Surfen mitten in München: Die stehende Welle am Eisbach
Eisbachwelle am Englischen Garten - die aktuelle Situation
Die Eisbachwelle ist bei Surfern weit über Münchens Stadtgrenzen hinaus bekannt: Das macht die stehende Welle am Englischen Garten direkt neben dem Haus der Kunst aus. Momentan kann dort aber nicht gesurft werden, da sich die Welle nicht aufbaut. Am 6. Februar 2026 wurde eine Gemeinsame Erklärung von Oberbürgermeister Dieter Reiter, des Surf Club München und der Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM) zur Wiederherstellung der Eisbachwelle herausgegeben.
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Gemeinsame Erklärung zur Eisbachwelle
Vertreter*innen der Landeshauptstadt München, des Wasserwirtschaftsamtes, des Surf Club München sowie der Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM), sowie Projektleiter Professor Robert Meier-Staude haben sich am Freitag, 6. Februar 2026 erneut im Rathaus zu einem weiteren Gespräch über die Wiederherstellung der Eisbachwelle getroffen.
- Am Mittwoch, den 4. Februar 2026, hat ein erster Vorversuch zur Wiederherstellung der Eisbachwelle unter Leitung von Professor Robert Meier-Staude stattgefunden.
- Dabei wurde deutlich, dass weitere Vorversuche notwendig sind, um fundiert beurteilen zu können, unter welchen Bedingungen und mit welchen Maßnahmen die Welle am besten wiederhergestellt werden kann.
- Sobald ausreichend Erkenntnisse aus diesen Vorversuchen vorliegen, kann der geplante Hauptversuch zur Wiederherstellung der Eisbachwelle starten. Diese Vorversuche liegen in der Verantwortung der beteiligten Surferinnen und Surfer.
- Aus sicherheitstechnischen Gründen bleibt das Surfen an der Eisbachwelle während der laufenden Vorversuche weiterhin untersagt.
- Es wurde vereinbart, die Ergebnisse der Versuchsreihe in einem weiteren Gespräch zu besprechen, sowie das weitere Vorgehen.
- Oberbürgermeister Dieter Reiter konnte nicht persönlich teilnehmen, hat aber bereits am Mittwoch bei dem Termin an der Welle die wesentlichen Dinge ausführlich mit den Surfern besprochen und war durch einen kompetenten Mitarbeiter, der das Projekt seit Anfang begleitet, vertreten.
Momentan kein Surfen an der Eisbachwelle möglich
Derzeit kann an der Eisbachwelle nicht gesurft werden, da sich nach der üblichen Bachauskehr im Herbst 2025 keine neue Welle aufgebaut hat. Expert*innen, Surfer*innen und Stadtverwaltung arbeiten seitdem an einer Lösung.
Die Surf-Regeln für die Eisbachwelle
- Sollte es wieder eine genehmigte Welle geben, ist Surfen in der Zeit von 5:30 bis 22:00 Uhr erlaubt. Dies entspricht sowohl den Vorgaben aus dem LStVG (Landesstraf- und Verordnungsgesetz) als auch den Empfehlungen der Münchner Feuerwehr, die die Rettung von Menschen bei Dunkelheit als erheblich gefährlich und damit weniger erfolgversprechend einschätzen.
- Das Brettsurfen ist verboten, wenn sich im Verbotsbereich Einbauten/Gegenstände befinden oder dort angebracht oder befestigt werden, es sei denn das Brettsurfen wird per Verwaltungsakt ausdrücklich erlaubt.
- Es darf ausschließlich mit einer selbstöffnenden Leash gesurft werden. Dies soll sicherstellen, dass sich Surfer im Gefahrenfall von ihrem Brett lösen können, um nicht unter Wasser zu geraten.
- Die Welle darf nur von erfahrenen und körperlich fitten Personen genutzt werden.
- Surfen ist grundsätzlich nur mit Begleitung erlaubt. Die Begleitung passt vom Ufer aus auf, dass nichts passiert und alarmiert im Notfall die Rettungskräfte (Buddy-Prinzip).
Für die Nutzung der Eisbachwelle wurde am 16.12.2025 eine neue Allgemeinverfügung (PDF) erlassen, die das Surfen umfassend regelt.
Eisbachwelle München: Was euch erwartet
- Die Eisbachwelle gilt als beliebter Hotspot für Surfer, Zuschauer und Fotografen.
- Sie liegt am südlichen Rand des Englischen Gartens in der Nähe des Museums Haus der Kunst, an der Prinzregentenbrücke.
- Diese Stelle des Eisbachs gilt als weltweit konstanteste, größte und beste Flusswelle mitten in einer Großstadt und ist seit über 40 Jahren besurfbar.
Eisbachwelle München: Nichts für Surf-Anfänger
Ins Wasser wagen sollten sich hier nur absolute Profis, denn das Surfen ist weder leicht noch ungefährlich und daher nicht für Anfänger geeignet. Im Frühjahr 2025 kam es hier zu einem tödlichen Unglück, darum wurden neue Sicherheitsregeln eingeführt.
Baden und Schwimmen ist hier nicht erlaubt. Aber keine Sorge, auch zum Rumhängen im Englischen Garten ist der Spot ideal.
Die Eisbachwelle ist kaum zu übersehen: Von der Bushaltestelle Nationalmuseum aus seid ihr gleich am Ufer und könnt die Surfer bei ihren Stunts sehen. Oder Ihr folgt einfach einem der Menschen, die ihr Surfbrett durch den Englischen Garten tragen.
Nach einem Abstecher ins Museum Haus der Kunst könnt Ihr auf dem Heimweg an einem lauen Sommerabend, aber genauso auch im tiefsten Winter die Eisbach-Surfer beim Wellenreiten beobachten.
Surf-Legende Robby Naish reitet die Eisbachwelle
Eine absolute Surf-Legende schaute im Sommer 2021 am Eisbach vorbei: Der vielfache Weltmeister Robby Naish gab sich an der Welle im Englischen Garten die Ehre und nutzte die Gelegenheit, mitten in der Stadt zu surfen. Für die übrigen Surfer und das Publikum die Chance, der amerikanischen Ikone einmal ganz nahe zu kommen.
Auch das Münchner Tatort-Duo Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) ermittelte im Fall "Die ewige Welle" bereits am Eisbach.