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Schwabing-West: Alle Infos zum Münchner Stadtteil

Habsburgerplatz in München Schwabing-West, Foto: Baureferat München/bauchplan-landschaftsarchitektur und -urbanismus
Foto: Baureferat München/bauchplan-landschaftsarchitektur und -urbanismus

Königliche Plätze, Prachtbauten und Park: Schwabing-West in München

Der Stadtteil der Plätze – vielleicht lässt sich Schwabing-West so am besten beschreiben. Denn mit dem Kurfürstenplatz, dem Hohenzollernplatz oder dem Elisabethplatz liegen einige der bekanntesten Münchner Plätze in diesem Stadtteil. Und mit dem Luitpoldpark hat der Bezirk auch noch eine entspannte Grünanlage mit Aussicht. Wir verraten Euch, was den Stadtteil Schwabing-West ausmacht...

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Die große Übersicht

Freizeit: Luitpoldpark, Kurfürstenplatz und Co.

Sommer im Luitpoldpark, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Nicht nur die Bewohner von Schwabing-West wissen ihn zu schätzen: In den Luitpoldpark kommen Besucher aus ganz München. Im Zentrum des Parks befindet sich ein Obelisk, der zu Ehren des Prinzregenten Luitpold errichtet wurde. Auch das Wilhelm-Götz-Denkmal mit Relief ist sehenswert.

Unser Tipp im Luitpoldpark: Erklimmt den etwa 37 Meter hohen Luitpold-Hügel  - von hier aus habt Ihr eine fantastische Aussicht über München. Für Kinder gibt es einen Spielplatz samt Pumucklbrunnen und in den Sommermonaten warten kostenlose Gymnastik- und Sportveranstaltungen.

Und sonst so? Ob Kurfürstenplatz oder Hohenzollernplatz – in Schwabing-West könnt Ihr "königlich" verweilen. Zudem gibt es überall kleine Cafés und Bistros...

Sehenswürdigkeiten: Bamberger Haus, St.Ursula, Klinikum Schwabing

Bamberger Haus im Luitpoldpark, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Die Liste von architektonisch relevanten Gebäuden in Schwabing-West ist lang, aber ein paar stechen hervor. Zum Beispiel das neobarocke Bamberger Haus im Luitpoldpark. Die Gaststätte mit Biergarten ist außerdem bei Ausflüglern ein beliebtes Ziel.

Die Kirche St. Ursula ist eines der schönsten Gotteshäuser Münchens. Der „Dom von Schwabing“ ist architektonisch an die Florentiner Renaissance angelehnt und ist nicht zuletzt wegen der Majolikareliefs von Balthasar Schmidt eine absolute Sehenswürdigkeit.

Auch etwas Besonderes ist das Klinikum Schwabing am Kölner Platz, das nicht nur optisch das wahrscheinlich schönste Krankenhaus Münchens ist, sondern ebenfalls zu den modernsten Rettungshäusern Europas gehört. Und das Gisela-Gymnasium in der Arcisstraße beindruckt durch seinen Schweifgiebel und die Reiterfigur auf dem Dach.

Was hat Schwabing-West kulinarisch zu bieten?
International oder bayerisch - der Stadtteil schmeckt einfach!
Restaurants in der Übersicht

Shopping: Hohenzollernstraße und Elisabethmarkt

Elisabethmarkt in Schwabing, Foto: Kommunalreferat
Foto: Kommunalreferat

Auf der Hohenzollernstraße tummelt sich das typische Schwabinger Leben. Zwischen Kurfürstenplatz und Leopoldstraße gehen diejenigen Münchner shoppen, denen es in der Fußgängerzone zu voll oder mainstreamig ist. Denn hier reiht sich eine kleine Mode-Boutique an die andere, internationale Labels, Dekoläden und Antiquitäten in Hinterhöfen an kleine Straßencafés und Lokale - und in den kleinen Seitenstraßen kann man wunderschöne Jugendstilbauten entdecken. Genau genommen gehört natürlich nur der Teil ab der Friedrichstraße Richtung Hohenzollernplatz zu Schwabing-West.

Ein weiterer Klassiker – wenn auch hauptsächlich für Lebensmittel und Blumen: Der Elisabethmarkt, mitten im Herzen von Schwabing-West, gehört zu den ständigen Märkten der Stadt. Im kleinen Biergarten kommen waschechte Münchner Originale zusammen und direkt gegenüber wartet mit der Schauburg, dem Theater der Jugend, ein kulturelles Highlight. Fun Fact: Der Elisabethplatz ist tatsächlich nach Kaiserin Elisabeth von Österreich benannt – besser bekannt als „Sissi“.

Sport und Aktivitäten: Nordbad und Georgenschwaige

Nordbad, Foto: Robert Goetzfried
Foto: Robert Goetzfried

In Schwabing-West gibt es gleich zwei sehr schöne Schwimmbäder: Im Nordbad lassen sich Sport und Entspannung wunderbar kombinieren. Im Sportschwimmbecken warten Sprungtürme und das große Außenbecken hat einen Whirlpool.

Das Freibad Georgenschwaige bietet alles, was Ihr braucht, um heiße Sommertage zu genießen. Für Sport- und Nichtschwimmer gibt es Becken. Familien mit Kindern hingegen finden auf der großen Liegewiese genug Platz zum Verweilen und auf dem Spielplatz die Möglichkeit, sich auszutoben.

Dienstleistungen in Schwabing-West

Barbarasiedlung: Leben mit militärischem Ursprung

Ein interessanter Teil von Schwabing-West ist die Barbarasiedlung, die zwischen Infanterie-, Schwere-Reiter- und Barbarastraße liegt. Sie wurde zwischen 1909 und 1918 für Mitarbeiter des militärischen Bekleidungsamts errichtet, weshalb sie auch „Militärsiedlung Barbara“ genannt wird.

Die Wohnanlagen bestehen aus Ein- bis Vierfamilienhäusern mit kleinen Gärten. Man nennt diesen Stil auch Heimatschutzstil. Ab dem Ende der 1980er Jahre wurden die Häuser mit großem Aufwand renoviert und konnten dadurch 1993 beim Münchner Fassadenwettbewerb eine Auszeichnung erringen.

Architektur: Wohnen im Jugendstil

Jugendstilwohnhaus in der Ainmillerstraße, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Generell gibt es in Schwabing-West noch einen hohen Altbaustand, der das Bild des Stadtteils bis heute wesentlich prägt. Zwar wurden nach dem Zweiten Weltkrieg auch größere Wohnanlagen errichtet, wie etwa in jüngster Zeit am Ackermannbogen, aber dennoch ist der Anteil der renovierten Altbauten auffallend hoch.

Gut zu beobachten ist das noch in der Ainmillerstraße (teilweise in Schwabing-West) und der Apianstraße. Die Mansardendächer sind zudem ein weiteres signifikantes Merkmal in Schwabing-West. Wie wär's mit einem Spaziergang durch die Agnesstraße, dort finden sich zahlreiche Gebäude mit kunstvollen Jugendstilfassaden zum Bestaunen. Aufgrund der vielen schönen und dennoch modern sanierten Gebäude gehört Schwabing-West nicht umsonst zu den bevorzugten Wohnvierteln in München...

Highlights - unsere Tipps fürs Viertel

Sonnenuntergang an der St.-Ursula-Kirche, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read
  • Laue Sommerabende könnt Ihr an den Stufen der Sankt-Ursula-Kirche verbringen
  • Mit der Schauburg befindet sich in Schwabing-West eines der besten Kinder- und Jugendtheater Deutschlands
  • Wer den Stadtteil einmal genauer kennenlernen möchte, begibt sich auf den KulturGeschichtsPfad
  • Der berühmte Schriftsteller Rainer Maria Rilke lebte einst in Schwabing-West. Eine Gedenktafel am Haus in der Ainmillerstraße 34 erinnert an den bekannten Bewohner - vorbeischauen!
  • Das Museum Witt in der Tengstraße besitzt die größte Nachtfaltersammlung der Welt. Eine Besichtigung ist nach telefonischer Vereinbarung möglich

 

Historisches: Aus einem Schwabing werden zwei

Sommer im Luitpoldpark, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Die Geschichte Schwabing-Wests ist natürlich zunächst einmal die gleiche wie die des bekannteren Schwesternstadtteils Schwabing, denn Schwabing-West und Schwabing gehörten früher zusammen.

Schwabing wurde 782 erstmals erwähnt, unter dem Namen "Suuapinga". Der Name kommt von "Swapo" und bedeutet "Siedlung eines Schwaben". Bis zum 18. Jahrhundert war Schwabing ein Dorf von Fischern und Milchbauern, wuchs danach jedoch durch die Nähe zur sich ausbreitenden Stadt München beständig an. Im Jahre 1890 wurde die ehemals eigenständige Stadt nach München eingemeindet.

Bereits im Jahr 1909 wurde Schwabing-West von Schwabing getrennt und zu einem eigenen Stadtteil. Im Zuge der Stadtteilreform 1996 wurde das Gebiet um nördliche Teile Schwabings, den Luitpoldpark und den südöstlichen Abschnitt des Oberwiesenfelds erweitert.

Dadurch wurde Schwabing-West flächenmäßig dreimal größer und hatte eine doppelt so hohe Einwohnerzahl wie der Nachbar im Osten.

Schwabing-West kurios

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zog ein gewisser Wladimir Iljitsch Uljanow nach Schwabing-West. Er lebte u.a. in der Kaiserstraße und der Schleißheimer Straße. Der Russe wurde wegen seiner politischen Ansichten verfolgt und auch in München hatte er Angst, dass ihm der russische Geheimdienst auf die Spur kommt. Er benutzte aus diesem Grund zahlreiche Tarnidentitäten und erfand dafür ständig neue Namen. In Schwabing-West kam er auf die Idee, dass er sich doch vielleicht „Lenin“ nennen könnte…

Lage und Abgrenzung: Schwabing-West und Schwabing-Freimann

Schwabing-West liegt nördlich der Maxvorstadt, die Grenze verläuft entlang der Georgenstraße. Nördlich des Stadtteils liegt Milbertshofen und westlich Neuhausen. Die Grenze zu Schwabing im Osten läuft entlang der Friedrich- und Leopolstraße, nördlich der Hörwarthstraße.

Der Stadtteil Schwabing-West ist mit den Haltestellen Hohenzollernplatz und Scheidplatz an die U2 Richtung Feldmoching sowie mit den Haltestellen Bonner Platz und Petuelring an die U3 Richtung Moosach angebunden. Darüber hinaus gibt es mehrere Haltestellen für Straßenbahn- und Buslinien.

Schwabing-West in Zahlen: Stadtbezirk 4

- Einwohner des Stadtbezirks: 68.527
- Einwohnerdichte des Stadtbezirks je Hektar: 157
- Fläche in Hektar: 436,30

(Zahlen: Statistisches Amt 2019)

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