Traditionelles Ritual in München am Aschermittwoch

Geldbeutelwaschen im Fischbrunnen 2026

Beim traditionellen Geldbeutelwaschen taucht der Oberbürgermeister am Aschermittwoch, 18. Februar 2026 das Münchner Stadtsäckel symbolisch in den Fischbrunnen auf dem Marienplatz. Auch Bürgermeister Dominik Krause, Bürgermeisterin Verena Dietl und Stadtkämmerer Christoph Frey nehmen am Brauch teil. Was hinter dem Ritual zu Beginn der Fastenzeit steckt...

Michael Nagy/Presseamt München

Geldbeutelwaschen: Symbolischer Brauch fürs finanzielle Glück

Das Geldbeutelwaschen am Fischbrunnen am Marienplatz findet immer am Aschermittwoch statt. Ob es wirklich Glück für die Münchner Stadtkasse bringt? Oberbürgermeister Dieter Reiter hat jedenfalls die Hoffnung, dass die Geldbörsen der Stadt und der Bürger*innen wieder voller werden: „Wir wissen zwar nicht, ob das Geldbeutelwaschen wirklich hilft, aber sicher ist: Es schadet auch nicht." 

Mit dem Ritual soll eine rosige finanzielle Zukunft für die Kasse der Landeshauptstadt München gesichert werden. Der Brauch geht auf das 15. Jahrhundert zurück: Damals zeigte das Münchner Dienstpersonal zum Beginn der Fastenzeit ihren Herrschaften an, dass nach dem Fasching ihre Geldbeutel leer waren - auch für das 19. Jahrhundert ist die Geldbeutelwäsche bezeugt. In den 1950er Jahren wurde das Ritual von OB Thomas Wimmer auch für das Stadtsäckel aufgenommen, seit 1976 findet es regelmäßig mit Unterstützung einer hiesigen Brauerei statt. Und wenn's nicht hilft: Zumindest gibt es Freibier für die Zuschauer*innen der Zeremonie.

Bei der Gelegenheit bekommen die Bürgermeister*innen zudem traditionell den Schlüssel für das Rathaus vom Faschingsprinzenpaar zurück. Damit geht der Fasching 2026 auch offiziell zu Ende.

Geldbeutelwaschen: Das Münchner "Stadtsäckel"
Michael Hofmann
Das "Stadtsäckel"

Termine

  • Mi. , 18. Februar 2026

    11:30

    Fischbrunnen