Archiv Geiger

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Das Archiv Geiger in Solln bearbeitet in den ehemaligen Atelierräumen den künstlerischen Nachlass des bedeutenden Münchner Architekten und Künstlers Rupprecht Geiger. Besucher können hier die künstlerische Entwicklung Geigers nachvollziehen. Außerdem werden spezielle Führungen und Kinderaktionen angeboten.

Archiv in den ehemaligen Atelierräumen

Archiv Geiger Pigmentraum, Foto: Archiv Geiger
Foto: Archiv Geiger

Das Archiv wurde im Dezember 2010 eröffnet -  anlässlich des ersten Todestags von Rupprecht Geiger (1908-2009). Im Museum schnuppert man noch die Atelierluft des Künstlers und bekommt Einblicke in seine Arbeit - anhand wechselnder Präsentationen von Geigers Werken. Nach vorheriger Vereinbarung können auch ausgewählte Originale eingesehen werden.

Bei öffentlichen oder individuellen Führungen kommen neue Facetten des Künstlers zu Tage. Geiger-Kenner erhalten zudem spezielle, vertiefende Themenführungen. In der Werkstatt des Geiger-Druckers Ekkeland Götze kann man beim Siebdruck selbst Hand anlegen.

Angeboten werden auch spezielle für Kinderaktionen. Beispielsweise gibt es in der Jurte, einem mongolischen Wohnzelt im Garten des Archivs, die Möglichkeit, sich eigenständig mit der Farbe „Rot“ auseinanderzusetzen. Der Wirkung der Farbe „Rot“ hat Rupprecht Geiger einen Großteil seines Lebens gewidmet. Außerdem gestalten junge Besucher Papier- oder Materialcollagen. Sogar für Kindergeburtstage bietet die Jurte Raum zum Feiern.

Seit April 2018 gibt es das Format „ApéROT“. Hier steht dem Besucher im Anschluss an einen Vortrag zu einem ausgewählten Thema das Archiv-Team bei einem Aperitif für Diskussionen zur Verfügung.

Künstler mit Verbundenheit zu München

Rupprecht Geiger wurde am 26.1.1908 in München geboren, wo er den Großteil seines Lebens lebte und arbeitete. Der gelernte Architekt hat für die Malerei der Nachkriegszeit einen bedeutenden Beitrag geleistet. Er war 1949 Mitbegründer der Künstlergruppe ZEN `49, deren Ziel es war, abstrakte Malerei einem breitem Publikum zugänglich zu machen.

Sein Schaffen ist auch im öffentlichen Raum in München präsent. Beispielsweise gestaltete Geiger 1951 die Fassade am Münchner Hauptbahnhof - sein erster öffentlicher Auftrag im Bereich Kunst am Bau. Auch die Skulptur "Gerundetes Blau", das Wahrzeichen des Gasteigs, entwarf Geiger.

Etliche Auszeichnungen konnte Rupprecht Geiger einheimsen, darunter den Kulturellen Ehrenpreis der Landeshauptstadt München oder den Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst.

Seine Werke waren unter anderem mehrmals auf der documenta sowie auf der Biennale von São Paulo in Brasilien zu sehen. Anlässlich seines 100. Geburtstags gab es zahlreiche Ausstellungen und Retrospektiven. So auch in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München. Am 6.12.2009 starb Rupprecht Geiger in München.

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