Tipps für Sternengucker in München

Ein Sternschnuppen-Regen.

Ihr seid fasziniert von Himmelsschauspielen wie Sternschnuppe und Mondfinsternis? Wir verraten Euch, wann sich der Blick nach oben besonders lohnt - und wo Ihr in München ganzjährig die Kraterlandschaft des Mondes oder fremde Galaxien entdecken könnt.

Die nächsten Himmel-Highlights

Der Sternengucker-Kalender hat für 2018 noch einige Highlights zu bieten: Zum Beispiel Sternschnuppennächte. Am 12.8. erreichen die Meteorströme der Perseiden ihren Höhepunkt. In der Nacht auf Montag könnt Ihr mit mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde rechnen. Weiter geht's mit den Orioniden am 21.10., den Leoniden am 17.11. und den Geminiden am 12.12.

Eventuell ist der Komet 46P/Wirtanen mit bloßem Auge zu sehen. Am 16.12.2018 kommt er der Erde besonderes nah. Und am 21.1.2019 steht bereits die nächste totale Mondfinsternis mit "Blutmond" an. Allerdings sehr früh - die totale Phase von 62 Minuten läuft in München von 5:41 bis 6:43 Uhr Ortszeit.

Im Planetarium Milliarden Lichtjahre zurücklegen

Planetarium im Deutschen Museum Abbildung der ISS, Foto: Goran Gajanin/Zeiss /Deutsches Museum
Foto: Goran Gajanin/Zeiss /Deutsches Museum

Ein hochmoderner Lichtfaser-Sternenprojektor führt Euch im Planetarium des Deutschen Museums Sternenhimmel und Planetenbewegungen vor. Ihr legt 13,7 Milliarden Lichtjahre zurück, fliegt Planeten an und betrachtet unser Sonnensystem oder die Milchstraße. Geboten wird unter anderem auch eine Projektion des Sternenhimmels über München - inklusive eines Abstechers in die Alpen: Abseits der Großstadt ist die Anzahl der sichtbaren Sterne überwältigend.

Die Vorführungen finden meist um 10, 12, 14 und 16 Uhr statt. Auf der tagesaktuellen Übersicht werden täglich um circa 9 Uhr die verbindlichen Uhrzeiten veröffentlicht.

In der Volkssternwarte das Mega-Teleskop benutzen

Volkssternwarte Kuppel mit Mond, Foto: Volkssternwarte
Foto: Volkssternwarte

Mit zwei Spiegel- und zwei Linsenteleskopen erforscht Ihr in der Bayerischen Volkssternwarte den Himmel. Das 80 cm Cassegrain Spiegelteleskop zählt zu den größten öffentlich zugänglichen Teleskopen in Mitteleuropa und zeigt bei gutem Wetter weit entfernte Himmelsobjekte wie Nebel, Sternhaufen und Galaxien. Außerdem könnt Ihr im Planetarium unabhängig von der Tageszeit und den Wetterverhältnissen einen eindrucksvollen Sternenhimmel erleben. Es gibt regelmäßige Abendführungen, und auch Kinder erhalten bei eigenen Führungen die Gelegenheit, einen besonderen Blick ins Universum zu werfen.

Einen ganz scharfen Fernblick im Deutschen Museum erleben

Sternwarte Ost im Deutschen Museum, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Tradition verpflichtet: Bereits seit 1925 wird der riesige Zeiss-Refraktor in der Westkuppel der Sternwarte des Deutschen Museums für die Beobachtung von Planeten und Galaxien genutzt. Vor einigen Jahren wurde das Linsenfernrohr generalüberholt. Sein Gegenstück in der Ostkuppel, das Görz-Spiegelteleskop, hat eine Brennweite von 3600 mm - also etwa das Zehnfache eines professionellen Zoomobjektivs. Beide Kuppeln der Sternwarte sind bei klarem Himmel zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet und werden von der Beobachtergruppe der Sternwarte betreut. Jeden Dienstag- und Freitagabend wird die Ostkuppel nachts geöffnet - wann es genau losgeht mit der Nachtbeobachtung von Jupiter, Mond & Co erfahrt Ihr hier.

Die Galaxie interaktiv erkunden im ESO Supernova

Das ESO Supernova in Garching, Foto: ESO/P. Horálek
Foto: ESO/P. Horálek

An interaktiven Stationen erkundet Ihr im neuen ESO Supernova Planetarium in Garching das All. Euch erwarten Planetariumsshows, Filme, Führungen und Ausstellungen. Die interaktive Dauerausstellung „Das lebendige Universum“ handelt unter anderem vom Bezug zwischen Mensch und Universum, der Astronomie und Beobachtungen aus dem Weltall. Das Herz der ESO Supernova ist ein digitales Planetarium, das Euch virtuell ins Weltall katapultiert.

Im Jahr 2018 ist der Eintritt für die Ausstellung und die Planetariumshows kostenlos. Karten müssen aber im Voraus reserviert werden.
Mehr Infos zu den Reservierungen gibt es hier

Auf dem Planetenweg unser Sonnensystem entdecken

Die Sonne des Planetenwegs vor dem Deutschen Museum., Foto: Deutsches Museum
Foto: Deutsches Museum

Von Sonne bis Pluto: der Münchner Planetenweg des Deutschen Museums führt Euch auf acht Stationen ins All. Los geht es im Innenhof des Deutschen Museums an der Sonnenstation - von dort wandert Ihr auf etwa 4,5 Kilometern bis zum Tierpark Hellabrunn das Planetensystem ab. Am Wegrand gibt’s Informationen über den jeweiligen Planeten und das gesamte Sonnensystem. Die Abstände zwischen den Stationen sind im Verhältnis 1:1,29 Milliarden aufgestellt - das heißt: für einen Kilometer auf dem Planetenweg müsstet Ihr im Weltall 1,29 Milliarden Kilometer zurücklegen. Seid also froh, dass Ihr auf der Erde unterwegs seid.

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