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Freimann: Alle Infos zum Münchner Stadtteil

Die Fußball Arena München mit ihrer Esplanade in Fröttmaning, Foto: Allianz Arena/ B. Ducke
Foto: Allianz Arena/ B. Ducke

Allianz Arena, Studentenstadt, Fröttmaning: Das ist Freimann

Freimann im Münchner Norden ist vor allem für ein Bauwerk weltbekannt: die Allianz Arena, das Fußballstadion des FC Bayern München. Mit dem Englischen Garten, der Fröttmaninger Heide, der DAV-Kletterhalle und der Studentenstadt hat der Stadtteil noch viel mehr zu bieten. Wir haben die Übersicht.

Hotspot: Allianz Arena

Allianz Arena rot beleuchtet, Foto: 381219166/Isaac Mok / Shutterstock.com
Foto: 381219166/Isaac Mok / Shutterstock.com

Ob man vom Norden nach München reinfährt oder die Stadt in nördlicher Richtung verlässt: Die Allianz Arena ist in Freimann nicht zu übersehen. Schon gar nicht, wenn es dunkel ist, denn dann leuchtet das Fußballstadion Rot in der Farbe des FC Bayern München. Geplant wurde der 2005 eröffnete Fußballtempel vom Schweizer Architektenbüro Herzog & de Meuron. Charakteristisch ist die Außenfassade, die aus 2.760 Folienkissen besteht, die durch Leuchstoffröhren erhellt werden können. Momentan bietet die Arena Platz für über 70.000 Zuschauer. Neben dem Mitfiebern bei einem Fuballspiel lohnt sich auch ein Besuch der FCB-Erlebniswelt im Stadion. Hier könnt Ihr so einige Dinge erfahren, die möglicherweise selbst dem eingefleischtesten Bayern-Fan noch neu sind.

Mehr zu Allianz Arena und FCB-Erlebniswelt

Freizeit: Englischer Garten, Fröttmaninger Heide, DAV-Kletterhalle

Grillplätze an der Isar

Den Englischen Garten verbindet man meist eher mit Schwabing und dem Lehel, dabei liegt fast der komplette nördliche Teil in Freimann – und auch die Obere Isarau liegt im Stadtteil. Die Fröttmaninger Heide gehört ebenfalls teilweise zum Englischen Garten. Das 347 Hektar große Naturschutzgebiet zählt zu den wertvollsten Naturschätzen Bayerns, hat eine reichhaltige Fauna und Flora und eignet sich perfekt für einen ausgedehnten Spaziergang oder eine Fahrradtour.

Ihr wollt hoch hinaus? Knapp 4.000 qm Kletter- und Boulderfläche mit einer Vielfalt an unterschiedlichen Klettereien lassen im DAV Kletter- und Boulderzentrum München-Nord keine Wünsche mehr offen. Auch die kleinen Gäste haben Indoor wie Outdoor viel Raum zum Ausprobieren und Austoben. Das Kletter-Eldorado richtet sich an alle interessierten Zielgruppen, vom Leistungs- bis zum Genusskletterer.

Fröttmaninger Berg: Technik trifft Geschichte

Windrad Freimann, Foto: Christian Brunner
Foto: Christian Brunner

Auch eine Besteigung des Fröttmaninger Bergs gegenüber der Allianz Arena lohnt sich. Bei gutem Wetter könnt Ihr sogar bis zu den Alpen sehen. Auf dem Gipfel thront außerdem die von den Münchner Stadtwerken betriebene, weithin sichtbare Windkraftanlage. Eine ganz besondere Sehenswürdigkeit liegt am Fuß des Berges. Hier steht die Heilig-Kreuz-Kirche, die älteste erhaltene Kirche auf Münchner Stadtgebiet, deren Ursprünge wohl auf das 9. Jahrhundert zurückgehen. In unmittelbarer Nähe steht auch die Kläranlage Gut Großlappen, deren Turmanlagen sehr futuristisch anmuten. Wegen der Geruchsentwicklung muss man sich übrigens keine Sorgen machen: Die Anlage gehört zu den modernsten Europas und faulige Gerüche sind kaum wahrnehmbar.

Mehr zum Fröttmaninger Berg und zur Heilig-Kreuz-Kirche

Freimann kurios

In Freimann befand sich in den 50er und 60er Jahren einer der "unschönsten" Orte Münchens. Im Zuge des Wirtschaftswunders wuchs die Müllmenge in der bayerischen Landeshauptstadt dramatisch an. Man brauchte also einen Müllberg mit Verbrennungsanlage. Als man den Ort gefunden hatte, musste eine Siedlung weichen. Fortan wurde hier Müll im großen Stil entsorgt. Die Folge waren Umweltschäden, es bildete sich sogar ein Giftsee. In den 70er und 80er Jahren gelangte man zur Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen konnte und beschloss, das Mülldepot zu renaturieren. Heute ist die ehemalige Mülldeponie der gerade erwähnte Fröttmaninger Berg.

Leben im Viertel: Studentenstadt, Euro-Industriepark, M.O.C

Moderne Häuser in Freimann, Foto: Christian Brunner
Foto: Christian Brunner

Freimann ist eine Mischung aus Industrie- und Wohngebiet. Ein besonders schönes Wohnviertel ist dabei die Alte Heide, deren Häuser größtenteils aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg stammen. Nah an Schwabing gelegen und dennoch nicht ganz so hektisch, besitzt das Viertel für die Bewohner hohe Attraktivität. Wenn man von Fröttmaning aus Richtung Zentrum fährt, dann ist die Studentenstadt nicht zu übersehen. Sie besteht aus 14 Häusern, die knapp 2.500 Wohnplätze bieten. Damit ist die Studentenstadt die größte Studentensiedlung Deutschlands.

Freimann ist zudem ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Der Euro-Industriepark ist eine der größten Gewerbeeinheiten Münchens, zahlreiche Abholgroßmärkte und Handelsketten haben hier Ableger. Mit dem M.O.C. Veranstaltungs- und Ordercenter befindet sich ein wichtiger Messestandort im Stadtteil. Der Bayerische Rundfunk hat außerdem viele seiner Studios in Freimann und auch das Institut für Rundfunktechnik, das Forschungsinstitut aller öffentlich-rechtlichen Sender, haben in Freimann seinen Sitz.

Was hat Freimann kulinarisch zu bieten?
Vom Wirt bis zum Café: So schmeckt's im Viertel
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Highlights - unsere Tipps fürs Viertel

 

Kultur: Mohr-Villa, Metropoltheater

Garten mit Skulpturen des Kulturzentrums Mohr-Villa, Foto: Christian Brunner
Foto: Christian Brunner

Freimann ist nicht ganz so reich an Kulturangeboten wie das zum Stadtbezirk gehörende Schwabing. Ansehen solltet Ihr trotzdem definitiv die Mohr-Villa in der Situlisstraße. Seit 1993 ist die Mohr-Villa Kulturzentrum und Treffpunkt in München Freimann. Das 2001 renovierte alte Gutshaus ist heute ein beliebter Ort für Theateraufführungen, Ausstellungen und Konzerte.

Das Metropoltheater ist eine renommierte Adresse in der deutschen Theaterlandschaft. Es wurde beispielsweise 2008 mit dem Preis für das beste Off-Theater ausgezeichnet. Einen Besuch lohnt auch das zugehörige Café, denn hier finden oft spontan kleine Performances und Aufführungen statt.

Dienstleistungen in Freimann

Geschichte Freimanns: Die Gemeinde der "freien Männer"

Die ehemalige Gemeinde Freimann wurde im Jahre 957 unter der Bezeichnung "Frienmannun" erstmals urkundlich erwähnt. Der Name bezeichnet Personen, die zwar persönlich frei, aber mit dem Boden zinsbar waren, so genannte Freimänner. Im Jahre 1818 bildete sich die Gemeinde Freimann. In den 1920er Jahren wurde neben dem Ausbesserungswerk der Reichsbahn eine große Siedlung gebaut, etwas später folgte die Siedlung zwischen der Freisinger Landstraße und dem Schleißheimer Kanal. Im Jahre 1931 wurde Freimann schließlich nach München eingemeindet.

Lage und Abgrenzung: Freimann

Der Stadtteil Freimann liegt zwischen Milbertshofen-Am Hart im Westen und der Isar beziehungsweise der Oberen Isarau im Osten. Freimann bildet die Stadtgrenze im Norden, im Süden schließt sich Schwabing an. Der Stadtteil ist mit der U6 Richtung Garching-Forschungszentrum gut erreichbar. Straßenbahn- und Buslinien ergänzen das Verkehrsnetz.

Schwabing-Freimann in Zahlen: Stadtbezirk 12

Die Stadtteile Freimann und das südlich gelegene Schwabing bilden zusammen den Stadtbezirk 12. Deshalb beziehen sich die folgenden Angaben auf den gesamten Bezirk.

Schwabing-Freimann, Stadtbezirk 12, in Zahlen:

- Einwohner des Stadtbezirks: 77.936
- Einwohnerdichte des Stadtbezirks je Hektar: 30
- Fläche in Hektar: 2.567,22

(Zahlen: Statistisches Amt 2019)

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