Liesl Karlstadt

Liesel Karlstadt

Die Komödiantin Liesl Karlstadt wurde an der Seite Karl Valentins zu einer Münchner Berühmtheit.

1911 trifft Elisabeth Wellano – Künstlername Liesl Karlstadt – auf Karl Valentin. Eine schicksalhafte Begegnung und Beginn einer „Fatal Attraction“. Sie kommt 1892 als fünftes von neun Kindern einer bitterarmen, italienischen Bäckerfamilie in München zur Welt. Ihre Anstellung als Ladenmädchen gibt Wellano in Hoffnung auf ein anderes Leben auf und verdingt sich als Chorsängerin und Komödiantin. Bei einem Auftritt 1911 erkennt Karl Valentin ihr komödiantisches Talent. Er ist es auch, der ihr zum Künstlernamen rät: „Wellano hört sich so nach Trapeznummer an.“

Liesl Karlstadt wird zu Valentins Bühnenpartnerin und Geliebten. Zusammen entwickeln sie ihre Improvisationskunst - abgründiger Slapstick gespeist aus surrealen Sprachspielen und clownesker Pantomime. Karlstadt brilliert in Hosenrollen wie dem Kapellmeister. Über 400 Sketche und Komödien entstehen. Das Paar tritt bald in allen Münchner Kabaretts auf und wird auf Tourneen gefeiert. Doch Liesl Karlstadt steht künstlerisch und privat im Schatten des eigenbrötlerischen, phobischen Valentin. Die Kritik nimmt sie nicht wahr, obwohl viele Sketche ihre Handschrift tragen. 1935 versucht sie sich in der Isar zu ertränken und erkrankt an Depressionen. Es kommt zum Bruch.

Liesl Karlstadt stirbt am 27. Juli 1960 in Garmisch.

 

Geburtstag 12. Dezember 1892 in München
Beruf Schauspielerin, Komikerin, Sängerin, Autorin
Berühmt geworden als
Komikerin und Partnerin von Karl Valentin
Bezug zu München
Quell ihres bayerischen Slapsticks

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