Karl Valentin

Karl Valentin, Foto: Valentin-Karlstadt-Musäum
Foto: Valentin-Karlstadt-Musäum

München ist stolz auf seinen berühmten Humoristen. Er war Münchner aus ganzem Herzen und verließ Zeit seines Lebens seine Heimatstadt nur ungern: Karl Valentin (1882-1948), der unverwechselbare Komiker und Schriftsteller mit seinem absurd-skurrilen Wortwitz.

Genauso kurios wie seine Sprüche sind die Exponate aus dem Leben des Komikers: 1958 widmete man ihm das Valentin Karlstadt Musäum im Isartor. Am Viktualienmarkt steht außerdem eine Brunnenfigur des berühmten Münchner Bürgers.

Sein Leben in München

Karl-Valentin-Brunnen, Viktualienmarkt

Geboren wurde Valentin, der oft mit Charlie Chaplin verglichen wird, 1882 im Münchner Stadtteil Au. Eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus (heute Zeppelinstraße 41) erinnert noch heute daran. Auf der Bühne des „Frankfurter Hofs“ in der Münchner Schillerstraße begeisterte Karl Valentin ab 1908 als Volkssänger das Publikum. Dort lernte er auch die Komödiantin Liesl Karlstadt kennen - das skurrile Paar schreibt in der Folge mit Situationskomik und scharfem Witz Bühnengeschichte.

1931 eröffnet Karl Valentin sein „Goethe-Theater“ in der Leopoldstraße, das er jedoch wegen strenger behördlicher Auflagen bald wieder schließt. Im Oktober 1934 folgt sein „Lach- und Gruselkeller“, das Panoptikum. Es wird ein Misserfolg und ruiniert ihn finanziell. Valentin zieht daraufhin in den Münchner Vorort Planegg und kann an seine früheren Bühnenerfolge nicht mehr anknüpfen. Am 9. Februar 1948 stirbt der unterernährte Valentin an einer Lungenentzündung und wird auf dem Waldfriedhof in Planegg begraben.

 

"Die Brennnessel unter den Liebesblumen"

Mit seinen Aussprüchen traf Valentin schon immer in die Seele des einfachen Mannes: "Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut". Sein Sketch über den überforderten Buchbinder Wanninger, der verzweifelt telefonisch bei seinem Auftraggeber klären will, ob er die Rechnung gleich mit der Sendung beilegen soll, zielte auf die Wirren der Bürokratie. "Sich wie Buchbinder Wanninger vorkommen", ist noch heute ein geflügeltes Wort.

Auch dass sein Name meist falsch ausgesprochen wurde, darüber spottete Valentin: "Nenn mich nicht Walentin, du nennst ja auch nicht deinen Vater Water." Den Nazis konnte der Komiker nie etwas abgewinnen, verpackte seine Kritik in den ihm eigenen Humor: "Gut, dass Hitler nicht Kräuter heißt, sonst müsste man ihn mit »Heil Kräuter« grüßen." Sich selbst charakterisierte Karl Valentin so: "Ich bin kein direkter Rüpel aber die Brennnessel unter den Liebesblumen".
 

Geburtstag 4. Juni 1882 als Valentin Ludwig Fey in München
Todestag 9. Februar 1948 in Planegg
Beruf Komiker, Autor, Schauspieler
Berühmt geworden mit
Sketchen wie der "Buchbinder Wanninger"

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