Was Ihr in Haidhausen immer machen könnt

An der Kreppe, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

6 Tipps: Zieht mit uns durchs Viertel

Ein Ausflug auf die rechte Seite der Isar lohnt sich immer - denn in Haidhausen warten eine lebhafte Bar- und Musikszene, tolle Plätze zum Entspannen und kleine Liebhaber-Läden!

1. Münchner Stadtgeschichte aus nächster Nähe sehen

Unglaublich, aber wahr: Haidhausen war nicht immer so schick wie heute. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt es als klassisches Arbeiterviertel, in dem ganze Familien auf engstem Raum und unter teils schlimmen Bedingungen hausten. Letzte Überreste dieser Zeit sind die kleinen Herbergshäuschen an der Kreppe (Foto oben). Direkt vom Wiener Platz führt ein Abhang in diese talähnliche und ruhige Seitenstraße: Was heute so malerisch aussieht, war damals der Wohnstandard für die Tagelöhner - ohne Strom und fließend Wasser. Zeit für eine einmalige Geschichtsstunde!

2. Herrliche Plätze im Franzosenviertel entdecken

Sommer am Bordeauxplatz, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

In Haidhausen gilt: Wo Platz draufsteht, ist auch wirklich ein Platz drin. Besonders im Franzosenviertel, das sich nordwestlich vom Ostbahnhof erstreckt, erwartet Euch ein einmaliges Flair. Am Weißenburger Platz könnt Ihr am Brunnen und den umliegenden Cafés schonmal ein paar Stunden verbummeln.

Familien mit Kindern zieht es zum langgezogenen Bordeauxplatz (Foto), dessen grüne Wiese sich auch zum Picknicken anbietet. Last but not least: Der Wiener Platz ist das heimliche Herz des Stadtteils – auf dem kleinsten Münchner Lebensmittelmarkt holen sich die Haidhauser ihre Fischsemmel, im Café Little Rabbit's Room fühlt Ihr Euch wie bei Alice im Wunderland und Biergartenfans wissen, warum der Hofbräubiergarten (Anzeige) einer der schönsten Münchens ist. Vom Max-Weber-Platz aus sind es nur fünf Minuten zu Fuß.

3. Kultige Boazn und schicke Bars ausprobieren

Das Johanniscafé, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Ja, es gibt sie noch, die urigen Kneipen, wo der Student auf den Bänker trifft und ganze Nächte verplaudert. In Haidhausen hält das Johannis Café am gleichnamigen Platz seit Jahrzehnten die Boazn-Fahne hoch - hinter den beklebten und mit Gardinen behängten Fenstern wartet ein Kleinod, das den Begriff "Kult" wirklich verdient. Auf dem besten Weg dahin ist die noch relativ neue Kneipe Zum Roten Knopf, nicht weit vom Rosenheimer Platz.

Wer es schicker mag, ist im Maria Passagne richtig - vorausgesetzt, man findet die Türklingel. Nur wenn Ihr läutet, bekommt Ihr Einlass in die schummrige Bar. Ein Tipp für Cocktailliebhaber: Der Barroom im Belle-Époque-Flair ist die kleinste Bar der Stadt. Aber auch klassische Wirtshäuser gibt's in Haidhausen zur Genüge: Vom Unionsbräu über den PreysingGarten bis hin zum Wirtshaus Zum Kloster.

4. Auch mal andere Isar-Orte entdecken

Sommer an den Isarauen, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Warum Haidhausen so schön ist? Weil die Isar nie weit entfernt ist! Es gibt in den Isarauen unzählige Spots für perfekte Abende am Fluss - einen der schönsten findet Ihr nördlich der Maximiliansbrücke, direkt unterhalb des Maximilianeums. Hier rauscht die Isar die Staustufen hinunter – lasst die Spotify-Playlist einfach mal ruhen und hört unserem reißenden Gebirgsfluss zu. Der ideale Ort für ein Feierabendbier. Nicht nur im Sommer.

5. Livemusik von Jazz bis Rock hören

Das Muffatwerk, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

In die urigen Kellergewölbe des Einstein Kultur verirren sich alle, die guten Jazz zu schätzen wissen – der Jazzclub Unterfahrt ist einfach eine Münchner Institution. Das hat sogar die NY Times erkannt. Täglich werden Euch hier Sessions deutscher und internationaler Künstler kredenzt – und die sonntäglichen Jam-Sessions sollte jeder Münchner mal erlebt haben.

In Sachen Livemusik hat Haidhausen aber noch mehr zu bieten – das Muffatwerk (Foto oben) ist das Zentrum für urbane Kunst, Kultur und Musik schlechthin. Im ehemaligen Heizkraftwerk lernt Ihr die internationale Szene von Rock bis Pop kennen und die legendären Partyreihen a la Panda Party und Co. im Ampere-Club sind für die junge Szene fixe Termine im Kalender.

6. In kleinen Liebhaber-Läden shoppen

Buchpalast am Johannisplatz, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Ein ganzer Palast nur für Bücher? Als Literaturfans geht Euch bei dieser Vorstellung sicher das Herz auf. Nun, der Buchpalast hat zwar nicht ganz die Größe eines Palasts - doch was die Auswahl angeht, macht dem liebevoll geführten Laden am Johannisplatz so schnell keiner was vor. Kein Wunder, dass er sogar mit dem Deutschen Buchhandlungspreis geehrt wurde.

Und in Haidhausen gibt es noch viele weitere kleine Geschäfte, die Ihr unbedingt mal besuchen solltet. Beispiele gefällig? Ein Geheimtipp für schräge Geschenke vom Fingermonster bis zum Origamipapier ist das Kokolores (Anzeige) in der Wörthstraße. Süße Baby- und Kindermode gibt es bei Engel & Bengel und wahre Vinylschätze finden Musiknerds im Mono (Anzeige) oder im Schallplattenladen (Anzeige).

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