Lehel

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Das Lehel gehört zu den sehenswertesten Stadtteilen Münchens. Mit dem Englischen Garten liegt hier einer der bekanntesten Stadtparks der Welt, die Surfer-Welle im Eisbach besitzt Kultcharakter. Doch auch architektonisch hat das Lehel mit seinen prachtvollen Straßenzügen viel zu bieten. Zudem befinden sich hier mit dem Haus der Kunst und dem Bayerischen Nationalmuseum einige der renommiertesten Museen Deutschlands.

Freizeit im Lehel: Ab in den Englischen Garten

Englischer Garten, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Der Englische Garten ist mit 417 Hektar Fläche größer als der Central Park in New York (ca. 341 Hektar) und eines der Münchner Wahrzeichen. Zum Lehel gehört der südliche Parkteil. Mit dem Chinesischen Turm befindet sich hier einer der schönsten und dank des namensgebenden Bauwerks auch einer der spektakulärsten Biergärten Münchens. Der Rundtempel Monopteros, auf Geheiß Ludwigs I. gebaut und 1836 fertiggestellt, ist bis heute ein Blickfang im "E-Garten", wie vor allem einheimische die grüne Oase gerne nennen. Ob zur sportlichen Betätigung oder einfach nur zum Entspannen - in diesem Park ist für alle etwas geboten.

Japanisches Teehaus im Englischen Garten, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Im Südteil des Englischen Gartens liegt auch der Kleinhesseloher See, der eines der beliebtesten Ausflugszielen innerhalb Münchens ist. Rudern und Tretbootfahren im Sommer, Schlittschuhlaufen und Eishockeyspielen im Winter sorgen dafür, dass einem hier garantiert nicht langweilig wird. Und eine Stärkung im Seehaus (Anzeige) sollte dabei nicht fehlen. Ebenfalls einen Besuch lohnt das japanische Teehaus ganz im Süden des Englischen Gartens. Mit den ringsum angelegten japanischen Gärten kommt hier auf jeden Fall fernöstliches Flair auf.

Englischer Garten: Das Freizeitparadies in Bildern

Wohnen mit hoher Lebensqualität

Wohngegend in München Lehel, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Das Lehel gehört von der baulichen Substanz sicherlich zu den schönsten Stadtvierteln Münchens, viele Münchner sagen sogar, dass es das schönste Viertel der bayerischen Landeshauptstadt ist. Bei einem Streifzug durch die Straßenzüge nördlich und südlich des Maxmonuments oder entlang der Isar drängen sich Parallelen zur Architektur in Paris auf. Viele der Wohnhäuser sind im neubarocken Stil oder im Stil der Neurenaissance erbaut. Dabei sind nicht nur die Fassaden eine Augenweide, sondern auch die Wohnhäuser an sich. Wer schon einmal im Lehel unterwegs war, kann sich vorstellen, dass der Stadtteil nicht zu den günstigsten Wohnorten Münchens gehört. Die hohe Lebensqualität im Lehel lässt viele Bewohner aber gerne tiefer in die Tasche greifen.

Eisbach: Spot für Stadtsurfer

Eisbachsurfer, Foto: Immanuel Rahman
Foto: Immanuel Rahman

Eine der Hauptattraktionen im Lehel ist der Eisbach mit der stehenden Welle. Surfer aus der ganzen Welt reisen an, um diesen speziellen Spot im Englischen Garten, direkt neben dem Haus der Kunst, einmal zu testen. Doch Vorsicht: Das Reiten der Eisbachwelle ist anspruchsvoll und zudem nicht ganz ungefährlich, sodass Surfanfänger sich lieber davon fernhalten sollten. Auch für Besucher ist die Welle ein echtes Highlight: An schönen Tagen kommt hier beinahe Volksfeststimmung auf, wenn die Surfer ihr Können zeigen. Denn eines ist klar: Einfach vorbeigehen kann man an der Eisbachwelle definitiv nicht.

Shopping, Essen und Übernachten

M-WLAN - Kostenloses WiFi auf Münchner Plätzen

M-WLAN HotspotAn zahlreichen Plätzen in München ist das Gratis-Angebot M-WLAN verfügbar, mit dem man kostenlos im Internet surfen kann.

M-WLAN ist ein kostenloser Service, der von der Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken München als technischem Partner angeboten wird. muenchen.de und M-net treten dabei als Sponsoren auf.

Kultur im Lehel: Museen von internationalem Rang

Haus der Kunst München, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Im Lehel befinden sich einige der wichtigsten kulturellen Einrichtungen der bayerischen Landeshauptstadt. Vor allem die Prinzregentenstraße nennt man nicht zu Unrecht "Museumsmeile": Das Haus der Kunst hier genießt einen hervorragenden Ruf weit über die Grenzen Münchens hinaus. Einige der wichtigsten zeitgenössischen Künstler wie Ai Weiwei oder Andreas Gursky haben hier bereits ausgestellt. Durch die Kooperation mit der Sammlung Goetz, der größten Privatsammlung zeitgenössischer Kunst, sind auch immer wieder bedeutende Werke aus diesem schier unermesslichen Fundus zu sehen.

Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Das Bayerische Nationalmuseum beherbergt eine riesige Sammlung zur europäischen Kunst und Geschichte. Und wer sich dafür nicht so sehr interessiert, sollte trotzdem einmal vorbeischauen, denn das imposante Gebäude von Gabriel von Seidl gehört zu den schönsten Bauwerken Münchens. Zudem steht in der Maximilianstraße auch das Staatliche Museum für Völkerkunde, in dem über 160.000 Kunstwerke aus den verschiedensten Kulturen Europas Lagern. Auch die Galerie Schack beherbergt einige Kunstschätze, darunter Bilder von Anselm von Feuerbach oder Carl Spitzweg.

Das Lehel kurios

Wer in den 1980er Jahren jung war, dürfte nostalgisch werden oder gar wehmütig zurückdenken, wenn man von der Widenmayerstraße 2 im Lehel spricht. Warum? Mittlerweile existiert es zwar nicht mehr, aber Anfang der 1980er Jahre wurde im Innenhof ein etwas baufälliges Kutscher- und Werkstatthaus renoviert, um es als Drehort zu benutzen. Hier trieben dann Gustl Bayrhammer und Hans Clarin ihr Unwesen, besser bekannt als „Meister Eder und sein Pumuckl“…

Praterinsel: Events und Institutionen

Die Praterinsel an der Isar, Foto: Praterinsel
Foto: Praterinsel

Nicht jeder Münchner Stadtteil kann von sich behaupten, über eine eigene Insel zu verfügen - das Lehel schon. Die Praterinsel ist neben der Museumsinsel mit dem Deutschen Museum die einzige bebaute und befestigte Insel in der Isar. Früher befand sich hier unter anderem eine Schnapsbrennerei. Heute werden die großen Hallen vor allem für Musikevents und Kunstausstellungen genutzt. Aber auch das bayerische Ministerium für Kultus und der Deutsche Alpenverein, der hier auch ein Museum hat, haben hier ihren Sitz. Gut zu erreichen ist die Praterinsel über die Mariannenbrücke. Wenn man über den Wehrsteg läuft, kommt man direkt auf die Museumsinsel.

Prinzregenten- und Maximiliansstraße

Maxmonument, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Prinzregenten- und Maximilianstraße – nicht nur München-Kenner wissen, dass es sich hier um zwei der schönsten und beeindruckendsten Straßen der Stadt handelt. In der Prinzregentenstraße befindet sich eine der bekanntesten Diskotheken Deutschlands. Deren Name P1 leitet sich schlicht aus ihrer Hausnummer ab, doch die Location direkt am Haus der Kunst ist alles andere als schlicht. Weitere Sehenswürdigkeiten an der Prinzregentenstraße sind das Prinz-Carl-Palais und der über der Isar thronende Friedensengel. Nicht weniger beeindruckend ist die als Prachtboulevard konzipierte Maximilianstraße. Der Westteil der Straße ist dabei eher urbaner Geschäfts- und Wohnbereich, während sich im östlichen Abschnitt zahlreiche Prachtbauten und Gartenanlagen befinden.

Sehenswürdigkeiten im Lehel

St. Anna Platz, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

In der Maximilianstraße thront das Maxmonument, das große Denkmal zu Ehren Maximilians II. Während der König selbst natürlich auf dem Sockel steht, sitzen an den Stufen vier Figuren, die die Herrschertugenden wie Gerechtigkeit symbolisieren. Was man im Lehel ebenfalls unbedingt gesehen haben sollte, ist der St.-Anna-Platz. Zum Ensemble gehört hier die Pfarrkirche St. Anna, die eines der besten Beispiele des Historismus in München gilt. Nicht zu verwechseln übrigens mit der Klosterkirche St. Anna, die ebenfalls hier steht, und die die erste Rokoko-Kirche Altbayerns ist. Am St.-Anna-Platz 2 wuchs übrigens der Schriftsteller Lion Feuchtwanger auf - eine Gedenktafel erinnert noch heute an ihn.

Die Lukaskirche befindet sich am westlichen Isarufer zwischen der Ludwigs- und Maximiliansbrücke., Foto: Leonid Andronov / Shutterstock
Foto: Leonid Andronov / Shutterstock

Ein ebenfalls beeindruckender Sakralbau ist die evangelische St.-Lukas-Kirche, die im 19. Jahrhundert errichtet wurde. Sehr speziell sind auch die vier gleichartigen Denkmäler, die sich in der Maximilianstraße zwischen dem Regierungsgebäude und dem Völkerkundemuseum befinden. Im Norden stehen Bernhard Erasmus Graf von Deroy und Sir Benjamin Thompson Graf von Rumford, während sich im südlichen Teil Friedrich Wilhelm von Schelling und Joseph von Fraunhofer befinden. Auch die Isarbrücken im Viertel lohnen einen Besuch, wie etwa die Maximiliansbrücke oder die Praterwehrbrücke.

Insidertipps für das Lehel

  • Im Amphitheater im Englischen Garten finden ab Juli häufig kostenlose Theateraufführungen statt. Einfach Decke und Picknickkorb mitnehmen und einem gelungenen Abend steht nichts mehr im Wege.
  • Es gibt wohl wenige Schulen, die derart viele berühmte Absolventen hervorgebracht haben: Das Wilhelmsgymnasium beeindruckt nicht nur als Gebäude, sondern auch mit seinen ehemaligen Schülern: Golo und Klaus Mann, Lion Feuchtwanger, Ludwig Thoma oder Ödon von Horvath drückten hier bereits die Schulbank.
  • Münchner Momente im Blog: Leben am Wasser - der Kleinhesseloher See

Müller'sches Volksbad

Müller'sches Volksbad, Foto: Robert Goetzfried
Foto: Robert Goetzfried

Gut zu erreichen vom Lehel ist das Müller'sche Volksbad. In unmittelbarer Nähe zum Deutschen Museum und der Ludwigsbrücke gelegen,  ist es das älteste öffentliche Hallenbad Münchens. Seit 1901 können die Besucher des Bades in dem Jugendstilbau stilvoll baden und saunieren. Dank aufwändigen Sanierungsarbeiten ist die Schwimmhalle bis heute nahezu detailgetreu erhalten. Das große Becken wird von einem eindrucksvollen Tonnengewölbe mit Galerie gekrönt. Auch zahlreiche an den Barock angelehnte Elemente wie Wandmalereien, Stuck und Bronzestatuen.
Mehr Informationen zum Müller'schen Volksbad
 

Historisches: Münchens älteste Vorstadt

Der Name Lehel stammt von "lohe", lichter Wald. Das ursprüngliche Lehel war ein kleiner Auenwald, der von vielen Bächen durchzogen war. Schon zur Zeit Kaiser Ludwigs des Bayern (1314-1347) war das Lehel Siedlungsgebiet für diejenigen, denen man wegen ihrer Armut eine Niederlassung in der Stadt verweigert hatte. Im Jahre 1724 wurde das Lehel in den Münchner Burgfrieden einbezogen. Damit ist es die älteste unter Münchens Vorstädten.

Mit dem Bau der St. Anna-Klosterkirche, für die 1727 der Grundstein gelegt wurde, erhielt der Stadtteil die amtliche Bezeichnung "St.-Anna-Vorstadt". Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Lehel von einem Viertel der Tagelöhner und Wäscherinnen zu einem beliebten Wohnviertel.

Abgrenzung Lehel

Die Grenzen des Stadtteils Lehel bilden die Isar im Osten und die Max-Joseph-Brücke im Norden. Die benachbarten Stadtteile sind hier Schwabing und Maxvorstadt. Im Süden wird Lehel von der Ludwigsbrücke begrenzt, im Westen vom Thomas-Wimmer, Karl-Scharnagl- und Franz-Josef-Strauß-Ring (Altstadtring) und weiter nördlich von der Königinstraße. Das Lehel ist über die gleichnamige Haltestelle der Linien U4 und U5 sowie durch mehrere Straßenbahnhaltestellen an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden.

Das Lehel in Zahlen

Das Lehel bildet zusammen mit der Altstadt den Münchner Stadtbezirk 1.

- Einwohner des Stadtbezirks: 21.454
- Einwohnerdichte des Stadtbezirks je Hektar: 68
- Fläche in Hektar: 314,57
(Zahlen: Statistisches Amt 2017)

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