Der Stachus ist einer von Münchens wichtigsten Plätzen

Karlsplatz (Stachus): Münchens Tor zur Altstadt

Der Karlsplatz, besser bekannt als Stachus, ist weit mehr als der westliche Eingang zur Münchner Fußgängerzone. Hier treffen Altstadt, Hauptbahnhof, Sonnenstraße und mehrere wichtige Linien des Nahverkehrs aufeinander. Im Sommer bestimmt der große Stachus-Brunnen das Bild, im Winter wird auf dem Platz Schlittschuh gelaufen – und unter der Erde geht der Stachus mit Bahnhof und Einkaufspassagen weiter.

Adresse und Öffnungszeiten

Karlsplatz 1 , 80335 München

Karlsplatz/Stachus
Michael Hofmann

Video: Der Karlsplatz (Stachus) in München

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Karlsplatz (Stachus) auf einen Blick

  • Adresse: Karlsplatz, 80335 München
  • Sehenswert: Stachus-Brunnen, Stachus-Rondell, Karlstor, Blick zum Justizpalast
  • Erleben: Brunnen, Shopping, Gastronomie, Eiszauber und Veranstaltungen
  • Nahverkehr: S-Bahn-Stammstrecke, U4 und U5 sowie mehrere Tramlinien
  • Altstadt: Fußgängerzone beginnt direkt am Karlstor
  • Marienplatz: etwa 10 bis 15 Minuten zu Fuß
  • Shopping: Stachus Passagen sowie Neuhauser und Kaufingerstraße
  • Service: kostenloses M-WLAN

Warum der Stachus für München so wichtig ist

Brunnen am Karlsplatz Stachus im Sommer
manfredxy / Shutterstock.com

Kaum ein anderer Platz zeigt so deutlich, wie München zwischen historischer Altstadt und moderner Großstadt funktioniert. Vom Hauptbahnhof führt eine der wichtigsten innerstädtischen Achsen über den Stachus weiter durch die Fußgängerzone bis zum Marienplatz. Gleichzeitig verläuft mit der Sonnenstraße ein Teil des Altstadtrings direkt am Platz.

Dabei ist der Stachus nicht nur oberirdisch ein Verkehrsknoten. Unter dem Platz treffen S-Bahn, U-Bahn, Einkaufspassagen und weitere Verbindungen aufeinander. Das 1970 eröffnete Stachusbauwerk galt damals als größtes unterirdisches Bauwerk Europas. Zwei Jahre später veränderte die neue Fußgängerzone den Platz noch einmal grundlegend: Seit 1972 endet der Autoverkehr vor dem Karlstor.

Dass hier seit jeher viel los ist, hat sogar Eingang in die Sprache gefunden. „Da geht's zu wie am Stachus“ sagt man in Bayern bis heute, wenn irgendwo besonders großer Betrieb herrscht.

👉 Der Stachus ist die Scharnierstelle zwischen Hauptbahnhof und Altstadt: Oberirdisch beginnt hier die Fußgängerzone, unterirdisch treffen S-Bahn, U-Bahn und Stachus Passagen zusammen.

Was ihr am Stachus erleben könnt

Fasching: München Narrisch am Karlstor am Stachus in der Altstadt.
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Der Stachus eignet sich gut als Startpunkt für einen Altstadtbummel. Durch das Karlstor geht es über Neuhauser und Kaufingerstraße zum Marienplatz. Wer shoppen möchte, kann schon vorher in die Stachus Passagen abtauchen: Das Einkaufszentrum erstreckt sich über zwei Untergeschosse direkt unter dem Platz.

Aber auch auf dem Platz selbst lohnt sich eine Pause. Im Sommer sitzen Münchner*innen und Gäste rund um den Brunnen, Kinder laufen durch den Sprühnebel und vor dem Justizpalast bietet sich eines der typischen Stachus-Fotomotive.

Im Winter verändert sich der Platz komplett: Beim Münchner Eiszauber entsteht hier regelmäßig eine große Freiluft-Eisfläche. 

Auch beim Münchner Straßenfasching gehört der Bereich rund um Stachus und Fußgängerzone zu den zentralen Schauplätzen.

👉 Am Stachus könnt ihr einen Altstadtbummel starten, shoppen, am Brunnen Pause machen und im Winter mitten in der Innenstadt Schlittschuh laufen.

Der Stachus-Brunnen: Wasserdom zwischen Altstadt und Verkehr

Stachus-Brunnen mit Justizpalast im Hintergrund
Michael Hofmann

Der große Springbrunnen ist seit 1972 das prägende Element des Platzes. Entworfen wurde er von Bernhard Winkler, der auch an der Gestaltung der neuen Münchner Fußgängerzone beteiligt war.

Rund 200 Düsen erzeugen den charakteristischen Wasserdom. Der Brunnen sieht dabei nicht nur spektakulär aus: Der kuppelartige Wasservorhang wurde bewusst als Abschluss der Fußgängerzone geplant und schirmt sie optisch und akustisch vom Verkehr auf der Sonnenstraße ab.

Gerade an heißen Tagen wird aus dem Brunnen ein Stück Stadterlebnis. Der feine Wassernebel sorgt für Abkühlung und die breiten Flächen rundherum werden zum Treffpunkt und Aufenthaltsort.

👉 Der 1972 eröffnete Stachus-Brunnen bildet mit rund 200 Düsen einen Wasserdom, der die Fußgängerzone vom Verkehr der Sonnenstraße abschirmt.

Was ihr gegenüber seht: Justizpalast, Koenigshof und der Ursprung des Stachus

Wetter: Sonne am Stachus
Michael Hofmann

Der Karlsplatz endet nicht am Brunnen. Schaut ihr vom Karlstor über die Sonnenstraße nach Westen, öffnet sich die andere Seite des Stachus.

Rechts fällt sofort der mächtige Justizpalast mit seiner großen Glaskuppel auf. Geradeaus steht der moderne Koenigshof am Karlsplatz 25. Links liegt der ehemalige Kaufhof-Bau am Karlsplatz 21–24.

Dieser südwestliche Teil des Platzes ist für die Geschichte des Stachus besonders wichtig: Dort befand sich einst der Stachus-Garten, eine Gastwirtschaft des Wirts Mathias Eustachius Föderl. Sein Rufname „Eustachi“ beziehungsweise „Stachus“ übertrug sich schließlich auf den ganzen Platz.

Die breite Sonnenstraße trennt heute den Fußgängerbereich optisch von dieser Westseite. Historisch und stadträumlich gehört sie jedoch zum Karlsplatz dazu.

👉 Zum Stachus gehört auch die Westseite an der Sonnenstraße mit Justizpalast, Koenigshof und dem ehemaligen Kaufhof – dort lag einst der namensgebende Stachus-Garten.

Ein Stadttor mit Geschichte: Das Karlstor

Karlstor am Karlsplatz/Stachus
Shutterstock 199904597

Das Karlstor bildet den Übergang vom Stachus in die historische Altstadt und gehört neben Isartor und Sendlinger Tor zu den erhaltenen Münchner Stadttoren. Mehr zu seiner Geschichte, Architektur und den berühmten Köpfen im Torbogen findet ihr auf unserer eigenen Karlstor-Seite.

Warum heißt der Karlsplatz eigentlich Stachus?

Taxen stehen am Stachus
KEIN CREDIT

Offiziell trägt der Platz seit Ende des 18. Jahrhunderts den Namen Karlsplatz. Kurfürst Karl Theodor ließ ab 1791 die Befestigungen vor dem damaligen Neuhauser Tor beseitigen; 1797 erhielt der neu angelegte Platz seinen Namen.

Bei den Münchner*innen setzte sich „Karlsplatz“ allerdings nie richtig durch. Sie blieben beim bereits gebräuchlichen Stachus – nach der Gastwirtschaft, die zuvor an der Südwestseite des Platzes lag.

Heute ist der inoffizielle Name so selbstverständlich, dass auch die Haltestelle Karlsplatz (Stachus) heißt.

So kommt ihr zum Karlsplatz (Stachus)

Tram fährt am Stachus vorbei
Michael Hofmann

Der Stachus ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln besonders einfach zu erreichen. Hier halten die S-Bahnen der Stammstrecke, die U-Bahnlinien U4 und U5 sowie mehrere Tramlinien. Zum Hauptbahnhof ist es nur eine Station; zu Fuß braucht ihr ungefähr zehn Minuten.

Vom Stachus könnt ihr die Altstadt anschließend komplett zu Fuß erkunden: Durch das Karlstor führt die Fußgängerzone über Neuhauser und Kaufingerstraße bis zum Marienplatz.

Vom Stadttor zum Großstadtplatz: Die Geschichte des Stachus

Historische Aufnahme: Die Ostseite des Karlsplatzes mit dem nach Plänen Gabriel von Seidls 1899 bis 1902 neubarock gestalteten Rondell, 1913. Der doppelstöckige Motoromnibus in Vordergrund gehörte zu einem privaten Unternehmen, das eine Linie zwischen dem Karlsplatz und Neuhausen betrieb.
© Stadtarchiv München / Courtesy Schirmer/Mosel www.schirmer-mosel.com

Die Geschichte des Stachus beginnt lange vor dem heutigen Karlsplatz. Im Mittelalter führte hier die wichtige Salzstraße aus München nach Westen. An dieser Route lag das Neuhauser Tor, das mit der zweiten Stadtbefestigung im 14. Jahrhundert zum westlichen Zugang der wachsenden Stadt wurde.

Ende des 18. Jahrhunderts verlor die Stadtbefestigung ihre Funktion. 1791 begann die Niederlegung der Bastei vor dem Neuhauser Tor, 1797 erhielt der neu entstandene Platz zu Ehren von Kurfürst Karl Theodor den Namen Karlsplatz. Bei den Münchner*innen setzte sich dieser Name allerdings kaum durch: Sie nannten den Platz weiterhin Stachus – nach der früheren Gastwirtschaft Stachus-Garten an seiner Westseite.

Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich der Platz zu einem der wichtigsten Verkehrsknoten der wachsenden Großstadt. Straßenbahnen und später Autos fuhren über den Stachus und durch das Karlstor in die Neuhauser Straße. Einen grundlegenden Wandel brachte die Zeit um die Olympischen Spiele 1972: Unter dem Platz entstand ein großer Verkehrsknoten mit S- und U-Bahn sowie Einkaufspassagen, oberirdisch wurden Neuhauser und Kaufingerstraße zur Fußgängerzone.

Auch der Stachus selbst bekam damals sein heutiges Gesicht. 1972 entstand der große Brunnen als städtebaulicher Abschluss der neuen Fußgängerzone. Seitdem markiert der Karlsplatz den Übergang zwischen dem Verkehr der Sonnenstraße und der autofreien Altstadt.

👉 Am Stachus lässt sich Münchens Stadtentwicklung besonders gut ablesen: vom mittelalterlichen Stadttor über den Verkehrsknoten der Großstadt bis zum Eingang in die 1972 geschaffene Fußgängerzone.

FAQ zum Karlsplatz (Stachus)

Sind Karlsplatz und Stachus dasselbe?

Ja. Karlsplatz ist der offizielle Name, in München wird der Platz aber fast immer Stachus genannt.

Warum sagen die Münchner Stachus?

Der Name geht auf den Stachus-Garten zurück, eine frühere Gastwirtschaft des Wirts Mathias Eustachius Föderl. Sie befand sich dort, wo später der Kaufhof am Stachus entstand.

Was kann man am Stachus machen?

Ihr könnt am Brunnen Pause machen, in den Stachus Passagen und der Fußgängerzone shoppen oder von hier durch die Altstadt zum Marienplatz laufen. Im Winter findet regelmäßig der Münchner Eiszauber statt.

Was sieht man gegenüber vom Stachus-Brunnen?

Jenseits der Sonnenstraße liegen der Justizpalast, der Koenigshof und der ehemalige Kaufhof-Bau. Auch diese Westseite gehört zum Stadtraum des Karlsplatzes.

Was ist das Besondere am Stachus-Brunnen?

Der Brunnen wurde 1972 von Bernhard Winkler gestaltet. Rund 200 Düsen bilden einen Wasserdom, der zugleich den Verkehr auf der Sonnenstraße optisch und akustisch von der Fußgängerzone abschirmt.

Welche öffentlichen Verkehrsmittel fahren zum Stachus?

Am Karlsplatz halten die S-Bahnen der Stammstrecke, die U4 und U5 sowie mehrere Tramlinien. Der Münchner Hauptbahnhof ist nur eine Station entfernt.

M-WLAN - Kostenloses WiFi in München

M-WLAN Hotspot (Informationen zu M-WLANAn zahlreichen Plätzen in München ist das Gratis-Angebot M-WLAN verfügbar, mit dem man kostenlos im Internet surfen kann.

M-WLAN ist ein kostenloser Service, der von der Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken München als technischem Partner angeboten wird. muenchen.de und M-net treten dabei als Sponsoren auf.

Auf einen Blick

Karlsplatz (Stachus)

Karlsplatz 1
80335 München