Au-Haidhausen: Freizeit-Tipps fürs Münchner Viertel

An der Kreppe, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

4 Tipps für Au-Haidhausen: Geschichte, Frankreich-Flair und Entspannung

Ein Ausflug durch Münchens Stadtteil Haidhausen lohnt sich - denn hier warten tolle Plätze zum Entspannen und Bestaunen.

1. Herbergshäuschen: Münchner Stadtgeschichte erleben

Haidhausen war nicht immer so schick wie heute. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt es als klassisches Arbeiterviertel, in dem ganze Familien auf engstem Raum und unter teils schlimmen Bedingungen hausten. Letzte Überreste dieser Zeit sind die kleinen Herbergshäuschen an der Kreppe (Foto oben).

Direkt vom Wiener Platz führt ein Abhang in diese talähnliche und ruhige Seitenstraße: Was heute so malerisch aussieht, war damals der Wohnstandard für die Tagelöhner - ohne Strom und fließend Wasser. Zeit für eine einmalige Geschichtsstunde!

2. Franzosenviertel: Herrliche Plätze entdecken

Sommer am Weißenburgerplatz, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Im Franzosenviertel, das sich nordwestlich vom Ostbahnhof erstreckt, erwartet euch ein einmaliges Flair:

  • Der Weißenburger Platz (Foto) ist einer der schönsten Plätze Münchens. In der Mitte thront der sogenannte Glaspalastbrunnen, den August Voit im Jahr 1853 schuf. Umringt wird dieser von Bänken, die zu einer kleinen Pause einladen. 
  • Am Bordeauxplatz trefft ihr gleich auf eine besonders authentische französische Atmosphäre. Die langgezogene Grünanlage misst 5.700 Quadratmeter und lädt mit dem fast 20 Meter langen, ebenerdigen „Brunnen der jagbaren Tiere“ samt Fontäne zum Staunen ein. Auf vier Granitsockeln stehen hier ein Rehbock, ein Widder, ein Eber und ein Steinbock aus Muschelkalk.
  • Der Wiener Platz ist das heimliche Herz des Stadtteils – zentral gelegen erreicht ihr ihn vom Max-Weber-Platz aus zu Fuß in nur fünf Minuten.

3. Maximilianeum: Ein bisschen große Politik spüren

Bayerischer Landtag in der Herbstsonne , Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Das Maximilianeum ist eine perfekte Station für eure Haidhausen-Safari. Schon allein, weil es kaum zu übersehen ist - der prominenten Lage am Isarufer sei Dank. Gleichzeitig zeigt es aber auch, was Haidhausen so faszinierend macht: denn neben kleinen Läden und urigen Gassen ist hier eben auch die große Politik daheim.

Im bayerischen Landtag wird so viel debattiert und beschlossen, dass die Abgeordneten vermutlich nur selten die Aussicht von dort oben über die Maximilianstraße Richtung Altstadt genießen. Schade eigentlich, denn die hat es in sich. 

4. Maximiliansanlagen: Auch mal andere Isar-Orte entdecken

Maximiliansanlagen mit Staustufen, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Warum Haidhausen so schön ist? Weil die Isar nie weit entfernt ist! Es gibt in den Isarauen unzählige Spots für perfekte Ruheoasen am Fluss - einen der schönsten findet ihr nördlich der Maximiliansbrücke, direkt unterhalb des Maximilianeums. Hier rauscht die Isar die Staustufen hinunter wie ein reißender Gebirgsfluss. Der ideale Ort für eine Entspannungspause - nicht nur im Sommer.

Aber auch etwas weiter südlich, rund um den Kabelsteg, könnt ihr es euch an verschiedenen Kiesbänken gemütlich machen.

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