Pop-up-Radwege in München: So soll es 2021 weitergehen

Pop-Up-Radweg in der Elisenstraße, Foto: muenchen.de/Marie-Lyce Plaschka
Foto: muenchen.de/Marie-Lyce Plaschka

Rückkehr der temporären Radwege im April 2021 geplant

(19.2.2021) Die Pop-up-Radwege des Vorjahres sollen ab April 2021 zurückkommen, die Planungen für die Streckenführung laufen im Mobilitätsreferat. Im März wird der Stadtrat über die Vorschläge entscheiden.

Stadtrat entscheidet im März über neue Pop-up-Radwege

Pop-Up-Radweg in der Elisenstraße, Foto: muenchen.de/Marie-Lyce Plaschka
Foto: muenchen.de/Marie-Lyce Plaschka

2020 führte die Stadt München einen Verkehrsversuch zu Pop-up-Radwegen durch. Bis zum 31. Oktober gab es fünf temporäre Radwege, um mehr Platz für Radfahrende zu schaffen, Mindestabstände zu garantieren und Unfälle zu vermeiden. Über den Winter wurden die gelb markierten Radwege zunächst einmal entfernt, der Verkehrsversuch wurde ausgewertet, um Wirkung und Nutzen einzuschätzen. Geplant ist: Die Pop-up-Radwege sollen im April 2021 zurückkehren. Darüber entscheiden wird der Münchner Stadtrat im März. Langfristig ist das Ziel, eine nachhaltige Verkehrsplanung in München zu schaffen.

Auf diesen Straßen soll es ab April 2021 Markierungen geben

Das Mobilitätsreferat arbeitet für die folgenden vier Straßen neue Markierungsvorschläge für zeitlich befristete Pop-up-Radwege aus: 

  • Rosenheimer Straße
  • Elisenstraße
  • Theresienstraße (zwei Abschnitte)
  • Gabelsbergerstraße

Dem Stadtrat sollen im März zudem Vorschläge und Planungsvarianten für eine Neuaufteilung des Straßenraums vorgelegt werden. Es soll geprüft werden, ob die Abschnitte der Pop-up-Radwege zu dauerhaften Radwegen werden können.

Zwei ehemalige Pop-Up-Radwege aus dem Vorjahr bleiben bestehen und werden ausgebaut: Für die beiden Streckenabschnitte Rosenheimer Straße zwischen Lilienstraße und Am Lilienberg sowie Zweibrückenstraße zwischen Erhardt-/Steinsdorfstraße und Rumford-/Thierschstraße sind bereits feste Radwege beschlossen.

Hohe Beteiligung bei Online-Versammlungen im Februar 2021

Pop-Up-Radweg in der Elisenstraße, Foto: Michael Nagy/Presseamt München
Foto: Michael Nagy/Presseamt München OB Dieter Reiter bei der Vorstellung des ersten Pop-Up-Radweges 2020

Bei den Pop-Up-Radwegen gibt es unterschiedliche Interessen zwischen Radfahrern, Autofahrern und Anwohnern. Darum ist für die Landeshauptstadt  die Meinung der Bürger wertvoll: Am 17. und 18. Februar luden Mobilitätsreferent Georg Dunkel und die städtischen Radverkehrsplaner*innen deshalb zu zwei Online-Versammlungen ein, an denen sich über 500 Münchner*innen beteiligten. Die Pläne für die neuen Radwege wurden vorgestellt und diskutiert - mit positiver Resonanz.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Mir ist es wichtig, dass wir die Bürger*innen mit ihren Fragen und Anregungen bei unseren Planungen eng mit einbinden. Ich bedanke mich deshalb beim Mobilitätsreferat für dieses innovative Format und bei allen Teilnehmer*innen für die rege Beteiligung.“

Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Es freut uns sehr, dass die beiden Veranstaltungen und die vorgestellten Planungen so gut angenommen wurden. Wir haben viel positives Feedback bekommen, sowohl für die transparente Information als auch für das coronabedingte Online-Format. Wir haben aber auch eine Reihe von Anregungen für den weiteren Prozess mitgenommen.“

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden: „Die Informationsveranstaltungen haben ein klares Stimmungsbild ergeben: Die Münchner*innen wünschen sich die Pop-up-Radwege zurück, und das möglichst bald. Sobald der Stadtrat grünes Licht gegeben hat, wird sich die Verwaltung zügig an die Umsetzung machen. Bei temporären Radwegen wird es aber nicht bleiben. In den kommenden Jahren wird die Stadt die Fahrradinfrastruktur in allen Stadtbezirken im Sinne des Radentscheids München ausbauen.“

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