Archiv Geiger

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Archiv Geiger München: Infos zu Atelier, Führungen, Events und Kinderprogramm

Atelier Geiger: Die Werke des Künstlers direkt am Entstehungsort

Im Archiv Geiger könnt ihr die Werke des berühmten Architekten und Künstlers Rupprecht Geiger dort erleben, wo sie entstanden – und das völlig kostenlos.

In Kooperation mit dem Kulturreferat und den Museen

Dieser Beitrag über die Münchner Museen wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert und ist in Kooperation mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern konzipiert worden. Die Inhalte wurden zwischen den beteiligten Museen und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

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Warum lohnt sich ein Besuch im Archiv Geiger?

, Foto: Oliver Heissner
Foto: Oliver Heissner Der Garten vor dem Archiv Geiger in München-Solln am südwestlichen Stadtrand

Die Werke des Künstlers Rupprecht Geiger (1908-2009) sind in ganz München zu bewundern - zum Beispiel an den Wänden der TU oder in Form der Skulptur „Gerundetes Blau“ vor dem Gasteig. Im Archiv reist man zurück an ihren Entstehungsort.

Was ist geboten? Im Museum, das sich in den Räumen seines ehemaligen Ateliers befindet, wird Geigers Nachlass bewahrt und präsentiert. Der Münchner Architekt hat einen großen Beitrag zur Kunst der Nachkriegszeit geleistet – eine Auswahl seiner Werke könnt ihr hier in wechselnden Ausstellungen bewundern. Es gibt regelmäßige Führungen und Workshops und nach Vereinbarung kann man auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten Geigers originale Druckgrafiken einsehen und/oder erwerben.

Was ist das Besondere? Von Studio bis Pigmentkeller: Das Museum ist ein Ort, der abstrakte Kunst für jeden erlebbar macht. Der Rundgang gewährt einmalige Einblicke in die Lebens- und Arbeitsweise des Künstlers, bunte Farbspritzer zeugen noch heute von der originalen Nutzung der Räume.

Archiv Geiger: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

  • Lage: München-Solln
  • Museums-Kategorie: Kunstmuseum
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: 45 Minuten (ohne Führung)
  • Kinderprogramm: Quiz-Rallye, spannende Schulklassenprogramme, zahlreiche Ferienworkshops und 2x jährlich Familienführungen, d.h. Erwachsenen- und Kinderführung finden parallel statt
  • Anfahrt: U3 bis Obersendling oder S7 bis Solln, Bus 134 bis „Bleibtreustraße“, ca. 7 Minuten Fußweg
  • Parken: Stellplätze in ca. 100 Metern Entfernung
  • Museum in den ehemaligen Atelierräumen in Solln

    , Foto: Katharina Haider
    Foto: Katharina Haider Der berühmte Pigmentraum: Im Keller des Ateliers mischte Rupprecht Geiger seine besonderen Farben

    Im Museum riecht man noch die Atelierluft: Umfangreiche Präsentationen aus dem Gesamtwerk Rupprecht Geigers, die etwa alle zwei Jahre wechseln, ermöglichen einen einmaligen Einblick in seine Arbeit. Man kann die Bilder und Objekte aber nicht nur anschauen, sondern auch sehen, wie sie entstanden. Das müsst ihr sehen:

    • Pigmentkeller im Archiv: Ein besonderes Highlight ist der Pigmentraum im Keller, wo Geiger seine Farben mischte. Hier könnt ihr ganz in die Farbwelt, die Geiger vermitteln wollte, eintauchen. 
    • Geigers Werke im öffentlichen Raum in München: 1951 gestaltete Geiger die Fassade des Münchner Hauptbahnhofs – sein erster öffentlicher Auftrag im Bereich Kunst am Bau. Auch die Skulptur „Gerundetes Blau“, das Wahrzeichen des Gasteigs, entwarf Geiger.
      (Wegen des Umbaus ist Geigers Werk am Hauptbahnhof vorübergehend leider nicht zu sehen.)

    Führungen für Kinder und Erwachsene

    • Einmal im Monat wird eine öffentliche Führung durch die ehemaligen Atelierräume angeboten (der Termin variiert).
    • Zweimal jährlich stehen Familienführungen auf dem Programm.
    • Zu besonderen Anlässen wie dem Geburtstag Rupprecht Geigers oder dem Tag der offenen Tür finden besondere Themenführungen statt.
    • Man kann das Archiv auch selbst kontaktieren, um einen Termin für eine individuelle Privatführung zu vereinbaren.

    Ferienprogramm: Kunstvermittlung für Kinder

    • Bei einer spannenden Quiz-Rallye können Kinder das Atelier spielerisch selbst entdecken: Sprecht einfach die Mitarbeiter*innen darauf an.
    • In der schulfreien Zeit bietet das Archiv Geiger Ferienworkshops für Kinder und Jugendliche an, bei denen die Kids selbst mit Kunst und Farben experimentieren können.
    • Ein Highlight ist die vorweihnachtliche Postkartenwerkstatt.
    • Zudem gibt es die Möglichkeit, Kindergeburtstage in Geigers Atelier zu feiern – Spaß garantiert!
    • Kunstvermittlungs-Programme für Schulklassen können über die Museums-Homepage (Sektion "Information - Kunstvermittlung für Kinder") oder über den Kooperationspartner KuKi - Kunst für Kinder e.V. eingesehen, sowie per E-Mail angefragt werden.

    Workshops, Blog, Fahrradtouren

    , Foto: Archiv Geiger
    Foto: Archiv Geiger Eindrücke aus einem Kunstworkshop für Erwachsene im Archiv Geiger
    • Wer kreativ werden will: Das Archiv Geiger bietet Workshops mit professionellen Referenten, unter anderem eine Siebdruck-, Collagen-, Papier-, Postkarten- und Geschenkpapier-Werkstatt.
    • Das Museums-Team betreut zudem einen Online-Blog mit Werkbeschreibungen. 
    • Auch die Besichtigung ausgewählter Werke Geigers im öffentlichen Raum ist buchbar, zum Beispiel bei einer zweieinhalbstündigen Fahrradtour.

    Kostenloser Eintritt

    • Die gesamte Ausstellung ist kostenfrei zugänglich.
    • Lediglich für das Vermittlungsprogramm und die Workshops werden Gebühren erhoben.

    Barrierefreiheit und Angebote für Menschen mit Behinderung

    Das Erdgeschoss des zweistöckigen Archivs ist barrierefrei zugänglich, der große Arbeitsraum ist von der Empore aus sichtbar. Der Pigmentraum im Keller ist nur über eine Treppe erreichbar.

    • Rollstuhlgerechte Toiletten: Leider gibt es im Gebäude keine Toilette, die für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich ist.

    Rupprecht Geiger: Ein Künstler mit Verbundenheit zu München

    "Gerundetes Blau" vor dem Gasteig, Foto: Gasteig München GmbH / Konstanze Heininger
    Foto: Gasteig München GmbH / Konstanze Heininger Eine von Geigers berühmtesten Skulpturen in München: Das "Gerundete Blau" vor dem Gasteig

    Das Archiv wurde im Dezember 2010 eröffnet - anlässlich des ersten Todestags von Rupprecht Geiger (1908-2009). Die Enkelin des Künstlers, Julia Geiger, hält als Leiterin des Archivs mit ihren Mitarbeiter*innen die Kunst ihres Großvaters (und auch ihres Urgroßvaters Willi Geiger) am Leben.

    Rupprecht Geiger wurde am 26.1.1908 in München geboren, wo er den Großteil seines Lebens wohnte und arbeitete. Der gelernte Architekt leistete einen bedeutenden Beitrag zur Malerei der Nachkriegszeit. Er war 1949 Mitbegründer der Künstlergruppe ZEN `49: ihr Ziel war es, abstrakte Malerei einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

    Sein Schaffen im öffentlichen Raum ist in München heute noch präsent. Geiger wurde mit etlichen Auszeichnungen für sein Werk geehrt, darunter der Kulturelle Ehrenpreis der Landeshauptstadt München oder der Bayerische Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst.

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