Königsplatz

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Auf dem Königsplatz treffen modernes Lebensgefühl, Klassizismus und Antike aufeinander. In der Glyptothek und der Antikensammlung ist Jahrtausende alte Kunst ausgestellt. Doch ebenso beeindruckend ist die Architektur der Gebäude. Spannende Fakten und Tipps zu einem der beliebtesten Münchner Plätze.

4 Dinge, die den Königsplatz so besonders machen:

Leute bei Königsplatz, Foto: muenchen.de/ Vauelle
Foto: muenchen.de/ Vauelle
  • Kaum ein Ort ist so gut für Instagram-taugliche Fotos geeignet wie der Königsplatz. Giftgrüne Wiesen und klassizistische Prachtbauten - auch wenn die Glyptothek derzeit hinter einem Bauzaun verschwunden ist, sind immer noch genug Säulen, Treppen und Skultpuren für tolle Selfies übrig.
  • Das ausgiebige Sonnenbad am Königsplatz ist ein Muss! Bei schönem Wetter bevölkern üblicherweise viele Münchner die Sitzstufen vor der Glyptothek. Da diese wegen der Sanierung des Museums derzeit nicht zugänglich sind, ist das Projekt "Glyptotheke" der ideale Ersatz. Zwei TU-Studenten haben die Sitzstufen aus Holz mitten auf dem Platz platziert. Viel Spaß beim Relaxen!
  • Eine Portion Kultur darf natürlich nicht fehlen: Welchen Schmuck haben römische und griechische Frauen getragen und wie ist Dionysos übers Meer gesegelt? In der Staatlichen Antikensammlung erfahrt Ihr es. Wem eher nach moderner Malerei ist: Das Lenbachhaus um die Ecke hat nicht nur die größte Sammlung zum "Blauen Reiter" zu bieten, sondern auch einen wunderschönen kleinen Garten.
  • Für die passende Verköstigung ist am Königsplatz natürlich auch gesorgt. In der Antikensammlung ist vorübergehend das Café der Glyptothek untergebracht, das sich rühmt „den wohl besten italienischen Kaffee Münchens“ anzubieten – in einem hübschen Innenhof. Und auch auf der Sonnenterrasse vom Café Ella am Lenbachhaus vergesst Ihr den Alltag schnell. Abends geht’s dann auf einen Abstecher in den Löwenbräukeller samt Biergarten.

Museen und Galerien

Die Glyptothek auf dem Königsplatz, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Ihr interessiert Euch für die Antike? In der zurzeit geschlossenen Glyptothek könnt Ihr alt-griechische und römische Statuen bewundern - teils weltberühmte Originale. Allerdings erst wieder ab Herbst 2020. Bis dahin wird das Museum saniert.

Etruskische, römische und griechische Kleinkunst wie Schmuck und Vasen gibt es gegenüber in der Staatlichen Antikensammlung. Hier ist vorübergehend das Café aus der Glyptothek untergebracht.

Die Propyläen sind nicht begehbar, aber dennoch eine Besichtigung wert. Das 1862 fertig gestellte Tempeltor ist nach dem Vorbild der Propyläen der griechischen Akropolis entstanden. Hinter dem Tor befindet sich zur rechten Seite außerdem das Lenbachhaus.

Bilder vom Königsplatz

Entspannung und Open-Air-Events

Königsplatz in der Dämmerung

Viele Münchner kommen zum Königsplatz zum Relaxen, Lesen und Sonnetanken. Gerade die (derzeit nicht zugänglichen) Steinvorsprünge an der Glyptothek sind ein Geheimtipp: Hier fällt bis in den späten Abend die Sonne hin - ein gemütliches Plätzchen, wenn der Rest der Stadt schon im Schatten liegt.

Später am Abend werden die Bauwerke schön beleuchtet, so dass hier in den warmen Monaten auch abends viel los ist. Im Sommer ist der Königsplatz auch  Location für Open-Air-Events wie das Oben Ohne Open Air, das Tunix oder das Sportfestival.

M-WLAN - Kostenloses WiFi in München

M-WLAN HotspotAn zahlreichen Plätzen in München ist das Gratis-Angebot M-WLAN verfügbar, mit dem man kostenlos im Internet surfen kann.

M-WLAN ist ein kostenloser Service, der von der Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken München als technischem Partner angeboten wird. muenchen.de und M-net treten dabei als Sponsoren auf.

Geschichte: Bauauftrag von Ludwig I.

Die Propyläen aus Sicht der Glyptothek, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Anfang des 19. Jahrhunderts erhielt der Architekt Karl von Fischer von König Ludwig I. den Auftrag, einen prachtvollen Platz am westlichen Ende der Brienner Straße zu bauen. Fischer konzipierte den Platz nach dem Vorbild der Akropolis in Athen. Die Fertigstellung des Platzes übernahm der Architekt Leo von Klenze.

Entstanden ist ein städtebauliches Gesamtkunstwerk im Stil des europäischen Klassizismus: Mit den dorischen Propyläen, der korinthischen Antikensammlung und der ionischen Glyptothek gilt der Königsplatz als eines der Hauptwerke des ludovizianischen "Isar-Athen".

NS-Zeit: Zentraler Aufmarschort in München

Es gibt in München wahrscheinlich keinen Ort, der so sehr von den Nationalsozialisten für die Selbstdarstellung genutzt wurde, wie der Königsplatz. Bereits vor der Machtergreifung 1933 befand sich in der nahen Brienner Straße das sogenannte Braune Haus, die Parteizentrale der NSDAP, der Königsplatz war also bereits früh im Fokus der Nazis. Der Königsplatz war am 10.5.1933 einer der Orte, an dem die Nazis die Bücher ihnen unliebsamer Schriftsteller wie Erich Kästner oder Kurt Tucholsky verbrannten.

1935 wurden von den Nazis rund 20.000 Granitplatten verlegt, sodass der Königsplatz als zentraler Aufmarschort für Parteiveranstaltungen in München genutzt werden konnte. Zudem wurden dort „Ehrentempel“ für die Toten des „Hitlerputsches“ von 1923 errichtet. In der Arcisstraße wurde 1937 der „Führerbau“ eröffnet, der damals vor allem als Repräsentationsgebäude diente, und in dem sich heute die Hochschule für Musik und Theater München befindet.

Nach Kriegsende: Vom Parkplatz zur heutigen Erscheinung

Der Königsplatz wurde bei Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nach Kriegsende wurden die „Ehrentempel“ von der US-Armee gesprengt. Danach wurde die Fläche die meiste Zeit als Parkplatz genutzt. Erst gegen Ende der 1980er Jahre begann man, den Königsplatz wieder in die Erscheinungsform des 19. Jahrhunderts zu bringen. Bis zur Jahrtausendwende wurden die Bauten generalsaniert.

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Sa, 23.05.2020, 18:30 Uhr

Udo Lindenberg

Sa, 04.07.2020, 20:00 Uhr

9 Bewertungen zu Königsplatz

5
9 Bewertungen
  • von am

    Einer der schönsten Plätze in München. Mit ganz viel Kultur!

  • von am
  • von am

    Auch für Fotografen ist dieser Platz mit seiner beeindruckenden Architektur ein Leckerbissen!

  • von am

    Ich finde der Königsplatz ist einer der beeindruckendsten Plätze in München. Die Glyptothek und die Antikensammlung sehen sich auf den ersten Blick ja recht ähnlich, obwohl diese von zwei unterschiedlichen Architekten entworfen wurden, was man bei genauerem Hinsehen auch sofort merkt. Toll sind auch die Propyläen und die komplette Anordnung des Platzes. Im mittlerweile doch sehr bebauten München sind solche großzügigen Freiflächen sehr schön und werden auch rege genutzt. Bei Sonnenschein sind hier sämtliche Stufen der Museen zum Sonnenbaden belegt und die Wiese dient auch für sportliche Aktivitäten.

  • von am

    Der Königsplatz ist ein wunderschöner Ort zum Genießen. Die Glyptotheken sind sehr beeindruckend und abends stilvoll beleuchtet. Im Sommer lockt der Königsplatz mit vielen Veranstaltungen wie das Open-Air Kino oder zahlreiche Konzerte.

  • von am
  • von am

    wunderschöne location! hier hat man echt das gefühl, dass man in einer echten metropole ist. die weiten flächen, der unbegrenzte blick in die ferne und eine geballte ladung kultur! in allen museen um den königsplatz war ich noch nicht, das muss ich nachholen. im sommer sitze ich hier gern nach vorlesungen und schau meine unterlagen durch oder verlier mich in kreativen gedanken.

  • von am

    Die Architektur der Gebäude rund um den Königsplatz ist sehr beeindruckend. Interessant sind auch die Ausstellungen, die sich in den Gebäuden befinden. Im Sommer findet hier auf dem Platz ein Kino-Open-Air statt, das vor der Kulisse dieser Gebäude immer wieder mein persönliches Sommer-Highlight ist.

  • von am

    Einer der schönsten Orte in München! Wer Zeit hat, sollte mal auf den Treppen sitzen und nichts tun.

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