Der Neue Gasteig Sendling: Philharmonie, VHS und Stadtbibliothek im Interimsquartier

Hier entsteht die Philharmonie des Interims-Gasteig, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Der Rohbau der Interimsphilharmonie in Sendling: Hier soll bis Oktober 2021 ein Konzertsaal für 1.800 Zuhörer entstehen

Gasteig: Kultur zieht um – so sieht das Ausweichquartier aus

(15.10.2020) Der Gasteig in der Rosenheimer Straße wird saniert. Deswegen ziehen die Münchner Philharmoniker, die VHS und die Stadtbibliothek für voraussichtlich fünf Jahre die Isar ein paar Kilometer flussaufwärts, nach Sendling. Beim Richtfest gab's Einblicke in die Baustelle – schon im Oktober 2021 soll hier das erste Konzert stattfinden. Hier alle Infos – plus Video.

Im Video: So sieht's auf der Baustelle des Gasteig-Interimsquartiers aus

OB Reiter zum Gasteig-Interim: „Hier in München ist alles bissl anders!“

OB Dieter Reiter, Bürgermeisterin Katrin Habenschaden und Gasteig-Chef Max Werner schlagen symbolisch Nägel in einen Holzbalken des Interimsbaus, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher OB Dieter Reiter, Bürgermeisterin Katrin Habenschaden und Gasteig-Chef Max Wagner

Noch ist der Konzertsaal in der Sendlinger Hans-Preißinger-Straße am Großen Stadtbach unweit der Brudermühlbrücke, der bald 1.800 Zuhörern Platz bieten soll, ein Rohbau. Doch die imposant hohen Betonwände stehen, Stahlkonstruktionen werden eingezogen und lassen erahnen, wie die temporäre Philharmonie 2021 aussehen könnte. 

Am 15. Oktober 2020 war Richtfest – Oberbürgermeister Dieter Reiter schlug zusammen mit Bürgermeisterin Katrin Habenschaden und Gasteig-Geschäftsführer Max Wagner ein paar Nägel in einen Original-Holzbalken, der für die Innenauskleidung des Saals verwendet wird. Und war selbst sichtlich beeindruckt von den Dimensionen dieser Zwischenlösung: „Ich weiß nicht, wie's Ihnen geht, aber wenn ich mich hier umschau – so richtig nach Interim schaut das nicht aus! Aber wir sind halt hier in München, und in München ist alles ein bissl anders.“ 

 

Das erste Konzert der Münchner Philharmoniker: Oktober 2021

Die Richtkrone spiegelt sich im Instrument eines Münchner Philharmonikers, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Im Horn der Philharmonikerin spiegelt sich der Richtkranz

Keine geringeren als die Münchner Philharmoniker spielten beim Richtfest auf – als vierköpfige Bläser-Abordnung. „Kulturkraftwerk“ nannte Gasteig-Chef Max Wagner das Ausweichquartier unweit der Brudermühlbrücke, es laufe trotz Corona alles nach Plan: „Ein guter, ein freudiger Tag!".

Seit Ende 2019 wird gebaut, das erste Konzert in der Interimsphilharmonie wird voraussichtlich im Oktober 2021 stattfinden. Für den perfekten Klang im neuen Saal ist Star-Akustiker Yasuhisa Toyota zuständig, der unter anderem auch den Sound in der Hamburger Elbphilharmonie geplant hat. 

Es sei, so sagte OB Reiter in Bezug auf die Pandemie, „gerade in so einer Krise wichtig, ein deutliches Zeichen für die Kultur zu setzen“. Kultur sei „der Klebstoff der Gesellschaft“, sie mache aber nicht nur den Charme Münchens aus, sondern sei auch ein „harter Standortfaktor“ und aus wirtschaftlichen Gründen sehr wichtig.

Die Trafo-Halle als Herzstück des Kulturzentrums

Die Halle E des Interims-Gasteig in Sendling, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Die denkmalgeschützte Halle E

Neben den Philharmonikern ziehen 2021 dann auch Teile der Stadtbibliothek, die Volkshochschule und die Hochschule für Musik und Theater nach Sendling – für voraussichtlich fünf Jahre, bis der Stammbau in Haidhausen saniert ist.

Die Konzertbesucher werden den großen Saal, geplant vom Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner, über die denkmalgeschützte „Halle E“ auf dem ehemaligen Stadtwerke-Gelände betreten. Dort werden auch die Foyers und ein Café für die Pause untergebracht. 

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden freut sich über die vielfältige Zwischenlösung, die vielen Angebote, die es den Münchner*innen bieten wird – und den Standort des Interimsquartiers: „Für Sendling ist das eine tolle Aufwertung, weil es hier Kultur geben wird für alle – ob groß oder klein, alt oder jung, Sub- oder Hochkultur.“

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