Park+Bike: Mit Auto und Fahrrad in die Münchner Innenstadt pendeln

Oberbürgermeister Dieter Reiter (r.) mit Mobilitätsreferent Georg Dunkel (l.) und Wolfgang Großmann, Geschäftsführer der P+R  Park&Ride GmbH, Foto: Michael Nagy/Presseamt München
Foto: Michael Nagy/Presseamt München Oberbürgermeister Dieter Reiter (r.), Mobilitätsreferent Georg Dunkel (l.) und Wolfgang Großmann, Geschäftsführer der P+R Park&Ride GmbH, präsentieren "Bike+Ride".

Mit Leihrad die letzten Kilometer pendeln: So funktioniert Park+Bike

(22.4.2021) Mit dem Auto zum Stadtrand und weiter mit den Öffentlichen – oder dem Leihrad! Wer mit dem Auto zu einer Park+Ride-Anlage fährt, kann den Rest des Weges zum Arbeitsplatz künftig auf ehemaligen Bahnhofsrädern zurücklegen. Was dahintersteckt und wie es funktioniert.

Bike-Sharing-Konzept im Rahmen der Verkehrswende

Oberbürgermeister Dieter Reiter präsentiert "Park+Ride", Foto: Michael Nagy/Presseamt München
Foto: Michael Nagy/Presseamt München

Pendler*innen kennen das Problem: Mit dem Auto in die Stadt? Keine gute Idee. Den ganzen Weg radeln? Zu weit. Und das eigene Rad passt nicht in den Kofferraum. Für den Weg in die Innenstadt gibt es jetzt eine weitere umweltfreundliche und gesunde Alternative, für die Oberbürgermeister Dieter Reiter nun den Startschuss auf der P+R-Anlage Michaelibad gegeben hat: „Park+Bike“

„Manche Pendler*innen würden gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, doch der Weg ist zu weit. Park+Bike bietet dafür eine gute Lösung: So kann man die letzten Kilometer mit dem Rad zurücklegen und muss dabei nicht mal das eigene Rad in den Kofferraum packen“, erklärt der OB. Denn: An bisher fünf Standorten kann man sich jetzt gegen Kaution ein Fahrrad leihen und für den Weg in die Stadt verwenden.

Auch Mobilitätsreferent Georg Dunkel ist begeistert: "Ein Drittel der Nutzer*innen sieht das Rad als Alternative zum öffentlichen Verkehr. Das müssen wir nutzen, um noch mehr Menschen zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu bewegen."

Soziales Projekt: Jugendliche reparieren ehemalige Bahnhofsräder

Im Sinne der Nachhaltigkeit handelt es sich bei den Leihrädern nicht etwa um neu gekaufte, sondern um ehemalige Bahnhofsräder, die von der P+R GmbH aufgesammelt und von einer gemeinnützigen Organisation repariert und wieder verkehrstüchtig gemacht worden sind. 

„Besonders freut mich, dass mit Pikassio ein soziales Projekt an der Aktion beteiligt ist, das Jugendlichen und jungen Erwachsenen in schwierigen Situationen eine Perspektive gibt – zum Beispiel durch die Arbeit in einer Radlwerkstatt", so Reiter. "Eine gelungene Aktion der P&R GmbH. Das ist Nachhaltigkeit im besten Sinn des Wortes.“

Bisher wurden 20 Fahrräder wieder aufbereitet. Wird das Angebot angenommen, kann sofort aufgestockt werden: "Da wir für die Stadt mit Radlramadama laufend aufgegebene Räder entfernen, können wir bei Bedarf weitere Räder, deren Lagerfrist abgelaufen ist, wieder aufbereiten lassen", so Wolfgang Großmann, Geschäftsführer der P+R Park&Ride GmbH. 

Standorte, Anmeldung, Leihvertrag: So funktioniert Park+Bike

Aktuell ist Park+Bike auf den Anlagen Michaelibad, Westfriedhof, Studentenstadt, Lochhausen Nord sowie Sauerlach möglich. Dort wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern versuchsweise so geändert, dass Parken nun auch bei anschließender Nutzung eines Fahrrads erlaubt ist. Bei entsprechender Nachfrage wird eine Ausweitung auf andere Standorte angestrebt. 

So funktioniert's: 

  • Interessent*innen können sich über das Kontaktformular unter www.parkundride.de anmelden.
  • Solange Fahrräder verfügbar sind, erhalten sie dann den Leihvertrag zugeschickt.
  • Zeit und Ort für die Übergabe des Fahrrads wird dann mit den Kund*innen direkt vereinbart.

Mehr Aktuelles aus München

X

CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

Alle Infos
Top