Unterwegs auf den Spuren der Könige

Die Residenz im Sommer , Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann
Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann

Schlösser, Parks und Statuen: Entdeckt königliche Bauten in München

Bayerische Könige wie Ludwig II. haben München geprägt. Bestaunt Schlösser und schlendert durch majestätische Parkanlagen. An diesen Orten könnt ihr königliche Bauten hautnah erleben.

Maximilianstraße – eine eigene Straße für den König

Bayerischer Landtag in der Herbstsonne, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann Das Maximilianeum bildet den prächtigen Abschluss der Maximilianstraße

Hättet ihr auch gerne eine Prachtstraße, die euren Namen trägt? Max II. ließ die Maximilianstraße auf eigene Kosten anlegen - und bewies dabei Stil. Im 19. Jahrhundert beauftragte der König den Architekten Friedrich Bürklein mit dem Projekt. Dieser führte die Straße schnurstracks vom Max-Joseph-Platz bis zum Maximilianeum.

Heute ist die Maximilianstraße eine der exklusivsten Einkaufsmeilen Deutschlands, doch finden sich zwischen den edlen Boutiquen und Hotels auch viele Grünanlagen. An König Max II. erinnert das Maxmonument auf einer Verkehrsinsel in der Straßenmitte.

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Ludwigstraße und Siegestor - Größe und Eleganz

Das Siegestor in München auf der Leopoldstraße bei Nacht, Foto: haraldmuc / Shutterstock.com
Foto: haraldmuc / Shutterstock.com Auch Nachts ein toller Anblick: Das Siegestor

Die Ludwigstraße - unendliche Weiten. Dass ihr hier so großartig flanieren könnt, hatte König Ludwig I. durchaus so beabsichtigt. Er beauftragte seinen Architekten Leo von Klenze damit, eine Prachtstraße zu errichten, die die ganze Welt von der Größe des bayerischen Königtums überzeugen sollte.

Das ist gelungen: Vom Odeonsplatz im Süden bis zum Siegestor im Norden bietet die Ludwigstraße vieles von dem, worum man München in der ganzen Welt beneidet. Das einst dem Sieg geweihte Siegestor ist heute ein Mahnmal für den Frieden und besonders in der Nacht, wenn es beleuchtet ist, ein echter Hingucker.

Münchner Residenz – eine Reise durch die Wittelsbacher-Geschichte

Königliche Pracht, wohin man blickt: Skulptur im Brunnenhof der Residenz

Hier könnt ihr Bayerns Geschichte fast mit den Händen greifen: Die Residenz, Deutschlands größtes Innenstadtschloss, entwickelte sich über fünf Jahrhunderte zum Wohn- und Regierungssitz der Wittelsbacher. Es ist schon ein imposanter Anblick, wenn man sich von der Dienerstraße aus auf den Max-Joseph-Platz begibt und die mächtige Fassade der Residenz vor einem aufragt.

Noch imposanter ist aber die Geschichte, dass das Gebäude in den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs schwer zerstört wurde und teilweise bis auf das Erdgeschoss offen lag. Beeindruckend war die Leistung derer, die die Residenz nach 1945 in wenigen Jahren wieder aufbauten.

Schlosspark Nymphenburg – wo die Könige „Urlaub" machten

Nymphenburger Schloss an einem Sommertag mit Schwan, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann Der Schlosspark Nymphenburg lädt zu langen Spaziergängen ein

Das Schloss Nymphenburg wurde als Sommerresidenz der bayerischen Kurfürsten und Könige erbaut. Die Nachfahren von Kurfürst Ferdinand Maria bauten fleißig weiter, so dass im Verlauf von 100 Jahren eine riesige Anlage mit Park und Parkburgen entstand.

Macht in aller Ruhe einen ausgedehnten Spaziergang über die zahlreichen verwinkelten Wege und nehmt euch unbedingt Zeit für eine Fotosafari. Motive findet ihr auf dem Schlossgelände zur Genüge: Lustschlösschen, der Nymphenburger Kanal, dutzende schöne Brücken und leuchtende Bäume.

Der Hofgarten – auch ein König braucht mal eine Pause

Der Dianatempel im Hofgarten der Residenz , Foto: Lukas Fleischmann
Foto: Lukas Fleischmann Der Hofgarten ist bei den Münchner ganzjährig beliebt

Spazieren wie zu Königs Zeiten könnt ihr im Hofgarten. Die direkt am Odeonsplatz und der Residenz gelegene barocke Parkanlage wurde 1617 im italienischen Stil angelegt. Damals war er noch üppiger ausgestattet als heute, aber wir wollen mal nicht streng sein. Denn stilvoller als hier entspannt ihr in München nicht.

In der Mitte des Gartens thront der Dianatempel, der zu jeder Jahreszeit zu gefallen weiß. Große Kunst könnt ihr im Arkadengang bewundern. Hier zeigen unterschiedliche Wandmalereien die Geschichte des Hauses Wittelsbach.

Der Hofgarten mit all seinen Blumenbeeten und Brunnen ist eine Ruheoase mitten in der Großstadt. Und wenn ihr auf einer Bank Platz nehmt, könnt ihr euch auch richtig gut vorstellen, wie sich die Könige hier eine kurze Auszeit genommen haben.

Denkmäler der Herrscher – näher kommt ihr den Königen nicht

Impressionen vom Odeonsplatz und Hofgarten, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal Das monumentale Standbild für Ludwig I. steht direkt am Odeonsplatz.

An Denkmälern oder Skulpturen zu Ehren von Königen herrscht in München kein Mangel. Einige der Herrscher sind dabei auf einem Pferd zu finden.

König Ludwig I. etwa sitzt auf seinem Reiterstandbild am Odeonsplatz fest im Sattel. Nicht hoch zu Ross, aber auf einem fünf Meter hohen Podest aus Granit thront Maximilian II..

Das Maxmonument blickt majestätisch auf die Maximiliansstraße. Etwas versteckt in den Maximiliansanlagen könnt ihr auch ein Bronzestandbild von König Ludwig II. besuchen. Der „Kini“ ist darüber hinaus auch noch mit einer Büste auf dem Balkon der Corneliusbrücke verewigt.

Platz da – hier kommt der König

Die Glyptothek auf dem Königsplatz, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal Die Glyptothek auf dem Königsplatz

Ihr habt richtig geraten: Der Königsplatz trägt seinen Namen nicht zufällig. Schließlich schob Ludwig I. im 19. Jahrhundert das Projekt an. Leo von Klenze errichtete eine klassizistische Wunderwelt, in der ihr bis heute den Geist der Antike spürt - wo aber auch besonders im Sommer modernes Lebensgefühl herrscht.

Zwischen Glyptothek, Antikensammlung und Propyläen sonnen sich Menschen auf der Wiese. Ein weiteres Prachtstück von einem Platz ist der Wittelsbacherplatz. Hier thront seit 1839 Maximilian I. auf einem Reiterdenkmal. Zwischen Stadtpalais und Siemens-Zentrale trifft man Architekturliebhaber und Sonnenanbeter. Nur Könige laufen dort nicht mehr herum.

Schloss Schleißheim - der Ausflug ins Umland

Neues Schloss Schleißheim Gartenseite , Foto: Bayerische Schlösserverwaltung, München
Foto: Bayerische Schlösserverwaltung, München Auch von Außen ist das neue Schloss in Schleißheim sehenswert

Nach dem Vorbild von Versailles wollte Kurfürst Max Emanuel im nahegelegenen Schleißheim eine neue Residenz entstehen lassen. Von der ursprünglich geplanten monumentalen Anlage ist zwar nur der Hauptflügel realisiert worden. Trotzdem entstand eines der schönsten Barockschlösser in Bayern.

Bei einem Spaziergang durch den Hofgarten kommt ihr an Hecken, Wasserflächen und Fontänen vorbei. Es ist einer der wenigen Gärten aus der Barockzeit, der noch in seiner ursprünglichen Form erhalten ist und nicht (wie viele andere Schlossgärten) im Laufe des 19. Jahrhunderts in einen Landschaftspark umgewandelt wurde. Fehlt eigentlich nur noch die Krone, damit man sich wie ein echter König fühlt.

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