1. Mai in München: Tanz in den Mai und Maifeste

Maibaum am Viktualienmarkt in der Sonne, Foto: Lukas Fleischmann
Foto: Lukas Fleischmann

München tanzt in den Mai: Tipps zum Maifeiertag

So feiert München den 1. Mai: Welche Stadtviertel Maibäume aufstellen, wo Maifeste steigen und was es mit den Maibäumen auf sich hat. Wegen der Corona-Pandemie können aber 2021 leider keine Veranstaltungen stattfinden.

Lockerung der Corona-Maßnahmen in München seit 7. Juni

Die Bayerische Staatsregierung hat umfangreiche Lockerungen bei den Corona-Regeln für den privaten und öffentlichen Raum beschlossen. Seit dem 7. Juni 2021 gelten in Bayern nur noch zwei Inzidenzkategorien ("unter 50" und "zwischen 50 und 100"). Die Kontaktbeschränkungen sind gelockert, Erleichterungen gibt es auch bei Veranstaltungen, so sind bei Outdoor-Events bspw. jetzt bis zu 500 Besucher möglich.

  • Welche Corona-Maßnahmen in München derzeit gelten
  • Aktuelle Infos und Regelungen für München auf muenchen.de/corona
  • Tanz in den Mai: Hier werden Maibäume aufgestellt und gefeiert

    Maibaumaufstellen auf dem Viktualienmarkt, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
    Foto: muenchen.de / Mónica Garduño

    2021 sollte wieder ein Maibaum auf dem Viktualienmarkt aufgestellt werden. Wie im Vorjahr wurde die geplante Wiedererrichtung eines neuen Baums aber wegen Corona abgesagt.

    Aktuelle Termine zu Maifeiern und Maibaumaufstellen folgen erst wieder 2022. 

    Veranstaltungen am 1. Mai: Auer Maidult, Kulturfest, Frühlingsfest

    Lebkuchenherzen auf der Auer Dult - Jakobidult, Foto: LHM-RAW/Lukas Barth
    Foto: LHM-RAW/Lukas Barth
      Neben den Festen zum Tanz in den Mai gibt es zum Maifeiertag drei traditionelle Feste in München, die 2021 wegen der Corona-Pandemie zu diesem Zeitpunkt nicht stattfinden können.
    • Maidult: Die erste der drei Auer Dulten findet Ende April/Anfang Mai eine Woche lang auf dem Mariahilfplatz statt. Bei diesem Volksfest mit Markt stellen rund 300 Händler ihre Waren aus - daneben gibt es einen kleinen Schaustellerteil mit Karussellen und Buden - Mehr zur Auer Dult
    • Kulturfest am Marienplatz: Nach der Maidemonstration der Münchner Gewerkschaften und Organisationen steigt am Marienplatz ein Familienfest mit Infoständen und kulturellem Programm - Mehr zum Kulturfest auf dem Marienplatz
    • Frühlingsfest: Ende April/Anfang Mai startet die Volksfestsaison auf der Theresienwiese mit dem zweiwöchigen Frühlingsfest, der "kleinen Schwester der Wiesn" - mit rund 100 Schaustellern, zwei Bierzelten und einem umfangreichen Rahmenprogramm. -  Mehr zum Frühlingsfest

    Video: Ein 1. Mai in München mit Maibaumaufstellen, Maidult und Kulturfest

    Was ihr über Maibäume wissen solltet: Aussehen, Aufstellen, Tradition

    In Münchner Stadtteilen und in den Umlandgemeinden gibt es zum 1. Mai die Tradition des Maibaumaufstellens - meist alle fünf Jahre wird ein neuer Baum errichtet - oder wenn ein Baum morsch ist.

    • Wie sehen die Maibäume aus? 
      Die Maibäume sind bemalt, in Bayern meist mit einer von links unten nach rechts oben laufenden Spirale in den Farben Weiß und Blau - die dann wie die bayerischen Rauten aussehen. Diese Bemalung des abgeschliffenen, von der Rinde befreiten Baums, nennt man Schnüren. Außerdem werden die Maibäume mit Tafeln etwa von Zünften oder Vereinen geschmückt.
    • Wie werden sie errichtet?
      In der Stadt München werden Maibäume meist mit Hilfe von Kränen durch die Berufsfeuerwehr oder das THW aufgestellt, in Umlandgemeinden oft noch auf traditionelle Weise, also in Gemeinschaftsarbeit und mit langen Stangen, den "Schwaiberln", aufgerichtet.
    • Wo kommt der Brauch her?
      Der Ursprung des Maibaumaufstellens ist nicht genau bekannt - sodass immer wieder darüber spekuliert worden ist, woher der Brauch kommt. In Bayern ist das Maibaumaufstellen seit dem 16. Jahrhundert überliefert - aus dieser Zeit gibt es hier auch schon Abbildungen, die wohl Maibäume zeigen.

    Maibaumstehlen - eine bayerische Tradition auch in München

    Was steckt hinter dem Brauch?
    Das Stehlen eines (noch nicht aufgestellten!) Maibaumes ist ein beliebter Brauch in Bayern. Gewitzte Diebe scheuen keine Mühen, den Maibaum eines anderen Stadtteils oder Gemeinde zu entführen und anschließend eine Auslösesumme zu fordern - zahlbar in der Regel in Bier und Brotzeit für alle Beteiligten. Daher muss ein Maibaum bis zu seiner Aufstellung stets gut bewacht werden. So raubten 80 Burschen 2017 den neuen Maibaum für den Münchner Viktualienmarkt aus einer Lagerhalle, die Münchner Brauereien lösten den Baum mit einer Bierspende wieder ein.

    Welche Regeln gibt es?
    Wirklich sicher ist der Baum nirgends, solange er noch nicht aufgestellt ist. Aber Vorsicht - beim Maibaumstehlen gibt es ungeschriebene Regeln, an die sich Diebe und Bestohlene zu halten haben:

    • Es gilt als Regel, dass nur derjenige Maibäume stehlen darf, der auch selbst einen aufgestellt hat.
    • Der Maibaum muss schon gefällt sein und muss sich bereits im Gebiet der Stadt oder Gemeinde befinden, wo er aufgestellt werden soll. Maibaumstehlen im Wald gilt als Holzdiebstahl. Auch aufgestellte Bäume dürfen nicht mehr gestohlen werden.
    • gelingt es einem der Wächter, während des Diebstahls die Hand auf den Stamm zu legen, ist der Raub misslungen.
    • Gestohlene Bäume müssen später wieder ausgelöst werden - sonst wird der Stamm als "Schandbaum" mit deftigen Sprüchen über die ehemaligen Besitzer in der Gemeinde der erfolgreichen Diebe aufgestellt.

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