Nockherberg, Löwenbräukeller, Augustinerkeller: Hier wird das süffige Bier in der Fastenzeit gefeiert
Starkbierfeste in München 2026: Termine und Infos
Fastenzeit ist Starkbierzeit: Nach dem Fasching schenken die Münchner Brauereien im Februar und März ihr süffiges Starkbier aus und feiern die „fünfte Jahreszeit" Münchens mit traditionellen Starkbierfesten in urigen Wirtshäusern und Bierhallen. Das bekannteste ist das Starkbierfest auf dem Nockherberg. Hier erfahrt ihr alles über Salvator, Maximator, Triumphator & Co. sowie die Geschichte des Münchner Starkbiers.
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6. bis 29. März: Starkbierfest auf dem Nockherberg mit Salvator
Auf dem Nockherberg wird Tradition groß geschrieben, bereits seit 1870 wird hier der Salvator der Paulaner Brauerei ausgeschenkt. Für beste Stimmung bei den Gästen sorgt vom 6. bis 29. März die bekannte Oktoberfest-Band Südherz, die ihr vielleicht aus dem Schottenhamel kennt. Wenn das Wetter schön ist, könnt ihr eure Maß auch im Biergarten genießen.
- Festzeit: 6. bis 29. März 2026, täglich
- Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 16 Uhr bis 22.30 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 Uhr bis 16 Uhr bzw. Samstag und Sonntag von 16.30 Uhr bis 22.30 Uhr
- Ort: Hochstraße 77, 81541 München
- Hinweis: Tischreservierungen sind online möglich. Es gibt eine Abendkasse. Dort ist die Verfügbarkeit abhängig von der Auslastung und der Einlass unter Umständen mit Wartezeit verbunden.
Bis 15. März: Starkbierfest von Giesinger Bräu im Werk2 mit Innovator
Zum zweiten Mal veranstaltet Giesinger Bräu sein Starkbierfest im Werk2 und schenkt vom 19. Februar bis 15. März im dortigen Festzelt seinen Innovator aus. Musikalisch ist echtes Wiesn-Flair geboten – von traditioneller bayerischer Musik bis zu Partybands wie den Cagey Strings oder Nachtstark am Abend. Für Kinder gibt es an den Sonntagen ein Programm mit Kinderschminken, Zauberern und Ballonkünstlern.
- Festzeit: 19. Februar bis 15. März 2026, Donnerstag bis Sonntag
- Öffnungszeiten: Donnerstags und freitags von 17 bis 23 Uhr, samstags von 11 bis 16 Uhr sowie von 17 bis 23 Uhr und sonntags von 11 bis 16 Uhr.
- Ort: Detmoldstraße 40, 80935 München
- Hinweis: Tischreservierungen sind online möglich.
Bis 21. März: Starkbierfest im Löwenbräukeller mit Triumphator
Der Löwenbräukeller schenkt zur Starkbierzeit den Triumphator aus, den ihr vom 20. Februar bis 21. März im festlich geschmückten Saal bekommt. Die musikalische Unterhaltung kommt von der Stimmungsband Die Wadlbeisser, die ihr Können seit Jahren auf der Wiesn unter Beweis stellt.
- Festzeit: 20. Februar bis 21. März 2026, donnerstags bis samstags
- Öffnungszeiten: 18 bis 23 Uhr
- Ort: Stiglmaierplatz 1, 80335 München
- Hinweis: Tischreservierungen sind online möglich.
Bis 28. März: Starkbierfest im Augustinerkeller mit Maximator
Im Augustinerkeller steigt das Starkbierfest zwischen 27. Februar und 28. März, ausgeschenkt wird der süffige Maximator. Wer es traditionell mag, ist im Lagerkeller zwischen den riesigen Eichenholzfässern bei gemütlicher Stimmung bestens aufgehoben. Die Harthauser Musi sorgt hier für bayerische Wohlfühl-Atmosphäre. Am Freitag und Samstag wird aber auch zusätzlich der Saal geöffnet und hier heizen dann Partybands wie die Cagey Strings oder Voigams ordentlich ein.
- Festzeit: 27. Februar bis 28. März 2026, donnerstags bis samstags
- Öffnungszeiten: Donnerstags bis samstags im Lagerkeller sowie freitags und samstags im Festsaal ab 19 Uhr
- Ort: Arnulfstraße 52, 80335 München
- Hinweis: Tischreservierungen sind online möglich.
Bis 15. März: Starkbierfest im Königlichen Hirschgarten mit Maximator
Der Königliche Hirschgarten lädt auch dieser Jahr wieder zum Starkbierfest ein: Zwischen 27. Februar und 15. März habt ihr an acht Terminen die Chance, euch dort den Maximator von Augustiner schmecken zu lassen. Für die passende Musik sorgen unter anderem Roland Hefter und seine Isarrider (8. März) oder Beirer Blech (14. März).
- Festzeit: 27. und 28. Februar sowie 6., 7., 8., 13., 14. und 15. März 2026
- Öffnungszeiten: Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr
- Ort: Hirschgarten 1, 80639 München
Was ihr noch zum Starkbier wissen solltet
Was ist eigentlich Starkbier?
Starkbier zeichnet sich durch seinen hohen Alkoholgehalt und kräftigen Geschmack aus. Es umfasst Bock- und Doppelbockbiere, die traditionell gehaltvoll gebraut wurden – ursprünglich als „Fastenbier“ für Mönche. Heute ist es für seine wuchtige Wirkung bekannt: Eine Maß spürt man sofort, zwei werden schnell unberechenbar. Geschmacklich reicht es von malzsüß mit Karamell- und Fruchtnoten bis hin zu würzig und leicht hopfig. Neben dunklen Varianten gibt es auch den Hellen Bock, der harmlos wirkt, aber ebenso stark und aromatisch ist.
Wann ist Starkbierzeit in München?
Die Starkbierzeit beginnt frühestens nach Aschermittwoch und endet spätestens an Ostern – das Bier wird jedoch bereits im Herbst eingebraut, um über den Winter zu reifen. Danach folgt die Maibock-Saison, mit der man standesgemäß den Frühling begrüßt.
Welche Geschichte hat das Starkbier?
Ursprünglich sollte Starkbier die Fastenzeit nach dem Fasching für die Mönche erträglicher machen. Nach der klösterlichen Regel Liquida non frangunt ieiunium („Flüssiges bricht das Fasten nicht“) galt Bier als erlaubte Nahrung während des Fastens. Deshalb musste ein Bier her, das einen höheren Stammwürzegehalt hatte und kalorienreich genug war, um die Zeit der Enthaltsamkeit zu überbrücken. Denn wenn schon gefastet werden musste, dann sollte es zumindest nicht an flüssiger Nahrung fehlen.
Die Paulanermönche, die aus Italien nach München kamen, brauten bereits 1629 ihr erstes Starkbier – basierend auf dem Rezept des Maibocks, jedoch noch stärker (Doppelbock). Sie nannten es zunächst „Sankt Vater“. Später wurde daraus der Name „Salvator“, vermutlich als bewusste Anspielung auf die christliche Bedeutung („Erlöser“).
Schon bald pilgerten die Münchner zum Biertrinken in das Kloster vor den Toren der Stadt. Zunächst wurde das Bier nur für den Eigenbedarf und Gäste des Klosters ausgeschenkt, doch im Jahr 1780 erlaubte Kurfürst Karl Theodor den öffentlichen Ausschank des Paulaner-Starkbiers offiziell. Die Mönche hatten diese Regelung zuvor eher großzügig gehandhabt, was schließlich zu ihrer Legalisierung führte.