Herbsttour-Tipps für München: Isar, Englischer Garten, Friedensengel

Herbst-Spaziergänge in München

München kann im Herbst ziemlich überzeugend rascheln: durch buntes Laub im Englischen Garten, entlang der Würm, unter alten Bäumen im Hirschgarten oder durch den Wald der Aubinger Lohe. Wir haben sieben Spaziergänge ausgesucht, bei denen nicht nur das Ziel schön ist – sondern schon der Weg dorthin.

Mal reichen eine Stunde und ein Paar bequeme Schuhe, mal könnt ihr euch locker einen halben Nachmittag treiben lassen. Und ein bisschen Aussicht gibt's unterwegs auch.

Schloss Blutenburg im Herbst
Michael Hofmann

Die 7 Herbst-Spaziergänge auf einen Blick

  • Würm und Schloss Blutenburg: Vom Pasinger Stadtpark immer an der Würm entlang durch Pipping bis zum Schloss Blutenburg – viel Wasser und Grün mitten im Münchner Westen.
  • Maximiliansanlagen: Vom Maximilianeum durch die Anlagen an der Isar bis zum Friedensengel – Stadtpanorama inklusive.
  • Nymphenburger Schlosspark: Vom Schloss durch den weitläufigen Park zu Kanälen, Seen und Parkschlösschen wie Badenburg und Amalienburg.
  • Englischer Garten: Von der Eisbachwelle über Monopteros und Chinesischen Turm bis zum Kleinhesseloher See – München-Klassiker am laufenden Band.
  • Hirschgarten: Von der S-Bahn durch den Park am Hirschgehege vorbei Richtung Romanplatz – und wer mag, läuft weiter nach Nymphenburg.
  • Luitpoldpark bis Olympiapark: Vom Scheidplatz über den Luitpoldhügel, auf kleinen Umwegen durch den Park und weiter über den Petuelring bis zum Olympiapark.
  • Aubinger Lohe: Von Lochhausen über Ziegeleiweiher und Teufelsberg durch den Wald zurück – die naturreichste Runde unserer sieben Tipps.

👉 Die sieben Routen führen durch ganz unterschiedliche Seiten Münchens – an Isar und Würm entlang, durch Schlossparks und Stadtwälder und hinauf zu Aussichtspunkten über der Stadt.

Schloss Blutenburg: Immer an der Würm entlang

Schloss Blutenburg im Herbst
Michael Hofmann

Ein bisschen Stadt, ziemlich viel Grün und am Ende ein Wasserschloss: Die Strecke von Pasing nach Blutenburg ist einer dieser Spaziergänge, bei denen München unterwegs immer ländlicher wird.

Startet am Bahnhof Pasing und geht zunächst Richtung Pasinger Stadtpark. Dort trefft ihr auf die Würm – und ab jetzt wird die Orientierung einfach: Folgt dem Fluss nach Norden. Der Weg führt durch den Stadtpark und weiter Richtung Pipping. Mal geht es direkt am Wasser entlang, mal unter alten Bäumen hindurch, bis schließlich Schloss Blutenburg vor euch liegt.

Gerade im Herbst lohnt sich die Strecke, wenn sich das Laub entlang der Würm verfärbt und das spätgotische Schloss zwischen Wasser und Bäumen auftaucht. Wer noch nicht genug gegangen ist, kann von Blutenburg aus weiter durch die Grünzüge im Münchner Westen ziehen. Wer genug hat: Auch völlig legitim.

👉 Ein schöner Herbstspaziergang führt vom Pasinger Stadtpark immer an der Würm entlang durch Pipping bis zum Schloss Blutenburg.

Maximiliansanlagen: Vom Maximilianeum zum Friedensengel

Friedensengel im Oktober 2025
Michael Hofmann

Hier bekommt ihr erstaunlich viel München auf relativ kurzer Strecke: Isar, Maximilianeum, alte Bäume, Prinzregentenstraße und zum Schluss einen goldenen Engel über den Köpfen.

Eine schöne Variante startet am Max-Weber-Platz. Geht Richtung Maximilianeum und von dort hinunter in die Maximiliansanlagen. Haltet euch anschließend in den Grünanlagen nach Norden. Die Wege verlaufen oberhalb und nahe der Isar und führen schließlich zur Luitpoldbrücke und zum Friedensengel.

Dort solltet ihr nicht einfach unten vorbeilaufen: Steigt zur Aussichtsterrasse hinauf. Besonders am späten Nachmittag steht die Sonne im Herbst oft genau richtig für einen Blick über die Prinzregentenstraße Richtung Innenstadt. Und wenn sie sich nicht zeigt? Der Engel steht trotzdem da.

👉 Die Maximiliansanlagen ziehen sich rund zwei Kilometer am östlichen Isarufer entlang und verbinden einen Stadtspaziergang gut mit Maximilianeum und Friedensengel.

Nymphenburger Schlosspark: Einmal raus aus der Stadt, ohne rauszufahren

Der Apollotempel im Nymphenburger Schlosspark am Ufer des Badenburger Sees
Ungar- Biewer / Shutterstock.com

Vor dem Schloss noch München, dahinter plötzlich Landschaftsgarten: Im Nymphenburger Schlosspark verlieren sich die Wege zwischen Kanälen, Seen, Wiesen und alten Baumgruppen. Im Herbst funktioniert dieser kleine Ortswechsel besonders gut.

Startet direkt am Schloss Nymphenburg und geht durch das Gartenparterre zum Mittelkanal. Von hier könnt ihr zunächst nach Westen laufen und dann in den südlichen Parkteil zum Badenburger See abbiegen. Dort liegen Badenburg und Apollotempel zwischen Wasser und alten Bäumen. Für den Rückweg bietet sich die Strecke über die Amalienburg zurück Richtung Schloss an.

Wer Zeit hat, darf die Route natürlich ignorieren und einfach irgendwo abbiegen. Der Park ist groß genug dafür – und genau das gehört zu seinem Reiz. Neben den strengeren Gartenbereichen rund ums Schloss wird die Anlage weiter draußen immer landschaftlicher.

👉 Der Nymphenburger Schlosspark eignet sich für kurze Runden ebenso wie für mehrere Stunden zu Fuß – mit Kanälen, Seen und den historischen Parkschlössern als Zwischenzielen.

Englischer Garten: Vom Eisbach bis zum Kleinhesseloher See

Englischer Garten im Herbst
Shutterstock 535917604

Ja, natürlich der Englische Garten. Aber der Klassiker hat im Herbst einen Vorteil: Wenn die großen Sommerwiesen langsam leerer werden, übernehmen wieder die Wege, Bäume und Bäche die Hauptrolle.

Für eine schöne Tour startet ihr am Haus der Kunst und der Eisbachwelle. Von dort geht es hinein in den südlichen Englischen Garten und hinauf zum Monopteros. Kurz den Blick über die Baumkronen und die Altstadt mitnehmen – dann weiter zum Chinesischen Turm.

Von dort folgt ihr den Wegen nach Norden bis zum Kleinhesseloher See. Gerade dort ist der Herbst kaum zu übersehen: Bäume und Himmel spiegeln sich im Wasser, dazwischen schwimmen Enten, und plötzlich versteht man, warum Laub auch in Gelb und Orange produziert wird.

Wer eine kürzere Runde möchte, dreht am Chinesischen Turm wieder um. Wer weiterlaufen will, kann vom Kleinhesseloher See noch tief in den ruhigeren Nordteil des Englischen Gartens ziehen.

👉 Eine besonders abwechslungsreiche Route durch den Englischen Garten führt von der Eisbachwelle über Monopteros und Chinesischen Turm bis zum Kleinhesseloher See.

Hirschgarten: Durchs Laub zu den Hirschen

Rehe im Münchner Hirschgarten im Herbst
Katy Spichal

Eigentlich trägt dieser Spaziergang sein Herbstprogramm schon im Namen. Der Hirschgarten verbindet alte Bäume und große Wiesen mit einem Wildgehege – und ist weitläufig genug, dass man sich auch an schönen Wochenenden nicht permanent gegenseitig auf die Schuhe tritt.

Eine praktische Durchquerung beginnt an der S-Bahn-Station Hirschgarten. Geht von dort nach Norden durch die Grünflächen in den älteren Teil des Parks. Rund um das Hirschgehege könnt ihr die Tiere beobachten und am Biergarten einkehren. Anschließend lauft ihr weiter durch den alten Baumbestand zum Romanplatz. 

Dort könnt ihr den Spaziergang beenden und mit der Tram weiterfahren. Oder ihr hängt gleich Nymphenburg dran. Dann war es allerdings kein kleiner Herbstspaziergang mehr – Beschwerden über müde Beine werden ab diesem Punkt nicht angenommen.

👉 Im Hirschgarten verbindet ihr einen Spaziergang unter alten Bäumen mit einem Besuch am Hirschgehege und könnt anschließend Richtung Nymphenburg weiterlaufen.

Luitpoldpark: Vom Scheidplatz bis zum Olympiapark

Luitpoldpark
Lukas Fleischmann
Blick nach Norden vom Luitpoldhügel

Der Luitpoldpark ist weniger berühmt als Englischer Garten oder Nymphenburg – was beim Spazieren durchaus ein Vorteil sein kann. Im Herbst führen die Wege unter großen Bäumen hindurch, und mittendrin wartet eine kleine Bergwertung.

Startet am Scheidplatz und geht in den Park zum nicht übersehbaren Luitpoldhügel. Den Aufstieg solltet ihr mitnehmen: Von oben habt ihr einen weiten Blick über München, bei klarer Sicht sogar bis zu den Alpen.

Danach bloß nicht schnurgerade zum Petuelring marschieren. Dreht lieber noch eine kleine Schleife durch den nördlichen Parkteil und nehmt die geschwungenen Wege unter den Bäumen mit. Irgendwann haltet ihr euch Richtung Petuelring – und von dort geht es über die Birnauer Straße weiter zum Olympiapark. Spätestens wenn Olympiaturm und Zeltdach vor euch auftauchen, ist klar: Aus der kleinen Parkrunde ist inzwischen ein ziemlich schöner München-Spaziergang geworden.

Wer genug hat, kann natürlich schon am Petuelring in die U-Bahn steigen. Wer weitergeht, hat mit dem Olympiapark aber ein deutlich besseres Ziel als eine U-Bahn-Station.

👉 Ein kurzer Herbstspaziergang führt vom Scheidplatz über den Luitpoldhügel und den Petuelring weiter bis zum Olympiapark.

Aubinger Lohe: Wald statt Großstadt

Spielplatz in der Aubinger Lohe
Katy Spichal

Zum Schluss wird München ziemlich waldig. In der Aubinger Lohe im Westen der Stadt führen Wege durch Wald und über Lichtungen, vorbei an Weihern und zum sagenumwobenen Teufelsberg. Wer raschelndes Laub lieber unter den Füßen als auf Instagram hat, ist hier richtig.

Eine gute Rundtour beginnt an der S-Bahn-Station Lochhausen beziehungsweise an der gegenüberliegenden Bushaltestelle Henschelstraße. Von dort führt die Strecke zum Ziegeleiweiher, weiter zum Teufelsberg und anschließend durch die Waldbereiche der Aubinger Lohe zurück zum Ausgangspunkt.

Für die Runde solltet ihr ungefähr zwei Stunden einplanen. Nach Regen können die Waldwege natürlich matschiger sein – weiße Wiesn-Sneaker haben hier ihren natürlichen Feind gefunden.

👉 Eine schöne Runde durch die Aubinger Lohe führt von Lochhausen über den Ziegeleiweiher zum Teufelsberg und durch den Wald zurück.

FAQ zu Herbstspaziergängen in München

Welcher Herbstspaziergang eignet sich für einen kurzen Ausflug?

Für eine kompakte Runde bieten sich die Maximiliansanlagen oder der Luitpoldpark an. Im Englischen Garten könnt ihr die Strecke zwischen Monopteros und Chinesischem Turm ebenfalls beliebig verkürzen.

Wo kann man in München im Herbst durch richtigen Wald spazieren?

Die Aubinger Lohe bietet im Münchner Westen ausgedehnte Waldwege. Auch entlang der Würm zwischen Pasing und Schloss Blutenburg wird es schnell erstaunlich grün.

Wo gibt es beim Spaziergang eine schöne Aussicht über München?

Besonders gute Ausblicke bieten der Luitpoldhügel, die Terrasse am Friedensengel und der Monopteros im Englischen Garten.

Welche Runde eignet sich gut für Familien?

Hirschgarten und Aubinger Lohe sind besonders abwechslungsreich: Im Hirschgarten wartet das Wildgehege, in der Aubinger Lohe gibt es Wald, Weiher und den Teufelsberg zu entdecken.

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