, inklusive und Themenführungen

    Ausgehend von den eigenen Sammlungen zeigt das Haus Gemeinsamkeiten und Unterschiede von verschiedenen Kulturen auf. Folgende Formate werden angeboten:
    • Individuelle Themenführungen
    • Öffentliche Führungen: Sonntagnachmittags nach Ankündigung (Treffpunkt im Foyer)
    • Inklusive Führungen: buchbar über das MPZ
    • Familienführungen
    • Pädagogische Führungen für Kitas und Schulen
    • Kuratoren- und Direktorenführungen

    Kinderprogramm: Die Weltentdecker

    , Foto: MFK, Nicolai Kästner
    Foto: MFK, Nicolai Kästner Kunstvoll verzierte Fischerbote erzählen die Geschichten der Seefahrernationen Ozianiens
    • Familienführungen, Workshops, Themen- und Familientage
    • Gestaltung eigener kleiner Kunstwerke
    • Lauschen von Märchenerzählungen
    • Auf eigene Faust durchs Museum: Drei verschiedene Kinderrallys zum Download auf der Homepage
    • Kindergeburtstag im Museum feiern

    Museumsshop und Bibliothek

    Im Museumsshop Caravanserai gibt es eine große Auswahl an Kunsthandwerk, Schmuck, Textilien und vielem mehr zu entdecken. Die Caravanserai ist nicht nur Geschäft und Galerie, sondern ein Ort, der etwas Besonderes an Qualität und Atmosphäre bietet.

    Die Bibliothek des Museums Fünf Kontinente steht als öffentliche Präsenzbibliothek offen und lädt ein, mehr als die eigene Heimat kennen zu lernen. Zur Verfügung stehen dabei über 100.000 Bände ethnologischer Fachliteratur. Ein Online- und ein Zettel-Katalog erleichtern die Literaturrecherche.

    Veranstaltungen: Familientage, Vorträge und Chor

    , Foto: Museum Fünf Kontinente
    Foto: Museum Fünf Kontinente Bei begleitenden Veranstaltungen geht das Haus auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede von verschiedenen Kulturen ein
    • Familientag: Zweimal im Jahr mit Musik und Tanz, lokalen Spezialitäten sowie Vorträgen und Führungen
    • Wissenschaftliche Vortragsreihe: "Carpet Diem. Im Universum der Teppiche und Textilien"
    • Wissenschaftliche Vortragsreihe: "Lucian Scherman Lectures"
    • Chor der Fünf Kontinente: Jeder kann mitmachen und einmal die Woche mit anderen Musikbegeisterten Lieder auf verschiedenen Sprachen proben

     

    Eintrittspreise

    • Erwachsene: 5 Euro
    • Ermäßigt: 4 Euro
    • Sonntags: 1 Euro
    • Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Schüler: Freier Eintritt
    • Für Sonderausstellungen gelten erhöhte Eintrittspreise

    Online-Angebot

    Barrierefreiheit und Angebote für Menschen mit Behinderung

    Das Museum Fünf Kontinente ermöglicht einen barrierefreien Zugang über die Knöbelstraße. Mit Aufzügen erreicht man alle Etagen und Ausstellungsbereiche.

    • Zwei Behinderten-Parkplätze vor dem Haupteingang
    • Rollstuhlgerechte Toiletten befinden sich im Ober- und Untergeschoss
    • Spezielle Führungen: Inklusionsführungen auf Anfrage

    Geschichte des Museums Fünf Kontinente

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    Foto: Museum Fünf Kontinente Das Museum Fünf Kontinente liegt zentrumsnah an der Maximilianstraße

    Im Jahr 1835 richtete der Würzburger Arzt und Naturforscher Philipp Franz von Siebold, der von 1823 bis 1830 in Japan gelebt hatte, einen Brief mit ausführlicher Skizze an König Ludwig I. von Bayern. Darin erläuterte er seinen Vorschlag, in München ein ethnologisches Museum zu gründen. Siebold erwies sich so als Vordenker einer Entwicklung in Europa, die vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Gründung zahlreicher ethnologischer Museen führte. Die Herausbildung der Ethnologie als wissenschaftliche Disziplin ging damit Hand in Hand.

    Umgesetzt wurde Siebolds Plan schließlich im Jahr 1862: Ludwigs Sohn Maximilian II. wollte als engagierter Förderer von Wissenschaft und Kunst München zu einem führenden Zentrum im deutschsprachigen Raum machen. Im Zuge dessen beschloss er die Gründung eines ethnologischen Museums in der bayerischen Hauptstadt, das von Beginn an dezidiert der wissenschaftlichen Forschung verpflichtet war und ist. Bereits seit 1820 waren nämlich auf Veranlassung des Hauses Wittelsbach erste ethnologische Sammlungen nach München gelangt. Die sogenannten „Transatlantischen Sammlungen“ stammen von Forschungsreisen nach Brasilien, der Südsee und Russisch-Amerika.

    Das Museum war zunächst im Galerie-Gebäude in den Hofgartenarkaden untergebracht, das sich aber als zunehmend ungeeignet erwies. In den Jahren 1925/26 erfolgte der Umzug in das heutige Gebäude in der Maximilianstraße, das zwischen 1859 und 1865 von dem Architekten Eduard Riedel ursprünglich als bayerisches Nationalmuseum errichtet worden war. Fest verwurzelt in der staatlichen Museumslandschaft Bayerns trägt das Haus seit September 2014 den Namen "Museum Fünf Kontinente".

    Neue Corona-Regeln in Bayern seit 2. September

    Mit der neuen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung entscheidet seit dem 2. September 2021 eine landesweite "Krankenhausampel" (mit den Stufen Grün, Gelb und Rot) als neuer Leitindikator über die Corona-Maßnahmen. Die 3G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und Getestete) in öffentlichen Innenräumen und bei Veranstaltungen ist ausgeweitet. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen entfallen, solange die Stufe Gelb nicht erreicht wird. Die Maskenpflicht gilt nur noch in geschlossenen Räumen und im öffentlichen Verkehr, die medizinische Maske ("OP-Maske") löst die FFP2-Maske als Standard ab.

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    9 Bewertungen zu Museum Fünf Kontinente

    4
    9 Bewertungen
    • von am

      Insbesondere die Ausstellung "Myanmar. Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern" hat mich begeistert. Eine faszinierende Sammlung von Buddhas, aber auch Marionettenfiguren, zeitgenössische Kunst, einfach toll! Ohne Blitz durfte ich fotografieren, Klasse!

    • von am

      Kleiner wie erwartet aber sehr schön, den normalen Eintrittspreis meiner Meinung nach nicht wert, man sollte am Sonntag gehen.

    • von am

      Habe einen sehr inspirierenden Aufenthalt in diesem Museum genossen. Übriges, klasse Personal am Empfang!

    • von am

      Ein wirklich schönes Museum mit einer eindrucksvollen Sammlung. Die Indianer-Ausstellung hat mir besonders gut gefallen.

    • von am
    • von am

      Exzellentes Museum, beste Lage in München, spannende Ausstellungen. Ein "must" für jeden München-Besucher

    • von am
    • von am

      Das Museum der fünf Kontinente hat zwar neuerdings einen gewöhnungsbedürftigen Namen aber ist dennoch ein durchaus spannendes Museum mit immer wieder spannenden Sonderausstellungen und einer kleinen aber gut präsentierten Dauerausstellung. Nicht so umfangreich und faszinierend wie die großen Museen in Hamburg und Berlin aber für einen schönen Museumsnachmittag eine perfekte Location, die man je nach Geschwindigkeit in 3-4 Stunden durch hat.

    • von am
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