Verbunderweiterung: Wird das MVV-Gebiet deutlich größer?

Bus und S-Bahn, Foto: 2017 MVV GmbH
Foto: 2017 MVV GmbH

MVV prüft Verbunderweiterung in zehn weitere Landkreise

(10.1.2020) Ist der Verbundraum des MVV künftig doppelt so groß? Zehn Landkreise und kreisfreie Städte beteiligen sich an einer Studie zur Erweiterung des MVV-Gebiets. Tausende Pendler könnten davon profitieren. Bis wann mit Ergebnissen zu rechnen ist.

Pendlerverhalten hat sich seit MVV-Gründung verändert

Gerade erst hat der Münchner Verkehrsverbund mit der großen MVV-Tarifreform die größte Veränderung seit seiner Gründung 1972 erlebt - und schon bald könnte die nächste folgen. Denn seit dieser Woche läuft eine umfassende Studie zur Erweiterung des Verbundraums.

Dieser umfasst bislang eine Fläche von rund 5.530 Quadratkilometern. Neben der Landeshauptstadt München und dem gleichnamigen Landkreis zählen die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen (nördlicher Teil), Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck und Starnberg dazu.

Doch seit 1972 hat sich das Pendlerverhalten verändert. Immer mehr Berufspendler fahren derzeit täglich über die Verbundgrenzen hinweg von und nach München und brauchen dafür mehrere Tickets. Auch sie sollen künftig vom Verbundgedanken "1 Netz. 1 Fahrplan. 1 Tarif" profitieren können.

Diese Landkreise und Städte könnten Teil des MVV werden

Im Rahmen der Studie wird nun in den Landkreisen Miesbach, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg, Landshut, Mühldorf und Rosenheim sowie den kreisfreien Städten Landshut und Rosenheim geprüft, wie viele Pendler derzeit täglich die Verbundgrenzen überqueren. Auch der südliche Teil des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen, bislang noch nicht Teil des MVV, ist dabei.

Umfangreiche Fahrgastzählungen sollen ermitteln, für viele Pendler sich die Erweiterung lohnen könnte. Ergebnisse soll es ab dem Jahr 2022 geben - und dann können die Kommunen entscheiden, ob sie dem MVV beitreten wollen. Sollten alle untersuchten Gebiete dafür stimmen, wäre der größere Teil Oberbayerns und sogar ein Teil Niederbayerns in den MVV integriert.

Den Start der Studie sieht MVV-Geschäftsführer Dr. Bernd Rosenbusch als wichtigen Beitrag zur Verkehrswende in Südbayern: "Von einer Verbunderweiterung werden vor allem die Fahrgäste profitieren. Ich begrüße die Dynamik, mit der alle Beteiligten das Thema vorantreiben."

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