München zeigt Regenbogen-Flagge für Weltoffenheit und Toleranz

Das Windrad neben der Fußball Arena, das Neue Rathaus, der Olympiaturm in Regenbogenfarben, Foto: Matthias Balk, Anette Göttlicher, Philipp Hartmann
Foto: Matthias Balk, Anette Göttlicher, Philipp Hartmann Das beleuchtete Windrad mit der Fußball Arena, das Neue Rathaus mit Regenbogenfahnen und der bunte Olympiaturm

Wahrzeichen während des Ungarn-Spiels angestrahlt: München ist bunt!

(23.6.2021) Am Tag des dritten Gruppenspiels in der Host City München zeigte die Stadt Flagge: Nicht nur ein, sondern viele Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz waren in der ganzen Stadt zu sehen, während in der Fußball Arena München das Spiel zwischen Deutschland und Ungarn lief. Am Rathaus flatterten sechs große Regenbogen-Fahnen im Sommerwind, der CSD verteilte vor der Arena bunte Fähnchen an die Fans. Große und kleinere Münchner Wahrzeichen wurden in den Farben der LGBTIQ-Community beleuchtet, auch im Olympiapark und sogar gegenüber der Arena.

Im Auftrag des Referats für Bildung und Sport

Dieser Beitrag über die UEFA EURO 2020 in der Host City München, eine von 11 Gastgeber-Städten der paneuropäischen Fußball-EM, ist vom Referat für Bildung und Sport (RBS) beauftragt. Die Inhalte wurden zwischen dem RBS und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

Video: Eine Reise zu den Regenbögen unserer Stadt

Olympiaturm leuchtet in den Farben des Regenbogens

Der Olympiaturm in Regenbogenfarben, Foto: Philipp Hartmann
Foto: Philipp Hartmann Der Olympiaturm leuchtet in bunten Farben

Er ist nicht nur eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, der Olympiaturm steht seit den Sommerspielen von 1972 auch für die Liebe Münchens zum Sport und zu all dem, was damit verbunden ist. Die Farben des Regenbogens symbolisieren, was der Olympiapark sich jeden Tag auf seine Fahnen schreibt: Leben, Gesundheit, Sonnenlicht, Natur, Harmonie und Geist.

Hier ging die EM los, bevor der erste Fußballspieler den Ball berührte: Mit den Münchner Volunteers, die hier ihre Base haben und von der Kleinen Olympiahalle aus loszogen, um für Fans aus ganz Europa da zu sein. Deswegen passt der bunte Olympiaturm in Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett auch so gut – nicht nur an diesem Tag.

Sechs Regenbogenflaggen am Münchner Rathaus

Regenbogenflaggen am Neuen Rathaus, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Das Münchner Rathaus zeigt Regenbogen-Flagge für Weltoffenheit und Toleranz

Der Marienplatz war der erste Schauplatz für diesen bunten Tag in München: Am Vormittag des 23. Juni wurde die erste Regenbogenflagge an einem der Fahnenmaste im vierten Stock des Neuen Rathauses ausgerollt. Eine Viertelstunde später flatterten dann alle sechs der zehn Meter langen Fahnen im Sommerwind. Die Münchner*innen und Fußballfans im Zentrum der Stadt nahmen es wohlwollend zur Kenntnis.

 

Oberbürgermeister Reiter über die Beflaggung des Rathauses

Dieter Reiter mit Regenbogenfahne, Foto: Presseamt München
Foto: Presseamt München

Nur wenige Minuten zuvor hatte der Münchner Stadtrat mit großer Mehrheit beschlossen, am Tag des dritten deutschen EM-Vorrundenspiels ein Zeichen zu setzen. „Die Landeshauptstadt bekennt sich zu Vielfalt, Toleranz und echter Gleichstellung im Sport und in der ganzen Gesellschaft“, stand in dem Antrag, der mit großer Mehrheit beschlossen wurde.

„Ich begrüße es (...) sehr, dass der Münchner Stadtrat heute so deutlich seine Solidarität bekundet und ein starkes Bekenntnis für Toleranz und Gleichberechtigung abgegeben hat“, sagte Oberbürgermeister Reiter. 

CSD verteilt Regenbogen-Fähnchen auf dem Weg zur Arena

Vor der Fußball Arena in Fröttmaning werden Regenbogenfähnchen verteilt, Foto: Philipp Hartmann
Foto: Philipp Hartmann

Die Farben des Regenbogens waren nicht nur in der Stadt, sondern auch rund ums Stadion und auf dessen Rängen allgegenwärtig. Dafür sorgten der CSD Deutschland e.V. und der CSD München, die in Kooperation mit weiteren Partnern die Fußballfans auf dem Weg zur Arena mit Tausenden von bunten Fähnchen versorgten, um diese Farben doch noch ins Stadion zu bringen – quasi von innen statt von außen.

Henryk Hoefener, Vorstand des CSD Deutschland e.V., war begeistert von den Reaktionen der Fans: 
„Die Resonanz ist sehr, sehr gut. Wir haben sehr viel verteilt, um die 20.000 Artikel. Ein richtig geiles Bild im Stadion!“

Das Windrad neben der Münchner Fußball Arena bunt illuminiert

Es thront auf dem Fröttmaninger Berg, von hier oben hat man den besten Blick auf die Arena: Eines der beiden Windräder der Stadtwerke München. Die SWM waren sofort überzeugt von der Initiative des Kulturreferats. 

Am 23. Juni, dem 3. Münchner Matchday, wurde das Windrad bei Einbruch der Dunkelheit in Regenbogenfarben getaucht. Ganz schön viel Arbeit für Georgel Cîtâ und seine Technik-Crew von der Veranstaltungstechnik des Kulturreferats München – schließlich ist das Windrad knapp 100 Meter hoch und hat unten einen Durchmesser von vier Metern. Der heftige Gewitterregen konnte dem Spektakel nichts anhaben – die LED-Scheinwerfer sind wasserdicht. 

Als Zeichen für Weltoffenheit, Gleichheit und Akzeptanz ließen die Stadtwerke nicht nur ihr Windrad leuchten, auch Busse und Trams der MVG fahren mit Regenbogenfahnen durch München – sogar noch bis zum 18. Juli.

Arena nicht in Regenbogenfarben – dafür aber viele andere Gebäude

Bellevue di Monaco, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Das Bellevue di Monaco

Eigentlich hätte es die Fußball Arena in Fröttmaning sein sollen, die man am dritten Münchner Matchday in bunten Pride-Farben beleuchten wollte – die UEFA hatte den entsprechenden Antrag von Oberbürgermeister Reiter allerdings am 22. Juni abgelehnt. 

Die Arena leuchtete am Abend also zunächst in UEFA-Türkis und danach in den Farben der deutschen und der ungarischen Länderflagge. München bewies aber, dass „Weltstadt mit Herz“ nicht nur ein Spruch ist und setzte überall bunte Zeichen. Der „Käfig“ des Dachsportplatzes auf dem Bellevue di Monaco strahlte weithin sichtbar in Regenbogenfarben, und die durch den Sommerregen nassen Straßen verstärkten den Effekt der bunten Lichter noch. 

 

Bellevue, Riesenrad, Nockherberg, Feierwerk: Was noch bunt leuchtete

Das Feierwerk, Foto: Konny Wagner
Foto: Konny Wagner

Ebenfalls bunt gekleidet war an diesem besonderen Abend des 23. Juni unter anderem das Feierwerk in der Hansastraße, auch der O2 Tower bekam eine regenbogenfarbene „Krone“ aufgesetzt.

Natürlich machte das (jeden Tag) bunte und vielfältige Werksviertel ebenfalls mit: Das Riesenrad „Umadum“ am Ostbahnhof drehte sich in Regenbogenfarben. Der große Kran am Marienhof changiert nachts schon länger in bunten Farben – gut zu sehen zum Beispiel vom Nockherberg aus, wo der Paulaner-Biergarten ebenfalls ein farbiges Lichtzeichen setzte. 

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