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Bayerische Staatsoper

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Bayerische Staatsoper: Spielplan, Repertoire, Geschichte

Die Bayerische Staatsoper im Nationaltheater München genießt weltweites Renommee. Infos, Video, Bilder und Tipps.

Die Bayerische Staatsoper im Überblick

Lage: Nationaltheater am Max-Joseph-Platz
Bühnen: Opernsaal mit 2.101 Sitzplätzen
Repertoire: fast 350 Opern- und Ballettaufführungen im Jahr
Intendant: Serge Dorny
Besonderheiten: Die jährlichen Opernfestspiele sind seit 1875 eines der weltweit wichtigsten Musikfestivals
Geschichte: Das Nationaltheater am Max-Joseph-Platz ist seit 1818 Heimat der Bayerischen Staatsoper; 1823 bis 1825 erste Wiedererrichtung nach Großbrand; 1958 bis 1963 zweite Wiedererrichtung nach dem Zweiten Weltkrieg

Video: Die Bayerische Staatsoper

Hochkarätige Intendanz und Generalmusikdirektion

Bayerische Staatsoper, Foto: Bayerische Staatsoper
Foto: Bayerische Staatsoper

Mit der Spielzeit 2008/2009 wurde Nikolaus Bachler (Foto rechts) neuer Intendant der Bayerischen Staatsoper. Der Österreicher leitete seit 1999 das Wiener Burgtheater als Nachfolger von Claus Peymann. Weitere Stationen in der Laufbahn des gelernten Schauspielers waren zuvor u.a. die Intendanz der Wiener Festwochen von 1991-1996 und die Leitung der Wiener Volksoper von 1996-1999. Nach der Spielzeit 2020/2021 wird der Belgier Serge Dorny neuer Intendant der Bayerischen Staatsoper

Zur Spielzeit 2013/14 berief die Bayerische Staatsoper Kirill Petrenko zum neuen Generalmusikdirektor. Der 1972 in Omsk/Russland geborene Petrenko leitete zuvor bereits die Berliner Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, die Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Wiener Symphoniker, das Chicago Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra und viele andere weltweit renommierte Orchester.

Ab Herbst 2021 übernimmt Vladimir Jorowski den Posten als Generalmusikdirektor. Der gebürtige Moskauer ist unter anderem seit 2007 Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra und seit 2017 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin.

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Spielzeit 2020/21: Der wendende Punkt

Überschrift der letzten Spielzeit unter Intendant Nikolaus Bachler ist "Der wendende Punkt". 

"Rainer Maria Rilke beschreibt in seinen Sonetten an Orpheus die Kunst als einen Prozess, der oft mit dem Anfang schließt und dem Ende beginnt", so Nikolaus Bachler. "Dieser Gedanke beschwört nach 13 Jahren als Intendant dieses Hauses nicht nur das Ende, sondern gerade den ‚wendenden Punkt‘."

Im Zentrum der Saison stehen dreizehn Premieren, darunter zwei Uraufführungen und vier Werke, die ihre Uraufführung in München erlebten.

Bayerisches Staatsballett

Staatsballett, Foto: Bayerische Staatsoper
Foto: Bayerische Staatsoper

Das Bayerische Staatsballett bietet ein umfangreiches Repertoire in der Spielzeit 2020/21. Zudem bietet es Familienvorstellungen mit Kindereinführung ins Ballett sowie mit dem SpielBallett einen Workshop passend zu den Familienvorstellungen.

Ballettdirektor ist seit 2016 Igor Zelensky.

Weitere Informationen auf der Website des Bayerischen Staatsballetts

Bayerisches Staatsorchester

Das Bayerische Staatsorchester ist eines der ältesten Orchester Deutschlands, dessen Keimzellen sich bis ins Jahr 1523 zurückverfolgen lässt.

Als einziges Orchester Münchens tut es in Oper und Konzert Dienst. Als Gastdirigenten konnte das Bayerische Staatsorchester alle namhaften Vertreter der internationale Elite begrüßen.

Konzertfreunde dürfen sich auch in dieser Spielzeit über ein vielfältiges Programm des Bayerischen Staatsorchesters freuen: Unter der Leitung von hochkarätigen Dirigenten werden wieder Stücke von großen und spannenden Komponisten gespielt. Außerdem stehen auch in dieser Saison wieder zahlreiche Kammer- und Sonderkonzerte auf dem Spielplan des Bayerischen Staatsorchesters.

Zu den Seiten des Bayerischen Staatsorchesters

Opernfestspiele

Den Höhepunkt der Saison bilden jeweils die Münchner Opernfestspiele. Auf dem Festspiel-Programm stehen neben verschiedenen Premieren auch Konzerte.

Mehr Informationen zu den Opernfestspielen 2021

Die Geschichte der Bayerischen Staatsoper 350 Jahre Tradition

Historie, Foto: Bayerische Staatsoper
Foto: Bayerische Staatsoper

Die Bayerische Staatsoper kann auf eine lange Geschichte zurückblicken:

  • Kurfürst Ferdinand Maria (der auch Schloss Nymphenburg und die Theatinerkirche bauen ließ) errichtete im 17. Jahrhundert im Herkulessaal der Residenz ein Saaltheater, in dem vor der Hofgesellschaft die ersten italienischen Operndarstellungen inszeniert wurden.
  • Kurfürst Max III. Joseph ließ 1750 von Francois Cuvilliés das prachtvolle Rokokotheater "teatro nuovo pressa la residenza", das Residenztheater erbauen - auch heute noch als "Cuvilliés-Theater" Opernbesuchern aus aller Welt ein Begriff. In seinem Auftrag komponierte Mozart mit 19 Jahren seine erste Münchner Auftragsoper mit dem Titel La finta giardiniera. Sein Gesuch um eine feste Anstellung wurde allerdings vom kurfürstlichen Hof abgelehnt.
  • 1818 erhielt das Opern-Ensemble mit dem neu errichteten Nationaltheater am Max-Joseph-Platz ein neues Zuhause, bis heute das größte Opernhaus Deutschlands.
  • Die Regierungszeit des kunstbegeisterten bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. (1864-86) ist eng mit dem Namen Richard Wagner verbunden. Schon kurz nach seiner Thronbesteigung holte der neunzehnjährige König den völlig verschuldeten Komponisten, dessen Lohengrin ihn zwei Jahre zuvor bezaubert hatte, nach München. Eine umstrittene und im politischen Bereich tragisch endende Freundschaft zwischen Fürst und Musiker führte eine neue Glanzzeit in der Geschichte der Münchner Oper und des Musikdramas überhaupt herauf. Marksteine dieser Entwicklung sind die Uraufführungen von vier Meisterwerken Richard Wagners: 1865 Tristan und Isolde und drei Jahre später Die Meistersinger von Nürnberg. Es folgten 1869 und 1870 die Uraufführungen von Das Rheingold und Die Walküre. Das Königliche Hof- und Nationaltheater stand im Blickpunkt der europäischen Musikwelt.
  • Unter dem Generalintendanten Karl von Perfall (1867-93) begannen die Festspiele. Er veranstaltete erstmalig im Jahre 1875 einen Festsommer mit Opern von Mozart und Musikdramen von Wagner.
  • Die Festspielidee drängte mit der Zeit auch nach einem eigenen Festspielhaus - so entstand um die Jahrhundertwende innerhalb einer Jahresfrist das Prinzregententheater, erwachsen aus dem Wunsch der Bürger und gefördert von dem kunstsinnigen Prinzregenten Luitpold. Die Eröffnung am 21. August 1901 mit den Meistersingern war ein wirkliches Fest des Volkes und leitete eine Glanzzeit der Münchner Opern-Festspiele ein.
  • Die Liste bedeutender Dirigenten an der Spitze des Bayerischen Staatsorchesters, das seine Tradition bis ins Jahr 1523 zurückführen kann, ist Legende: Bruno Walter, Hans Knappertsbusch, Clemens Krauss, Georg Solti, Ferenc Fricsay, Joseph Keilberth, Wolfgang Sawallisch bis hin zu Zubin Mehta in unseren Tagen, dem 2006 Kent Nagano nachgefolgt ist. Carlos Kleiber war keinem Haus so eng verbunden wie der Bayerischen Staatsoper.

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