Monopteros, Eisbach-Welle und mehr
So schön ist der Englische Garten in München
Der Englische Garten ist Münchens größter Park. Hier locken unter anderem der berühmte Monopteros, der Chinesische Turm und die Eisbachwelle. Im weitläufigen Park lohnt sich zu jeder Jahreszeit ein Spaziergang.
Weitere Aktionen
Der Englische Garten im Überblick
Kurzüberblick: Das Wichtigste zum Englischen Garten
- Lage: zwischen Altstadt/Lehel, Schwabing und Münchner Norden
- Adresse: Englischer Garten, 80538 München
- Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet
- Eintritt: frei
- Größe: 376 Hektar, mit Maximiliansanlagen, Hofgarten und Finanzgarten 411 Hektar
- Bekannte Orte: Eisbachwelle, Monopteros, Chinesischer Turm, Rumfordschlössl, Japanisches Teehaus, Kleinhesseloher See
- Bekannte Wiesen und Bereiche: Schönfeldwiese, Werneckwiese, Schwabinger Bucht, Hirschau
- Gastronomie: Chinesischer Turm, Seehaus, Hirschau, Aumeister, Minihofbräuhaus und mehrere Kioske
- Für Familien: Wiesen, Kinderkarussell, Kleinhesseloher See, Natur- und Kulturtreff Rumfordschlössl
- Natur: Blühwiesen, Bäche, Wildbienen-Lehrpfad, Brutvögel, Eichhörnchen, Biber, Schafe
- Barrierefreiheit: viele Wege sind eben und befestigt; der Weg zum Monopteros ist nicht barrierefrei
- ÖPNV: je nach Ziel u.a. U3/U6, Bus bis Chinesischer Turm, Tram bis Tivolistraße
Sehenswertes: Monopteros, Chinesischer Turm, Japanisches Teehaus
- Der Monopteros ist gleichermaßen bekannt und beliebt –völlig zu Recht: die Aussicht von oben ist grandios und bei Sonnenschein und Herbstfarben macht die Silhouette der Altstadt gleich noch mehr her. Vom Monopteros aus seht ihr den Englischen Garten in seinen schönsten Facetten. Der tempelartige Rundbau wurde 1836 samt Hügel in die südliche Parklandschaft eingefügt
- Das vielleicht bekannteste Bauwerk im Englischen Garten ist der Chinesische Turm mit seinem Biergarten im Sommer. Der Pagodenbau im kaiserlich-chinesischen Stil ragt 25 Meter in die Höhe und geht auf einen Entwurf von 1789 zurück. Mehrmals brannte der Turm aus, er wurde aber jedes Mal originalgetreu wiederaufgebaut. Gleich nebenan gibt es für die Kleinen ein Kinderkarussell im Biedermeier-Stil. Im Advent findet hier ein Christkindlmarkt statt.
- An der Eisbachwelle beim Haus der Kunst sind das ganze Jahr über viele Wellenreiter*innen auf ihren Brettern unterwegs und schrecken nicht vorm kalten Wasser zurück.
- Ihr mögt es doch lieber idyllisch? Na gut, ihr könnt euch als Alternative auch zu den Wasserfällen am Eisbach begeben. Dort ist es ruhiger und ihr könnt auf einer der Bänke einen Sonnenplatz suchen.
- Erst 1972 entstand das Japanische Teehaus. Am Südende des Parks steht es auf einer künstlichen Insel im Schwabinger Bach. Japan-Fans treffen sich dort regelmäßig zur traditionellen Teezeremonie. Im kleinen Teich sind Enten und Schwäne zu Hause
- Hinter dem Chinesischen Turm steht das Rumfordschlössl, ein klassizistisches Gebäude aus dem Jahr 1791. Es wird heute als Natur- und Kulturtreff für Jugendliche genutzt.
- Und wenn ihr mehr Zeit mitbringt, dann spaziert durch den Nordteil des Englischen Gartens bis zum sogenannten Schwammerlweiher mit seiner kleinen Insel. Einfach am Oberstjägermeisterbach entlang, dann ist der Weiher nicht zu verfehlen. Oder ihr biegt vorher ab und lauft zum Stauwehr Oberföhring am Isar-Kanal.
Anzeige
Sport- und Freizeitparadies für Jogger & Co.
- Der Englische Garten ist ein Freizeit-Traum für alle Hobby-Sportler: Radlfahrer*innen und Jogger*innen trainieren auf 78 Kilometer Wegen. Im Frühling, Sommer und Herbst spannen die Seiltänzer zwischen Bäumen ihre Slacklines, Frisbee-Spieler*innen werfen ihre Scheiben und Hobbykicker*innen treffen sich zum Fußball.
- Mal lebendig, mal entspannt geht's am Kleinhesseloher See an der Grenze zum nördlichen Englischen Garten zu. Der See ist zwar nicht zum Schwimmen geeignet, aber mit dem Ruder- oder Tretboot könnt ihr einen perfekten Tag auf dem Wasser verbringen. Nicht nur im Sommer sitzen hunderte Menschen am Ufer.
- Im nördlichen Teil des Parks seht ihr immer wieder Gruppen beim Yoga oder Thai Chi. Auch alle Pferdeliebhaber*innen werden glücklich, denn neben einer Auswahl an Reitwegen befindet sich die Universitätsreitschule hier.
Badeverbot im Eisbach und an der Floßlände
Das Surfen an der Eisbachwelle nahe des Hauses der Kunst ist im Sommer 2010 legalisiert worden. Allerdings gilt diese Erlaubnis nur für geübte Surfer*innen – weniger geübte Sportler*innen können sich an der Floßlände testen. Dabei erfolgt das Surfen auf eigene Gefahr - seit Juni 2025 mit neuen Regeln.
Das Schwimmen und Baden ist im gesamten Eisbach nicht erlaubt, ebenso an der Floßlände.
Wo Schwimmen in der Isar erlaubt ist
Bade- und Bootverordnung der Stadt München
Events: Japanfest und Kocherlball
- Ein Top-Ereignis ist der Kocherlball am Chinesischen Turm, der einmal jährlich meist an einem Sommersonntag im Juli zwischen 6 und 10 Uhr morgens stattfindet. Der Trachtenball geht zurück auf eine Tradition Münchner Hausangestellter, die sich vor der Arbeit zum Tanz trafen.
- Laienschauspieler führen an den Sommer-Wochenenden im nördlichen Englischen Garten regelmäßig Theaterstücke unter freiem Himmel auf. In das Amphitheater nahe der Studentenstadt bringen Zuschauer auch Picknick und Lampions mit.
- Im Japanischen Teehaus im Südteil gibt es regelmäßig traditionelle Teezeremonien und am dritten Sonntag im Juli steigt rund ums Teehaus das "Japanfest".
Süd- und Nordteil: Was ist der Unterschied?
Unterteilt ist der Park in den belebten Südteil und den eher ruhigen Nordteil. Der Südteil ist das Areal von der Prinzregentenstraße bis zum Mittleren Ring.
Wer beim Spazierengehen, Joggen oder Radfahren gerne seine Ruhe haben will, den verschlägt es meist in den Nordteil ab dem Mittleren Ring bis nach Freimann hinauf. Hier erlebt ihr den Park mit seinen wilden Wiesen alles andere als hektisch und an manchen Tagen auch eingenommen von einer Schafherde.
Übrigens: Am 28.6.2017 hat die Vollversammlung des Stadtrats beschlossen, die konkreten Planungen für einen 390 Meter langen Tunnel unter dem Isarring aufzunehmen. Die Straße, die den Englischen Garten in zwei Teile trennt, soll unter der Erde verschwinden.
Geschichte des Englischen Gartens
Über zwei Jahrhunderte hinweg wurde der Englische Garten laufend verändert, immer wieder kamen neue Gebäude und Grünanlagen hinzu – zum Beispiel die Hirschau oder der alte Militärgarten.
Alles begann 1789, als Kurfürst Karl Theodor den Auftrag gab, an der Isar einen öffentlichen Park anzulegen. Er sollte der Armee Erholung bieten – wurde dann aber 1792 als Volkspark für die damals rund 40.000 Münchener Bürger eröffnet.
Für die ursprüngliche Gestaltung des Parks sind der aus Amerika stammende Benjamin Thompson, der spätere Reichsgraf von Rumford, sowie der Schwetzinger Hofgärtner Friedrich Ludwig von Sckell verantwortlich.
Den Namen "Englischer Garten" erhielt der Park, weil er nicht als minutiös geometrisch ausgelegter Französischer Barockgarten, sondern im Stile eines Englischen Landschaftsparks angelegt wurde.
Zuständig für die Verwaltung des Englischen Gartens ist die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.
FAQ: Häufige Fragen zum Englischen Garten
Wann ist der Englische Garten geöffnet?
Der Englische Garten ist ganzjährig geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Was kostet der Eintritt in den Englischen Garten?
Der Besuch kostet keinen Eintritt.
Welche Sehenswürdigkeiten sollte man im Englischen Garten sehen?
Für den ersten Besuch eignen sich Eisbachwelle, Japanisches Teehaus, Monopteros, Chinesischer Turm, Rumfordschlössl und Kleinhesseloher See. Diese Orte liegen im Südteil beziehungsweise im Übergang Richtung Schwabing und lassen sich gut zu einem Spaziergang verbinden.
Welche Wiesen gibt es im Englischen Garten?
Bekannt sind unter anderem die Schönfeldwiese im Südteil, die Werneckwiese im Bereich Kleinhesseloher See, die Schwabinger Bucht und die weiten Wiesen der Hirschau im Nordteil. Auf Schönfeldwiese und Werneckwiese wurden zuletzt neue Wildblumenwiesen angelegt.
Kann man auf dem Kleinhesseloher See Boot fahren?
Ja, am Kleinhesseloher See sind Tret- und Ruderboote möglich. Der Bootsverleih liegt am nördlichen Ufer in der Nähe des Seehauses. Baden ist im Kleinhesseloher See nicht erlaubt.
Kann man im Englischen Garten Küken sehen?
Im Frühjahr lassen sich am Kleinhesseloher See und an ruhigeren Uferbereichen oft Wasservögel mit Nachwuchs beobachten. Bitte Abstand halten und die Tiere nicht füttern.
Wie lange braucht man für den Englischen Garten?
Für einen kurzen Spaziergang durch den Südteil reichen etwa 1 bis 1,5 Stunden. Wer bis zum Kleinhesseloher See geht oder den ruhigeren Nordteil entdecken möchte, sollte zwei bis vier Stunden einplanen.
Ist der Englische Garten barrierefrei?
Viele Wege sind eben und befestigt. Der Weg zum Monopteros ist jedoch nicht barrierefrei, weil er eine Steigung von mehr als sechs Prozent hat. Barrierefreie Toiletten gibt es unter anderem bei Seehaus, Hirschau, Chinesischem Turm, Aumeister und am Tivoli-Pavillon.
Darf man im Englischen Garten baden?
Nein. Baden in den Gewässern des Englischen Gartens ist lebensgefährlich und verboten.
Darf man im Englischen Garten grillen?
Nein. Grillen, offenes Feuer und Campen sind im Englischen Garten verboten.
Sind Hunde im Englischen Garten erlaubt?
Ja, Hunde sind erlaubt. Sie müssen im Park aber an der Leine geführt werden; Hundekot muss beseitigt werden.
Kann man im Englischen Garten reiten?
Ja, es gibt rund 12 Kilometer Reitwege, eine Reitwiese und eine Sprungwiese. Reiter*innen benötigen dafür eine kostenpflichtige Jahres-Reitgenehmigung. Tages-Reitpässe gibt es nicht.
Gibt es Kutschfahrten im Englischen Garten?
Ja, Kutschfahrten durch den Englischen Garten sind möglich. Die Schlösserverwaltung nennt sie als Serviceangebot für Besucher*innen.
Wo ist es im Englischen Garten ruhiger?
Ruhiger ist es meist im Nordteil Richtung Hirschau, Aumeister und Studentenstadt. Der Südteil rund um Eisbachwelle, Monopteros und Chinesischen Turm ist besonders bei schönem Wetter und am Wochenende deutlich voller.
Welche Biergärten gibt es im Englischen Garten?
Zu den bekannten Einkehrmöglichkeiten gehören Chinesischer Turm, Seehaus, Hirschau und Aumeister. Der Biergarten am Chinesischen Turm hat rund 7.000 Sitzplätze.
Welche Veranstaltungen gibt es im Englischen Garten?
Zu den bekannten Veranstaltungen gehören der Kocherlball am Chinesischen Turm, das Japanfest am Japanischen Teehaus, Open-Air-Theater im Amphitheater und der Weihnachtsmarkt am Chinesischen Turm. Termine können sich ändern, deshalb lohnt sich vor dem Besuch ein Blick in den Veranstaltungskalender.
Auf einen Blick
Englischer Garten
Englischer Garten
München
Barrierefreier Zugang
Barrierefreiheit im Gebäude