Karfreitagsprozession

Die Kirche St. Michael und Frauenkirche, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read

"Kreuzweg der Völker" von St. Michael zum Marienplatz

(30.3.2018) Der "Kreuzweg der Völker", gestaltet von mehr als 20 Volks- und Sprachgruppen: Heute zog die Karfreitagsprozession von St. Michael aus durch die Innenstadt. In der Jesuitenkirche St. Michael fand um 10 Uhr die Auftaktandacht statt.

Tausende Gläubige nahmen an der traditionellen Prozession teil

Kirchenvertreter beim Gebet, Foto: Immanuel Rahman
Foto: Immanuel Rahman

Was ist die Karfreitagsprozession?

Am Karfreitag nahmen Tausende Gläubige an der traditionellen Prozession teil - einem Kreuzweg quer durch die Innenstadt. Im Gedenken an den Leidensweg Jesu Christi wird der sogenannte „Kreuzweg der Völker“ nachgestellt. Gläubige aus mehr als 20 verschiedenen Sprach- und Volksgruppen beteten die 14 Stationen des Kreuzwegs. Sie trugen auch Texte und Passionslieder aus unterschiedlichen Traditionen vor.

Wie lief die Prozession ab?

Die Andacht in St. Michael (Neuhauser Straße 6) leitete Bischofsvikar Rupert Graf zu Stolberg. Anschließend führte der „Kreuzweg der Völker“ von der Neuhauser- und Kaufingerstraße zum Marienplatz, wo es eine große Abschlussfeier unter freiem Himmel mit Kardinal Reinhard Marx gab.

In seiner Predigt hat Marx Christen in Deutschland aufgerufen, auf Muslime und Nicht-Glaubende zuzugehen und zu Versöhnung und Freundschaft zwischen den Völkern, Kulturen und Religionen auf.

Woher kommt die Tradition?

In der Barockzeit war die Tradition der Karfreitagsprozession in Deutschland weit verbreitet. Neu belebt wurde sie in München 1998. Damals sprachen sich rund 150.000 Katholiken der Region für eine Wiederaufnahme des Kreuzweges der Völker aus. 

Am Karfreitag gab es aber auch zahlreiche Kreuzwege für Familien und Kinder.

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Bildergalerie: Die festliche Karfreitagsprozession

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